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Meldung des Tages: Geologische Rarität, starke Zahlen – steht hier die Neubewertung bevor?
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"Wenn das Gold redet, dann schweigt die Welt!"


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Gold kein aktueller Kurs verfügbar
 
GoldHamer:

Silber: 1980 verzehnfachte sich der Silberpreis

2
10.10.20 23:19
Im Frühjahr 1974 peitschen Schüsse über die Circle K Ranch südöstlich von Dallas, Texas. Der Multimillionär Nelson Bunker Hunt hat zum Wettschießen geladen. Doch bei diesem „Shoot-out“ geht es nicht um Preisgeld oder Ehre, sondern um einen Job. Die zwölf treffsichersten Schützen sollen einen Werttransport begleiten: 40 Millionen Unzen Silber. In gepanzerten Lastwagen wird die Fracht zum Flugplatz geschafft und in drei eigens gecharterten Boeing 707 nach Zürich ausgeflogen. Zu unsicher sind Hunt die Lagerhäuser der Terminbörsen in New York und Chicago, wo, so seine Furcht, die US-Regierung seinen Besitz jederzeit konfiszieren könnte.

So merkwürdig die Aktion damals anmutete, sie markierte nur den ersten Höhepunkt einer der größten Rohstoffspekulationen aller Zeiten: Hunt wollte den kompletten Silbermarkt monopolisieren. Bis zum Höhepunkt 1980 verzehnfachte sich der Silberpreis – und stürzte anschließend wieder auf ein Zehntel ab. Hunt ging als der Mann in die Geschichte ein, den zwei Rohstoffe – Öl und Silber – jeweils zu einem der reichsten Männer der Welt machten. Und der damit zweimal in die Pleite schlitterte.

www.capital.de/wirtschaft-politik/...-seine-kontrolle-brachte
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GoldHamer:

Hunt Rettungspaket, Hilfskredite, Privatinsolvenz

 
10.10.20 23:26
Am Dienstag, dem 25. März 1980, war das Spiel zu Ende. Die Hunts konnten die geforderten Sicherheiten nicht mehr leisten. 135 Mio. Dollar sollten sie zahlen, und das sofort. „Eine Milliarde ist auch nicht mehr das, was sie mal war“, grummelte Hunt noch, ehe er selbst die Reißleine zog: „Schließ die Positionen“, wies er seinen Bruder an.

Die Nachricht vom Rückzug machte an den Börsen die Runde, und am Silver Thursday fiel der Preis von rund 16 auf 11 Dollar. Denn jedem war klar: Jetzt drehte sich das Spiel, mussten Positionen in Milliardenhöhe liquidiert werden.

Aus zeitweise 5 Mrd. Dollar Papiergewinnen waren für Hunt aufgrund der Kredithebel nach Verkauf der physischen Bestände rund 1,5 Mrd. Dollar Schulden geworden. Er musste sich von dem ihm so verhassten Establishment die Hand reichen lassen: Die Banken schnürten ein Rettungspaket – wohl wissend, dass da noch das Erbe war. Was er sich denn dabei gedacht habe, wurde Hunt von einer seiner Schwestern gefragt, als der Familienrat über das Chaos tagte. „Ich wollte nur etwas Geld verdienen“, antwortete er.

Die juristische Aufarbeitung dauerte fast ein Jahrzehnt. Die Steuernachzahlungen, Vergleiche mit der Börsenaufsicht und Hilfskredite konnte Hunt dank seiner geerbten Firmenanteile begleichen. Eine Fülle zivilrechtlicher Klagen vergrätzter Co-Investoren trieb ihn 1988 jedoch in die Privatinsolvenz – auch die ein Rekord in der US-Geschichte. Hunt drückten 500 Mio. Dollar Schulden bei rund 100 Mio. Dollar Vermögenswerten, inklusive 580 Pferden.

2014 starb Hunt im Alter von 88 Jahren in Texas. Dank der Erträge aus den Stiftungen seines Vaters war er da längst wieder auf ein zweistelliges Millionenvermögen geschätzt worden. Die Öffentlichkeit mied er bis zu seinem Tod. „Ich weiß gar nichts, ich will einfach nur ein paar Pferderennen gewinnen“, speiste er 2001 einen Reporter ab.

www.capital.de/wirtschaft-politik/...eine-kontrolle-brachte/5
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GoldHamer:

US-Börsenaufsicht ändert 1980 Silber Spielregeln

4
10.10.20 23:45
Am 21. Januar 1980 änderte die Börsenaufsicht schließlich die Spielregeln am Terminmarkt für Silber. Erlaubt waren fortan lediglich Verkäufe. Faktisch erlaubte sie damit nur noch eine Kursrichtung: nach unten. Der Silberpreis brach ein.

