Welt-Konjunktur lächelt trotz Nahost und Ölpreis
Washington - Optimistische Prognosen für die Weltwirtschaft prägten die Frühjahrstagung von Internationalem Währungsfonds (IWF) und Weltbank am Wochenende. Allerdings verwies der IWF auch auf eine Reihe von Risiken für die Konjunktur, vor allem die Nahostkrise und die Ölpreise. Die Weltbank beriet über den Plan, allen Kindern der Welt bis 2015 zumindest eine Grundschul-Bildung zu ermöglichen. Die Tagungen wurden erneut von Protesten begleitet, die aber diesmal friedlich verliefen. Bei der größten Demonstration solidarisierten sich zehntausende Menschen mit den Palästinensern und kritisierten die US-Politik in Nahost.
G-7: Aufschwung im Gange
Das Währungs- und Finanzkomitee des IWF erklärte, in den vergangenen Monaten hätten sich die Aussichten für die globale Konjunktur "deutlich verbessert". Auch die Finanzminister der sieben führenden Industriestaaten (G7), die ebenfalls in Washington tagten, sehen den globalen Aufschwung bereits im Gange. Der deutsche Finanzminister Hans Eichel (SPD) nannte jedoch auch das Leistungsbilanz-Defizit der USA als Risiko. Das Defizit besagt, dass die Summe der Importe und ausländischen Investitionen in den USA höher ist als umgekehrt die US-Exporte und -Auslandinvestitionen. Wenn die ausländischen Investitionen in den USA sänken, könne der Dollar-Kurs abstürzen, warnte Eichel.
Von Argentinien bis Stahl
Bei den Bemühungen zur Lösung der Krise in Argentinien wurden keine Fortschritte erzielt. Wie der argentinische Wirtschaftsminister Jorge Remes Lenicov sagte, drehten sich die Differenzen unter anderem um die Haushaltsdisziplin und den Wechselkurs des Peso. IWF-Direktor Horst Köhler kündigte an, im Mai erneut eine Delegation in das krisengeschüttelte südamerikanische Land zu entsenden.
Die Tagungen befassten sich auch mit Fragen des Welthandels. Der IWF forderte alle Länder auf, "protektionistischem Druck" zu widerstehen und Handelsschranken zu senken. Eichel appellierte erneut an die USA, den Streit um die Stahlzölle nicht zu einem "Handelskrieg" eskalieren zu lassen, der die Weltwirtschaft bedrohen könne.
Washington - Optimistische Prognosen für die Weltwirtschaft prägten die Frühjahrstagung von Internationalem Währungsfonds (IWF) und Weltbank am Wochenende. Allerdings verwies der IWF auch auf eine Reihe von Risiken für die Konjunktur, vor allem die Nahostkrise und die Ölpreise. Die Weltbank beriet über den Plan, allen Kindern der Welt bis 2015 zumindest eine Grundschul-Bildung zu ermöglichen. Die Tagungen wurden erneut von Protesten begleitet, die aber diesmal friedlich verliefen. Bei der größten Demonstration solidarisierten sich zehntausende Menschen mit den Palästinensern und kritisierten die US-Politik in Nahost.
G-7: Aufschwung im Gange
Das Währungs- und Finanzkomitee des IWF erklärte, in den vergangenen Monaten hätten sich die Aussichten für die globale Konjunktur "deutlich verbessert". Auch die Finanzminister der sieben führenden Industriestaaten (G7), die ebenfalls in Washington tagten, sehen den globalen Aufschwung bereits im Gange. Der deutsche Finanzminister Hans Eichel (SPD) nannte jedoch auch das Leistungsbilanz-Defizit der USA als Risiko. Das Defizit besagt, dass die Summe der Importe und ausländischen Investitionen in den USA höher ist als umgekehrt die US-Exporte und -Auslandinvestitionen. Wenn die ausländischen Investitionen in den USA sänken, könne der Dollar-Kurs abstürzen, warnte Eichel.
Von Argentinien bis Stahl
Bei den Bemühungen zur Lösung der Krise in Argentinien wurden keine Fortschritte erzielt. Wie der argentinische Wirtschaftsminister Jorge Remes Lenicov sagte, drehten sich die Differenzen unter anderem um die Haushaltsdisziplin und den Wechselkurs des Peso. IWF-Direktor Horst Köhler kündigte an, im Mai erneut eine Delegation in das krisengeschüttelte südamerikanische Land zu entsenden.
Die Tagungen befassten sich auch mit Fragen des Welthandels. Der IWF forderte alle Länder auf, "protektionistischem Druck" zu widerstehen und Handelsschranken zu senken. Eichel appellierte erneut an die USA, den Streit um die Stahlzölle nicht zu einem "Handelskrieg" eskalieren zu lassen, der die Weltwirtschaft bedrohen könne.