Den Gebert-Indikator verfolge ich auch stets. Wenn er short geht, werde ich das auf jeden Fall stark in meine Überlegungen einfließen lassen und beachten.
Allerdings muss man auch hier einen Punkt beachten:
Irgendwann liegt jedes System auch mal falsch, da die handelnden Personen ihre Strategien ja auch anpassen.
Das soll jetzt aber nicht gegen Gebert gemeint sein, sondern nur, dass auch dieser Indikator keine 100% Garantie abgeben kann.
Und deine Einstellung zum shorten finde ich auch gut.
Beim Shorten muss man auf Grund der Derivate-Struktur immer beachten, dass man Recht haben kann aber trotzdem nichts verdient.
Z.B. hat der Indikator den Crash 2008 sehr gut erkannt und ist frühzeitig ausgestiegen. Mit einer Short-Strategie wäre man hier aber auf die Nase gefallen.
- Knock-Out-Papiere und anderer Mist wären beim Endspurt ausgeknockt worden. Der DAX hat ja immerhin noch 2.000 Punkte hinzugewonnen.
- Optionsscheine hätten nur langfristig funktioniert. Hier bezahlt man aber auch einen ordentlichen Zeitwert mit unsicherem Ausgang auf Erfolg. Beim Short-Signal von 2006 hätte man eine Laufzeit von ca. 3 Jahren kaufen müssen.
- Faktor-Scheine und Short-ETFs funktionieren langfristig auch nicht, die gaukeln einem nur ein faires System vor. Tatsächlich werden hier die Faktoren (x2, x4 usw.) täglich angepasst, was auf lange Sicht erhebliche Kursverluste bringt.
Wer aber die einfachste Short-Strategie anwendet und einfach sein Depot aufräumt, der konnte bei 4.000 Punkten wieder voll einsteigen.
Ich persönlich muss aber zugeben, dass ich beim nächsten Short-Signal (aus meinen Analysen, Gebert, usw.) tatsächlich mal Shorten werden.
Aber hier natürlich mit der Gewissheit, dass die Rechnung evtl. nicht aufgeht ;)
Deshalb nur mit "Spielgeld", also Geld dass ich riskieren kann. Und dann wird nicht geheult, wenn es schiefgeht.
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