Wende an den Kapitalmärkten?


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calexa:

Wende an den Kapitalmärkten?

 
20.04.02 16:34
Ich würde nicht auf eine Wende an Börsen setzen. Der NEMAX 50 bewegt sich zwar wieder von unten auf die 1000 Punkte zu, er steht aber noch deutlich unter seinem Stand vom März oder den 1250 Punkten der Jahreswende. Im Übrigen ist der NEMAX 50 aus meiner Sicht gar kein richtiger Index mehr.

Mit Wackelkandidaten oder Unternehmen in schwierigen Märkten wie zum Beispiel Intershop, Ixos, Senator Film, Umweltkontor, EM.TV, Comroad und vielen anderen kann man eigentlich nicht von einem stabilen Markt sprechen. Es bleiben in diesem Index höchstens 10 von 50 Unternehmen übrig, die für den Investor überhaupt einen Blick wert sind. Letzlich lohnt es sich also nicht, die NEMAX-50-Indexstände überhaupt zu beobachten, denn sie haben keine Aussagekraft.

Bei DAX, Dow Jones und NASDAQ sieht es deutlich besser aus. Diese Indizes haben den Stand vom 11. September 2002 schon wieder deutlich hinter sich gelassen und entwickeln sich mehr oder weniger stabil nach oben.

Wenn Sie ein hartgesottener Anleger waren und in Qualitätswerte investiert gewesen sind, können Sie sich darüber freuen, dass Ihr Portfolio seit dem 11. September 2001 schon wieder schön zugelegt hat.
Es gibt Unternehmen, die sich aus der Schwäche heraus hervorragend entwickelt haben. Philip Morris testet das Jahreshoch vom Juni 2001 und hat sich weit vom September entfernt. Gleiches gilt für die schöne, fast geradlinige Wertsteigerung des deutschen Arzneimittelgenerika-Herstellers Stada. Porsche ist anscheinend nicht zu bremsen.

Dennoch sollten Sie nicht in Euphorie verfallen. Generell würde ich vor zu starken Zukäufen warnen. Der Sommer und der Herbst sind traditionell schwächere Börsenzeiten und der Frühling ist schon fast vorbei!

Andere Stars der Börse scheinen in ihrem Höhenflug gebremst oder auch gestoppt. Amgen bewegt sich auf hohem Niveau, allerdings weit unterhalb des 52-Wochen-Hochs, seitwärts. Über General Electric werden immer mehr neue negative Nachrichten bekannt das Unternehmen testet das 52-Wochen-Tief.

Vom Dezember bis Februar 2002 brach eine gewisse Euphorie bei den Goldaktien aus ich habe davon abgeraten. Seit März sind die Aktien von Barrick Gold um 10% eingebrochen. Gold ist die wirklich letzte Zuflucht für den Investor und dann auch besser in Form von Goldbarren oder Münzen, die irgendwo im Garten vergraben werden oder im Tresor lagern. Von Goldaktien kann ich weiterhin nur abraten.

Nach den Anschlägen habe ich zu Investments geraten und auch selber das Value-Growth-Portfolio aufgelegt, das mittlerweile mit 21% im Plus steht. Wenn Sie jetzt noch einen gewissen Cash-Anteil von zum Beispiel 20-30% haben, würde ich diesen Anteil bestehen lassen und mir bis zum Herbst Zeit lassen.

Sicherlich gibt es Chancen, die Sie verpassen können. Aber in Zeiten wie diesen kann Cash auch ein gutes Ruhekissen sein.
(von investor-village.de)

So long,
Calexa
www.carstenlexa.de
www.direcdesign.de
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Elan:

wer war Tesla?

 
20.04.02 16:53
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TESLA ~ Sein Leben, seine Erfindungen

[ - TrueFalse - ]


geschrieben von - TY - am 17. Februar 2002 15:50:59:


Nikola Tesla





Sein Leben, seine Erfindungen und seine epochale Bedeutung für den allgemeinen Wohlstand in der nahen Zukunft.


Nikola Tesla wurde um Mitternacht zwischen dem 9. und 10. Juli 1856 in dem kroatischen Dorf Smiljan als Sohn des Geistlichen der serbisch-orthodoxen Kirche Milutin Tesla und dessen Frau Duka Mandic geboren. Er war das zweitjüngste von fünf Kindern.


Bereits in seiner Jugend sprach er außer seiner Muttersprache Englisch, Französisch, Deutsch und Italienisch.



Milutin Tesla wollte, daß sein Sohn Nikola wie er selbst Geistlicher wurde. Um ihn auf diese Laufbahn vorzubereiten, ließ er ihn täglich Übungen durchführen wie das Erraten der Gedanken anderer, das Bilden langer Satzkonstruktionen oder Kopfrechnen.[1] Nikolas Mutter war außerordentlich begabt im Erfinden allerlei nützlicher Geräte für den Haushalt und arbeitete unermüdlich von morgens bis abends. Es steht außer Zweifel, daß Nikola ein hochbegabter Junge war, aber ebenso sicher ist, daß er von der strengen Methodik des Vaters ebenso profitierte wie von der Kreativität der Mutter.



