Folgende Mail ging an:
online@wiwo.de,
beat.balzli@wiwo.de (Chefredakteur)
jana.reiblein@wiwo.de (Chefin vom Dienst)
ir@wirecard.com
Schreibt auch, wenn ihr mit der Berichterstattung nicht einverstanden seit.
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Liebes Wiwo-Team,
ich bin entsetzt über die aktuell stattfindende Berichterstattung über den DAX-Konzern "Wirecard". Am gestrigen Tage wurde ein Bericht auf Ihrer Website veröffentlicht, der voller inhaltlicher Fehler war und einen Kursrutsch von knapp 5 Prozent ausgelöst hat. Dies bedeutet, dass viele Privatanleger ihre Aktion verkauft haben aufgrund Ihrer Berichterstattung. Dies ist so nicht hinnehmbar - auch vor dem Hintergrund, dass sogenannte Leerverkäufer seit geraumer Zeit "ihr Spielchen" mit der Aktie treiben (s. BAFIN-Hinweise etc.).
Sie schrieben sogar noch in der ersten Version Ihres Artikels "Infolge dieser WirtschaftsWoche-Berichterstattung fielen die Aktien des Zahlungsvermittlers am frühen Nachmittag zunächst um 4,7 Prozent." Richtig, aufgrund der falschen Berichterstattung fiel die Aktie. Diese Passage entfiel im Rahmen Ihrer ersten Korrektur. Im Nachmittagsbereich und Abends wurde der Bericht zweimal korrigiert. Mittlerweile steht am Ende des Artikels: "Anmerkung der Redaktion: Falls in einer früheren Fassung des Artikels der Eindruck entstanden sein sollte, Wirecard dürfe wegen der fehlenden Lizenz aktuell nicht am Zahlungsverkehr teilnehmen, so stellen wir hiermit richtig, dass dies nicht der Fall ist und für Wirecard wie für andere Zahlungsdienstleister vielmehr Übergangsfristen gelten, die die Geschäftstätigkeit in Singapur nicht einschränken." Der Eindruck ist aber entstanden, der Kurs hat entsprechend reagiert. Der Schaden ist entstanden!
Ich möchte Sie ausdrücklich bitten, solche Berichte in Zukunft mit der notwendigen journalistischen Sorgfaltspflicht zu erstellen. Eine Entschuldigung - wie auch immer Sie diese platzieren können - wäre in Richtung der Aktionäre und des Unternehmens angebracht.
Mit besten Grüßen