Jetzt machen die Banken ernst und WCM (WKN 780100, DE0007801003) droht der Ausverkauf. Bereits investierte Aktionäre gehen derzeit durch das Tal der Tränen. Die Volatilitäten dieses Wertpapiers sind enorm. Bei einem Kurs von zeitweise bis zu knapp über einem Euro, verkommt die WCM-Aktie immer mehr zu einem hoch spekulativen Zockerpapier. Der Vorstandsvorsitzende Roland Flach spricht immer häufiger vom Überleben der Aktiengesellschaft. Damit dürfte das immer bescheidener werdende Ziel der WCM jetzt allen klar sein. Der rapide sinkende Aktienkurs zeigt allzu deutlich an, es brennt bei WCM. Über 230 Jahre gehen die Wurzeln der WCM zurück. Das Kürzel WCM steht für Württembergische Cattunmanufactur. Buntes Cattun nannte man in der damaligen Textilära die dort hergestellten Produkte der Weberei und Stoffdruckerei. Von dieser Historie hat man sich völlig entfernt. Heute ist der Geschäftszweck Beteiligungskäufe und -verkäufe sowie Immobilien.
Als in der Vergangenheit die Zukäufe und Transaktionen zur Zufriedenheit der Aktionäre verliefen, gab es kein Grund der Klage. Heute sinniert man, wie sinnvoll die Beteiligung in Commerzbank gewesen ist. Wieso ist man so lange so restriktiv in der Informationspolitik des Unternehmens gewesen? Es stellen sich weitere grundsätzliche Fragen: Wie sinnvoll können Beteiligungsholdings wie die WCM für den Aktienanleger überhaupt sein? Wer kann solche und andere Konglomerate überhaupt noch sinnvoll bewerten? Hier ist großes Vertrauen in die Fähigkeiten der Firmenentscheider notwendig. Und der Entscheider war in den strategischen Fragen bisher immer der Haupteigner Karl Ehlerding. Das Geschäftsmodell Beteiligungsgesellschaft dürfte sich mit dem vorgezeichneten Weg der Reduzierung der Anteile Ehlerdings und der angespannten finanziellen Situation des Konzerns aber erledigt haben. Es steht in jedem Falle eine Rundumerneuerung an.
An Wert gestiegener Beteiligungsbesitz
Zu den Beteiligungen der WCM gehören derzeit Commerzbank, IVG, Klöckner Werke, MAAG, Maternus-Kliniken, Ymos und BHE. Bei dem Erwerb der Unternehmensanteile, größtenteils im Immobilien- und Gründstücksbereich, hat man sich gemäß Leitlinie der WCM auf börsennotierte und bundesweit bekannte Firmen spezialisiert: "WCM investiert, wenn sie der Ansicht ist, dass der Börsenwert des Unternehmens nicht den tatsächlichen Wert widerspiegelt." Ein Verkauf der Aktienpakete trifft derzeit wieder auf ein gutes Börsenklima. Der Wert der genannten Beteiligungen, wie unten berechnet (aktuelle Commerzbank-Platzierung unberücksichtigt), beläuft sich auf im Moment immerhin ca. 1,4 Mrd. Euro.
