Wirecard ist in die Top-Liga der börsennotierten Unternehmen aufgestiegen, aber haben wohl vergessen (oder ist nicht professionell genug), eine vernünftige und
professionelle Kommunikationsabteilung einzurichten.
Dies ist mit die primäre Aufgabe eines Vorstandsvorsitzenden, die Gesellschaft nach Außen zu vertreten und wenn er dies kommunikativ nicht besonders gut kann, ist dementsprechend
eine Kommunikationsabteilung so aufzubauen, dass es einem DAX Unternehmen gerecht wird. Und wenn das kurzfristig nicht geht, gibt es sehr viele und sehr gute externe Kommunikationsberater!
Ich will nicht zu sehr Wirecard Bashing betreiben, VW war und ist in Deutschland auch nicht besser, was den Dieselskandal betrifft (in den USA ging es aber sehr gut mit der Kommunikation, da haben sie die Hosen runter gelassen), dennoch hat hier - nach meiner Meinung sowohl der Vorstand als auch der
Aufsichtsrat in Form des AR Vorsitzenden, keine gute Figur abgegeben.
In sollen Fällen, ist es immer gut, die Vorwärtsverteidigung anzustreben.
Damals muss der Vorstand einfach mitteilen: Ja, es gibt eine Untersuchung und der zuständige MA wurde freigestellt, um eine lückenlose Aufklärung zu gewährleisten. Wir tun dies
nicht, weil wir aktuell von der Schuld oder Unschuld des Mitarbeiters überzeugt sind, sondern auch zum Schutz des Mitarbeiters.
Und es ist wichtig, immer zuerst bei auf der eigenen Homepage die neuen Fakten zu schreiben! Damit signalisiert man Offenheit und Transparenz.
So ist es nicht verwunderlich, dass es zu Turbulenzen kommt und jeder FT oder WSJ Artikel Kurskapriolen nach sich zieht.
Dieses Thema sollte definitiv auf der HV auf den Tisch!