Es seien bereits mehrere Interessensbekundungen aus der ganzen Welt eingegangen, schreibt das «Wall Street Journal» (Montagausgabe) unter Berufung auf informierte Personen. Zumindest einige der Top-Manager von DaimlerChrysler würden eine Abspaltung oder den Verkauf der US-Tochter einer langen Restrukturierung vorziehen. DaimlerChrysler-Vorstandschef Dieter Zetsche habe noch nicht erkennen lassen, welche Lösung er bevorzuge.Hartnäckig hält sich zudem das Gerücht, der größte US-Hersteller GM wäre an einer Übernahme von Chrysler interessiert. Beide Unternehmen erwägen gemeinsame Fahrzeugentwicklungen und haben zumindest auch schon über einen möglichen Kauf von Chrysler durch GM gesprochen, wie die Nachrichtenagentur Dow Jones Newswires von einer informierten Person bereits erfahren hat. Die Verhandlungen über eine Zusammenarbeit bei einem großen Geländewagen laufen schon seit Monaten - allerdings ohne Ergebnis. Möglich ist auch eine Kooperation mit der koreanischen GM-Tochter Daewoo im Kleinwagen-Segment.Seit zwei Monaten verhandele GM mit DaimlerChrysler über einen vollständigen Kauf der US-Sparte des Stuttgarter Konzerns, berichtete die «Detroit News» (Montagausgabe). GM-Chef Rick Wagoner und der DaimlerChrysler-Chef Zetsche hätten im Dezember in Detroit erstmals in der Sache Kontakt gehabt und die Idee eines Chrysler-Kaufs durch GM diskutiert. GM wolle die US-Tochter des Stuttgarter Konzerns in ihr Geschäft eingliedern, schreibt das Blatt.
Bereits seit Monaten unterstellt der Aktienmarkt zudem dem französisch-japanischen Automobilhersteller Renault/Nissan ein besonderes Interesse an Chrysler. Konkret wollte sich das Unternehmen aber nicht zu Chrysler äußern. Die Marke Renault ist bisher nicht in den USA vertreten. Nissan ist dort besonders bei Kleinwagen erfolgreich, im wichtigen so genannten Light Truck Segment dagegen kaum.
Dagegen haben der japanische Branchenprimus Toyota und die koreanische Hyundai bereits offiziell einen Einstieg bei Chrysler abgelehnt. Neben den etablierten Automobilherstellern könnten Marktbeobachtern zufolge auch aufstrebende chinesische Produzenten Kaufinteresse zeigen. www.foerderland.de/419+M5df36524634.0.html