www.capital.de/wirtschaft-politik/...eine-kontrolle-brachte/4

Der Gebrüder Hunt großer Fehler, Kredite(!), ohne Kredite, gelingt alles besser.
Wer ohne Hebel, arbeitet, kann nicht erpresst werden, Zwangsverkauf(?), wird nie statt finden.
Inder und Chinesen kaufen Gold und Silber, ohne Bankkredite, ab da, ist die US-Börsenaufsicht, so machtlos, wie ein Papiertieger!
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GoldHamer:

Papiertiger

 
10.10.20 23:47
GoldHamer:

Silber wird knapp

 
10.10.20 23:51
Das traf einen Nerv. Denn an den Rohstoffmärkten drehte allmählich die Stimmung. Der Goldpreis war wieder freigegeben, und Silber galt nicht länger als Idiotenwette, sondern gefiel Inflationsängstlern wie Spekulanten gleichermaßen. Die begannen zu rechnen: 1974 förderten die Minen weiter rund 130 Millionen Unzen pro Jahr weniger, als die Industrie benötigte. Die US-Regierung hatte ihren Silberbestand nun aber fast vollständig abverkauft.

Blieben die oberirdischen Lagerbestände an Barren und Münzen der Privatwirtschaft, geschätzt 600 bis 800 Millionen Unzen, von denen 200 Millionen an den Terminbörsen verfügbar waren. Der Rest war Kopfrechnen. Maximal 800 Millionen Unzen Reserven durch 130 Millionen jährliches Defizit macht sechs. Das hieß: Selbst im unwahrscheinlichen Fall einer stagnierenden Nachfrage – tatsächlich wuchs die im Schnitt um knapp zehn Prozent pro Jahr – würde Silber in spätestens sechs Jahren allmählich knapp. Denn es dauert in der Regel ein halbes Jahrzehnt, bis sich Minengesellschaften zu Förderausweitungen durchringen, entsprechend investieren und schließlich mehr fördern.

   „Ich bin kein Spekulant, ich bin ein Investor und Halter von Silber“
   Nelson Bunker Hunt

Nelson Bunker Hunt handelte zu diesem Zeitpunkt zwar als der Zocker, der er zeit seines Lebens war. Aber sein Silber war immer noch eine Absicherung, keine Wette. Zu der wurde das Edelmetall erst, als im November 1974 der Vater starb. Rasch brach unter den Kindern ein Streit über das Erbe aus. Nelson Bunker und sein Bruder William Herbert fühlten sich übervorteilt. Zudem waren sie reich an Firmenanteilen, aber etwas knapp in Sachen Bargeld.

www.capital.de/wirtschaft-politik/...eine-kontrolle-brachte/3
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GoldHamer:

Schwarzwäld.:Mamba: Für die pöhsen #289003

 
11.10.20 00:00
Merkels Plan: die Deutschen müssen mit aller Gewalt kriminalisiert werden - Merkel macht aus Deutschen ein Verbrecher Heer!  
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GoldHamer:

Apocalypse now

2
11.10.20 00:04
Hunt war nicht einfach nur Pessimist. Sondern, wie viele Edelmetallanhänger bis heute, ein regelrechter Apokalyptiker: fest davon überzeugt, Katastrophen, Weltkriege, eine Hyperinflation und Enteignungen stünden unmittelbar bevor. Und tatsächlich verstaatlichte 1973 der libysche Diktator Muammar al-Gaddafi die Ölfelder seines Landes. Zu einem Zeitpunkt, wo der Ölpreis durch die Decke ging! Zugleich nagte die Inflation an Hunts Vermögen. Von rund drei Prozent im Jahresverlauf 1972 kletterte sie auf mehr als fünf Prozent Mitte 1973, weiter auf acht Prozent Ende 1973 und schließlich auf zehn Prozent 1974.

Für Hunt war klar: Mehr Silber musste her. Viel mehr Silber. Rund 55 Millionen Unzen im Wert von rund 160 Mio. Dollar kaufte er gemeinsam mit seinem ebenfalls schwerreichen Bruder William Herbert bis Anfang 1974 zusammen. „Die Kritiker haben ihn nicht verstanden. Hunt hatte ursprünglich gar nicht vor, den Silbermarkt aufzurollen. Sondern er begann mit dem Kauf von Silber, um sich vor der Lawine des Bösen zu schützen, die er auf sich zurasen sah“, so sein Biograf. Und so kam es im Frühjahr 1974 zu dem spektakulären Silbertransport von Hunts Ranch nach Zürich – wo man sämtlichen verfügbaren Tresorraum angemietet hatte.

