oder divide et impera
....Major sprach damit eine Sorge an, die von vielen Konservativen geteilt wird, aber vom politischen Establishment stets unter den Tisch gewischt wird. Die Dezentralisierung der Verwaltungsmacht, von der neben Schottland auch Wales und Nordirland profitiert haben, ist unausgewogen. Sie erlaubt den Abgeordneten dieser Nationen, auch über Belange mitzuentscheiden, die England betreffen. Umgekehrt gilt das in wichtigen, dezentralisierten Politikbereichen wie Bildung, Gesundheit oder Rechtsfragen nicht. Das ist politisch relevant, da in England eine strukturelle konservative Mehrheit herrscht, die Tories in den anderen Nationen aber praktisch nichts zu sagen haben. England kann deshalb von den anderen Nationen eine Politik aufgezwungen werden, die es gar nicht wünscht. Vorschläge zur Lösung dieses Problems, etwa die Schaffung eines englischen Parlaments, gibt es in der Theorie. In der Praxis will Westminster aber nichts davon wissen, weil es die Macht nicht mit einem neuen Parlament teilen will.
www.nzz.ch/international/panik-in-westminster-1.18380960
Aber das Teilen war zu sehr auf die Aufteilung der britischen Inseln bezogen um nur zu herrschen, aber wenig zurück zu geben. Und dies rächt sich wohl nun auf der Insel.