Weiterer Rohstoffkonzern im Visir der Russenjustiz


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Weiterer Rohstoffkonzern im Visir der Russenjustiz

 
17.07.05 18:30

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 by dpa-AFX und FIN
ROUNDUP: Russische Justiz ermittelt gegen Diamanten-Monopolisten AlrosaWeiterer Rohstoffkonzern im Visir der Russenjustiz 2016475Weiterer Rohstoffkonzern im Visir der Russenjustiz 2016475Weiterer Rohstoffkonzern im Visir der Russenjustiz 2016475
16.05.05 08:46
MOSKAU (dpa-AFX) - Mit dem weltgrößten Diamanten-Produzenten Alrosa ist ein weiterer russischer Großkonzern ins Visier der Justiz geraten. Es werde wegen der Unterschlagung von mehr als 153 Millionen Rubel (4,2 Mio Euro) ermittelt, sagte ein Sprecher der Moskauer Staatsanwaltschaft am Samstag. Das Unternehmen, dass zu mehr als 70 Prozent in staatlicher Hand liegt, kündigte alle nötige Zusammenarbeit an. Der russische Monopolist stellt gut etwa ein Fünftel der weltweiten Diamantenproduktion.

Die Moskauer Staatsanwaltschaft sei nach dem Hinweis eines ehemaligen Alrosa-Rechtsexperten auf ein Fehlverhalten der Unternehmensführung eingeschritten, hieß es weiter. Die Ermittler wollten nun die gesamten Geschäftsaktivitäten des Konzerns durchleuten. Alrosa verwies darauf, dass das Unternehmen in den vergangenen zwei Jahren bereits drei Mal vom russischen Rechnungshof überprüft worden sei. Das Bekanntwerden der Ermittlungen bei Alrosa fiel mit dem Abschluss des Aufsehen erregenden Prozesses gegen den wegen Steuerhinterziehung angeklagten Gründer des Ölkonzerns Yukos, Michail Chodorkowski, zusammen./sv/DP/she




Quelle: News (c) dpa-AFX Wirtschaftsnachrichten GmbH.

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Putin möchte sich auch denDiamanten-

 
17.07.05 18:39

Konzern unter den Nagel reißen, kein Wunder:

Russland rollt den Diamanten-Markt auf

 © DPA <?xml:namespace prefix = o ns = "urn:schemas-microsoft-com:office:office" />

Die weltweit größte offene Diamanten-Mine ist die im Jahr 2001 stillgelegte Mine "Mir" in der sibirischen Stadt Mirny. Dort wurde bis zu einer Tiefe von 600 Metern nach Diamanten geschürft. Das Loch hat einen Durchmesser von 1200 Metern

 

Russland hat sich zum weltweit größten Diamanten-Produzenten entwickelt. Die vom Kreml erstmals veröffentlichten Produktionszahlen überraschen selbst Branchenkenner.

Wenn sich die Schönen und Reichen auf der Welt mit neuen Brillanten eindecken, stammen die Edelsteine immer häufiger aus den unwirtlichen Gegenden Sibiriens. Russland hat sich zum weltweit größten Diamanten-Produzenten entwickelt und dabei sogar Botswana hinter sich gelassen. Die von der russischen Regierung zum neuen Jahr erstmals veröffentlichten Produktionszahlen überraschten selbst Branchenkenner. In Moskau sagen Analysten dem russischen Branchenmonopolisten Alrosa eine glänzende Zukunft voraus.


Erst auf den Druck von außen lüftete die russische Führung ein seit Jahrzehnten gehütetes Staatsgeheimnis. Demnach wurden im größten Land der Erde im Jahr 2003 insgesamt 33 Millionen Karat (je 0,2 Gramm) gefördert. Der Staatskonzern Alrosa, der fast 100 Prozent der Produktion abdeckt, setzte im Diamantengeschäft in jenem Jahr knapp zwei Milliarden Dollar (1,5 Milliarden Euro) um.