Dass sich ein Käufer Hunderte Tonnen ausliefern ließ, blieb am Markt nicht unbemerkt. In der Prä-Computer-Ära war an den Terminbörsen in New York und Chicago nichts länger geheim als bis zur dritten Runde Bier in den Händlerkneipen. Sehr zur Freude der Hunts. „Alles ist besser als Papiergeld. Falls man kein Gold mag, dann eben Silber, Diamanten oder Kupfer, kaufen Sie irgendwas“, riet Hunt in einem seiner raren Interviews mit dem Anlegermagazin „Barron’s“ 1974, wie üblich beseelt vom Gedanken, es werde alles in einer Katastrophe enden mit dem Papiergeld und der Inflation.

www.capital.de/wirtschaft-politik/...eine-kontrolle-brachte/2
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Scheinwerfer.:

Komisch trotzdem

 
11.10.20 00:06
wollte niemand ins Wolkenlevel ✨wechseln und es wurde immer in den Keller gedrückt. Sehr seltsam oder? <
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GoldHamer:

Silber! Das war es....

3
11.10.20 00:07
Angst ums eigene Leben plagte den rechtskonservativen Millionär nie. Dafür aber die, dass sein Reichtum bald wieder futsch sein könnte. Und so kam es 1970 in der Küche von Hunts Ranch bei Dallas zu einem Treffen, das die Rohstoffwelt verändern sollte. Alvin Brodsky vom Brokerhaus Bache schlug eine für die damalige Zeit vollkommen verrückte Anlage vor: Silber.

Das Metall glich, sachlich betrachtet, einer Idiotenwette. Zwar klaffte zwischen Angebot und Nachfrage jahrelang eine Lücke von 100 bis 150 Millionen Unzen pro Jahr. Die Minen konnten schlicht nicht so viel fördern, wie die boomende Foto-, Elektro- und Schmuckindustrie nachfragte. Diese Lücke schloss jedoch stets die US-Regierung. Sie betrachtete ihre Reserven von gut zwei Milliarden Unzen als nutzlos und verkaufte sie seit den 50er-Jahren.

Und Silber durfte damals schon deshalb nicht teurer werden, weil es in 25-Cent-Münzen verwendet wurde. Sobald der Wert des enthaltenen Silbers den Nennbetrag überstiegen hätte, hätten die Amerikaner die Münzen horten und einschmelzen lassen, statt damit zu bezahlen. Auf einen Anstieg der Silberpreise zu setzen hieß, sich mit der US-Regierung und der Notenbank anzulegen. Damals wie heute keine vielversprechende Strategie. Schließlich drohte Silberhaltern das gleiche Schicksal wie Goldbesitzern seit 1933: das Verbot, überhaupt welches zu halten.

Hunt konnte kopfrechnen, trotzdem war er elektrisiert. Silber! Das war es. Es würde ihm Sicherheit geben in einer Welt, die geprägt war von den Konflikten im Nahen Osten, vom Vietnamkrieg, der die Staatsfinanzen wie auch den inneren Frieden in den USA immer sichtbarer erodieren ließ. 1970 begann er zu kaufen, anfänglich nur für ein paar Hunderttausend Dollar.

www.capital.de/wirtschaft-politik/...eine-kontrolle-brachte/2
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GoldHamer:

Scheinwerfer.: Komisch trotzdem #289019

 
11.10.20 00:18
Wenn ab 13.10.2020, bei der United States Mint,
Silber um 41% teurer wird, dann dürfte,
der Silbertresor der US-Regierung, ratz fatz leer sein!!!!

https://www.ariva.de/forum/...ie-welt-357283?page=11560#jumppos289006

https://www.ariva.de/forum/...ie-welt-357283?page=11560#jumppos289004
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58840p:

#009 Kanaren

 
11.10.20 00:49
Hauptsache die Hotels sind voll, gibt es da auch alles inklusive ?

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Mamba:

@Goldhamer #993

4
11.10.20 07:11
Dieser Preis vom US-Silber Eagle steht hier : www.federalregister.gov/documents/2020/10/...ismatic-products
"American Eagle One Ounce Silver Uncirculated Coin $ 67,- "
und der "American Eagle One Ounce Silver Proof Coin"  kostet gar $ 73,-
Da kauf i lieber den Phili od. den Meaple um ca. 26,- Euronen  
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GoldHamer:

Berlin-Kreuzberg? Das Mafia-Dorf!

