Verheerender Doppelschlag gegen Wirecard
11.12.2019 - 16:35 | Quelle: finanztreff
Wie schon am Vortag hat sich am Mittwochnachmittag der Druck auf den Kurs von Wirecard -5,63% erhöht. Und wie am Vortag waren Leerverkäufe der Auslöser für den Verkaufsdruck. Außerdem ist in der "Financial Times" erneut ein kritischer Artikel zum Unternehmen erschienen.
Hatte am Vortag der Hedgefonds TCI Fund Management laut Bundesanzeiger eine Netto-Shortposition von 0,54 Prozent gemeldet, so hat er diese nun auf 0,67 Prozent aufgestockt. Hinzu kam am Dienstag eine neue Netto-Shortposition von Greenvale Capital in Höhe von 0,54 Prozent sowie am Mittwoch ein weiterer Artikel in der "FT", der Wirecard die Überwachung von Kritikern vorwirft.
Laut dem neuen Bericht der FT seien Wirecard-Kritiker und Investoren von Privatermittlern beschatten worden. Ziel der Maßnahme sei es gewesen, Beweise für Manipulationsversuche am Kurs der Wirecard-Aktie zu sammeln. Den Auftrag für die Überwachung mit dem Codenamen „Palldium“ soll Rami El Obeidi, ehemals Chef eines libyschen Geheimdiensts und nach eigenen Angaben Wirecard-Aktionär, gegeben haben.
Aktie läuft Richtung 100-Euro-Marke
Zuletzt büßten die Papiere des Zahlungsdienstleisters 4,6 Prozent auf 103,90 Euro ein und fielen auf den tiefsten Stand seit Ende März. Sie waren damit wie schon am Dienstag der größte Verlierer im DAX. Für die Aktien rückt nun die 100-Euro-Marke in unmittelbare Reichweite. Dort könnten Anleger nach Aussage eines Händlers Stop-Loss-Kurse platziert haben, bevor die Papiere auf neue Jahrestiefstände fallen.
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