1612. traurige rolle der banken filosof 18.12.03 14:04
die nachrichtenlage wird immer besser wie auch mehrheitlich in diesem forum erwartet. die sehr zögernde kursreaktion habe ich zu nachkäufen genutzt. nicht um zu verbilligen, sondern um der immer grotesker werdende differenz zum wcm-verwertungserlös wegen.
nachdenklich stimmt mich nur die destruktive rolle der banken(gruppen), die das vertrauen vieler anleger in organisierte finanzmärkte nachhaltig erschüttert haben. wem will man wcm-anteile zukünftig schmackhaft machen. flexible analysten können das auch nicht richten. meine erwartungen orientieren sich daher stärker auf ein aufgehen der (verschlankten) wcm in einem größeren vebund, was der werthaltigkeit der aktiva überhaupt keinen abbruch tut, ganz im gegenteil! wir sollten mal über eine erhöhung des kz auf 4,50-5 nachdenken.
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Da ist heute ein guter Artikel erschinen. Den sollten sich die IVG-Investierten mal genau durchlesen. Wer WCNchen im Depot hat sollte vom Prinzip schon wissen warum der Artikel interessant ist - sie habe ja hier mitgelesen.
Aber eine kleine Hilfe möchte ich trotdem geben: Die Konsortialbank der IVG ist die BGB und was die für Auflagen bekommen ... au waja ... die sollten sich mal warm anziehen. Oder ich sag das mal so, die sollten mal entweder ihre Hausbank wechseln oder lieber gleich freiwillig sich in "Fesseln" legen lassen - ich meine damit den Artikel, der in der "DM-EURO" erschinen ist !!!!
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Sanierung der Bankgesellschaft kann weiter gehen
Berlin (AP) Der Streit um die Sanierung der Berliner Bankgesellschaft mit Milliarden aus der Staatskasse ist beigelegt. Die EU-Kommission will die Beihilfen unter Auflagen genehmigen, wie das Bundesfinanzministerium und der Berliner Finanzsenat am Donnerstag mitteilten. Dafür muss die Berliner Bank aus dem Konzern herausgelöst und bis Anfang 2007 verkauft werden. «Damit hat die Bank eine klare Zukunftsperspektive und kann ihren Sanierungskurs fortsetzen», erklärte Finanzsenator Thilo Sarrazin.
Die Bankgesellschaft hatte wegen riskanter Immobiliengeschäfte 2001 am Rand der Pleite gestanden. Daraufhin schoss das Land Berlin, dem 81 Prozent des Konzerns gehören, rund 1,75 Milliarden Euro zu. Im April 2002 übernahm das Land darüber hinaus mögliche Langzeitrisiken der Immobiliengeschäfte in einer Höhe von bis zu 21 Milliarden Euro für rund 25 Jahre. Die Rettungsmaßnahmen riefen die EU-Kommission auf den Plan, die Verstöße gegen die Wettbewerbsrichtlinien vermutete.
Nun werde EU-Kommissar Mario Monti bald eine Genehmigung des Beihilfepakets vorschlagen, teilte das Bundesfinanzministerium nach einem Treffen von Monti, Berlins Regierendem Bürgermeister Klaus Wowereit, Finanzsenator Sarrazin und Finanz-Staatssekretär Cajo Koch-Weser mit. Voraussetzung ist nach Angaben des Finanzsenats die Privatisierung der ganzen Bankgesellschaft bis Ende 2007.
Zuvor muss bis spätestens 1. Februar 2007 bereits die Berliner Bank - eine Tochter der Bankgesellschaft - herausgelöst und verkauft sein, wie es weiter hieß. Monti habe zur Kenntnis genommen, dass auch die BerlinHyp bis Ende 2007 verkauft werden soll - entweder separat oder als Teil einer «Gesamtveräußerung der Bankgesellschaft Berlin».
«Es ist ein guter Kompromiss, der gefunden wurde», erklärte Koch-Weser. «Damit besteht Klarheit über den weiteren Fortgang der Veräußerung der Berliner Bankgesellschaft.» Sarrazin zeigte sich erleichtert, dass acht Monate schwieriger und intensiver Verhandlungen nun abgeschlossen seien. «Die Auflagen sind strikt», erklärte der SPD-Politiker. Insbesondere die Herauslösung der Berliner Bank sei eine Herausforderung. Doch gebe die Vereinbarung der Bankgesellschaft Zeit, sich vorzubereiten.
Käufer sind nach Angaben aus dem Finanzsenat noch nicht in Sicht. Ein Versuch, die gesamte Bankgesellschaft zu verkaufen, ist bereits daran gescheitert, dass zu wenig geboten wurde.
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s.o. mehr sog i nid - im Moment ;))