Vielleicht einfach mal die Fundamentaldaten betrachten, sozusagen als Kochrezept.
Nachdem wir die Grundzutaten (Island, Portugal, Irland und Griechenland) miteinander vermengt haben, folgt als weitere Grundzutat Spanien:
Staatsanleihenrendite (10 Jahre) 6.4%
Neuverschuldung 2012 7%
Neuverschuldung 2013 8.5%
Arbeitslosenquote 24.44%
Witschaftswachstum -0.30%
Industrieproduktion -7.50%
Einzelhandelsumsatz im April (y/y) -11,3% nach revidiert -4,0 (-3,9%) im Vormonat
Immobilienpreise Q 1: - 7.2%
Giftige Immobilienkredite 180 Mia.
Das ganze würzt man nun kräftig mit der Staatsverschuldung und der Verschuldung der Regionen. Dazu ein Spritzer Italien; das Bruttoinlandsprodukt (BIP) fiel im 1. Quartal um 0,8 Prozent – fast dreimal so stark wie in Spanien (Italien = Rettungsschirm).
Dann noch Gewürze von Zypern (sehr hohe Staatsverschuldung, Rettungsschirm) sowie einige Tropfen Osten (sehr hohe Staatsverschuldung).
Das Ganze nun köcheln lassen (nachlassende Reformwilligkeit, politische Umwälzungen).
Nachdem Island, Portugal, Spanien, Italien, Griechenland, Irland und Zypern nun gut durchgekocht sind, ständig Flüssigkeit hinzugeben (Rettungsschirm(e) erweitern!).
Nun beginnen die Köche (BRD, F, usw.) zu streiten, ob immer mehr Flüssigkeit hinzugefügt werden soll, etwas scheint mit den Zutaten nicht zu stimmen. Soll man wirklich immer noch mehr Flüssigkeit in ein Mahl hineinschütten, das einfach nicht schmecken will?
Einige Köche haben genug von diesem Gericht und wollen das Ganze flambieren und etwas völlig Neues wagen...