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Der Erfolg weckt Begehrlichkeiten in Moskau
Die Russen wollen noch mehr: Nach den veröffentlichten Produktionszahlen für das erste Halbjahr 2004 (17,8 Millionen Karat) zeichnete sich auf das gesamte Jahr hochgerechnet eine Umsatzsteigerung von zehn Prozent ab. Bis 2006 soll der Umsatz auf über 2,6 Milliarden Dollar zunehmen. Nach jüngsten Erkenntnissen verfügt Russland über Diamanten-Reserven von mindestens 825 Millionen Karat. Gelingt es, diese Menge abzubauen, ist für die nächsten 25 Jahre ein Export auf aktuellem Niveau möglich. Neue Förderstätten werden in Sibirien sowie Nordrussland erschlossen. Dafür muss Alrosa sich Geld auf dem internationalen Finanzmarkt leihen. Bereits heute stammt jeder fünfte weltweit geschürfte Diamant aus der Alrosa-Produktion.

Der Erfolg des in der Teilrepubliken Jakutien in Nordost-Sibirien beheimateten Konzerns mit knapp 50.000 Beschäftigten weckt Begehrlichkeiten in Moskau. Schrittweise wolle der Kreml die Mehrheit an Alrosa erlangen, berichtete die Moskauer Tageszeitung "Kommersant" in dieser Woche. Dies solle über die Ausgabe zusätzlicher Aktien erfolgen, die allesamt für den russischen Staat vorgesehen sind.

Unpräzise Angaben über Produktion und Reserven
Seit dem Zerfall der Sowjetunion ringen die Jakuten mit der Zentralmacht in Moskau um das Industriejuwel Alrosa. Derzeit hält der Staat 37 Prozent und die Regionalverwaltung in Jakutien 32 Prozent am Betrieb. Weitere acht Prozent entfallen auf die Kommunen in Jakutien. Die übrigen 23 Prozent sind in privatem Streubesitz.

Die starke Position auf dem Weltmarkt sowie relativ niedrige Produktionskosten sind nach Einschätzung der Moskauer Investmentgesellschaft Troika Dialog die großen Vorteile von Alrosa. Zu den Schwächen des Unternehmens gehören die weiterhin unpräzisen Angaben über Produktion und Reserven sowie die geographisch ungünstige Lage der Minen.

Auch in der Verarbeitung will Russland weiter zulegen
Nicht nur in der Produktion, sondern auch in der Verarbeitung will Russland weiter zulegen. Hatte Alrosa in der Vergangenheit seine ins Ausland exportierten Diamanten exklusiv an De Beers verkauft, sinkt dieser Anteil seit Jahren kontinuierlich. Die Europäische Union und auch die Welthandelsorganisation WTO begrüßen diese Entwicklung als einen Schritt zur Belebung der Konkurrenz auf dem Weltmarkt.

Immer mehr sibirische Rohdiamanten werden im eigenen Land zu Brillanten veredelt. In Smolensk und anderen russischen Städten boomt die Verarbeitung. Die Auftragslage stimmt, die Aussichten sind bestens. Während sich die Konjunktur in den großen Industriestaaten erholt, steigt der Absatzmarkt für Luxusgüter in China, Indien und Osteuropa weiterhin deutlich.

Stefan Voß/DPA

 

  

  

Artikel vom 20. Februar 2005



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Über die Alrosa AG:

 
17.07.05 18:54
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SAO AK ALROSA

Die Aktiengesellschaft "ALROSA" ("Almasy Rossii - Sacha", "Diamanten Russlands und der Teilrepublik Sacha") wurde nach Erlass des Präsidenten der Russischen Föderation Nr. 158S "über die Gründung der Aktiengesellschaft Almasy Rossii - Sacha" vom 19. Februar 1992 gegründet. Bis 1995 hiess die Gesellschaft ARS. Auf solche Weise sind drei Bestandteile des russischen Diamantengeschäfts (Förderung, Sortierung und Verkauf der Diamantenstoffe) zum ersten Mal vereinigt worden.

Die "ALROSA" ist die grösste Gesellschaft in Russland, die in den Bereichen Erkundung, Förderung, Bearbeitung und Vertrieb der Diamanten spezialisiert ist. Sie gehört zu den weltgrössten Diamantenherstellern.

