Die Weng Fine Art AG (WFA) hatte für den 6. Oktober 2020 zu einer außerordentlichen Hauptversammlung in
das Comfort Hotel nach Monheim eingeladen.
Trotz der Covid-19-Pandemie hatten sich Vorstand und Aufsichtsrat für eine Präsenzveranstaltung entschieden.
Aktionär Hoppe äußerte die Vermutung, dass vielleicht die Tochtergesellschaft in der Schweiz Kapitalbedarf hat.
Auch dies ist nach Aussage von Herrn Weng nicht der Fall.
Im Gegenteil verfügt die WFA Online AG, die seit Kurzem unter ArtXX AG firmiert, derzeit über erhebliche
4,5 Mio. Euro an liquiden Mitteln, die sie teilweise verleiht, um die Zahlung von Negativzinsen zu vermeiden.
Der hohe Cash-Bestand der Tochtergesellschaft resultiert daraus, dass die Nachfrage im laufenden Jahr
praktisch komplett mit altem Warenbestand gedeckt werden konnte. Die ArtXX AG zählte im Lockdown zu
den großen Gewinnern, weil ausreichend Ware verfügbar war. Damit sieht Herr Weng bewiesen, dass es
keineswegs Abschreibungsbedarf im Warenbestand gibt, wie einige Analysten vermutet hatten. Im Gegenteil
finden sich dort hohe stille Reserven. Mit der Veräußerung eines Teils dieser Bestände konnte ein enormer
Cashflow generiert werden
GSC-Research-GmbH.pdf (wengfineart.com)
Aud der PM vom 15.03.21 :
Weng Fine Art AG: Sehr starkes Umsatz- und Ertragswachstum im Corona-Jahr 2020
Monheim am Rhein, 15. März 2021
Der Warenumsatz erhöhte sich 2020 von 3,81 Mio. EUR auf 5,33 Mio. EUR (+ 40 %). Die Höchstpreise
wurden mit jeweils 500.000 EUR für eine expressionistische Landschaft von Gabriele Münter und ein
Landschaftsaquarell von Paul Cézanne erzielt. Für 380.000 EUR konnte eine großformatige Zeichnung
von Robert Longo verkauft werden. Im abgelaufenen Jahr war der Nachschub an Ware beschränkt, aber
die Gesellschaft profitierte von ihrem umfangreichen und werthaltigen Warenbestand.
www.pressetext.com/news/20210315007
wengfineart.com/investor-relations/financial-reports
Nimmt man die Aussage von Weng auf der außerordentlichen Hauptversammlung im Okt/2020 ,behauptet
er das praktisch der ganze Umsatz der Tochter mit altem Warenbestand erzielt wurde.
Das gleiche gilt für die Mutter wenn man die PM vom 15.03.21 liest.
Geht man nun in die Finanzberichte der WFA AG oder der Tochter Artxxx stellt man fest das
in den letzten Jahren bei keiner der AG,s Abschreibungen auf den Warenwert von über 100.000 vorgenommen wurden.
Das dürfte nicht nur jeden Buchhalter wundern. Millionenumsätze mit altem Warenbestand und Miniabschreibungen.
In der geprüften Bilanz 2019 auf 2020 ist der Warenwert fast gleich geblieben ??
Damit bleibt der Warenbestand der WFA + Artxxx die schöne Blackbox der AG.