Ja, deine Überlegung stimmt z.T. auch. Es gibt viele Aspekte bezüglich der Abwertung. Und ich stelle deiner gegenüber das die britische Wirtschaft nunmal durch genannte Abwertung wettwerbsfähiger im Konsumbereich und zwar "vor Ort" wird. Vor allem betrifft dies Dienstleistungen die sich im Binnenmarkt aus Devisen finanzieren und so erst entstehen.. Arbeitskraft wird für den welcher sein Einkommen aber in EUR erhält eben sehr viel günstiger. Ein sehr relevanter Effekt der zweifellos nunmal da ist, das wird ja auch du nicht bestreiten. Sowenig wie ich deinen Standpunkt in dieser Sache bestreitr.
Es gibt nunmal auch diverse Aspekte. Einer davon ist der von dir richtigerweise diesbezüglich genannte. Es ist aber nur ein makroönonomischer Parameter und Effekt von sehr vielen. Zu folgender These habe ich da eine ganz andere Meinung als du und ich finde die provokant.
"Das (äußerst knappe) Referendum pro Brexit war ein dummer Unfall, den Cameron zu verantworten hat. Denke, bei einem erneuten Referendum, wäre das Ergebnis deutlich pro EU."
Da denkst du falsch. Schon das du es als "dummer Unfall" titulierst, ist tendenziell alles ,aber es ist nicht gerade eine libertäre Gesinnung, solch einen Plebiszit wie diesen und dessen Natur als Volkswille zu (ver)achten. Und wenn man sowas missachtet und es nicht anerkennt und umsetzt, als Regierung einer parlamentarischen Monarchie, dann hat man in der Konsequenz einen Bürgerkrieg ehe man sich versieht. Ich empfehle da Cicero. Der hat da einiges anschauliches zu abgelassen. Was manche nicht verstehen, das ein Gemeinwesen auf gewissen Mentalitäten basiert. Und das was da gerade läuft ist alles, aber nicht gerade "verbindend". Es ist Divide et Impera in Reinkultur. Und man wird sich das in GB nicht bieten lassen mit den Sezessionsbestrebungen die du genannt hast. Es sind wenn man Schottland und Nordirland betrachtet Minderheiten in GB numerisch. Und man wird diese nicht ziehen lassen. Das nämlich ist meine These. Die Zeit mag entscheiden wer richtig war. Vieles ist denkbar.