Der Junge verfügte über eine Fähigkeit, die er selbst später wie folgt beschrieb: "...das Erscheinen von Bildern, oft begleitet von starken Lichtblitzen, die den Ausblick auf wirkliche Gegenstände beeinträchtigten und sich störend auf meine Gedanken und Handlungen auswirkten. Sie waren Bilder von Dingen und Szenen, die ich tatsächlich gesehen hatte, sie waren niemals Einbildungen. Wenn man ein Wort zu mir sagte, erschien mir der beschriebene Gegenstand plastisch als Vision, und manchmal konnte ich nicht unterscheiden, ob das, was ich sah, greifbar war oder nicht."[2]



Um sich von den quälenden Bildern zu befreien oder sich zumindest vorübergehende Erleichterung von ihnen zu verschaffen, begann Nikola, imaginäre Welten zu ersinnen, die "mir ebenso teuer waren wie die des wirklichen Lebens und kein bißchen weniger intensiv in ihren Erscheinungsformen."[3]



Als er sich im Alter von siebzehn Jahren ernsthaft und methodisch dem Erfinden zuwandte, entdeckte er, daß er weder Modelle, Zeichnungen noch Experimente brauchte, da er alle Einzelheiten wirklichkeitsgetreu im Kopf hatte. "Jedes der (von mir erfundenen) Gerate funktioniert stets, wie ich es mir ausgemalt habe, und das Experiment verläuft genau nach Plan. In zwanzig Jahren gab es da keine Ausnahme..."[4]



(Obwohl Tesla mit zunehmendem Alter dieser Fähigkeit zu mißtrauen begann und immer häufiger Aufzeichnungen führte, hat er sie immer in hohem Maße besessen und mit ihr gearbeitet, was ein Grund dafür ist, daß manche seiner Ideen noch heute nicht praktisch nachvollzogen werden konnten, da sie nie in der wünschenswerten Detailgenauigkeit schriftlich niedergelegt wurden.)



In der Schule brillierte er besonders in Mathematik, denn mit den beschriebenen Fähigkeiten hatte er Aufgaben bereits im Kopf ausgerechnet, bevor sie kaum an die Tafel geschrieben worden waren. Diese Art, Probleme durchzudenken wurde ihm so selbstverständlich, daß er sich bei jeder Gelegenheit darin übte.



Wenn er nicht in Gesellschaft speiste, was oft genug vorkam, da er gewöhnlich Tag und Nacht arbeitete, beschäftigte er sich z.B. damit, den Inhalt seiner Kaffeetasse im Kopf auszurechnen; sein Geist war zu rastlos, als daß er hatte müßig sein können.



Mit zehn Jahren ging er aufs Gymnasium der Stadt Gospic, später besuchte er die höhere Schule im kroatischen Karlstadt. 1875 immatrikulierte er sich an der Österreichischen Polytechnischen Schule in Graz, wo er von drei Uhr morgens bis elf Uhr nachts studierte, um die Erfordernisse zweier Jahre in der halben Zeit zu schaffen. Seine Fächer: Physik, Mathematik und Mechanik.



Sein Grazer Professor Pöschl führte ihn in die faszinierende Welt der elektrischen Maschinen ein. Als Pöschl eines Tages aus Paris einen Gleichstromapparat zugeschickt bekam, der sowohl als Motor wie auch als Dynamo verwendet werden konnte (eine sogenannte Gramme-Maschine), der aber nur unter Funkenregen arbeitete, schlug Tesla nach eingehender Untersuchung vor, die Maschine dadurch zu vereinfachen und zu verbessern, daß sie auf Wechselstrom umgestellt wurde. Pöschl hielt dies für eine unmögliche Idee und verglich Teslas Ansinnen mit dem Versuch, die Schwerkraft in eine Drehbewegung umzuwandeln. Dieser Gedankenblitz Teslas - denn mehr war es zu jener Zeit noch nicht - bildete die Grundlage für eine seiner ganz großen Erfindungen wenige Jahre später.



Wie Tesla es fertigbrachte, bei seinem hochintensiven Stundenplan die Zeit zu finden, "Karten zu spielen und ein unregelmäßiges Leben zu führen", ist schwer nachzuvollziehen. Es stimmt aber, denn er wurde aus genau diesem Grund von der Universität verwiesen. Die folgenden beiden Jahre studierte er in Prag, ohne allerdings an der Hochschule eingeschrieben zu sein.



1879 starb sein Vater.



1881 eröffnete der berühmte Erfinder Thomas Alva Edison ein Fernsprechamt in Budapest. Sofort reist Tesla in die ungarische Hauptstadt, um dort eine Anstellung zu finden, und erhielt eine Beschäftigung beim Zentralen Telegraphenbüro der ungarischen Regierung. Die Idee, aus dem unbefriedigenden Apparat des Professor Pöschl eine bessere Maschine zu machen, beschäftigte ihn unaufhörlich. "Im tiefsten Innern des Gehirns befand sich die Lösung, aber ich konnte sie noch nicht richtig zum Ausdruck bringen."[5]



Eines Tages, auf einem Spaziergang mit einem Freund, traf ihn eine Idee wie ein Blitzschlag: ein neues wissenschaftliches Prinzip von verblüffender Einfachheit und Nutzbarkeit war geboren! Seine Anwendungsmöglichkeiten sollten die Welt der Technik revolutionieren. Es war ein völlig neues System, das Tesla ersonnen hatte, nicht lediglich ein verbesserter Motor. Es war das Prinzip des rotierenden Magnetfeldes, das von zwei oder mehreren miteinander periodischen Wechselströmen erzeugt wurde, womit er den Kommutator (der notwendig war, um die Richtung einen Stromes umzukehren) und die Abtastbürsten (für den Stromdurchfluß) überflüssig gemacht hatte.



Vor dieser Erfindung hatte es keinen wirklich überzeugenden Wechselstrommotor gegeben - einen Induktionsmotor der das Herzstück eines revolutionären Systems darstellte und seiner Zeit weit voraus war.



In den folgenden Tagen ersann Tesla so praktische Wechselstrommotoren wie die Mehrphaseninduktion, die Spaltphaseninduktion, die synchrone Mehrpase sowie das gesamte Mehrphasen- und Einphasenmotorsystem zur Erzeugung, Weiterleitung und Nutzbarmachung elektrischen Stroms. Mit diesem System waren erheblich höhere Voltzahlen erreichbar als mit Gleichstrom; ferner eröffnete es mit der jetzt möglichen Übertragung von Strom über hunderte von Kilometern ein neues Zeitalter, in dem es überall elektrisches Licht und Wärme geben würde.



