Gesamtwirtschaftliches Umfeld
Die Debatte um die Äußerungen des ehemaligen Berliner Finanz-Senators und Bundesbank-Vorstandsmitglieds Sarrazin hat inzwischen verschiedenen Phasen durchlaufen. In der ersten Phase war noch die Empörung groß und es sah so aus, als wenn das Diktat der Political Correctness erst Thilo Sarrazin politisch vernichten und dann die Debatte darüber wieder einschlafen lassen würde. Dem war diesmal aber nicht so. Stattdessen gab es bei spontan von Zeitungen wie DIE WELT durchgeführten Befragungen im Internet Zustimmungs-Werte von 70 Prozent. Die Argumente von Sarrazin waren auch für jeden plausibel und praktisch nicht zu widerlegen. Also musste man die Debatte nun auf einer anderen Ebene weiterführen. Darf ein Bundesbank-Vorstandsmitglied solche politischen Äußerungen eigentlich tätigen. Oder schadet das Verhalten nicht dem Ruf der SPD. Wie bei der Kritik von Wolfgang Clemens an der Energiepolitik von Andrea Ypsilanti im Vorfeld der Wahlen in Hessen wurden jetzt unbekannte SPD-Größen vorgeschickt, die ein Parteiausschluss-Verfahren forcieren sollten. Aber schon bei Wolfgang Clement ist dieser Schuss nach hinten losgegangen. Die SPD-Granden haben derzeit andere Probleme als Thilo Sarrazin; denn mit dem Dreigespann aus Sigmar Gabriel, Andrea Nahles und Klaus Wowereit versucht man derzeit, selbst Oskar Lafontaine links zu überholen. Je mehr man über diesen Fall spricht, desto stärker und positiver scheint die Resonanz im Blickfeld der Öffentlichkeit zu werden. Die Debatte ist den Eliten inklusiv der sich sonst gerne selbst zensierenden öffentlich-rechtlichen Anstalten entglitten.
Für mich stellt sich die Situation nun folgendermaßen dar:
Thilo Sarrazin hat als Implosions-Geschoss, das sich trickreich das offene Fenster (Alimentierung der türkischen und arabischen Migranten) des Hauptquartiers des Sozial-Staates ausgesucht hat, die Mauern des sozialpolitisch-industriellen Komplexes zum Wanken gebracht. Die Führungs-Riege konnte sich noch rechtzeitig im Bunker verschanzen und hofft noch darauf, dass ihr Volkssturm (Hinterbänker der gerade in einer anderen Schlacht stark dezimierten SPD) den Angriff abwehren kann. Oder hat jemand die Betroffenheits-Politiker, die sonst bei jeder kleinen Kritik am Sozial-Staat das scharfe Schwert der sozialen Kälte führen, in letzter Zeit gesichtet.
Und dann wirft die FDP noch Brandbomben in das ohnehin beschädigte Gebäude --- Hartz IV soll abgeschafft werden. Damit wären dann die Verwalter, Kontrolleure und Vollstrecker des Sozial-Faschismus ohne Beschäftigung.
Warum kommt das Volk ihren Peinigern diesmal nicht zur Hilfe. Weil der einfache Mensch auf der Straße intuitiv erkennt, dass etwas falsch läuft in unserem Staate. Die Leute tun ihre Meinung offen in Internet-Foren, Abstimmungen und persönlichen Gesprächen kund. Der Denunziations-Geheimdienst Political Correctness und die Multikulti-Polizei werden nicht mehr gefürchtet.
Dabei war diese Entwicklung vorhersehbar. Es fehlte nur der zündende Funke. Während die Grünen Verfechter der Multikulti-Gesellschaft in gut bezahlten Staatsjobs ein Auskommen haben und ihren Wohnsitz standesgemäß in rein deutsche Wohlgebiete (möglichst noch außerhalb der Stadt in einer durch Zersiedlung zerstörten Landschaft mit zwei Autos) gelegt haben, muss das gemeine Volk Seite an Seite mit den die deutsche Kultur ablehnenden Migranten vor allem aus arabischen Ländern und der Türkei leben. Und auch die eigenen Kinder werden wohl behütet, trotz atheistischer Weltauffassung noch möglichst in einem katholischen Mädchen- oder Jungen-Gymnasium von der Außenwelt abgeschirmt. In Berlin Neukölln muss der Nachwuchs der Versuchs-Kaninchen der Neuen Gesellschaft dagegen Qualitäten eines Straßenkämpfers entwickeln. Zu wehrhaft darf er dabei nicht sein, denn die Migranten-Kinder stehen ja unter Artenschutz.
