RKI sieht „keine signifikanten Unterschiede“ beim Gesundheitszustand von geimpften und ungeimpften Kindern
Das RKI hatte als Reaktion auf die Auswertung den Gesundheitszustand von geimpften Kindern im Vergleich zu ungeimpften Kindern untersucht und die Ergebnisse 2011 im Ärzteblatt veröffentlicht. Das RKI schrieb uns dazu: „Unsere Nachprüfungen haben ergeben, dass bei korrekter Auswertung keine signifikanten Unterschiede zwischen geimpften und ungeimpften Kindern nachweisbar sind.“
In der Auswertung des RKI von 2011 heißt es, die Bedenken mancher Eltern, aber auch Ärzte, dass das Immunsystem von geimpften Kindern schwächer auf andere Erkrankungen reagiere und sie deshalb häufiger an Erkältungen, Bronchitis oder Magen-Darm-Infektionen leiden würden, ließen sich mit den Daten nicht bestätigen. Zudem ergebe die Studie auch in Bezug auf Allergien, Herzkrankheiten, Epilepsie oder ADHS keine signifikanten Unterschiede zwischen geimpften und ungeimpften Kindern.
Die Aussage, dass es keine Unterschiede gebe, bezieht sich jedoch nur auf Krankheiten, gegen die nicht geimpft wird, wie grippale Infekte. In der Untersuchung des RKI heißt es dazu: „Der Anteil der Kinder und Jugendlichen, die schon einmal Keuchhusten, Masern, Mumps und/oder Röteln hatten, ist bei ungeimpften wesentlich größer als bei ausreichend gegen die jeweilige Krankheit geimpften Kindern und Jugendlichen.“
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