Im Herbst 1882 wurde Tesla von Freunden an Edisons Niederlassung in Paris empfohlen, wo er sich sofort hervortat und 1884 vom Chef gedrängt wurde, nach Amerika zu gehen und direkt mit Edison zu arbeiten.



Edison, damals zweiunddreißigjährig, war ein Autodidakt voll rastloser Intelligenz und nie erlahmender Energie, der wie Tesla mehrere Nächte durcharbeiten konnte. Anders als Tesla war er jedoch ein Praktiker, der, wie Tesla später einmal sagte, einen Heuhaufen Halm für Halm umwenden wurde, um die berühmte Stecknadel zu finden, und der für Teslas "Kopfarbeit", das heißt das theoretische Durchspielen aller Möglichkeiten vor dem praktischen Experiment, nur Verachtung übrig hatte. Edison hatte ganz New York mit Strom versorgt und war ein unnachgiebiger Verfechter des Gleichstromes. Als Tesla sich bei Edison vorstellte, war er so begeistert (und so undiplomatisch), daß er ihm sofort die Vorzüge des Wechselstrommotors zu erläutern versuchte. Edison hielt das alles für blanken Unsinn, erkannte aber sehr bald Teslas überragendes Talent - und nützte es für seine Zwecke aus. Ein weiterer grundlegender Unterschied zwischen Edison und Tesla war, daß Edison einen ausgeprägten Geschäftssinn hatte, der Tesla so gut wie ganz abging. So gesehen, verkaufte sich Tesla zeit seines Lebens unter Wert, was vorwiegend daran lag, daß ihm seine Erfindungen und Forschungen immer wichtiger waren als deren kommerzielle Verwertung.



Immerhin erlangte Tesla als direkter Mitarbeiter Edisons schnell größere Bekanntheit; seine außerordentlichen Leistungen fielen auch andern auf. Eine Gruppe von Finanzleuten, die ahnten, welche potentiellen Gewinne im Tesla-Motor und anderen Erfindungen des Kroaten steckten, brachten das Kapital auf, daß er zur Gründung seiner ersten eigenen Firma brauchte. Nachdem diese Firma nicht lange Bestand hatte, konnte Tesla 1887 eine weitere Gesellschaft, die Tesla Electric Company, gründen, in der er, wie üblich, fast Tag und Nacht arbeitete.



Nur wenige Monate nach der Firmengründung reichte er Anträge zur Patentierung des gesamten Mehrphasenwechselstromsystems ein, für das er sämtliche Dynamos, Motoren, Transformatoren und automatischen Steuerungen herstellte. Von 1887 bis 1891 beantragte und erhielt er vierzig Patente. Er begann Vorlesungen zu halten, die wegen ihrer Klarheit und Verständlichkeit ebenso berühmt wurden wie wegen der Überzeugungskraft der dabei vorgeführten Experimente. So fiel er George Westinghouse auf, dem großen Konkurrenten Edisons auf geschäftlichen Gebiet, dessen Lebensziel es war, ganz Amerika mit elektrischem Strom hoher Voltzahlen zu beliefern und das hydroelektrische Potential der Niagarafälle nutzbar zu machen. Westinghouse besuchte den Erfinder in dessen New Yorker Labor, untersuchte dort die gleichmäßig und rund laufenden Wechselstrommotoren mit großer Sachkenntnis und bot ihm eine Stellung als Berater an, der das Tesla-System komplett zuerst bei Westinghouse und dann in ganz Amerika einführen sollte.



In finanzieller Hinsicht mit festem Boden unter den Füßen und seiner Lebensaufgabe vor sich, wurde Tesla am 30. Juli 1891 amerikanischer Staatsbürger.



Edison, der keine Mittel scheute, um Konkurrenten auszuschalten, begann, über sein PR-Büro eine wahre Hetzkampagne gegen den Wechselstrom und seine angebliche Gefährlichkeit für Leben und Gesundheit vom Stapel zu lassen. Auf seine Anordnung wurden Hunde und Katzen auf der Straße eingefangen und mit Wechselstrom getötet ("to Westinghouse", nannte er das). Er ließ wahre Horrorgeschichten über den Wechselstrom veröffentlichen. Aber Westinghouse schlug zurück. Seine Argumente für den Wechselstrom setzten sich langsam aber sicher durch. Tesla hielt 1891/92 vier umwälzende Vorlesungen in Amerika und Europa, die ihn innerhalb weniger Monate zum gefeiertsten Wissenschaftler der Welt machten. Seine Vorträge reicherte er wie stets mit faszinierenden Experimenten an - er führte Lampen vor, die kabellos leuchtend überall hingetragen werden konnten; er zeigte einen Motor, der nur über einen Draht mit Strom versorgt wurde; er sprach von gänzlich drahtlosen Motoren; er erwähnte eine Energie, die einfach aus der Luft gewonnen werden könne. Aber die Krönung war eine einzelne, fünfzehn Zentimeter lange, fast leere Vakuumrohre, die er "Carbon-button lamp" nannte und mit der er bei seinen Forschungen in völlig neue wissenschaftliche Bereiche vorgestoßen war. Mit dieser Lampe konnte er extrem hohe Temperaturen erzeugen, die die meisten Substanzen auf der Stelle verdampfen oder schmelzen ließen. Ihr Licht war zwanzigmal heller als das von Edisons Glühbirne. Während er die Lampe In der Hand hielt, passierten hunderttausende Volt hochfrequenter Strome seinen Körper - eine Demonstration der "Glühsonne" aus kosmischen Strahlen, wie er annahm. Die Sonne, so erläuterte er, ist ein Glühkörper mit hoher elektrischer Ladung, der laufend Schauer winziger Partikel aussendet, die sich durch ihre enorme Geschwindigkeit aufladen und in den Weltraum hinausgeschleudert werden. Tesla war davon überzeugt, daß das ganze Weltall von diesen Partikeln ausgefüllt ist, die die Erde oder andere Materie unablässig bombardieren - ebenso wie in seiner "Carbon-button lamp" das härteste Material zu atomarem Staub zertrümmert wurde.