4
11.10.20 08:11
Warum fragt eigentlich niemand die grüne Parteispitze, wie sie zum fortgesetzten Rechtsbruch in ihrem Vorzeigeviertel Berlin-Kreuzberg steht? Dass dort Zustände wie in einem Mafia-Dorf herrschen, sollte nicht nur die Grünen bekümmern.

www.focus.de/politik/deutschland/...fia-dorf_id_12526537.html
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GoldHamer:

Mamba: One Ounce Silver Coins #289023

 
11.10.20 08:21
da werden die anderen Prägeanstalten, nicht lange zuwarten, die Preise für One Ounce Silver Coins, demnächst, kräftig anheben. Nichts wird billiger werden, sollte Gold, über Nacht, um 41% teurer werden, ab da wird der Hund los sein.
Antworten
Scheinwerfer.:

Dann beginnt der heiße Tanz

 
11.10.20 08:27
hat ja ne Ewigkeit gedauert zur letzteren Krise. <✨
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GoldHamer:

Goldman Sachs hat die Gebrüder Hunt 1:1 kopiert!

 
11.10.20 08:33
Die Silberspekulation der Gebrüder Hunt (1973 bis 1980)

Spekulationen der Ölmillionäre Nelson und Herbert Hunt lassen Silberpreis innerhalb von 7 Jahren von 1,50 US$ auf knapp über 50 US$ steigen

www.silber.de/gebrueder_hunt_spekulation.html

www.capital.de/wirtschaft-politik/...eine-kontrolle-brachte/5
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GoldHamer:

Silberspekulation der Brüder Hunt

 
11.10.20 08:35
Als die größte Silberspekulation wird die Spekulationsblase im Silbermarkt Mitte der 1970er Jahre bis zum Jahr 1980 betrachtet, die insbesondere mit den Brüdern Nelson Bunker Hunt und William Herbert Hunt in Verbindung gebracht wird. Diese kauften im Zusammenspiel mit vermögenden Geschäftsleuten aus Saudi-Arabien riesige Mengen an Silber sowie Silberkontrakten an den Warenterminbörsen und versuchten, den Silbermarkt zu beherrschen. Angelockt durch die steigenden Preise und intensive Berichterstattung in den Medien sprangen immer mehr Anleger auf den Spekulationszug auf und verstärkten den Preisanstieg.

Insgesamt kauften die Hunts und ihre Partner circa 150 Millionen Unzen (4.665,5 Tonnen) physisches Silber sowie ca. 200 Millionen Unzen (6.220,7 Tonnen) Silber an der Warenterminbörse COMEX in New York.

de.wikipedia.org/wiki/Silberspekulation_der_Br%C3%BCder_Hunt
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GoldHamer:

Siberpreis wurde nach oben manipuliert ...

3
11.10.20 08:40
Der Preis für eine Unze Silber lag damals bei 3,30 Dollar. Bis Ende der siebziger Jahre stieg der Preis auf 50 Dollar, und die Hunts besaßen Silber und Silberterminkontrakte im Wert von rund 6,6 Milliarden Dollar - das entsprach etwa der Hälfte der Silbervorräte Amerikas und 15 Prozent der Weltsilbervorräte. Der Erfolg schien den Hunts mit ihrer Silberspekulation recht zu geben: Mit ihren ständigen Käufen erzeugten sie eine künstliche Knappheit auf dem Silbermarkt. Gerüchte um eine weitere Verknappung ließen den Preis weiter steigen.

Doch wie so oft im Leben drehten sich die Winde des Schicksals, und sie wehten bald den Hunt-Brüdern aus mehreren Richtungen ins Gesicht. Zum einen hatten sie die Rechnung ohne die Marktkräfte gemacht: Die anziehenden Silberpreise führten dazu, daß auch das Angebot an Silber stieg. Tafelsilber, Schmuck, Münzen - alles wurde eingeschmolzen und auf den Markt geworfen, die Leute holten ihr letztes Silber vom Speicher und verkauften es. Hinzu kam, daß die hohen Preissteigerungen immer mehr Marktteilnehmer dazu animierten, Gewinne mitzunehmen.

www.faz.net/aktuell/finanzen/...h-am-silbermarkt-1144787.html
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GoldHamer:

bis die Marktkräfte wieder überhand nahmen

 
11.10.20 08:41
Das steigende Angebot bedeutete für die Hunts, daß sie noch mehr Silber kaufen mußten, wollten sie den Markt und damit die Preise weiterhin unter Kontrolle behalten. Doch dazu benötigten sie weitere finanzielle Mittel, die selbst beim reichsten Milliardär irgendwann knapp werden. Auch der Kauf des Silbers über Kredit erwies sich jetzt als problematisch - mit steigenden Zinsen wurden die Belastungen aus den Krediten immer höher. Hinzu kam, daß die Terminbörse die Sicherheitseinlagen auf Silberterminkontrakte erhöhte, um die Spekulation zu begrenzen. Die Hunts konnten den Aufforderungen ihrer Makler, ihre Sicherheitsleistungen für das Terminsilber zu leisten, nicht mehr nachkommen.

