ganzen ECommercern ja durchaus Unterschiede im Geschäftsmodell haben.
Wenn man das Management von Westwing fragt, sind die ja geradezu stolz auf ihr Marketingkonzept und ihre Eigenmarke. Beides Dinge, die grundsätzlich eine höhere Marge zulassen als bei anderen ECommercern, die weder dieses Clubmodell haben, noch über eine Eigemarke verfügen, die in den nächsten Jahren 40-50% des Umsatzes ausmachen soll. Aus meiner Sicht werden deshalb Unternehmen wie Home24 oder Zooplus niemals so eine hohe Marge erzielen können wie Westwing, Marktanteile hin oder her.
Es kann gut sein, dass Home24 zwischendrin mal stärker wächst (wobei dort zuletzt der Kundenzuwachs auch sehr niedrig in Q2 war, was aber am Basiseffekt des Vorjahresquartals liegt), und es kann auch immer mal ne Übernahme oder Kooperation bei anderen Unternehmen geben, die das dortige Wachstum unterstützen. Aber sowas lässt sich ja wie bei Zooplus nicht vorausahnen. Wer weiß, vielleicht wird auch bei Westwing hinter den Kulissen verhandelt. Geh ich aber nicht davon aus, zumal ich viel lieber in 18-24 Monaten einen Kursverdoppler hätte als kurzfristig 35%. ... Aktuell gibt es halt den psychologischen Effekt, dass jedermann den hohen Basiseffekt kennt und daher kurzfristig mit schlechteren Zahlen für 2-4 Quartale rechnet. Aber wie gesagt, damit rechnet doch eh Jeder. Wieso sollte also ausgerechnet der Westwing-Aktienkurs nochmal negativ betroffen sein? ... Fundamental könnten wir fües Jahr 2024 auf einen EV/FreeCashflow von 7 kommen, selbst wenn ich nur 15% Wachstum die nächsten drei Jahre unterstelle. Das ist doch komplett lächerlich im Vergleich zu diversen anderen ECommerce-Aktien und auch rein grundsätzlich.
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