Fortress hatte beim Kauf der Gagfah eine Reihe von Garantien an die Mieter geben müssen. So sind Mieterhöhungen nur sehr begrenzt möglich, Luxussanierungen soll es nicht geben. Ferner muss Fortress die Gagfah mindestens zehn Jahre halten. Mit ihren Wohnungen in guten Lagen von 147 deutschen Städten und einem Leerstand von nur zwei Prozent biete die Gagfah erhebliches Wachstumspotenzial, sagte Moser.
Außer Wohnungen interessiert sich die Fondsgesellschaft mit Sitz in New York für weitere öffentliche Aktivitäten in Deutschland, deren Vermögenswerte bisher oft nicht optimal ausgeschöpft würden. Neben Stadtwerken seien auch Finanzdienstleistungen und Infrastruktur interessante Branchen, hieß es mit Blick auch auf Transport- Unternehmen wie die bundeseigene Deutsche Bahn. Fortress war nach eigenen Angaben auch am Konsortium beteiligt, das 2003 für den letztlich gescheiterten Verkauf der Bankgesellschaft Berlin geboten hatte.
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Bundesregierung genehmigt Verkauf von GAGFAH
Berlin (AFP) - Die Bundesregierung hat ihre Einwilligung zum Verkauf der Wohnungsbaugesellschaft GAGFAH an den US-Investor Fortress erteilt. Dies teilte ein Sprecher des Bundessozialministeriums in Berlin mit. Die Bundesversicherungsanstalt für Angestellte (BfA) hatte bereits im Juli beschlossen, ihre Aktienbeteiligung an der GAGFAH von 99,87 Prozent zu verkaufen, um den für den Herbst erwarteten Zahlungsengpass der Rentenkasse zu vermeiden.
Mit dem vereinbarten Kaufpreis von 2,123 Milliarden Euro sei "ein achtbares Ergebnis" erzielt worden, sagte der Sprecher. Der Ertragswert der Baugesellschaft werde damit deutlich überschritten.
Durch den Verkauf werde die finanzielle Situation der Rentenversicherung deutlich gestärkt, betonte der Sprecher weiter. Auch den Mietern bringe der Verkauf Vorteile, da sie einen Mieterschutz erhielten, der über die in Deutschland hohen gesetzlichen Standards noch hinausgehe.
Die GAGFAH, einer der größten bundesweit tätigen Immobilienkonzerne, verfügt über rund 80.000 eigene Wohnungen. Einschließlich der Wohnungsverwaltung für Dritte verwaltet die Gesellschaft insgesamt rund 110.000 Wohnungen. Der Konzern erzielte nach Angaben der BfA im Geschäftsjahr 2003 einen Gesamtumsatz von rund 507 Millionen Euro.
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Und Reuters schreibt noch dazu:
Mittelfristiges Ziel der neuen Eigentümerin Fortress ist es,
die Gagfah in drei bis vier Jahren an die Börse zu bringen, wie
Fortress kürzlich mitgeteilt hatte. Der bisherige Bestand von
rund 80.000 eigenen Wohnungen solle auf über 100.000 ausgebaut
werden. 
Jetzt frage ich mich, ob die HSH zusammen mit Fortress ein Spiel spielt, denn interessant ist folgender Artikel aus die Welt:
Mindestens 1,6 Milliarden Euro für die Rentenkasse
Sechs Bieter geben Angebote für die Wohnungen der Bundesversicherungsanstalt für Angestellte ab - Verkauf bis Anfang Juni möglich
von Robert Ummen
Berlin - Die Finanzmisere der Rentenversicherer könnte sich bald deutlich entspannen. Die Bundesversicherungsanstalt für Angestellte (BfA) könnte nach Informationen der WELT mehr als 2,9 Mrd. Euro erhalten, wenn sie ihre 80 000 Wohnungen verkauft. Die Wohnungen sind in der Gagfah (Gemeinnützige Aktiengesellschaft für Angestellten-Heimstätten) zusammengefasst. Abzüglich der Verbindlichkeiten der Gagfah von 1,3 Mrd. Euro blieben mindestens 1,6 Mrd. Euro frisches Geld für die Rentenkassen.