Der Produktionsumfang von "ALROSA" macht fast 100 Prozent der in Russland geförderten Diamanten und rund 20 Prozent der Weltförderung der Diamanten aus. 1996 verzeichnete die AG einen Diamantenverkauf in einer Höhe von 1,6 Mrd. US-Dollar. Nach Einschätzungen von Geologen reichen die Vorräte der "ALROSA" (falls die Förderung auf dem heutigen Niveau bleibt) für 50 Jahre.

Die "ALROSA AG" ist die Rechtsnachfolgerin von "Jakutalmas" - der sowjetischen staatlichen diamantenfördernden Gesellschaft, sowie einiger Einrichtungen des Komitees für Edelmetalle und Edelsteine beim Finanzministerium der Russischen Föderation, die sich mit der Sortierung, Verarbeitung und Absendung der Diamanten beschäftigt haben, sowie von der Aussenhandelsvereinigung "Almasjuwelirexport".

Die Tätigkeit der AG regeln das Statut der "ALROSA", die mit der Teilrepublik Sacha (Jakutien) abgeschlossene Paktverträge, Gesetzgebung von Russland und der Teilrepublik Sacha (Jakutien) sowie entsprechende Präsidentenerlässe. Aufgrund der entsprechenden Paragraphen des Statutes ist "ALROSA" eine AG geschlossenen Typs, d.h. ihre Aktien werden auf dem Effektenmarkt nicht verkauft.

Besitzer von der "ALROSA AG"

Die Hauptaktionäre der "ALROSA AG" sind:

- Ministerium für Vermögensbeziehungen der Russischen Föderation (32 Prozent Aktien),

- Ministerium für Verwaltung des Staatsvermögens der Republik Jakutien/Sacha (32 Prozent),

- Fonds für Sozialgarantien für die Armeeangehörigen (5 Prozent),

- acht jakutischen Ulussen - Verwaltungs- und Territorialeinheiten in Jakutien (8 Prozent).

Die restlichen Aktien gehören den Mitarbeitern der Gesellschaft.

Entwicklungspolitik der "ALROSA AG"

Das Grundkapital der "ALROSA" beträgt 2.700.500.000 Rubel.

Die AG hat ihre Vertretungen in Antwerpen (Belgien), Luanda (Angola), London (Grossbritannien) und Tel-Aviv (Israel).

Den grössten Teil der Produktionskapazitäten, die die "ALROSA" betreibt, mietet die Gesellschaft bei der Regierung von Jakutien. Diese Mietzahlungen bilden rund 65 Prozent des Haushalts von Jakutien.

Auf Kosten der Gewinne sowie der innerlichen Ressourcen der "ALROSA" ist in Jakutien seit 1993 eine Produktionsbasis der Diamanten-Bearbeitungsbranche aufgebaut worden. Sie umfasst 10 Schleiffabriken (die Summe des Bearbeitungsumfangs macht ca. 40 Mio. US-Dollar aus).

Zur "ALROSA AG" gehören ca. 40 Unternehmen, darunter 11 Industrieunternehmen. Die grössten Diamantenproduzenten sind "ALROSA AG - Njurba", "AG Almasy Anabara" sowie das angolische Gemeinschaftsunternehmen "Gornorudnoje Obschtschestwo Katoka Ltd.", an dem die "ALROSA AG" 32,8 Prozent Aktien hält.

Zu den Tochter- und Partnerunternehmen der AG gehören das geologische Unternehmen "ALROSA-Pomorje", fünf Bergbau- und Aufbereitungsbetriebe (Udatschninskij, Aichalskij, Mirninskij, Anabarskij und Njurbinskij), "ALROSA-Lena AG", AG geschlossenen Typs "ALROSA-torg", "ALROSA-Lenskstroi AG", AG geschlossenen Typs "Gostinizy ALROSA", "ALROSA-Jakutsnab AG", AG geschlossenen Typs "Ireljachneft", "Wiljuigesstroj AG", "Seweralmas AG", AG geschlossenen Typs "Terra", "Pur-Nawolok-otel AG", "ALROSA-Newa", "ALROSA-gas" u. a.

Heute baut die "ALROSA" eine Bergbau- und Aufbereitungsfabrik an der Lomonossow-Diamantenlagerstätte.

