...am 16.10.19 drängt operative Entwicklung in den Hintergrund
China ist aufgrund seiner Marktgröße und seines Innovationspotenzials einer der attraktivsten E-Commerce-Märkte der Welt. Auf den E-Commerce-Markt in China entfielen im Jahr 2017 rund 452 Milliarden Euro. Mobiler E-Commerce gewinnt zunehmend an Bedeutung: 2011 wurden 1,5% des E-Commerce-Umsatzes auf Mobilgeräten generiert. Bis 2018 stieg dieser Anteil auf 74%. 2006 kauften 34 Millionen Chinesen online, 10 Jahre später diese Zahl war auf rund 467 Millionen angestiegen.
Quelle: Statista 2018
Die Kraft der PlattformenDaten sind gleichzeitig das neue Gold und Öl. Jeder, der über Daten verfügt und damit Kontexte erstellen und interpretieren kann, hat einen entscheidenden Vorteil. Darüber hinaus werden inzwischen mehr als 90% des Handels über Online-Marktplätze abgewickelt, insbesondere über die beiden größten Plattformanbieter Jingdong (JD) und Alibaba, die ihre Marktmacht unter anderem durch Kontrolle und Datennutzung weiter ausbauen. Für ausländische Unternehmen und insbesondere für KMU bedeutet dies, dass es nicht ratsam ist, einen eigenen Online-Shop in China einzurichten.
digital-commerce.post.ch/de/pages/blog/...r-gateway-to-china?
Dass die Schweiz ein beliebtes Reiseziel für die Chinesen darstellt ist allgemein bekannt, aber dass die Schweiz zu den führenden Nationen im Onlinehandel mit China gehört, dürfte für die meisten eine Neugkeit darstellen. Dies führt schon zu massiven Streitereien beim Weltpostverein
www.nzz.ch/wirtschaft/...-handel-stoesst-sauer-auf-ld.1510919
E-Commerce boomt auch in der Schweiz. Doch chinesische Online-Shops legen stärker zu als die inländische Konkurrenz. Dies liegt daran, dass chinesische Händler viel günstigere Preise anbieten können als die hiesigen Unternehmen. Laut Daten der Marktforscher von Carpathia konnte Aliexpress 2018 seinen Umsatz in der Schweiz um 70% steigern.
Die Meldung am 17.10.19 ist im Hintergrundrauschen wegen eines neuen FT Artikels einfach untergegangen, und ausschließlich der dpa war es eine Meldung wert:
www.finanzen.net/nachricht/aktien/...card-ermoeglicht-8108940
Im Auftrag der Schweizerischen Post mit Ihrem Portal "Gateway to China" wickelt Wirecard alle Transaktionen mit den führenden chinesischen Zahlungsmitteln ab.
Wirecard ergänzt unsere Gesamtlösung ideal und sorgt durch die Anbindung der von chinesischen Kunden bevorzugten Zahlungssysteme Alipay und WeChat Pay für ein optimales Einkaufserlebnis.
Auch hier ist kein Analyst auf die Tragweite der Meldung eingegangen.
Ich bezweifel dass den meisten Analysten klar ist, dass es hier sowohl darum geht, dass die Chinesen auf teure schweizer Produkte und teure Urlaube in der Schweiz stehen, als auch auf den Massenmarkt in umgekehrter Richtung, Versandhandel billiger onlineshops liefern massenhaft in die Schweiz (Massenmarkt).
Alle Zahlungen, egal ob in der Schweiz oder in China, werden von Wirecard abgewickelt (bitte beachten, Alipay Kooperation). Über das Portal der Schweizer Post wickeln aber auch viele deutsche und österreichische Händler ihre Transaktionen mit chinesischen Kunden oder Händlern ab.
Egal mit welchem Zahlungsmittel, Karte, online, Smartphone, QR code und egal welche Richtung, alle Zahlungen werden von Wirecard abgewickelt (alle Daten landen bei Wirecard).
www.konten.de/zahlungsverkehr/...r-auslandische-kreditkarten/
Besonders interessant ist was die Schweizer Post über die Plattform schreibt, was ich im obigen Zitat fett hervorgehoben habe, der Datenhandel wird wichtiger als das eigentliche Geschäft, und hier hat Wirecard die Nase von und sieht Wirecard selbst seine Zukunft.