Von der Garage zu Google: Bafin traut Fintechs Monopolstellung zu
FRANKFURT (Dow Jones) - Die Start-ups in der Finanzbranche haben das Potenzial für eine Monopolstellung. "Von der Garage zu Google, das ist absolut vorstellbar", sagte Bafin-Präsident Felix Hufeld bei einer Technologiekonferenz der Finanzaufsicht. Sowohl die Banken als auch die Versicherungen müssten sich der digitalen Welt stellen.
"Wir beobachten von Jahr zu Jahr deutlich zulegende Investitionen in junge Fintech-Unternehmen", sagte Hufeld. Im vergangenen Jahr erreichten sie global einen Wert von über 22 Milliarden US-Dollar, ein plus von 75 Prozent gegenüber dem Vorjahr. Hierzulande haben sich die Investitionen im vergangenen Jahr etwa verdoppelt. "Deutschland hat deutlich aufgeholt", sagte Hufeld. Die Bafin erhalte im Monat 100 Anfragen zum Thema Fintech.
Auch die klassischen Banken ziehen nach. "Beide Lager arbeiten häufig miteinander", sagte Hufeld. "Gewiss ist das klassische Bankgewerbe noch nicht akut vom Aussterben bedroht." Wer welche Marktanteile erzielen kann, bestimmt weder die Politik noch die Aufsicht, sondern "glücklicherweise der Markt", sagte Hufeld. "Innovation ist etwas Gutes", sagte er und warnte vor einer zu strengen Regulierung in der Entstehungsphase. "Dinge müssen erst einmal entstehen", sagte er. "Sonst bauen Sie ein Aquarium, in dem dieser schöne Fisch gar nicht wachsen kann."
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