Eine der Erscheinungsformen dieses Bombardements sei das Nordlicht. Er behauptete, solche kosmischen Strahlen entdeckt, ihre Energie gemessen und festgestellt zu haben, daß sie sich mit einer Geschwindigkeit von Hunderten von Millionen Kilometer/Sekunde vorwärtsbewegten.



Wir wissen heute, daß thermonukleare Reaktionen auf der Sonne die Abstrahlung von Röntgen-, UV-, sichtbaren und unsichtbaren Strahlen sowie Radiowellen und Sonnenpartikeln in der Größenordnung von 64 Millionen Watt pro Quadratmeter der Sonnenoberfläche verursachen. Nach neuesten Kenntnissen gibt es kosmische Strahlen in vielerlei Form. Sie kommen nicht nur von der Sonne, sondern von den Sternen und Novae (explodierenden Sternen). Sonnenelektronen, die Erdnähe erreichen und vom irdischen Magnetfeld eingefangen werden, bilden die Van-Allen-Strahlungsgürtel. Sichtbare und unsichtbare Sonnenstrahlung bestimmt die Oberflächentemperatur der Planeten. Nordlichter werden durch Sonnenpartikel gebildet, die mit den Atomen in der oberen Atmosphäre kollidieren.



Die zeitgenössische Wissenschaft akzeptierte Teslas Theorie der kosmischen Strahlen nicht. Es dauerte dreißig Jahre, bis Millikan diese Strahlen wiederentdeckte.



Die merkwürdige kleine "Carbon-button lamp", mit der Tesla sein Publikum am 20. Mai 1891 verblüffte, enthielt auch das Konzept des Punkt-Elektronenmikroskops. Sie erzeugte elektrifizierte Partikel, die von einem winzigen Aktivpunkt auf dem "Button" unter Aufrechterhaltung eines hohen Potentials in gerader Linie hinausgeschossen wurden. Auf der Oberfläche des Globus reproduzierten die Partikel in phosphoreszierenden Bildern das Muster des mikroskopisch kleinen Bereichs, von dem sie ausgingen.



Ein weiterer Effekt, den die "Carbon-button lamp" erzeugte, entstand aus dem Resonanzphänomen. So wie Tesla sie erläuterte, kann seine Lampe als Vorläufer der Atomzertrümmerung gelten. Ebenfalls in dieser Zeit entwickelte der rastlose Erfinder die Tesla-Spule, einen Luftkerntransformator mit Primär- und Sekundärspulen, die so abgestimmt waren, daß sie mitschwangen. Mit diesem Transformator konnte ein "Hochstrom" von relativ geringer Voltzahl in einen "Niedrigstrom" von hoher Voltzahl bei hohen Frequenzen umgewandelt werden.



Tesla erfand eine geniale Einzylindermaschine ohne Ventile, die sowohl durch komprimierte Luft als auch durch Dampf betrieben werden konnte und die als Anregung für die moderne Elektrouhr diente. Schon wieder mit etwas neuem beschäftigt, ließ er sich diese Erfindung nicht einmal patentieren.



Aus dem Umgang mit hunderttausenden Volt hochfrequenter Elektrizität gelangte Tesla zu einer Entdeckung, die für die Welt sehr wichtig werden sollte. 1890 gab er den therapeutischen Wert hochfrequenter Strome für den menschlichen Körper bekannt - die Diathermie.



Die Aufzählung seiner wichtigsten Erfindungen kann nichts von der ungeheuren Intensität vermitteln, mit der dieser Mann von früh bis in die Nacht hinein arbeitete. Sobald er seinen Beratervertrag mit George Westinghouse beendet hatte, wandte er sich mit zäher Besessenheit der Entwicklung des Funks (damals "wireless" genannt) zu. Nachdem er sehr starke Tesla-Spulen gebaut hatte, war er sicher, daß weltweite drahtlose Kommunikation möglich ist. Er arbeitete und arbeitete - biß er zusammenbrach und "wie narkotisiert" schlief.



Als er wieder erwachte, stellte er zu seinem Entsetzen fest, daß er sich nur noch Szenen aus der frühesten Kindheit bildlich vorstellen konnte. Da er von Ärzten nicht viel hielt, konzentrierte er sich Nacht für Nacht auf Erinnerungen aus der Kindheit. Schrittweise kamen die Erinnerungen zurück, aber zugleich spürte er ein immer stärkeres Verlangen, seine Mutter zu besuchen. "Dieses Gefühl wurde so stark", schrieb er, "daß ich beschloß, all meine Arbeit fallen zulassen und meiner Sehnsucht nachzugeben. Aber ich konnte mich von meinem Labor nicht losreißen, und es vergingen mehrere Monate, in denen ich alle Eindrücke meines bisherigen Lebens wiedererlangte."[6] Auf einmal hatte er eine Vision: er sah sich im Hotel de la Paix in Paris, wo ihm die Nachricht überbracht wurde. daß seine Mutter im Sterben liege. Und genauso kam es. Während einer Vortragsreise nach London und Paris im Jahr 1892 wurde ihm im Hotel de la Paix die bereits gesehene Nachricht übermittelt. Er reiste sofort nach Kroatien und verbrachte die letzten Stunden mit seiner Mutter. Obwohl dies nicht das einzige Mal in Teslas Leben war, als er außersinnliche Wahrnehmungen hatte, versuchte er diese Phänomene immer auf mechanistische Aspekte zurückzuführen.