Das Bieterverfahren für die Wohnungen läuft seit Juli 2003. Bis vergangenen Dienstag gaben offenbar sechs Investoren ein Gebot für die Gagfah ab. Alle Gebote lagen über 2,9 Mrd. Euro, hieß es. Die BfA erhofft sich einen Nettoerlös von bis zu 2,0 Mrd. Euro. Beobachter schließen nicht aus, dass diese Summe in Nachverhandlungen mit den Bietern erreicht werden könnte. Angebote eingereicht haben offenbar die angelsächsischen Investmentgesellschaften Soros, Cerberus, Fortress und Terra Firma sowie zwei Konsortien. Eines davon hat sich um die Hamburger HSH Nordbank und Corpus gebildet, das andere um die Londoner Investmentgesellschaft Pears Group und Patrizia.
Die 1918 von Angestelltenverbänden in Berlin gegründete Gagfah besitzt 81 000 Wohnungen in 120 Städten - darunter allein 25 000 im Westteil Berlins - und ist damit eines der größten Immobilienunternehmen Deutschlands. Die BfA-Immobilien sind Teil der so genannten "Schwankungsreserve" der Rentenversicherer, die zuletzt bedenklich zusammengeschmolzen war. Nach der Schlussrunde des Bieterverfahrens werde nun ein "Lenkungsausschuss" (mit Vertretern von Bund, BfA, Gagfah und der ausschreibenden Bank Sal. Oppenheim) die Gebote sichten und mit zwei bevorzugten Bietern Vertragsverhandlungen aufnehmen, hieß es. Anschließend könnte die Gagfah bereits Ende Mai oder Anfang Juni verkauft sein.
Beobachter kritisieren, dass die BfA schon 1998 im ersten Bieterverfahren einen höheren Preis hätte erzielen können. Damals hatte der japanische Finanzkonzern Nomura mit 2,3 Mrd. Euro das bisher lukrativste Netto-Gebot für die Gagfah unterbreitet. Unter anderem wegen des Regierungswechsels schlug das Geschäft aber fehl. Seither sind die Preise auf den Wohnungsmärkten ins Trudeln geraten. Auch dieses Mal ist erneut öffentlicher Widerstand denkbar, wenn die BfA ihre Renten-Immobilien an Investmentgesellschaften verkauft.
Endspurt im Bietergefecht um die BfA-Wohnungen
Frisches Geld für die gebeutelte Rentenkasse in Sicht - Kaufpreis soll 3,5 Mrd. Euro liegen
von Robert Ummen
Berlin - Im Endspurt des Bieterwettstreits um die rund 80 000 Wohnungen der Bundesversicherungsanstalt für Angestellte (BfA) bahnt sich ein spannendes Finale an. Damit wechselt nach der Berliner GSW ein weiteres Wohnungsunternehmen den Besitzer, um "Geld zu machen".
Nach Informationen der WELT liegen die Gebote zur Übernahme der BfA-Immobilientochter Gagfah inzwischen bei über 3,5 Mrd. Euro. Enthalten sind darin allerdings auch rund 1,3 Mrd. Euro Schulden, sodass der Deal noch mindestens 2,2 Mrd. Euro bringen würde. Die Gagfah gehört zur so genannten Schwankungsreserve der maroden Rentenversicherung, die sich eine Finanzspritze dringend wünscht.
Aus Verhandlungskreisen verlautete, dass das Geschäft mit Rücksicht auf die Europawahl erst nächste Woche über die Bühne gehen soll. Als Bieter sind noch die Finanzinvestoren Terra Firma aus Großbritannien sowie Fortress aus den USA im Rennen. Denkbar sei allerdings auch, heißt es, dass sich kurz vor Abschluss des Verfahrens noch neue Allianzen bilden, etwa dadurch, dass ein zuvor ausgeschiedener Bewerber als Partner des Käufers hinzutritt. Dem Vernehmen nach war zuletzt ein Konsortium unter Führung der HSH Nordbank und GE Real Estate als dritter von insgesamt sechs Kaufinteressenten ausgeschieden.
In solchen Verfahren ist es üblich, dass in abschließenden Verhandlungen mit den verbliebenen Bewerbern versucht wird, den Preis weiter nach oben zu treiben. Aktuell soll Fortress mit einem Nettogebot von über 2,2 Mrd. Euro vor Terra Firma mit knapp unter zwei Mrd. Euro liegen.
