@Logo „ echte Longies erkennen die operative Stärke der WDI“
Korrekt, Logo. Jedoch nicht nur dies. Mit meinem Invest in Wirecard habe ich von Anfang an in Betracht gezogen, dass nicht jede Handlung bei Wirecard in den Anfängen dem jetzigen Complianceverständnis entsprach.
Jedoch: Wir investieren in die Zukunft! Wirecard setzt massiv auf die Analyse von Transaktionsdaten (und bietet entspr. Lösungen und Informationen seinen Kunden als Zusatzleistungen an). Dies bedeutet vollkommene Transparenz von Zahlungsströmen. Geldwäsche in einem solch transparenten System vollziehen? Was denkt ihr, warum Kryptowährungen so beliebt sind!? Genau deshalb sind solche Beiträge wie heute eher der Witzeecke zuzuordnen.
Finanzämter und Staatsanwaltschaften werden künftig vermutlich öfter bei Wirecard vorbei schauen; aber nicht wegen Wirecard. Die Daten, die Wirecard erhebt sind empirisch bedeutsam. Zerlegt nach Branchen, Endkundenclustern, Umsatzzahlen, saisonalen Effekten etc. können so Referenzdaten bereit gestellt werden, die der Strafverfolgung dienlich sind.
Zur Frage nach dem Abschlag, wenn Wirecard tatsächlich noch Schwarze Schafe im Kundenportfolio hält:
Wirecard hat sein Transaktionsvolumen in den letzten beiden Jahren verdoppelt. Die maßgeblichen Kooperationen dazu kennen wir. Seit 2015 sogar fast vervierfacht. Und damals stand Wirecard durch Zatarra schon im Visier der Skeptiker. Seit da an weiß man also um das Spotlight und die potenziellen Angriffsflächen. Nur schade, dass es 2019 gebraucht hat, um aus dem Verstehen zu lernen und anschließend zu handeln (www.wirecard.com/de/transparenz).
Allen Bedenkenträgern kann ich nur raten: Bleibt draußen. Die Aktie ist auch unter 200 € noch fair, so dass ihr noch nach dem KPMG Bericht eure Investmententscheidung treffen könnt. Für die Shortseller steht sehr viel Geld auf dem Spiel. Würdet ihr in deren Situation das Handtuch kampflos werfen? Ich gehe davon aus, dass es noch weiter schmutzig bleibt. Erst kommt der Schmerz ...