1893 beschrieb er in St. Louis detailliert die Prinzipien des Funks. Im selben Jahr sorgte er auf der Chicagoer Weltausstellung im Auftrag von George Westinghouse für die Beleuchtung des gesamten Ausstellungsgeländes. Täglich demonstrierte er persönlich die Wunder des Wechselstroms, wobei in einzelnen Versuchen sein Körper unter einer Spannung von 200 000 Volt stand.



Zwei Jahre später baute Westinghouse das Elektrizitätswerk an den Niagarafällen, das 50 000 PS liefern konnte, was für damalige Verhältnisse einfach phänomenal war. Der Hochspannungswechselstrom eröffnete auch der Metallindustrie ungeahnte Möglichkeiten. Tesla sah voraus, daß mit der Aluminiumverarbeitung eine Flugzeugindustrie entstehen würde.



Mit Wechselstrom wurden in New York die Hoch- und Straßenbahnen angetrieben.



Aber alle diese Erfolge mußten teuer erkauft werden. Gerichtsprozesse um Patente waren zu führen - Dinge, die Tesla lästig waren und ihm Zeit und Energie stahlen. Dies war nicht sein Betätigungsfeld, und wann er nur konnte, zog er sich in sein Labor zurück, um zu forschen, zu testen, zu entwickeln.



Er lernte, künstliche Blitze zu erzeugen, und hoffte, damit nicht nur das Wetter planetenweit kontrollieren zu können, sondern auch Energie drahtlos zu übertragen und das lang erträumte weltweite Radionetz zu bauen.



Wenn seine Experimente in Bereiche führten, in denen die Gesetze der Elektrizität keine Anwendung mehr zu finden schienen, folgte Tesla bedenkenlos. In seinen Vorlesungen pflegte er auch über die Wege zu sprechen, die seine Forschungen eingeschlagen hatten, auch wenn sie noch nicht abgeschlossen waren, was die Vorträge sehr lebendig machte (da er sein eigenes Erstaunen und Fasziniertsein mit einbrachte), aber auch gewisse Vorbehalte hervorrief. Die Presse war Tesla immer dankbar für neue Theorien und sensationelle Mitteilungen, und es entwickelte sich ein gewisser Tesla-Kult, in dem behauptet wurde, der Erfinder stamme von der Venus. In wissenschaftlichen Kreisen stießen Teslas noch nicht bewiesene Theorien selbstverständlich auf Skepsis, ja sogar Ablehnung. Hier lag sicher eine Wurzel für Teslas stetige Finanzprobleme. Es war ihm lästig, seine Erfindungen zu unmittelbar verwendbaren und daher kommerziell interessanten Gebrauchsgütern zu machen, wie z.B. Edison immer verfuhr. So etwas tat er nur in äußersten Notfällen, d.h. wenn anders kein Geld mehr aufzutreiben war. Jede Erfindung führte ihn zum nächsten, noch größeren Konzept, und da er an der Lösung globaler, wenn nicht sogar interplanetarischer Probleme brennend interessiert war, schien ihm z.B. die Entwicklung und Patentierung der Elektrouhr vollkommen unwichtig und zeitraubend. So schlug er sich zeit seines Lebens mit Geldgebern herum, die naturgemäß mehr vom Spatzen in der Hand halten als von der verheißungsvollen Taube, die irgendwo (unsichtbar!) am Himmel fliegt.



Eine seiner großartigsten Konzeptionen war das "irdische Nachtlicht" - eine Methode, mit der er die ganze Erde samt ihrer Atmosphäre zugleich beleuchten wollte. Diese Idee verfolgte er jahrelang. Flughäfen, ganze Städte könnten ohne jede Straßenbeleuchtung illuminiert werden. Es schien lediglich nötig, hochfrequente Ströme in die obere Lufthülle zu senden. Praktische Schwierigkeiten sah Tesla nicht, aber er verriet keine näheren Einzelheiten.



Er erfand eine Vakuumröhre, die unter Einfluß eines hochfrequenten Stroms einen Strahl aussendet, der auf elektrostatische und magnetische Einflüsse mit erstaunlicher Empfindlichkeit reagiert. Diese Erfindung, die er in ihren praktischen Auswirkungen nicht weiterverfolgte, hat heute neues Interesse gefunden. Sie konnte für Biofeedback verwendet werden, den Kirlian-Effekt erklären helfen, Akupunkturtechniken erhellen und auf sogenannte paranormale Phänomene, die man früher mit Hilfe von "Geistern" erklärte, ein neues Licht werfen.



Tesla, der fast sein ganzes Leben seit der Einwanderung nach Amerika in Hotelsuiten und in seinen Labors verbrachte, blieb Junggeselle. Obwohl er sich gern in ausgewählter Gesellschaft aufhielt, war er immer ein Einzelgänger, der rastlos an immer neuen Erfindungen, Apparaten, Techniken arbeitete. Einmal bekam er einen Schlag von 3,5 Millionen Volt, als ihn ein Funke an der rechten Schulter traf. Einem Reporter erklärte er, daß er solche Funken schon zehn Meter weit habe fliegen sehen (wobei aufgrund der hohen Geschwindigkeit nur die Anfangsphase sichtbar war) und daß er kein Problem darin sehe, die Distanz auf eine Meile zu verlängern.



Als er 1898 die Fernsteuerung von Fahrzeugen patentieren ließ, äußerte er die Überzeugung, in Kürze in Kommunikation mit dem Mars treten zu können, Er hatte Spulen erfunden, mit denen er die Atmosphäre (normalerweise ein perfekter Insulator) zu einem hervorragenden Leiter machen konnte. Er träumte von den praktischen Auswirkungen seiner Erfindungen: nie mehr Hunger in der Welt; keine Mißernten oder Dürren mehr; problemlose weltweite Kommunikation; Kontrolle des Wetters; unerschöpfliche Energie; grenzenloses Licht; Kommunikation mit Lebensformen auf anderen Planeten.