Im ersten Halbjahr 2001 machte der Gewinn der "ALROSA AG" 4 Mrd. 839 Mio. Rubel aus. Die Verkäufe der nicht bearbeiteten Diamanten beliefen sich in demselben Zeitraum auf 909,32 Mio. US-Dollar. Es war um 22,3 Prozent mehr als im ersten Halbjahr 2000. Im ersten Halbjahr 2001 wurden die Diamanten im Wert von 500,18 Mio. US-Dollar ausgeführt - um 34,4 Prozent mehr als im entsprechenden Zeitraum 2000.

Die wichtigste Aufgabe der AG besteht darin, eine zuverlässige Versorgung vor allem der russischen Schleiffabriken mit den Diamanten-Grundstoffen zu gewährleisten. Der Bedarf des russischen Binnenmarktes wurde 2001 völlig gedeckt. Im ersten Halbjahr wurden in Russland die nicht bearbeiteten Diamanten im Wert von 409,14 Mio. US-Dollar verkauft - um 10 Prozent mehr, als in demselben Zeitraum 2000. Darüber hinaus lieferte die "ALROSA" die Diamantengrundstoffe für ihre eigene Produktion im Wert von 55,31 Mio. US-Dollar.

Die Verkaufserlöse der "ALROSA" sind im ersten Halbjahr 2001 fast um 14 Prozent gewachsen. Die Selbstkosten stiegen um 36,5 Prozent. Der Gewinn vor Steuern verringerte sich um 8,3 Prozent. Der Reingewinn betrug 4.839 Mio. Rubel - um 15,7 Prozent weniger als in demselben Zeitraum 2000.

Handelspartner von der "ALROSA AG"

Der grösste Handelspartner der AG ist die multinationale Gesellschaft "De Beers". Im Dezember 2001 schloss "ALROSA" mit "De Beers" ein neues Handelsabkommen ab: Es wurde festgelegt, dass die "ALROSA AG" der Gesellschaft "De Beers" jährlich Diamanten im Wert von je 800 Mio. US-Dollar verkaufen wird. Das Abkommen ist auf fünf Jahre angelegt - in diesem Zeitraum plant die Führung von "ALROSA", der Gesellschaft "De Beers" die Diamanten im Wert von rund 4 Mrd. US-Dollar zu verkaufen. Das frühere Handelsabkommen galt vier Jahre lang. In Rahmen dieses Abkommens lieferte Russland an "De Beers" Diamanten im Wert von 3,5 Mrd. US-Dollar.

Im Unterschied zu den allen in den letzten 40 Jahren geltenden Abkommen ist das neue Abkommen keine Exklusivvereinbarung: Es beschränkt nicht die Exportverkäufe von der "ALROSA AG".

Die "ALROSA AG" plant für 2002, Euroobligationen im Wert von 250 bis 300 Mio. US-Dollar zu veröffentlichen.

2001 nahm ALROSA einen Kredit von "JP Morgan Chase" im Wert von 15 Mio. US-Dollar auf. Die Kreditdauer betrug fünf Jahre. Darüber hinaus verlängerte die Gesellschaft die Geltung eines Kreditabkommens mit der "Societe Generale", die im Jahre 2000 einen Konsortialkredit von 50 Mio. US-Dollar veranstaltete.

Der Präsident der AG "ALROSA" und der Vorsitzende des Aufsichtsrates ist Wjatscheslaw Anatoljewitsch Schtyrow.

Die Postanschrift der AG lautet: 109017 Moskau, 1. Kasatschij per., 10/12

Das Hauptbüro der AG befindet sich: Teilrepublik Sacha (Jakutien), g. Mirnyj, ul. Lenina, 6

Tel. in Moskau: (095) 230-66-93

Fax in Moskau: (095) 230-66-31


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atfk:

Alrosa nicht Börsennotiert

 
18.07.05 13:06
Wenn man sich die Eigentümerstruktur ansieht, wird klar, das Alrosa nicht Börsennotiert ist. Putin hat mit Sicherheit kein Interesse sich mit diesen Eigentümern (Regionale staatliche Ebenen) anzuegen.
Das ist nicht mit Yukos vergleichbar, sondern eine ganz normale Korruptionsaffäre wie bei Volkswagen und Infinion diesertage in Deutschland.

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