heute habe ich mich mal versucht, mit dem Litigation Trust zu beschäftigen und was dieser in unserem Fall bedeuten Kann. @faster hatte diesbezüglich ja schon eine Menge an Informationen dazu geliefert, in seinen Post`s
. Wie@faster schon vermutet, wird dieser Litigation Trust nicht gegen die Hedgefonds, als auch nicht gegen eigene WMI Beteiligte für weitere Rechtsstreitigkeiten angelegt. Nun, für wenn soll dieser Litigation Trust letztendlich verwendet werden, um weitere Rechtsstreitigkeiten zu führen?
Ich habe nun mal versucht ein wenig zu Recherieren, wofür ein Litigation Trust verwendet werden kann. Dabei bin ich zum Beispiel auf einen Fall aufmerksam geworden, wo Verwaltungsräte von der Firma Alcon einen Alcon Litigation Trust gegründet haben, um finanzielle Mitteln für Rechtsstreitigkeiten im Zusammenhang mit der Abwicklung von Geschäften zwischen Alcon und einem Großaktionär bereitzustellen, so auch im Falle der angestrebten Übernahme seitens Novartis.
Alcon hatte sich eine Laser-Technologie von der Firma LenSx erworben. Diese Laser-Technologie von LenSx Laser kann Analysten zufolge der Operationsprozess beim Grauen Star teilweise effizienter und automatisierter ausgestaltet und die Präzision erhöht werden. Diese Technologie will sich nun Novartis erkaufen und hat dazu der Firma $361.5 Mio. Dollar geboten und zusätzlich wurden mögliche Meilenstein-Zahlungen von maximal 382,5 Mio. USD vereinbart.
Dennoch heißt es in der Begründung für die Ablehnung: "Das Übernahmeangebot sei nämlich nicht nur höchst ungenügend für die Minderheitsaktionäre von Alcon, sondern stelle auch eine große rechtliche Unsicherheit dar, die zu Kosten im Zusammenhang mit Rechtsstreitigkeiten führen könnte".
Hierzu der Link für weiteres Interesse, um diesen Artikel mal zu Lesen:
http://moneycab.presscab.com/de/templates/default.aspx?a=81910&z=2 Am 8.April 2011 sollte durch eine Generalversammlung die Fusion beschlossen werden, welche beide Firmen an einem jährlichen Jahresumsatz von $26 Mrd. beteiligen lässt. Man muss sich hierzu aber mal dann das Übernahme Angebot anschauen, was Novartis der Alcon unterbreitet hatte und mit dem Jahresumsatz, der mit dieser Technologie erzielt werden kann, vergleichen. Daran kann man mal erkennen, unter welchen Umständen hierbei der Litigation Trust seine Wirkung gezeigt haben muss, das man nun nicht mehr von einer Übernahme, sondern von einer Fusion redet.
Hierzu möchte ich euch folgenden Link zum Nachlesen einstellen:
http://www.novartis.com/downloads/investors/...-alcon-brochure-de.pdf Wenn ich dies jetzt mal versuche auf JPMC zu projizieren, so könnte man doch auch annehmen, das der Litigation Trust in unserem Fall ebenfalls auf das viel zu niedrige Angebot von $1.88 Mrd. seitens der FDIC und JPMC als mögliche Angriffsfläche und Ziel für eine höhere Kaufsumme deuten, oder liege ich da so falsch?
Ich persönlich halte die Vermutung für unwahrscheinlich, dass es hier gegen solche dritt Parteien, wie den Ratingagenturen, Medien ect. geht, weil ich hier den Zusammenhang zu gewissen Ansprüchen vermisse. Ansprüche können aus meiner Sicht nur da vorhanden sein, wo es um Eigentum ging, die zu Unrecht übertragen, verschoben oder verzichtet wurde und dazu fallen mir in erster Linie halt nur die FDIC und JPMC ein. Wenn wir hier vielleicht von dritt Parteien reden, dann könnten dies aus meiner Sicht auch nur Parteien sein, die ebenfalls als weitere Insiderhändler in Betracht kämen.
Ich hatte hierzu ja mal den Handel mit den Credit Default Swaps (CDS) aufgegriffen, wo auf anderer illegaler weise Informationen zu Nutze gemacht wurden, wo Banken Nutznießer durch die geplante Übernahme der WMB wurden, weil dies im Vorfeld bekannt wurde, ohne das es die Öffentlichkeit schon zu erfahren bekommen hat. Dazu hatte ich auch diesen bemerkenswerten Satz geschrieben:
“Banken wie die WMB als auch die Holding WMI, waren vor und in der Finanzkrise, beginnend 2007, für die Absicherung dieser Kredite Sicherungsnehmer dieser CDS (Kreditabsicherungen), während die Versicherungsindustrie und andere Marktteilnehmer wie die Hedge-Fonds Sicherungsgeber waren“.
