Ausverkauf an der Wall StreetAktienhandel New York. Die US-Börsen sind am Donnerstag auf breiter Front eingebrochen. Der gestiegene Ölpreis, die Krise am Häusermarkt und zunehmende Probleme bei der Finanzierung von Unternehmensfusionen belasteten den Markt. Zudem drückten enttäuschende Quartalszahlen von Exxon die Stimmung. Für Lichtblicke sorgten hingegen Apple und Ford.Die Stimmung ist an der Wall Street im Keller.
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HB NEW YORK. Der Dow-Jones-Index der Standardwerte fiel bis zum späten Mittag um 2,1 Prozent auf 13 500 Punkte. Der breiter gefasste S&P-500 verlor 2,3 Prozent auf 1483 und der Technologie-Index Nasdaq 2,3 Prozent auf 2587 Stellen. An der NYSE wurden Handelsbeschränkungen in Kraft gesetzt, die den Verkauf großer Aktienblöcke bei fallenden Kursen begrenzen.
Die jüngsten Nachrichten zur Entwicklung am Häuser-Markt waren enttäuschend. Der Verkauf von neuen Eigenheimen sank im Juni überraschend stark um 6,6 Prozent. Der Immobilienmarkt-Boom war in den vergangenen Jahren der wichtigste Antrieb für die US-Konjunktur. Mit steigenden Zinsen stürzte die Branche in eine Krise und drückt auch die Stimmung am Finanzmarkten.
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Zudem wiesen weitere Bau-Firmen Quartals-Verluste aus, etwa D.R. Horton und Beazer Homes. Sie folgten damit dem Rivalen Pulte. Die Aktien der drei Firmen verloren zwischen drei und zehn Prozent. Beim Werkzeughersteller Black & Decker ging der Gewinn ebenfalls wegen der Krise im Hausbau-Sektor zurück. Die Aktie fiel um 8,2 Prozent. Finanzwerte gerieten ebenfalls in den Hausbau-Sog. Aktien von JP Morgan und Citigroup gaben drei Prozent nach.
Auch die Schwierigkeiten des Autoherstellers Chrysler bei der Finanzierung seiner Trennung von DaimlerChrysler lösten Nervösität unter den Anlegern aus. Es gibt Sorgen, dass auch andere Übernahmen oder geplante Verkäufe in Gefahr geraten könnten. Hintergrund ist, dass die Banken wegen der zunehmenden Risikoscheu an den Kapitalmärkten Schwierigkeiten haben, die Kredite für Private-Equity-Übernahmen weiter zu verkaufen.