Thilo Sarrazin hat diesmal sehr überlegt den Sozial-Romantikern eine Falle gestellt. Und diese sind in ihren reflexartigen Handlungen in diese Falle getappt. Ihm gebührt deshalb der Orden der Political Incorrectness --- möge er ihn als Auszeichnung der weitläufigen Volksmeinung stolz tragen und seine Ideen vererben. Denn wir brauchen noch viel mehr Sarrazins, um uns von der Knechtschaft des Sozial-Faschismus befreien zu können.
Aktuelle Entwicklung an den Gold-Märkten
Das Gold-Kartell scheint sich mit seinen geschwächten Einheiten nun bei der Marke von $1.050 eingebuddelt zu haben. Denn je näher sich Gold dieser Marke näherte, desto stärker wurde der Widerstand. Der A.M. Fix kam noch mit $1.047,00 (EUR 711,42) in Steinwurf-Nähe zu deren Stellungen zustande.
Aus Insider-Gesprächen dringt schon die Befürchtung hervor, dass man nun nicht mehr gegen Gold ankämpfen möchte. Alle Drückungs-Versuche der letzten Zeit haben nur eines erreicht: Einen (oder mehreren) starken Händen das Gold der westlichen Zentralbanken in die Hände zu treiben.
Stattdessen wird das letzte Aufgebot in die Schlacht geschickt: CNN Money warnt unter dem Titel Beware the gold bubble - The run-up in price to more than $1,000 an ounce has investors excited. But market fundamentals point to a decline vor einer Gold-Blase. Als Experte wird Jon Nadler von Kitco, allbekannter Anti-Gold Experte auf der Payroll des Gold-Kartells zitiert: Kitco analyst Jon Nadler says gold is setting record prices amid "some of the poorest fundamentals I've seen in the market for a long time." He suspects the recent rise has been driven by large hedge funds and institutional investors making momentum-driven trades. As for fears of financial collapse, "The sky did actually fall last year -- and it was good for $1,035 gold," says Nadler. "But that's about where the worst ends.".
Liebe Redakteure von CNN Money. Wenn der Gold-Preis einbrechen sollte, dann nur durch massive Eingriffe des Gold-Kartells, aber nicht weil der sowieso nicht mehr ernst genommene Jon Nadler dies proklamiert. Die Gold-Front rückt näher an die Notenbanken heran und man denkt ernsthaft, mit Keulen dagegen ankämpfen zu können. Wie verzweifelt ist man inzwischen eigentlich.
Aber zumindest den Gold-Kartell Banken (JP Morgan, HSBC, Deutsche Bank) muss man eine Möglichkeit eröffnen, ihre Short-Positionen an der COMEX ohne große Verluste aufzulösen. Diese Banken halten nach dem letzten COT-Report knapp 260.000 netto Short Positionen in Gold. Also 26 Millionen Unzen (836 Tonnen). Angenommen, die Positionen wurden bei einem Durchschnitts-Preis von $1.000 eingegangen. Dann würden bei einem Gold-Preis von $1.040 bereits unrealisierte Verluste von über 1 Milliarden Dollar für diese Banken angefallen sein. Vielleicht werden die Notenbanken ihren Handlagern noch ein Mal unter die Arme greifen und den Gold-Preis nahe der Marke von $1.000 treiben, damit die Banken ihre Short-Positionen ohne große Verluste glätten können.
Die nächsten Tage werden auf alle Fälle spannend werden.
Nach dem gestrigen Schlusskurs von $1.041,80 im New Yorker Access Handel war heute früh im asiatischen Handel nicht mehr viel Dynamik zu beobachten. Gold pendelte um die Marke von $1.040. Erst der beginnende Handel in London verhalf Gold zu einer weiteren Aufwärtsbewegung. Hier war aber bei $1.048 erst einmal Schluss. Die Marke von $1.050 scheint wohl stark befestigt zu sein.
Mit dem anziehenden Dollar zum Nachmittag fiel Gold dann wieder auf die Marke von $1.040 zurück. Gold trat während der kompletten Handelszeit an der COMEX in einen Preis-Korridor von $1.040 bis $1.043 ein. Der P.M. Fix kam mit $1.040,50 (EUR 709,10) zustande. Im Tagesvergleich trotzdem noch ein kleiner Gewinn von zwei Dollar.
Zum Ende des Handels an der COMEX stand Gold dann wieder an der Obergrenze des Korridors: $1.043. Immerhin ein Gewinn von fünf Dollar.
Gold bleibt explosiv und das Gold-Kartell muss nun den Beweis antreten, dass es noch potent genug ist, einen signifikanten Preis-Rutsch auszulösen.
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"Die Börse reagiert nur zu 10% auf Fakten, der Rest ist Psychologie!" (Kostolany)
An der Börse wird das "meiste" Geld mit Marktbewegungen verdient, die die "wenigsten" Marktteilnehmer erwarten!