Und als dann der Silberpreis ins Rutschen kam und die Metallbörsen dem Silberhandel Restriktionen auferlegten, noch bevor die Hunts ihr Silber versilbern konnten, brach das ganze Spekulationsgebilde endgültig zusammen. Der Silberpreis fiel innerhalb kürzester Zeit auf 11 Dollar. Um Bankenzusammenbrüche zu verhindern, fanden sich Institute, die den Hunt-Brüdern einen Kredit von 1,1 Milliarden Dollar bereitstellten; zusätzlich verpflichteten sich die Hunts, ihre Silbervorräte zu verkaufen. Zudem wurden sie mit Prozessen und Schadensersatzforderungen überzogen, und auch das Finanzamt meldete sich zu Wort. Anfang 1989 erklärten Nelson und William Hunt ihren Bankrott. Bruder Lamar, der nur am Rande mit der Silberspekulation zu tun hatte, einigte sich außergerichtlich mit seinen Gläubigern. "Wer weiß, wieviel er besitzt, besitzt nicht viel", pflegte Nelson Hunt zu sagen. Jetzt weiß er, wieviel er besitzt.

www.faz.net/aktuell/finanzen/...h-am-silbermarkt-1144787.html
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GoldHamer:

ein Silberschatz in etwa 800 Millionen Dollar

2
11.10.20 08:49
Einmal am Drücker, nahmen die Banken auch fast alle persönlichen Wertgegenstände der Hunts in Beschlag. So hatte Bunker unter anderem 60 Beutel mit Silbermünzen, seine Sammlung wertvoller Porzellan-Vögel und ein Öl-Porträt von sich und seinem Sohn als Pfand zu stellen.

Herbert mußte den Banken antike Statuen und Münzen überlassen, Lamar das 2,5-Millionen-Dollar-Gemälde "The Icebergs" des US-Malers Frederick Edwin Church.

Darüber hinaus sicherten sich die Banken sogar die Möbel in Bunkers Kentucky-Farm sowie die Rolex-Uhr, den Mercedes-Benz und alle "Haushalts-Gegenstände" im luxuriös eingerichteten Privathaus Lamars in Dallas.

Schließlich müssen die Hunts natürlich auch noch mit ihrem verbliebenen Silber-Vorrat von etwa 60 Millionen Unzen für ihren Milliarden-Kredit geradestehen. Allein dieser Silberschatz ist nach gegenwärtigem Marktkurs etwa 800 Millionen Dollar wert.

Insgesamt sind die Listen der verpfändeten Vermögenswerte über 350 Seiten stark. Sie gewähren einen einmalig offenen Einblick in eines der größten und bislang sorgfältigst verschleierten Familien-Vermögen der Welt.

"Wenn erst einmal allgemein bekannt wird, was wir besitzen", bangt denn auch Lamar Hunt, "werden wir uns erheblich mehr Polizeischutz zulegen müssen."

Wenig Sorgen dagegen machen sich die Hunts um die halbe Million Dollar Zinsen, die sie täglich für ihren Milliarden-Kredit zu zahlen haben. "Die meisten Hunt-Unternehmen werden dieses Jahr Gewinn abwerfen", gaben die drei Texaner vergangene Woche bekannt, und das Verpfänden privater Vermögenswerte sei ja schließlich "nicht als ungewöhnlich anzusehen".

"Geschäfte auf Kredit zu machen, der ordentlich abgesichert ist", so die Brüder, "ist ein fester Bestandteil des amerikanischen Wirtschaftssystems."

www.spiegel.de/spiegel/print/d-14323413.html
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GoldHamer:

geänderte Spielregeln Anzahlungs-Vorschriften vers

 
11.10.20 09:01
Ihren gigantischen Geldbedarf hatten sich die Hunts durch die wohl größte private Fehlspekulation der jüngeren Wirtschaftsgeschichte eingehandelt. Die Milliarden-Brüder aus Dallas (Texas), Erben des legendären Öl-Magnaten H. L. Hunt, waren schon vor geraumer Zeit auf den Plan verfallen, durch massive Silberkäufe das Edelmetall stets knapp und teuer zu halten.

