Wenn ich bei Wirecard arbeiten würde, dann hätte ich sicherlich auch eine andere Bindung zur Aktie. Ich sehe das aber vollkommen pragmatisch. Für mich sind Aktien eine Möglichkeit der Geldvermehrung. Ganz emotionslos. Nach den ersten Italien-Meldungen vor zwei Wochen (Abriegelung des Nordens) bin ich bei 130,60 raus. Dann habe ich bei 112,30 zurück gekauft. Unterm Strich 39 Stück mehr - steuerbereinigt.
Wenn ich erst gestern Abends nachbörslich gekauft hätte, wären es noch mal rund 35 mehr gewesen.
Ich finde es legitim, Aktien zu verkaufen, wenn man fallende Kurse erwartet, um später günstiger und mit mehr Stücken wieder einzusteigen. Mir erschließt sich nicht so ganz die Logik, weshalb ich (erwartbare) Kursstürze aussitzen sollte, wenn ich hinterher deutlich mehr Stücke haben kann.
Ich sage jetzt nicht, was ich noch befürchte, weil ich eben nicht zu den Bashern gehöre, die short sind. Aber ich habe mich heute morgen wieder an die Seitenlinie gestellt. Mit Verlust zwar. Aber wenn es stimmt, dann habe ich am Ende doch wieder mehr Aktien als gestern Abend. W
Ich halte WDI für unterbewertet und das Geschäftsmodell für absolut stimmig. Ich gehe von einem astreinen KPMG-Bericht aus. Ich bin mir sicher, dass WDI die nächsten 5 Jahre ein blitzsauberes Wachstum hinlegen wird. Aber ich glaube auch, dass der Boden noch nicht erreicht ist. Hatte eigentlich gedacht, dass der überschrittene Höhepunkt in China und Südkorea die Wende bringt. Aber momentan sind mir die Gefahren, die eine weitere Ausbreitung in Europa und USA bringen noch nicht absehbar. Ökonomen sprechen inzwischen von einer weltweiten nicht mehr abzuwendenden Rezession. Scheißegal, ob die Recht haben. Alleine, dass diese Einschätzungen in der Welt sind reicht aus, um die Anleger zu verunsichern. Und Verunsicherung führt zu fallenden Kursen.
Es wird hier keine Rackette geben, in die man nicht mehr einsteigen kann, wenn sie gestartet ist. Aber es ist durchaus möglich, dass für die Abschussrampe noch ein Keller gebaut wird...