Name WKN Beteiligung Anzahl Aktien Kurs Beteiligungswert
Commerzbank DE0008032004 5,5% 533.637.824 15,54 € 456.100.248
IVG
DE0006205701 52,7% 116.000.000 8,88 € 542.852.160
Klöckner Werke
DE0006780000 83,2% 45.814.460 8,10 € 308.752.809
MAAG
CH0002400809 38,7% 1.021.269 110,60 € 43.712.560
Maternus-Kliniken
DE0006044001 46,3% 11.079.161 0,65 € 3.334.274
Ymos
DE0007847303 95,2% 54.000.000 0,99 € 50.893.920
BHE
DE0008222506 82,0% 528.750 5,00 € 2.167.611
Geschäftsbereich Wohnimmobilien reift
Das Hauptvermögen des WCM-Konzerns besteht im zur Zeit unverhältnismäßig wenig in den Medien in Erscheinung tretenden Geschäftsbereich Wohnimmobilien, der mit ca. 3 Mrd. Euro anzusetzen ist. WCM bewirtschaftet rund 53.400 Wohnungen mit einer Wohn- und Nutzfläche von 3,3 Mio. m². Hauptsächlich befinden sich die Wohnungen an den fünf Standorten in Berlin, Bremen, Kiel, Mönchengladbach und Wuppertal (bzw. Rhein-Ruhr-Gebiet). Das erklärte Ziel ist es, jährlich ein bis zwei Prozent des Bestandes zu verkaufen. Dabei kann die WCM steuerliche Privilegien ehemals gemeinnütziger Wohnungsgesellschaften nutzen und steuerfreie Erträge einheimsen! Die durchschnittliche Miete pro Quadratmeter liegt zwischen vier und fünf Euro. Die meisten der Wohneinheiten, nämlich 40%, sind in Berlin angesiedelt - allerdings auch mit den geringsten durchschnittlichen Mieteinnahmen pro Quadratmeter. Die Vermietung der Objekte ist wenig lukrativ. Darüber hinaus wird das Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit durch hohe einmalige Effekte beeinträchtigt. Im Jahr 2002 lag bei einer Leerstandsquote von 3,6 für alle Wohnimmobilien des Konzerns das Ergebnis durch Mieteinnahmen bei 29,1 Mio. Euro und durch einmalige Abschreibungen bei -180,6 Mio. Euro. Der einzig lukrative Weg der Unternehmung ist der Verkauf der günstig erworbenen Wohnobjekte und der geht trotz der neu eingerichteten Ladenlokale für Vermietung und Verkauf noch schleppend voran. Im Jahr 2002 wurden vor dem Hintergrund der jährlichen Zinszahlung von 89,46 Mio. Euro 489 Wohn- und Nutzeinheiten mit einem Gesamtwert von 39,9 Mio. Euro veräußert.
Wohneinheiten Monatl. Miete Ergebnis Miete
Anzahl Ø in € je m2 in Mio. €
Berlin 21.140 4,14 6,6
Bremen 11.195 4,38 5,8
Kiel 10.265 4,52 4,5
Mönchengladbach 5.825 5,01 7,7
Wuppertal/Rhein-Ruhr-Gebiet 4.000 4,24 4,5
WCM überlebensfähig
Die finanzierenden Banken haben Anfang November die 600 Mio. Euro Kredite der SIRIUS Beiteiligungs GmbH fällig gestellt, die zur Finanzierung des 49,9-prozentigen Aktienanteils an der IVG Immobilien AG dienten. Hierbei haben die Banken angekündigt, das überlassene Pfand der IVG-Aktien im Paket oder gestückelt versteigern zu wollen. Von außen angetrieben, muss WCM jetzt handeln. Die WCM würde mit der Versteigerung zwar den Vermögenswert der Anteile verlieren, aber sich auch der entsprechenden Kredite entledigen. Von den 2,6 Mrd. Euro Verbindlichkeiten der WCM sind 1,8 Mrd. Euro Hypothekendarlehen. Damit bleiben 800 Mio. Euro an Zahlungsverpflichtungen, die derzeit leicht über den Verkauf der Beteiligungen zu vereinnahmen wären. Das käme dem Erhalt der Unternehmung zu Gute. Die zumindest buchhalterischen Vermögenswerte der Unternehmung übersteigen die 2,6 Mrd. Euro Verbindlichkeiten bei weitem und die Marktkapitalisierung der WCM liegt derzeit bei etwa 350 Mio. Euro. Der Ruf der WCM ist heute stark ramponiert und Wert wird sich so schnell nicht wirklich erholen. Der Abwärtstrend dürfte aber trotz aller Charttechnik jetzt sein Ende gefunden haben. Auf dem derzeitigen Niveau von 1,30 Euro je Aktie lässt es sich trefflich spekulieren. Wir stufen das Risikopapier WCM bei einigermaßen stabilem Marktumfeld daher auf "spekulativ kaufen" mit Kursziel 2,00 Euro. Stop-Loss-Marke bei 90 Cent.