Im vergangenen Winter aber überzogen sie ihre Anlage-Strategie. Unter dem Druck der Hunt-Käufe (allein von Juni 1979 bis März 1980: 106 Millionen Unzen) schoß der Silberpreis so schnell hoch, daß nach Ansicht der amerikanischen Börsen-Aufpasser kein geregelter Silberhandel mehr möglich war.

Durch geänderte Spielregeln -- für jeden Silber-Käufer wurden Höchst-Mengen festgesetzt und die Anzahlungs-Vorschriften verschärft -- stoppten die Verwaltungsgremien der New Yorker und Chicagoer Warenbörse die von den Hunts inszenierte Silber-Hausse (SPIEGEL 15/1980).

Dieser Eingriff in den Silbermarkt sei "illegal" gewesen, behaupteten die Hunts Ende vorletzter Woche vor einem Kongreß-Ausschuß. Einige der selbst im Silberhandel engagierten Börsenchefs hätten ein Eigeninteresse daran gehabt, den Silberpreis wieder herunterzumanipulieren.

Die Börsianer hingegen rechtfertigten ihre Aktion damit, daß ein für die Industrie so wichtiger Rohstoffmarkt wie Silber nicht unter die Kontrolle von Großspekulanten geraten dürfe. "Die Hunts waren naiv", wunderte sich ein Börsen-Aufseher, "daß sie ein offizielles Vorgehen dieser Art nicht erwartet haben."

Den abrupten Zusammenbruch ihrer Silber-Spekulation konnten selbst die scheinbar unerschöpflich reichen Hunts nicht ohne fremde Hilfe verkraften: Anfang April -- unmittelbar nach dem Silberkollaps -- addierten sich die Schulden der Hunts bei Banken, Börsenmaklern und Edelmetall-Händlern auf mindestens 1,765 Milliarden Dollar.

Diesen Schuldenberg trugen die Brüder zwar inzwischen durch den Verkauf von etlichen Millionen Unzen Silber, durch Abtretung wertvoller Ölkonzessionen und andere Transaktionen um etwa 800 Millionen Dollar ab. Den restlichen Betrag aber hätten sie sich nur durch verlustreichen Notverkauf von großen Teilen ihres Vermögens beschaffen können, wären ihre Hauptgläubiger, die Banken, ihnen in der vorletzten Woche nicht mit dem langfristigen 1,1-Milliarden-Darlehen beigesprungen.

In den wochenlangen Verhandlungen um die Kredit-Sicherheiten nutzten die Banken rigoros die finanzielle Klemme des Hunt-Clans aus: Die Geldgeber ließen so gut wie alles als Pfand eintragen, was die Hunts besitzen.

Und das ist noch immer mehr als genug, um einen Milliarden-Kredit abzudecken. Schon allein das Hunt-Eigentum an Öl- und Gaskonzessionen, an noch unerschlossenen Kohlevorkommen und US-Land mit geothermischem Potential wird auf über eine Milliarde Dollar geschätzt.

Darüber hinaus besitzen die Brüder riesige Ländereien vom tiefsten Süden bis zum Norden der USA: Kiefernwälder in Florida, Baumwoll-Felder in Mississippi und Louisiana, Zitrus-Plantagen in Kalifornien, ein großes Parkplatz-Areal in Anchorage (Alaska) und ausgedehnte Rinder-Ranches in Texas und anderen US-Staaten.

Allein "Bullionär" ("Time") Bunker verpfändete 69 485 Stück Rindvieh von Farmen in sieben US-Staaten. Bruder Herbert steuerte eine 3540 Hektar-Ranch in Süd-Texas bei.

Der sportbegeisterte Lamar Hunt brachte sein Tennis-Unternehmen World Championship Tennis als Sicherheit ein. Außerdem verpfändete er sein Profi-Fußballteam Dallas Tornados und seinen Anteil an der Basketball-Mannschaft Chicago Bulls.

www.spiegel.de/spiegel/print/d-14323413.html
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GoldHamer:

Grenzen austesten. Die Grenzen des Markts, der -

2
11.10.20 09:11
Gesetze, der ungeschriebenen Regeln....

Als Steve Wynn 36 Jahre alt ist, hat er große Pläne, viele Schulden, aber kaum Cash. 100 Mio. Dollar braucht er für seinen Traum, gleich mehrere Kasinos in Atlantic City. Da meldet sich ein Verwandter mit einem Tipp: Michael Milken solle er mal treffen, der Mann treibe sogar Geld für Leute ein, die bei Banken nicht mal durch die Tür kämen.