Fortress ist ein Private Equity-Unternehmen, das vornehmlich angeschlagene Unternehmen übernimmt oder in Hedgefonds, Immobilien und notleidende Kredite investiert. In diesem Jahr engagiert sich der US-Finanzinvestor offenbar erstmals auf dem deutschen Markt und hat hier zulande bislang WCM-Kredite der BW-Bank in Höhe von rund 100 Mio. Euro übernommen. Die britische Terra Firma ist im deutschen Wohnungsmarkt hingegen schon länger bekannt. Die Tochter Deutsche Annington hatte vor etwa dreieinhalb Jahren rund 64 000 Eisenbahnerwohnungen aus Bundesbesitz für rund zwei Mrd. Euro erworben. Mit ihrem Konzept der "sozialverträglichen Mieterprivatisierung" erwarb sich die Deutsche Annington sogar Respekt bei den Mieterverbänden, die anfangs vehement gegen den Verkauf kämpften.
Bei derartig großen Privatisierungsvorhaben - die Übernahme der Gagfah ist eines der bedeutendsten Immobiliengeschäfte Deutschlands - geht es letztlich nicht nur um den Preis, sondern auch um den vertraglich garantierten Mieterschutz. Wie aus Verhandlungskreisen zu hören ist, soll Terra Firma in dieser Hinsicht ein umfassendes und längerfristiges Konzept anbieten, das Mieterhöhungen stark begrenzt sowie Kündigungen und Zerschlagung der Bestände ausschließt. Von Terra Firma selbst war dazu mit Hinweis auf die Vertraulichkeit des Verfahrens keine Stellungnahme zu erhalten.
Artikel erschienen am 7. Juni 2004
BfA verkauft 80 000 Wohnungen an Amerikaner
Über zwei Milliarden Euro für die Rentenkasse - US-Investor Fortress will mit der Gagfah in Deutschland stark expandieren
von Robert Ummen
Berlin - Der Bieterwettstreit ist beendet - die Bundesversicherungsanstalt für Angestellte (BfA) hat ihre Wohnungsbau-Tochter Gagfah verkauft. Den Zuschlag für eines der größten Immobiliengeschäfte Deutschlands erhielt der US-Investmentfonds Fortress, wie die BfA nach der Entscheidung des Vorstands mitteilte.
Der Verkaufspreis beträgt den Angaben zufolge rund 3,7 Mrd. Euro. Nach Abzug der Verbindlichkeiten der Gagfah in Höhe von rund 1,6 Mrd. Euro erhält die BfA 2,123 Mrd. Euro netto. Der Vorstand stimmte demnach einhellig für den Höchstbietenden. Im Rennen war neben Fortress noch die britische Beteiligungsgesellschaft Terra Firma.
Mit dem Milliardenerlös aus dem Gagfah-Verkauf entspannt sich auch die marode Finanzlage der Rentenversicherungen. Das Geschäft muss allerdings noch vom Bundessozialministerium und der Kartellbehörde gebilligt werden. Für die Mieter der Gagfah ergäben sich durch den Verkauf der BfA-Mehrheitsbeteiligung von 99,87 Prozent keine Nachteile, betonte die Bundesversicherungsanstalt. Kündigungen wegen Eigenbedarfs oder zur wirtschaftlichen Verwertung seien ausgeschlossen.
Auch der Spielraum für Mieterhöhungen werde für einen Zeitraum von zehn Jahren gegenüber den gesetzlichen Bestimmungen eingeschränkt. Mieter erhielten zudem ein Vorkaufsrecht. Der US-Fonds habe sich darüber hinaus verpflichtet, die Gagfah-Anteile für mindestens zehn Jahre zu halten. Betriebsbedingte Kündigungen der Beschäftigten seien ebenfalls für zehn Jahre ausgeschlossen. Die 1918 gegründete "Gemeinnützige Aktien-Gesellschaft für Angestellten-Heimstätten" hat über 80 000 eigene Wohnungen in 147 Städten im Bestand. Darunter knapp 30 000 in Nordrhein-Westfalen und 25 000 in Berlin, vornehmlich in Zehlendorf, Reinickendorf, Steglitz, Spandau, Wilmersdorf und Tempelhof. 2003 hatte der Konzern einen Gesamtumsatz von rund 507 Mio. Euro bei einem Jahresüberschuss von rund 53 Mio. Euro.
Fortress sieht den Gagfah-Erwerb nach eigener Darstellung als langfristiges Investment und Basis für weiteres Wachstum. "Der Mieter ist unser Kunde. Mit uns wird es keine Kündigungen oder Luxussanierungen geben", sagte Robert Kauffman, Präsident der Fortress Investment Group. Nach den Plänen von Fortress soll die Wohnungsbaugesellschaft durch Investitionen weiter wachsen und das Markenzeichen für Immobilieninvestments von Fortress werden. Fortress ist eine global tätige Investmentgesellschaft, die ein Beteiligungskapital von rund sieben Mrd. US-Dollar verwaltet.