Er entwickelte einen winzigen elektromagnetischen Oszillator, und schloß ihn zu Testzwecken an einen Eisenträger an, der als Teil einer Gebäudekonstruktion bis in die Erde reichte. Je höher er die Frequenz schaltete, desto stärker geriet nicht nur der Träger, sondern auch das Gebäude und die gesamte Substruktur Manhattans in Schwingung. Die alarmierte Polizei schickte er freundlich fort und zu Reportern sagte er, wenn er wolle, könne er innerhalb weniger Minuten die Brooklyn Brücke zum Einsturz bringen. Die Verwendung desselben Prinzips würde es ermöglichen, die Erde mittendurch zu spalten, was allerdings neun Monate bis zwei Jahre Zeit in Anspruch nehmen würde. Aber innerhalb einiger Wochen sei die Erdkruste in derartige Schwingung versetzbar, daß im Prinzip Flüsse aus ihren Betten treten, Gebäude zerstört und die Zivilisation vernichtet werden könnte. In der Praxis würden solche Versuche jedoch scheitern, da die Erde zu einer perfekten mechanischen Resonanz nicht imstande sei.



Wenn auch um die Jahrhundertwende von solchen Entdeckungen nur eine Schockwirkung, aber keine praktische Weiterentwicklung und Nutzbarmachung zu erwarten war, sind Teslas Techniken heute für Seismologen von großem Wert.



Im selben Jahr wurden Tesla und Edison in der Presse die kühnsten Behauptungen zugeschrieben. Edison war angeblich imstande, Gedanken zu fotografieren, und Tesla hatte laut einer New Yorker Zeitung "die Strahlen der Sonne gezügelt", um mit ihnen Maschinen zu betreiben sowie Licht und Wärme zu gewinnen. Die Erfindung sei so einfach im Design, behauptete Tesla, daß er sie nicht beschreiben könne, denn er wolle nicht, daß andere sie patentieren ließen, da sie ein Geschenk an die Welt sein solle. Selbstverständlich erwarte er, verspottet zu werden, da das System derart einfach und die Kosten der Energiegewinnung so gering seien.[7]



Und immer weiter arbeitete, erfand und konstruierte er. 300-km-pro-Stunde schnelle Eisenbahnen schienen ihm greifbar nahe, drahtlose Verständigung über 150 km war machbar, ferngesteuerte Torpedoboote führte er öffentlich vor. Als er einem Regierungsvertreter die Möglichkeiten seiner Erfindung für Kriegszwecke erläuterte, brach dieser in Lachen aus. Unbeirrt erweiterte er sein Konzept der "Teleautomaten", wie er sie nannte, auch auf Flugkörper aus und beschrieb Raketen, "die tausende von Meilen durch die Luft fliegen, und punktgenau in jedes beliebige Ziel gebracht werden könnten."[8]



Und so weiter und so weiter. Erfinder, die in der zweiten Hälfte unseres Jahrhunderts Entdeckungen in der Computertechnologie patentieren lassen wollten, fanden zu ihrer Überraschung Teslas grundlegende Erfindungen auf diesem Gebiet bereits vor.



1899 verlegte Tesla seinen Wohnsitz und sein Labor vorübergehend nach Colorado Springs. Für Forschungszwecke war ihm dort ein Stuck Land eine Meile außerhalb der Stadt zur Verfügung gestellt worden. Die statische Elektrizität an diesem Ort, 2000 Meter über dem Meeresspiegel, bot für das, was er vorhatte, die besten Voraussetzungen. Bereits in New York hatte er eine Spule gebaut, die vier Mio. Watt leistete. Hier in Colorado wollte er noch höher gehen, um weltweite Impulse senden zu können. Zu diesem Zweck ließ er auf einer Scheune einen 23 Meter hohen Turm bauen, von dem ein 40 Meter hoher Mast aufragte, auf dessen Spitze eine Kupferkugel von einem Meter Durchmesser befestigt war. Er baute Hochfrequenztransformatoren verschiedenster Art und schließlich den Verstärkersender, den er später als seine größte Erfindung bezeichnet hat. Immer wenn in den letzten Jahren Phänomene entdeckt wurden, die von auf extrem niedrigen Frequenzen gesendeten starken Radiosignalen herrühren, sprechen Journalisten vom Tesla-Effekt. Die Russen verwendeten angeblich einen gigantischen Tesla-Verstärkersender zur weltweiten Beeinflussung der Witterungsverhältnisse, indem sie künstlich Frost- und Dürreperioden erzeugen. Der Sender soll periodische Unterbrechungen von Funksignalen in Kanada und den USA bewirken, die bei Menschen eine Beeinträchtigung der Gehirnströme und körperliches Unwohlsein mit sich bringen, von anderen unerklärlichen Dingen ganz zu schweigen.



Tesla war sicher, mit dem Sender hundert Millionen Volt erzeugen zu können. Er entfachte elektrische Feuerwerke in der Größenordnung heftigster Stürme. Künstliche Blitze, die langer anhielten und von größerer Stärke waren als natürliche Blitze, gehörten zur Tagesordnung. Die Experimente bildeten die Grundlage für alle modernen Forschungen auf dem Gebiet der ELF-Kommunikation (extra low frequency).



In Colorado Springs entdeckte Tesla auch die stehenden Wellen. Der festen Überzeugung, in der Erde mit einem Oszillator solche Wellen erzeugen zu können, arbeitete er an Konzepten, Wüsten fruchtbar zu machen, und empfing Signale, die nur von den Sternen kommen konnten.



Nach einem knappen dreiviertel Jahr kehrte Tesla hochzufrieden mit dem Erreichten nach New York zurück, nur um ein noch gigantischeres Projekt in Angriff zu nehmen. Mit der finanziellen Unterstützung von J.Pierpont Morgan kaufte er ein Stück Land auf Long Island, das er Wardenclyffe taufte und das einer der ersten Industrieparks der Welt werden sollte. 2000 Menschen würden nach seinem Konzept in der Rundfunkstation der Welt arbeiten.