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_/\_BRANCHE UND MARKT: Geldanlage Wohnimmobilie
Wohnimmobilie als Geldanlage für disziplinierte Sparer
So mancher Investor meidet Immobilien, denn sie gelten nicht als renditeträchtige Anlage. Immobilien haben eher den Ruf sich vor allem für die Werterhaltung zu eignen, ähnlich krisensicher wie Gold. Zwar haben sich die Renditen von Immobilien in westdeutschen Großstädten innerhalb des letzten Jahrzehntes um durchschnittlich 1,5 % bewegt, jedoch hat sich diese Mini-Rendite als Vorteil gegenüber so mancher Aktienspekulation der letzten Jahre erwiesen. Vor allem der eigenfinanzierte Wohnungskauf oder -bau als Sparform hat Vorteile. Auch wenn Bausparen als eher etwas langweilig gilt, so ist Miete zahlen auch nicht gerade aufregend. Die Vermögensbildung mit Wohneigentum verlangt einen hohen Grad an Spardisziplin und erleichtert zugleich der Versuchung zu widerstehen, das eigene Vermögen für Konsumzwecke anzutasten. Investoren, die sich als Vermieter betätigen, können sich derzeit über die historisch geringen Zinsen freuen.
Regionale Unterschiede im Wohnungsmarkt
Die Torschlusspanik aufgrund der Diskussionen um realistische Renten und um eine mögliche Streichung der Eigenheimzulage 2004 verhelfen den Maklern zu goldenen Zeiten. Käufer finden derzeit günstige Immobilienpreise bei niedrigen Finanzierungskosten vor. Mieter hingegen haben nach Aussagen des Verbandes Deutscher Makler mit Kostensteigerungen zu rechnen. Der Wohnungsmarkt befindet sich in verschiedener Hinsicht im Ungleichgewicht. Gut ausgestattete Wohnungen in arbeitsplatzträchtigen Städten wie Köln, Konstanz, München, Offenbach, Stuttgart, Berlin, Frankfurt/Main und Heidelberg erzielen Spitzenpreise, aber in Ostdeutschland stehen 1,3 Millionen Wohnungen leer. Besonders in Berlin prallen dabei die Gegensätze aufeinander. Wohnungsentgelte in Deutschland bleiben im oberen Preissegment stabil, aber im unteren und mittleren Bereich ziehen sie an. Die Konditionen für den Wohnungsbau bzw. Wohnungskauf sind günstiger denn je, aber instandgesetzte Wohnungen in Altbauten und Mietwohnraum zum Beispiel im Geschosswohnungsbau sind in weiten Teilen Mangelware.
Widerstand gegen staatliche Reglementierung
Aufmerksam sollten Politiker werden, wenn Lobbyisten sich nicht so sehr über die Streichung der Eigenheimzulage beschweren als vielmehr über den allgemeinen Zustand der Bedingungen für den Wohnungsbau. Insbesondere stutzig macht es, warum Angebot und Nachfrage keinen Ausgleich finden. Dieser wird so weit möglich dauerhaft nur durch funktionierende Marktmechanismen erreicht und nicht durch Subventionen. Politische Baufälligkeiten gibt es im Bauplanungsrecht, bei den Bauvorschriften, im Steuerrecht und im Mietrecht. So manches Mitspracherecht, welches sich der Staat mit seinen Subventionen bei den Bauherren erkauft hat, wirkt als Behinderung und Marktverzerrung. Jetzt, mit dem Wegfall der Begünstigungen, wird es vermehrt Widerstand gegen die Bevormundung im Wohnungsbau geben, die angemessene Wohnungsbauinvestitionen verzögern und verhindern.