Aus verhandlungsnahen Kreisen verlautete gestern auch, dass sich die unterlegene britische Investmentgesellschaft Terra Firma überrascht zeigte. Nach derzeitigem Informationsstand habe Terra Firma zuletzt einige Millionen Euro mehr als Fortress geboten. Insider vermuten, dass in der BfA-Vorstandsentscheidung nicht das letzte, sondern nur das vorletzte Gebot von Terra Firma berücksichtigt worden sei. Dies sei ein "merkwürdiger Vorgang", hieß es.
Artikel erschienen am 16. Juli 2004
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WAD GAID DENN HIER AB??? Die Sal.Oppenheimer im Lenkungsausschuß und haben von der HSH Kredite zur Finanzierung der IVG-Kredite. Nun bekommt Fortress den Zuschlag...??? Ob da der Florian mitgeholfen hat? Hahahahahaha
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Frisches Geld für die Rentenkasse in Sicht
Heute soll die Entscheidung über den Verkauf der rund 80 000 BfA-Wohnungen fallen
von Robert Ummen
Berlin - Eines der größten Immobiliengeschäfte Deutschlands steht offenbar kurz vor dem Abschluss. Nach Informationen der WELT will heute der Vorstand der Bundesversicherungsanstalt für Angestellte (BfA) über den Verkauf ihrer Immobilientochter Gagfah mit bundesweit über 81 000 Wohnungen entscheiden.
Die Gagfah (Gemeinnützige Aktiengesellschaft für Angestellten-Heimstätten) ist Teil der so genannten Schwankungsreserve der Rentenversicherungen, mit dem Einnahmeengpässe abgepuffert werden sollen. Sollte es zu einem Geschäftsabschluss kommen, der wie erwartet deutlich über dem Buchwert der Immobilien liegt, wäre dies eine wesentliche Entlastung für die finanziell marode Rentenkasse.
Wie aus verhandlungsnahen Kreisen verlautete, sind nur noch zwei Bewerber um die Gagfah im Rennen: die Finanzinvestoren Terra Firma aus Großbritannien sowie Fortress aus den USA. Fortress soll demnach rund 3,6 Mrd. Euro für die Wohnungsgesellschaft bieten - und damit geringfügig mehr als Terra Firma.
Enthalten sind im Kaufpreis allerdings 1,4 Mrd. Euro Schulden, sodass der Deal netto noch etwa 2,2 Mrd. Euro für die Rentenkasse bringen würde. Die Immobilien stehen bei der BfA mit rund 1,6 Mrd. Euro in den Büchern. Weiter hieß es, dass inzwischen die Kaufvertrags-Entwürfe beider Bieter akzeptiert worden seien. Bei den vertraglich garantierten Sozialleistungen zum Schutz der Mieter soll wiederum die britische Terra Firma leicht im Vorteil sein. Der BfA-Vorstand muss demnach über die Frage entscheiden, ob letztlich mehr Geld oder mehr soziale Mieterrechte den Ausschlag geben sollen.
Die britische Terra Firma hat sich im deutschen Wohnungsmarkt bereits einen Namen gemacht. Die Tochtergesellschaft Deutsche Annington hatte vor etwa dreieinhalb Jahren rund 64 000 Eisenbahnerwohnungen aus Bundesbesitz für rund zwei Mrd. Euro erworben. Mit ihrem Konzept der "sozialverträglichen Mieterprivatisierung" erwarb sich die Deutsche Annington sogar Respekt bei den Mieterverbänden, die anfangs vehement gegen den Verkauf der Bahnwohnungen kämpften.
Die US-amerikanische Beteiligungsgesellschaft Fortress ist hingegen noch eine weitgehend unbekannte Größe. Das Private Equity-Unternehmen übernimmt vornehmlich angeschlagene Unternehmen oder investiert in Hedgefonds und notleidende Kredite. In diesem Jahr engagierte sich der Finanzinvestor erstmals auf dem deutschen Markt und hat WCM-Kredite der BW-Bank in Höhe von rund 100 Mio. Euro übernommen. Fortress wird seit kurzem von Florian Gerster, dem geschassten Chef der Bundesagentur für Arbeit, beraten.