Also macht Wynn einen Termin mit dem Mann, über den an der Wall Street so viele reden, aber den kaum einer je gesehen hat. Es ist ein heißer Sommertag 1978, als er Milkens Arbeitgeber in Los Angeles, die Investmentbank Drexel Burnham Lambert, betritt. Sofort huscht ein junger Assistent heran, fragt nach Getränkewünschen und verschwindet, um eine Cola zu holen.

Nett sind sie hier, denkt sich Wynn. Gar nicht so aggressiv, wie alle sagen. Wie dann wohl der große Milken selbst ist, fragt er seinen Begleiter. „Aber Steve, das war doch gerade Michael Milken“, antwortet der.

Milken ist 32 Jahre alt, aber sieht aus wie 20 – auch dank eines Toupets, das üppigen schwarzen Haarwuchs suggeriert. Überhaupt scheint der Banker jemand zu sein, der gerne etwas dicker aufträgt. Er solle lieber gleich in größeren Dimensionen planen, rät er Wynn. „Wenn du denkst, du bräuchtest 100 Mio. Dollar, weil du eine gute Idee hast, warum nimmst du dann keine 140 auf?“, fragt Milken.

Mehr von allem, so ging das 20 Jahre lang in Milkens Geschäft: dem Handel mit sogenannten Ramschanleihen. Er sammelte Geld für Leute, die anderswo keines bekamen. Dafür verkaufte er Anlegern, die heiß waren auf Rendite, Anleihen und schuf ein ganz eigenes Anlagesegment: das der Ramschanleihe. Milkens Geschäft operierte stets hart am Rand, mal lief es atemberaubend gut, mal stürzte es ab.

1986 verdiente er rund 550 Mio. Dollar, in einem einzigen Jahr. Vier Jahre später saß er im Gefängnis und füllte Salzstreuer.

Für die einen verkörpert Milken die Amoral und Gier an den Finanzmärkten der 80er-Jahre. Für andere ist er bis heute ein Heilsbringer, der Unternehmen zu Geld verhalf und dem Millionen Jobs zu verdanken sind. Wahrscheinlich haben beide Seiten recht: In seinem Buch über die größten Finanzskandale schreibt der US-Autor Scott MacDonald, hinter Finanzverbrechen steckten immer Menschen, die Grenzen austesten. Die Grenzen des Markts, der Gesetze, der ungeschriebenen Regeln.

Milken hat diese Grenzen nicht nur ausgetestet. Sondern selbst definiert, was akzeptabel ist: an Gehalt, Gebühren, an Verschuldungsniveau von Firmen, an Kreditwürdigkeit.

www.capital.de/geld-versicherungen/...hen-millionen-verdiente
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charly503:

zum Beispiel war ich es damals, Sandviper,

3
11.10.20 09:15
aber viele werden sich darüber krüpplich gelacht haben, wobei da ja noch ganz andere Sachen bei rausgekommen wären und die Melderei würde gänzlich einschlafen. Sie würde den wahren Charakter der Melder offenbaren, die Briefmarke hätte keine Klebeschicht mehr und der Melder wird sich doch nicht selbst an den Pranger stellen wollen, wer macht schon sowas öffentlich wie er heisst. Das geht in unserem System noch nicht und schon gar nicht mehr heute.
Ich glaube da hatte sich die Moderation damals darüber ernsthaft Gedanken gemacht, warum es andere Gedanken gibt, was zu verhindern war, das aufzudecken. Vielleicht arbeitet ja der Melder für???
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GoldHamer:

Die Wall Street vergisst eben schnell.....

2
11.10.20 09:30
Zur Praxis wurde in der Szene auch, sich Aktien einer Firma zuzulegen, deren Übernahme bevorstand. Um sich vor dem Vorwurf des Insiderhandels zu schützen, wurden die Anteile über fremde Adressen gekauft. Eine Spezialität von Boesky, genannt „Ivan der Schreckliche“. Mit Boesky hatte Milken jahrelang viele Geschäfte gemacht.

Im November 1986 aber wird Boesky verhaftet. Giuliani rückt damit demjenigen auf den Pelz, den er seit Jahren erfolglos belauert hat: Milken. Denn Boesky kooperiert mit der Justiz, um selbst von einer Kronzeugenregelung zu profitieren und heil davonzukommen.

