Wirecard muss man meiner Meinung nach etwas differenzierter betrachten, da es dort Fakten gibt welche die Sicht auf Wirecard meiner Meinung nach erheblich ändern. Ich will diese Dinge hier einmal kurz erläutern:
1.) Wirecard wurde schon öfter Opfer von Short-Attacken, zB. 2008, 2016 oder im Februar 2019. Wenn du mehr wissen willst, dann google zB. "Wirecard Short-Attacke 2008"
2.) Die Frau, namentlich Charlotte McCrum des Financial Times Journalisten Dan McCrum (welcher die negativen Wirecard-Artikel schreibt) war bei einer Investmentgesellschaft namens Index Venture tätig, welche beim direkten Konkurenten von Wirecard, nämlich Adyen investiert war.
Siehe dazu ihre Twitter-Seite unter ihrem Bild steht es => twitter.com/charlottemccrum?lang=de
Zitat: "Startups, tech and PR for work, family and yoga for fun. London via Brooklyn, NY founder of www.harper-gray.com previously @indexventures"
Hier der Link zur Investmentgesellschaft => unter den Companies ist auch Adyen zu finden!
www.indexventures.com/companies
3.) Die Staatsanwaltschaft München ermittelt nicht etwa wegen Bilanzfälschung gegen Wirecard, sondern im Sinne Wirecards wegen Marktmanipulation, dh. die Behörden gehen von einer gezielten Marktmanipulation aus.
www.boerse-online.de/nachrichten/aktien/...ulation-1028602427
4.) Die BaFin hat in der Vergangenheit ein Leerverkaufsverbot ausgesprochen, dieses dann aber leider auslaufen lassen.
www.bafin.de/SharedDocs/...Verbot_Leerverkaufspositionen.html
5.) Hinzu kommt, dass angeblich ca. 22% aller Wirecard Aktien leerverkauft wurden um diesen Kurssturz zu verursachen. Dieser Kurssturz wurde zufälligerweise mit dem FT-Bericht getimt, was zu einem kurzzeitigen Kurssturz von ca. -24% führte.
Zahlen zu den geliehenen Aktien: twitter.com/ihors3/status/1187452569699917827
6.) Beim Geschäftbericht 2018, gibt der Wirtschaftsprüfer "Ernst&Young" Wirecard ein uneingeschränktes Bilanztestat und entlastet Wirecard damit vollständig. (Siehe Testat im Geschäftbericht 2018)
7.) Zuvor hat die Kanzlei Rajah & Tann in einem Bericht kein wesentliches Fehlverhalten von Wirecard feststellen können. Jediglich 2,5 Millionen Euro wurden falsch verbucht, dieser Fehler wurde nachträglich korrigiert, hatte aber keinen wesentlichen Einfluss auf die Bilanz des Unternehmens.
www.deraktionaer.de/artikel/aktien/...entkraeftet-460500.html
Nachdem man diese Fakten alle kennt muss man sich entscheiden wem man mehr glaubt, einem Journalisten in prekären Arbeitsverhältnissen, der sich auf einen ominösen Whistleblower bezieht den niemand kennt. Man sich im gleichen Atemzug aber hinter der Pressefreiheit und dem Quellenschutz versteckt um ja keine handfesten Beweise liefern zu müssen. Dies Ganze in einer Zeit, wo es den Medien finanziell immer schlechter geht, diese von Abos/Klickzahlen leben müssen und es mitunter mit der Wahrheit nicht ganz so genau nehmen um eine gute Headline zu erzeugen.
Auf der anderen Seite eine ganze Kohorte an Wirtschaftsprüfern, Betriebswirten und Anwälten die alle einen Ruf zu verlieren haben und sich so einen Fehler nicht leisten können. Einen CEO, Markus Braun der selbst über 7% der Aktien hält und wohl kaum ein Interesse daran hätte, dass es innerhalb des Betriebes zu bilanztechnischen Unregelmäßigkeiten kommt. Auch ermitteln die Behörden im Sinne Wirecards wegen Marktmanipulation.
Nun entscheidet selbst.