Kernstück der Anlage war ein 60 Meter hoher Turm, dessen pilzförmige Kappe als Kupferelektrode von dreißig Metern Durchmesser geplant war. In dem "Wunderturm" entstand ein Labor. Wieder arbeitete Tesla Tag und Nacht: er schrieb Briefe an mögliche Finanziers, er machte Besuche, er warb für sein Projekt, er bat, er drängte. Die von Morgan bereitgestellten 150 000 Dollar reichten nicht vorn und nicht hinten. Ein "Apparat zum Senden elektrischer Energie" wurde patentiert - wenige Wochen, nachdem Marconi eine Botschaft über den Atlantik gefunkt hatte. Tesla nahm Marconis Leistung philosophisch auf und wies daraufhin, daß der Italiener siebzehn seiner eigenen Patente verwendet hat.



Fünf Jahre lang arbeitete Tesla an der Fertigstellung des Turms. Schier unüberwindliche Geldprobleme beantwortete er mit neuen Erfindungen, aber über dem Projekt stand kein guter Stern. 1906 wurde der Architekt, der berühmte Stanford White, ermordet, was auch das Ende der Bauarbeiten in Wardenclyff bedeutete. Schließlich mußte Tesla Turm und Land verkaufen und wieder nach New York zurückkehren.



Wenn auch der Turm gefallen war, so gab Tesla nie die Idee des weltweiten Funkverkehrs auf. Er hatte erkannt, daß die Zeit für seine Ideen noch nicht reif war und daß das Finanzierungsproblem den fortwährenden Stolperstein bildete. Bis an sein Lebensende würde er mit wachsenden monetären Problemen zu kämpfen haben. Aber er forschte immer weiter, ohne sich je geschlagen zu geben.



1900 baute er die berühmt gewordene Tesla-Turbine, deren Verwendungsmöglichkeiten ihm grenzenlos erschienen. Mit Benzin konnte sie Auto- und Flugzeugmotoren antreiben. Ozeandampfer würden den Atlantik in drei Tagen überqueren, Eisenbahnen, Lkws, Kühlmaschinen, hydraulische Getriebe, Landwirtschaft, Bewässerungsanlagen, Bergbau - sie alle konnten von der Turbine profitieren, die wahlweise mit Dampf oder Benzin betrieben werden konnte. Und sie würde billiger sein als alles vergleichbare.



Aber obwohl er einige Lizenzverträge abschließen konnte, war Tesla auch mit dieser Erfindung seiner Zeit voraus - und fremd. Die erhoffte große Wirkung blieb aus. An J.P.Morgan schrieb er, was wohl jedes Genie leicht empfindet: "Wir sind nur Zahnräder im Medium des Universums, und es ist ... eine unvermeidliche Konsequenz der herrschenden Gesetze, daß der seiner Zeit weit vorausgeeilte Pionier nicht verstanden wird, Schmerzen und Enttäuschungen ertragen und mit dem höheren Lohn, der ihm von der Nachwelt zuerkannt wird, zufrieden sein muß."[9]



Die Lage war verzweifelt, aber immer schaffte Tesla es, irgendwo weiteres Geld aufzutreiben, um seine Turbine im größeren Format bauen zu können, was er schließlich mit Ingenieuren der Firma Westinghouse in Angriff nahm. Neue Probleme tauchten auf: die Westinghouse-lngenieure nannten die Turbine ein "Mißverständnis", weil sie mit ihr nicht zurechtkamen, und das Metall der rotierenden Scheiben zeigte sich der Belastung, die durch die Drehzahl (35000 U/min) entstand, nicht gewachsen und verzog sich. So kam die große Turbine aus dem Teststadium nicht heraus.



Neuerdings sind ähnliche Tests (unter erheblich besseren finanziellen Voraussetzungen und Materialbedingungen) wieder aufgenommen worden. Die verbesserte Tesla-Turbine verspricht eine Effizienzsteigerung gegenüber heute üblichen Turbinen um 20 Prozent (!).



Eine der nächsten Erfindungen (obwohl erst 1928 patentiert) war ein einsitziger Senkrechtstarter, von Tesla Fliegender Ofen genannt. Seine Konzeption war genial: es startete senkrecht (Propeller oben) und kippte dann in die Horizontale, wobei der Pilotsitz um 90 Grad zurückschwenkte. Angetrieben von einer Tesla-Turbine, sollte der Fliegende Ofen nach Teslas Berechnungen weniger als $1000 kosten.



Seit den 50er Jahren werden wieder Senkrechtstarter getestet.



1917 beschrieb Tesla die Vorzuge des Radars für militärische Zwecke. Schon 1900 hatte er vorausgesehen, daß stehende Wellen jedes sich nähernde Objekt auf viele Meilen hin orten können, Siebzehn Jahre später fügte er seiner Voraussage präzise technische Details hinzu.



Erst Monate vor Ausbruch des Zweiten Weltkrieges wurde das Radar praktisch entwickelt und getestet.



Tesla beschrieb auch unbemannte Raketen, die mit einer Geschwindigkeit von 300 Meilen pro Sekunde (!) Bomben an jedem Punkt der Erde abwerfen konnten. Diese Raketen, zusammen mit großen Radarschirmen an der Küstenlinie, würden ein Land unangreifbar machen.



Trotz zunehmenden Alters und wachsender Geldknappheit verlor Tesla nie an Würde und stolzem Auftreten. Zeit seines Lebens hörte er nicht auf zu forschen. Er sagte voraus, daß die innere Hitze der Erde als Energiereservoir angezapft werden würde, daß die Sonnenenergie kommen würde, daß es drahtlose Taschentelefone geben würde; er sprach von weltweit zu hörenden Radiodirektübertragungen.



