Einwohner dürfen das Land nur nach Bankkonto-Check verlassen!
Ich denke, es endet wie es begann, ein Märchen aus 1001 Nacht!
Aus der Traum!
Massenflucht aus Dubai
Die Krise hat Dubai voll erfasst. Das Immobilienmärchen aus 1001 Nacht crasht. Mensch und Kapital auf der Flucht. Hunderttausende verlassen das Scheichtum. Herrscher erlässt Aufenthalspflicht für Untertanen. Ausreise nur noch nach Bankkonto-Check.
Noch in diesem Jahr soll das höchste Haus der Welt fertig werden. Bizarr sticht das Bauwerk wie eine Nadel 800 Meter in den Wüstenhimmel. Der Burj Dubai - der Turm von Dubai - überragt alles bisher Dagewesene. Doch während oben noch gebaut wird, versinkt unten die Baustelle in einem Meer von Problemen.
Fluch oder böses Omen? Die Geschichte hat oft gezeigt, dass die Fertiggestellung des höchsten Bauwerks einer Epoche auch eine nachhaltige Krise einleitet. Der „Hochhaus-Indikator“ macht keine Ausnahme: In den Vereinigten Arabischen Emiraten geht es steil bergab.
Im Herbst letzten Jahres war die Welt am Golf noch in Ordnung. Auf die Frage, ob es eine Krise gebe, wurde von offizielle Seite abgewiegelt: „Wir sind hier im Auge des Hurrikans – und dort ist es bekanntlich sehr ruhig“ sagte ein Analyst bei Bloomberg.
Doch der Hurrikan ist weiter gezogen. Und er hinterlässt auch am Golf eine Spur der Verwüstung. Es wird zwar noch gebaut - die Frage ist nur, wie lange noch? Die größten Baufirmen in Dubai sollen angeblich pleite sein.
Hunderttausende Menschen verlassen den Wüstenstaat. Allein für Sommer sollen bei Emirates Airlines und anderen Fluggesellschaften angeblich 100000 Oneway-Tickets gebucht worden sein. Inoffiziell spricht man von bis zu einer Millionen, die weg wollen oder müssen – denn es gibt keine Arbeit mehr. Abreise ohne Wiederkehr?
Während die Ausreise bei den Arbeitsameisen aus Asien einer geordneten Deportation gleichkommt gestaltet sich der Heimgang beim sogenannten „Mittelstand“ schwieriger. Viele kamen mit hohen Erwartungen. Business, Apartments, Auto – alles auf Kredit gekauft. Die Einnahmen stocken, die Zinsen bleiben. Folge:
Tausende Expatriates sind im letzten halben Jahr Hals über Kopf aus Dubai geflohen. Menschen, die ihre Arbeit oder ihr Business verlieren und hohe Bankschulden haben, hauen ab. Raten für Apartment und Auto können nicht mehr bedient werden. Aus der Traum vom schnellen Geld. Einziger Ausweg: Schnell zum Airport und weg. Tausende von Autos wurden am Flughafen sichergestellt, teilweise steckte noch der Schlüssel. Jeden Tag kommen neue hinzu.
Auf dem Parkplatz der Polizeiakademie im noblen Dubai Jumeirah kann man die zurückgelassenen Luxuskarossen bestaunen - ihr ehemaliger Glanz verblasste der Wüstenstaub.
Um diesen Trend zu stoppen, wurde die Ausreise aus Dubai nun erschwert. Raus kommt nur, wer über eine einwandfreie Bonität verfügt. An der Passkontrolle wird gleichzeitig das Konto gecheckt. Wer seine Raten nicht bezahlt hat, fliegt statt nach Hause in den Schuldenturm. Denn bei Zahlungsverzug droht in den Emiraten Gefängnis.
In den Zeitungen steht von all' dem nichts. Doch die Menschen sprechen eine andere Sprache. Viele Arbeiter wurden bereits gefeuert, müssen die Heimreise antreten. Alle haben Angst, dass es nicht mehr weiter geht wie bisher. Viele stehen vor dem Nichts.
Viele Hochhäuser stehen leer. Viele Unternehmen schließen ihre Niederlassungen. Viele Geschäfte ohne Kunden. Viele Europäer warten nur noch auf die Sommerferien, um mit ihren Kindern abzureisen.
Baustopp auf den beiden Palmen, die Prestigeprojekte in Dubai. Auf den neuesten Landkarten sind diese Aushängeschilder des Wüstenbauwahns schon gar nicht mehr abgedruckt – als hätten Sie nie existiert. Tun sie aber: Wer vom Golf aus mit dem Flugzeug landet, kann die verlassene Palm Deira bewundern. Betreten verboten. ..............................................

"An der Börse sind 2 + 2 nicht 4, sondern 5 - 1 !"
"An der Börse kann man 1.000 % Gewinn erzielen, aber nur 100% Verlust!"