Verzögerungsmomente sind im Wohnungsbau deshalb so relevant, weil das Angebot von Wohnungen sich aus nur einem sehr geringen Anteil von Neubauten speist. Schätzt man die Neubauproduktion auf ein Prozent aller Wohnungen, so macht eine Erhöhung der Nachfrage in einem Jahr um zum Beispiel zwei Prozent eine Verdreifachung des Bauaufkommens für dieses Jahr notwendig. Eine Änderung der Nachfrage löst eine sehr hohe Anpassungsnotwendigkeit aus, die bei den derzeit vorhandenen Vorschriften im Wohnungsbau verstärkten Preisdruck in die jeweilige Richtung ausübt. Die Zahl der angebotenen Wohnungen kann oft naturgemäß nicht in der notwendigen Geschwindigkeit angepasst werden. Der Anpassungsprozess wird durch das langwierige Hin- und Herschieben von Bauanträgen in den Behörden aber auch noch künstlich in die Länge gezogen. Besonders motivieren kann diese Situation für Vermieter und Wohnungsbauer generell nicht sein, auch wenn sich hauptsächlich auf den Eigenbedarf konzentrierte private Häuslebauer trotz allem nicht abschrecken lassen. Und damit dieser Missstand nicht so auffällt, hat der Staat folgerichtig und in der Philosophie des Interventionismus ganz konsequent eine Notbremse auch bei den Mietpreisen gezogen. So werden Wohnungen durch die mehr oder minder tendenzielle Unterversorgung in Ballungsräumen nach dem Windhundverfahren an die schnellsten Mieter verteilt und zum Ausgleich für die Mietpreisbindungen werden oft saftige Maklergebühren verlangt und so manche Mieterhöhung in den Nebenkosten versteckt.
Trend zu kleineren Wohneinheiten
Für die Wohnungswirtschaft relevante Daten lassen sich aus der Demographie ableiten. Aber nicht nur das Bevölkerungswachstum ist entscheidend. Relevant sind auch die Bewegungen innerhalb der Bevölkerungsstruktur mit einer wachsenden Zahl von Single-Haushalten oder mit dem in der individuellen Lebensplanung immer später werdenden Zeitpunkt einer Heirat und des Kinderwunsches. Durch die langfristige Entwicklung von der Bevölkerungspyramide hin zu einem Bevölkerungsturm und durch die Veränderung hin zu einer anderen Altersstruktur in der Bevölkerung ergibt sich auch die verstärkte Notwendigkeit mehr altersgerechter Wohnungen. Wie in der gesamten Bauindustrie verlagern sich die Aktivitäten der gewerblichen Anbieter in diesem seit Jahrzehnten eher tristen Umfeld gerne auf das Ausland und auf das Facility- und Gebäudemanagement.
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_/\_MANAGER PORTRÄT: CEO Roland Flach als Krisenmanager gefordert
Karriere im Handel und Beteiligungsgeschäft
Flach hat seine berufliche Laufbahn im Alter von 20 Jahren angefangen. Erfahrungen bringt Flach vor allem aus bedeutenden Großunternehmen des deutschen Handels mit, nämlich Neckermann und Hertie. Nach einer Traineezeit und gewisser Berufserfahrung wurde Flach bereits mit 30 Jahren zum Mitglied von Geschäftsführungen in verschiedenen Handelskonzernen und übernahm dabei die Ressorts Einkauf und Verkauf. Fünf Jahre später war Flach als Geschäftsführer für den Beteiligungsbereich von Unternehmensanteilen verantwortlich und hat damit wichtige Erfahrung für seine derzeitige Tätigkeit bei WCM sammeln können. Vor seinem Wechsel zur WCM war Flach bei der Nürnberger Bund eG bzw. der späteren Beteiligungsholding des Handels und Einzelhandels Nürnberger Bund AG als Krisenmanager tätig.