Die Rolle Gersters beim Gagfah-Deal ist allerdings unklar. Angeblich soll er auch Kaufverhandlungen führen. Laut Medienberichten bevorzugen die betroffenen Mieter aber Terra Firma und wollen nicht mit Gerster verhandeln. "Terra Firma hält bei dem Verkauf von Mietwohnungen immerhin weitgehend soziale Standards ein", sagte Aichard Hoffmann vom Mieterforum der "Tageszeitung". Fortress hingegen sei auf dem Wohnungsmarkt ein unbeschriebenes Blatt.
Artikel erschienen am 15. Juli 2004
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So und nun das Zuckerle:
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Endspurt im Bietergefecht um die BfA-Wohnungen
Frisches Geld für die gebeutelte Rentenkasse in Sicht - Kaufpreis soll 3,5 Mrd. Euro liegen
von Robert Ummen
Berlin - Im Endspurt des Bieterwettstreits um die rund 80 000 Wohnungen der Bundesversicherungsanstalt für Angestellte (BfA) bahnt sich ein spannendes Finale an. Damit wechselt nach der Berliner GSW ein weiteres Wohnungsunternehmen den Besitzer, um "Geld zu machen".
Nach Informationen der WELT liegen die Gebote zur Übernahme der BfA-Immobilientochter Gagfah inzwischen bei über 3,5 Mrd. Euro. Enthalten sind darin allerdings auch rund 1,3 Mrd. Euro Schulden, sodass der Deal noch mindestens 2,2 Mrd. Euro bringen würde. Die Gagfah gehört zur so genannten Schwankungsreserve der maroden Rentenversicherung, die sich eine Finanzspritze dringend wünscht.
Aus Verhandlungskreisen verlautete, dass das Geschäft mit Rücksicht auf die Europawahl erst nächste Woche über die Bühne gehen soll. Als Bieter sind noch die Finanzinvestoren Terra Firma aus Großbritannien sowie Fortress aus den USA im Rennen. Denkbar sei allerdings auch, heißt es, dass sich kurz vor Abschluss des Verfahrens noch neue Allianzen bilden, etwa dadurch, dass ein zuvor ausgeschiedener Bewerber als Partner des Käufers hinzutritt. Dem Vernehmen nach war zuletzt ein Konsortium unter Führung der HSH Nordbank und GE Real Estate als dritter von insgesamt sechs Kaufinteressenten ausgeschieden.
In solchen Verfahren ist es üblich, dass in abschließenden Verhandlungen mit den verbliebenen Bewerbern versucht wird, den Preis weiter nach oben zu treiben. Aktuell soll Fortress mit einem Nettogebot von über 2,2 Mrd. Euro vor Terra Firma mit knapp unter zwei Mrd. Euro liegen.
Fortress ist ein Private Equity-Unternehmen, das vornehmlich angeschlagene Unternehmen übernimmt oder in Hedgefonds, Immobilien und notleidende Kredite investiert. In diesem Jahr engagiert sich der US-Finanzinvestor offenbar erstmals auf dem deutschen Markt und hat hier zulande bislang WCM-Kredite der BW-Bank in Höhe von rund 100 Mio. Euro übernommen. Die britische Terra Firma ist im deutschen Wohnungsmarkt hingegen schon länger bekannt. Die Tochter Deutsche Annington hatte vor etwa dreieinhalb Jahren rund 64 000 Eisenbahnerwohnungen aus Bundesbesitz für rund zwei Mrd. Euro erworben. Mit ihrem Konzept der "sozialverträglichen Mieterprivatisierung" erwarb sich die Deutsche Annington sogar Respekt bei den Mieterverbänden, die anfangs vehement gegen den Verkauf kämpften.
Bei derartig großen Privatisierungsvorhaben - die Übernahme der Gagfah ist eines der bedeutendsten Immobiliengeschäfte Deutschlands - geht es letztlich nicht nur um den Preis, sondern auch um den vertraglich garantierten Mieterschutz. Wie aus Verhandlungskreisen zu hören ist, soll Terra Firma in dieser Hinsicht ein umfassendes und längerfristiges Konzept anbieten, das Mieterhöhungen stark begrenzt sowie Kündigungen und Zerschlagung der Bestände ausschließt. Von Terra Firma selbst war dazu mit Hinweis auf die Vertraulichkeit des Verfahrens keine Stellungnahme zu erhalten.
Artikel erschienen am 7. Juni 2004
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Nun meine Frage: Hat sich die HSH am Schluß als Partner des Käufers hinzugesellt???? 
s.o. 