habe mich am Wochenende gefragt, was es wohl mit der GEHAG Call Option auf sich hat. Grundsätzlich handelt es sich um ein unechtes Pensionsgeschäft mit integrierter Call- und Put Option. Heisst, die WCM hat das Recht, aber nicht die Pflicht, die Anteile an der GEHAG GMBH von der Nordbank im März 2004 zurückzukaufen. Übt sie diese Option nicht aus, dann hat die Nordbank im Gegensatz über eine Put-Option die Möglichkeit der WCM die Anteile an der GEHAG anzudienen.
Nach HGB ist es so, dass die WCM die Vermögensgegenstände und Schulden im Rahmen eines unechten Pensionsgeschäftes bei sich bilanzieren muss. Die Call Option wird nach HGB jedoch nicht bilanziert. Und das war bislang immer mein Problem. Denn will die WCM die Call option ausüben würden zusätzlich ca 250 Mio € bei der Ausübung anfallen, und sich die Verbindlichkeiten um 250 Mio erhöhen. ABER: durch die gleichzeitige PUT-Otion ist die WCM ja indirekt verpflichtet, die Anteile der GEHAG AG zurückzunehmen und deswegen wird die Verpflichtung aus dem GEHAG Deal auch bereits in Jahresabschluss 2002 als Verbindlichkeit in Höhe von ca. 250 Mio. ausgewiesen. Dies bedeutet, dass der Rückkauf der GEAHG Anteile die Verbindlichkeiten weiter senken wird, was nach Abschluss der Transaktion sich in jedem Fall positiv auf die WCM Aktie auswirken sollte.
deranalyst
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