Roland Flach
Überlebensstrategie für WCM notwendig
Flach, Jahrgang 1944, ist seit 1999 Mitglied des Vorstandes von WCM und seit Juli 2001 Vorstandsvorsitzender. Er ist für seinen derzeitigen Posten nicht notwendigerweise zu beneiden. Die Aktie des Unternehmens, die zum Jahreswechsel 1999/2000 noch über 30 Euro wert war, ist Anfang diesen November noch ein weiteres Mal deutlich zeitweise auf bis zu 1 Euro abgerutscht wird bei der derzeitigen Entwicklung vielleicht demnächst nur noch als Pennystock gehandelt. Durch den Kursverfall der Beteiligungen allein lässt sich dieser extreme Kursverfall kaum noch erklären. Bei Berichten über WCM ist derzeit erschreckend oft von Gläubigerbanken und Schulden des Hauptaktionärs Ehlerding die Rede. Das Manager-Magazin wirft Flach "galoppierenden Realitätsverlust" vor. In der Tat steht Flach mit 2,6 Mrd. Euro Schulden der WCM so unter Druck wie man es nur sein kann. Eine Hiobsbotschaft jagt die nächste und die Entscheidungsspielräume werden immer enger. Das Sagen haben zunehmend die Gläubigerbanken. Flachs Zielvorgabe ist inzwischen immer mehr nur noch das blanke Überleben des ehemaligen Traditionsunternehmens WCM.
Hauptaktionär Ehlerding verabschiedet sich verstärkt
Immerhin scheint das Verhältnis Flachs zum Großaktionär Karl Ehlerding besser zu sein als vielseits vermutet, wenn dies im Moment auch nicht mehr besonders hilfreich für WCM sein kann. In Bezug auf die bedeutenden Transaktionen ist Ehlerding als auslösender und maßgeblicher Faktor der Firmenkäufe und Aufsichtsratsmitglied in die Firmenpolitik stark eingebunden gewesen. Für das operative Geschäft und die Umsetzung ist Flach zuständig. Ehlerding, der den Grundstein für sein Vermögen mit einem sagenhaften Coup bereits zu Anfang seiner Studentenzeit legte, galt bislang als sehr gewiefter Geschäftsmann und Börsenkenner. Er machte sich bei seinen meist sehr lukrativen Geschäften nicht nur Freunde und hat sich aber in letzter Zeit auf vielfältige Weise verspekuliert. Heute reißt das finanzielle Desaster des einst mehrfachen Milliardärs WCM mit in die Tiefe. Dabei hat sich Ehlerdings Anteil an WCM von 67 % bereits auf 45 % (mit Familie) reduziert und soll sich Mitte 2004 auf Druck der Banken noch einmal halbieren.
Neuer Aufsichtsratsvorsitzender Vogel Retter in der Not?
Großen Rummel gab es vor einigen Wochen als der ehemalige Thyssen-Vorstandsvorsitzende Dieter Vogel als Vorsitzender in den Aufsichtsrat der WCM gewählt wurde. Mit ihm werden Hoffnungen verknüpft, die verfahrene Situation zu bewältigen. In dem aussichtslos scheinenden Fall Mobilcom hatte er in letzter Sekunde nach einem nervenaufreibenden Hin und Her im Aufsichtsrat doch noch die Rettung erzielt. Jetzt erwartet man von ihm auch bei WCM das Unmögliche. Aber auch er konnte die Fälligstellung der 600 Mio. Euro IVG/SIRIUS-Kredite nicht verhindern.
Verbesserte Unternehmenskommunikation
Flach bevorzugt eine klare Sprache und Berechenbarkeit, so äußert er sich im FFN-Interview. Diese setzt er voraus, um seine Mitarbeiter nachhaltig zu motivieren und deren Freude an der Arbeit zu steigern. Mit Flach ist in der Tat auch eine verstärkte Öffentlichkeitsarbeit eingezogen, die im Gegensatz zur früheren Geheimniskrämerei steht. Schon vor wenigen Jahren wurde kritisiert, dass es WCM an Kontinuität und Transparenz mangele. Inzwischen lassen sich die vielfältigen Beziehungen und Verflechtungen zwischen WCM, Ehlerding, Beteiligungsunternehmen und Banken nicht mehr anschaulich vermitteln. Dies kann man schon nicht einmal mehr als ambitionierte Aufgabe betrachten werden und einfache Formeln helfen schon lange nicht mehr. Hier scheinen nur noch iterativ-mathematische Verfahren anwendbar zu sein.