In den 20er Jahren hielt sich hartnäckig das Gerücht, Tesla habe einen "Todesstrahl" entwickelt. Er sprach nie darüber. Ein Patent von 1922 nannte er "Verbesserung der Methoden und ein Apparat zur Herstellung extremer Vakua". Jahre später, als die USA und die Sowjetunion ihre modernen Todes-/Desintegrations-Strahlenwaffen vervollkommneten, wurde dieses Patent mit besonderem Interesse studiert.



Tesla erwähnte auch eine weitere Entdeckung, die jedes Land der Welt unangreifbar machen wurde. Er sprach von einem geladenen Partikelstrahl - nicht dem Todesstrahl -, der jedes angreifende Objekt auf 200 Meilen Entfernung vernichten könnte. Auch an diesem Konzept arbeiteten beide Supermächte fieberhaft - ein halbes Jahrhundert später.



Teslas Ideenstrom versiegte bis zum Ende seines Lebens nicht. Wenn er Energie hundert Meilen weit senden könne, sei es auch möglich, sie Millionen von Meilen zu befördern, also zu anderen Planeten. Er spielte auf eine atomzertrümmernde Elektronenröhre an, die er gebaut und getestet habe und mit der Radium billig zu gewinnen sei.



Bis in den Zweiten Weltkrieg hinein machte Tesla Schlagzeilen.



Er starb am 7. Januar 1943 im Alter von 86 Jahren in seinem Hotelzimmer in New York.



Teslas Nachlaß wurde nach Jugoslawien gebracht, aber auch das FBI und andere US-Behörden zeigten ein "vitales Interesse" an dem Safe, in dem er seine Forschungsunterlagen aufbewahrte. Einige Dokumente sind nicht mehr aufzufinden, und seit Jahren wollen die Gerüchte nicht verstummen, daß die US Air Force, die Russen und private amerikanische Rüstungsfabrikanten von Teslas unpatentierten Erfindungen profitiert haben.



Teslas gedankliche Kraft, seine Beobachtungsgenauigkeit, seine schöpferische Phantasie und seine bedingungslose Hartnäckigkeit beim Verfolgen seines großen Ziels - der Erforschung und Nutzbarmachung elektrischer und elektromagnetischer Phänomene - haben Erfindungen hervorgebracht, die zum Teil revolutionär waren und die zum Teil auch heute noch in ihrer Tragweite kaum ermessen werden können. Diese Erfindungen könnten aus der Erde ein Paradies machen; sie könnten weitere Varianten der endgültigen Zerstörung bereitstellen.



Die Zeit war für viele von Teslas Erfindungen nicht reif. heute ist sie es wohl.



Aber sind die Menschen es auch?











Quellenangaben:



[1] Nikola Tesla, "Meine Erfindungen", Zagreb 1977, S.9f.


[2] ebd. S.12f.


[3] ebd. S.13


[4] ebd. S.14


[5] ebd. S.44


[6] ebd. S.69


[7] Mining & Scientific Press, 15. Januar 1898, S.60


[8] N. Tesla, "Meine Erfindungen", S.84f.


[9] Briefe Teslas an J.P.Morgan, 19. Juni 1913, Kongreßbibliothek






weiterführende Literaturquellen:



1) Margaret Cheney, "Tesla - Man Out of Time", ISBN 0-88029-419-1


2) K.L.Corum, "Some Thoughts On Tesla´s Death Beam", Corum&Associates, Inc. P.O. Box 761, Campton, N.H. 03323


3) N.Tesla, "Projecting Cocentrated Non-Dispersive Energy Through Natural Media", in "The Proceeding of the 1984 Tesla Centennial Symposium", International Tesa Society, Colorado Springs, Colorado, 1985, S.144-150


4) N.Tesla, "Colorado Spring Notes 1899-1900", Hrg. A. Marincic, Belgrad, 1978, S. 368-370


5) "Tesla´s Production of Electric Fire Balls", Corum and Corum, TCBA News, Vol.8, Nr.3, 1989


6) "Tesla´s Egg of Columbus, Radar Stealth, the Torsion Tensor, and the 'Philadelphia Experiment'", Corum and Corum, Tesla symposium 1994, International Tesla Society, Colorado Springs, CO.
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sbroker:

elan, du heftiger kopierer *g*

 
20.04.02 16:56
das hält ja keiner mehr aus!
grüsse!
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Elan:

lol@sbroker

 
20.04.02 17:45
Wende an den Kapitalmärkten? 642208home.arcor.de/megagifs/menschen/bilder/bundy1.gif " style="max-width:560px" > würde ja gerne selber alles tippen, aber ich habe nicht soviel freie zeit...schähm.
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ecki:

NM 50 mit +41% zu NAS100 mit +28% seit September

 
20.04.02 17:52
low.

Erstaunlich, nicht?
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calexa:

Hinter der Nasdaq steht

 
20.04.02 18:37
aber eine gewisse Substanz, was manvom NMnicht behaupten kann.Deshalb halte ich solche Vergleiche für nicht aussagekräftig, da sie meiner Meinung nach beim NM zu stark vom Zufall abhängen......

So long,
Calexa
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ecki:

Alle Nasdaq Unternehmen machen minus.

 
20.04.02 18:53
in der summe jedenfalls. So weit her ist es mit den Amis zur Zeit auch nicht. Die haben in den letzten 2 Jahren sogar mehr Verlust gemacht als in den 10 Jahren davor. Dabei steht der Index weit höher als damals. Also immer Vorsicht, auch bei den Vorbildern.

Grüße
ecki  
Antworten
ecki:

Sorry, da fehlt ein Wort!

 
20.04.02 19:18
Die haben in den letzten 2 Jahren sogar mehr Verlust gemacht als Gewinn in den 10 Jahren davor.
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