Bevor Milken aber vor Gericht landet, spielt er noch einmal eine Hauptrolle im letzten großen Knall des irren Jahrzehnts: der Übernahme des Nahrungsmittel- und Zigarettenhersteller RJR Nabisco 1988. Nach einer frenetischen Bieterschlacht erhält der Finanzinvestor KKR den Zuschlag für 25 Mrd. Dollar. 1 Mrd. Dollar kassieren Anwälte und Banken.

Boesky belastet derweil nicht nur Milken, sondern auch Drexel Burnham Lambert. Die Anklage lautet: Insiderhandel, Kursmanipulation, Beihilfe zur Steuerhinterziehung. Die Bank zahlt in einem Vergleich 650 Mio. Dollar. Und sie feuert Milken.

Die Party geht zu Ende. Drexel rutscht in die Pleite. Aus Hochzinsanleihen werden wieder Schrottanleihen, für die es keine Kurse mehr gibt. Zwischen 1988 und 1990 vervierfachen sich die Ausfallraten auf über zehn Prozent. Dutzende Sparkassen geraten in Finanznot, der Steuerzahler muss einspringen.

Gegen Milken erhebt eine Jury im März 1989 Anklage wegen Erpressung, Steuerhinterziehung, Insiderhandels und Betrugs. Er macht einen Deal mit den Strafverfolgern und gesteht: sechs Fälle von Steuer- und Wertpapierbetrug, bei denen es im Wesentlichen um Formalien wie Veröffentlichungspflichten und das Parken von Aktien geht. Insiderhandel ist nicht dabei. Der Gesamtschaden wird mit nicht mal einer halben Million Dollar angesetzt. Milken wird zu zehn Jahren Gefängnis plus 1,1 Mrd. Dollar Vergleichsleistungen und lebenslangem Berufsverbot verurteilt.

Nach nur zwei Jahren darf er das Gefängnis verlassen – mit einem geschätzten Privatvermögen von über 1 Mrd. Dollar. Ein Vermögen, das Milken, der 1993 an Prostatakrebs erkrankt, seitdem großzügig für die Krebsforschung verteilt. 2004 taucht er dafür wieder auf dem Cover des „Time“-Magazins auf.

Ein Triumph für Milken, der bis heute um seinen Ruf kämpft. Gemessen an seinem gigantischen Reichtum lebt er bescheiden in einem für 700.000 Dollar erworbenen Haus im bürgerlichen Encino, seinem Geburtsort. Sein Privatleben schottet er konsequent ab.

Der Markt der Hochzinsanleihen hat sich seit dem Zusammenbruch 1990 wieder versiebenfacht. Gerade einmal zehn Prozent des Emissionsvolumens dienten im vergangenen Jahr Investitionen – der Rest der Refinanzierung, Aktienrückkäufen oder Übernahmen. Die Wall Street vergisst eben schnell.

www.capital.de/geld-versicherungen/...n-millionen-verdiente/5
Antworten
Mamba:

Eine Studie

7
11.10.20 10:30

von Wissenschaftlern der Universität Edinburgh legt nahe, dass Lockdowns nicht dazu beitragen, die Zahl der Corona-Todesopfer zu verringern, sondern diese möglicherweise nur hinausschiebt. Es ist ein weiteres Beweisstück, das darauf hinweist, dass eine andere Strategie zur Bekämpfung der Pandemie erforderlich ist. Eine Strategie ohne pauschale Einschränkungen für die gesamte Gesellschaft. Wir werden das erzeugen müssen, was wir Herdenimmunität nennen. Das ist also eine Situation, in der die Mehrheit der Bevölkerung gegen die Infektion immun ist. Und die einzige Möglichkeit, dies ohne Impfstoff zu erreichen, besteht darin, dass sich die Mehrheit der Bevölkerung infiziert."
>Britische Wissenschaftler: Wahrscheinlich mehr Todesfälle infolge der Lockdowns als durch Corona<

Jo , woahrscheinli wird demnäxt auch Fußpilz od. Karies durch den PCR-Test dem Covidl zugeordnet :-)
Fragt doch mal Psychologen zu den schon jetzt rasant gestiegenen Selbstmorden. Und der Höhepunkt kommt erst noch mit den für die nächsten Monate erwartbaren Pleiten und Insolvenzen. Die von "Politioten" getroffenen Maßnahmen werden für viele Bürger schlimmer als die angebliche Pandemie.

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55 56.694 Die besten Gold-/Silberminen auf der Welt Bozkaschi grafikkunst 27.03.26 22:18
31 21.791 Gold und weitere interessante Anlagemöglichkeiten. spgre Robbi11 27.03.26 16:53
62 4.875 Silber - alles rund um das Mondmetall Canis Aureus peter47 27.03.26 12:04
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