Hierzu wäre es dann doch als Interessant einzustufen, welche Informationen von den Hedgefonds an welche Banken oder noch anderen Hedgefonds hierzu, geflossen sind, die sich heute als Gläubiger in unserem Fall darstellen und die Hände aufhalten, um ihre Ansprüche gegen die ausstehenden Kredit Rückzahlungen aufzuhalten, obwohl sie durch Wetten auf die CDS schon von den abzusichernden Versicherungen, Auszahlungen erhalten haben, oder vielmehr Ansprüche gegenüber WMI stellen, die sie als Anleihengläubiger inne haben, als sie die ausgegebenen Anleihen von WMI gezeichnet haben und sich dies durch Insiderinformationen vor allen anderen, der Öffentlichkeit, zu Nutze gemacht haben. Das wären für mich solche dritt Parteien, wo ich glaube, das hier zu Unrecht Verträge über die CDS geschlossen wurden, weil ihnen vorab bekannt wurde, das WMI der Gefahr der Insolvenz tief ins Auge gesehen hat.
In der Definition zu dem Litigation Trust habe ich folgende Beschreibung dazu gefunden:
“Der Litigation Trust bildet Rückstellungen für Rechtsstreitigkeiten und Ansprüche, wenn (i) sie eine bestehende Verbindlichkeit aus Prozessen, behördlichen Untersuchungsverfahren, sonstigen Verfahren und sonstigen Ansprüchen aus vergangenen Ereignissen hat, die anhängig sind oder zukünftig gegen eine Partei / Gruppe eingeleitet oder geltend gemacht werden können, (ii) es wahrscheinlich ist, dass Mittelabflüsse in Form von Wirtschaftsgütern zur Regelung solcher Verpflichtungen verwendet werden müssen und (iii) eine zuverlässige Schätzung der Höhe dieser Verbindlichkeit getroffen werden kann.
Die Rückstellungen für Prozess-, Schadenersatz-, Gewährleistungs- und ähnliche Verpflichtungen enthalten erwartete Belastungen aus Prozessen, Schadenersatzverpflichtungen, sonstigen Gewährleistungen und aus kartellrechtlichen Verfahren“.
Wie @faster dies auch schon geschrieben hat, unsere EC-Anwälte forderten $33 Mrd. für den Liquidation Trust, die anscheinend von Solomon und auch von den Steuerexperten BDO errechnet und als Vermögensaufstellung dargestellt werden kann. Es existiert / liegt nun laut der Rechnung von Susman & Godfrey auch ein Experten Gutachten von BDO vor, was auch Rosen bekannt sein sollte. Was auch immer die Vermögensaufstellungen von Blackstone und der Valuation Research Corporation (VRC) ergeben haben könnte, aber diese werden wahrscheinlich hier nicht das Gehör finden, wie wir es durch BDO erfahren werden.
Wenn es hierzu kommt, das die $33 Mrd. wirklich annähernd zutreffen, dann fehlen uns zu dem gemachten Liquidating Trust von Rosen Runde $20 – 25 Mrd. Dollar und wer sollte für solch eine hohe Summe anders in Frage kommen als JPMC und die FDIC. Wie es letztendlich zu weiteren Einigungen zwischen den Parteien kommen mag, kann ich nicht beurteilen, aber hierzu ist mit den Hedgefonds wohl ein ganz wichtiger Schritt in die Richtung eingeleitet worden, wo jetzt auch Rosen ein geforderter sein wird, wie auch unser momentanes BoD A&M, die ja die Verwaltung über die WMI übernommen hat, genauso WG&M, die hier in einem Interessenkonflikt zwischen JPMC und der WMI stehen.
Wenn hierzu die Weichen gestellt sind und weitere Einigungen in Bezug auf die reorganisierte WMMRC getroffen wurden, ist es hier für mich mehr als denkbar, das dann die großen Brocken JPMC und die FDIC, als erklärtes Ziel hinzu kommen werden. Denn wie schon geschrieben, es gibt mit Sicherheit noch einige Milliarden, die unserer WMMRC sehr zu Gesicht stehen würden, in wie weit sich das dann auch noch auf Untersuchungen auf die Beschlagnahmung der WMB und derer unrechtmäßig angeeigneten Vermögen verfolgen lassen, entzieht sich hier meiner Kenntnis, aber auch hier denke ich, wird es das eine oder andere noch zu Untersuchen geben und das letzte Wort auch noch nicht gesprochen sein.
In diesem Sinne, ….. Gruss Qash
http://www.ariva.de/Wamu_WKN_893906_News_t364286?page=5579