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Laut Bach gibt es erste Gespräche mit potenziellen Partnern bezüglich einer Partnerschaft. Wenn die Studien zur Behandlung von Schlaganfall erfolgreich sind, dann hat das Mittel Blockbusterpotenzial. Es winken Milliardenumsätze, das ist ein Riesenmarkt.
ting.hr-online.de/content.jsp?key=dokument_367934
--ýEine Beimischung fürs Depot.
Die Sygnis Pharma ist relativ gut aufgestellt mit einem Vorstand der sich sehen lassen kann:
Dr. Alfred Bach ist als Vorstandsvorsitzender verantwortlich für die konzernweite Strategieentwicklung, für Forschung und Entwicklung sowie für das Business Development. Dr. Bach studierte Biologie in Heidelberg und promovierte in Heidelberg und San Francisco. Er begann seine berufliche Laufbahn als Leiter der ZNS-Forschung bei der BASF AG. Vor seiner Bestellung als Vorstand der SYGNIS Pharma AG war er alleiniger Vorstand der Axaron Bioscience AG, die auf die Entwicklung von Medikamenten für das zentrale Nervensystem spezialisiert war. Dr. Bach ist in verschiedenen Gremien und Verbänden in der Biotechnolgie-Industrie tätig.
Dr. Frank Rathgeb ist als Vorstand Medizin und Entwicklung zuständig für die Planung und die Leitung der klinischen und regulatorischen Medikamentenentwicklung. Darüber hinaus verantwortet er unter anderem die Auswahl und das Management von Partnern im Entwicklungsprozess sowie die Analyse klinischer Einlizensierungsopportunitäten. Dr. Rathgeb studierte an den Universitäten Hohenheim und Freiburg Medizin. Er ist Facharzt für Anästhesiologie und Intensivtherapie sowie klinische Pharmakologie. Vor seinem Eintritt bei SYGNIS Pharma AG zum 1. April 2008 war er bei Altana Pharma tätig. Er verfügt über mehr als 18 Jahre Erfahrung im Bereich der Medikamentenentwicklung und verantwortete die Entwicklung von Wirkstoffkandidaten von den präklinischen Studien bis hin zur Zulassung durch die zuständigen Behörden in Europa und den USA.
Studie zu AX200 läuft nach Plan:
A broad spectrum of endpoints has been definded in order to evaluate safety of AX200 in stroke patients:
Primary:
Secondary:
Zusammenfassung der bisherigen Studienergebnisse:
Quelle: www.sygnis.de/e744/e974/e1171/e1172/index_ger.html
Charttechnisch dürfte sich auch bald was tun...
Über AX200 AX200 ist ein Eiweißmolekül, das von SYGNIS für die Behandlung von neurodegenerativen Erkrankungen entwickelt wird. In der Indikation Schlaganfall ist die Entwicklung von AX200 am weitesten fortgeschritten. Im Sommer 2007 wurde die Phase IIa der klinischen Entwicklung erfolgreich abgeschlossen. AX200 ist ein endogenes Protein und wird nach Schädigungen des Gehirns als körpereigener Schutzmechanismus vermehrt gebildet. Wird dieses Molekül als Medikament verabreicht, verstärkt es die bereits vorhandene körpereigene Reaktion auf die Schädigung. Bei der Entwicklung von AX200 baut SYGNIS auf einen doppelten Therapieansatz: AX200 stoppt den Zelltod in der akuten Phase der Erkrankung und fördert gleichzeitig die Regeneration des Gehirns durch die Stimulation von Neurogenese und anderen regenerativen Prozessen. AX200 wird derzeit für die Indikationen Schlaganfall, Amyotrophe Lateralsklerose (ALS) und Rückenmarksverletzungen entwickelt. Über die SYGNIS Pharma AG Die SYGNIS Pharma AG mit Sitz in Heidelberg ist ein im Prime Standard der Deut-schen Börse gelistetes spezialisiertes Pharma-Unternehmen, das auf die Erforschung, Entwicklung und Vermarktung von innovativen Therapien zur Behandlung von Erkrankungen des Zentralen Nervensystems fokussiert ist. Hierzu zählen unter anderem Schlaganfall, Amyotrophe Lateralsklerose (ALS) oder auch verletzungsbedingte neurologische Erkrankungen, wie z.B. Traumata des Gehirns und des Rückenmarks. Alle diese Krankheiten sind dadurch gekennzeichnet, dass in ihrem Verlauf Nerven-zellen absterben und dass es hierfür zwar einen großen medizinischen Bedarf, derzeit jedoch noch keine oder nur unzureichende Therapiemöglichkeiten gibt. Zentrales Element der nachhaltigen Wertschöpfung des Unternehmens ist der kontinuierliche Ausbau der bereits vorhandenen Produktpipeline. Zu diesem Zweck wer-den die eigenen Wirkstoffe wie z.B. AX200 für weitere Indikationen getestet ("line extension"). Durch spezifische Forschungs- und Entwicklungsprogramme der SYGNIS werden neue präklinische Wirkstoffkandidaten identifiziert und evaluiert sowie systematisch geeignete ZNS-Produktkandidaten mit dem Ziel der Akquisition bzw. Einlizenzierung geprüft.
AX200 klingt ein bisschen nach Wunderwaffe. Und das soll das Eiweißmolekül auch einmal sein: eine Waffe gegen den Zelltod. Sygnis Pharma will damit Schlaganfall bekämpfen oder auch die Nervenlähmung ALS oder Rückenmarksverletzungen. Vor allem setzt man aber auf die Indikation Schlaganfall.
Hier sind die Forschungen am weitesten gediehen. Die Konkurrenz auf diesem Forschungsgebiet ist relativ überschaubar, und Sygnis Pharma hat nach eigenem Bekunden die besten Aussichten: "AX200 gilt als das vielversprechendste unter den Medikamentenkandidaten", sagt Unternehmenschef Alfred Bach stolz. "Das wurde uns auf einer Internationalen Schlaganfall-Konferenz in den USA bescheinigt." Im Rahmen einer Meta-Analyse habe AX200 am besten abgeschnitten. Wissenschaftler und Pharmaindustrie seien begeistert.
Hauptgewinn oder Totalverlust?
Ist es der 6er im Lotto oder die Niete? Hauptgewinn oder Totalverlust? Bei Biotech-Aktien weiß der Anleger meist nicht: Der Aktionär braucht eine gehörige Portion Glück. Gerade wenn die Medikamentenentwickler jung sind und noch kein Geld verdienen, ist ein Investment gewagt. Der Aktionär braucht neben Mut auch einen langen Atem. Bis ein neues Mittel gefunden, erprobt und auf den Markt gebracht ist, vergehen durchschnittlich zwölf Jahre. Mehr dazu in unserer Fotoserie: Wie macht man ein Medikament?
Erst wenn die Forscher die ersten Lorbeeren verdient haben, das erste Medikament auf dem Markt ist, wird das Risiko für ein Investment überschaubar. Einige Pioniere der ersten Stunde haben längst den Status des Geldverdienens erreicht. Beispiel Genentech, das erste Biotech-Unternehmen der Welt. Sein Krebsmedikament Avastin ist ein Blockbuster. Oder Amgen, derzeit der Biotech-Konzern mit den weltweit höchsten Umsätzen. Die Nummer 1 der Branche verdient Milliarden mit seinen Krebsmitteln.
Davon kann Sygnis Pharma nur träumen. Gerade erst hat das Unternehmen mit seinem AX200 gegen Schlaganfall die Studie der Phase II begonnen. Das heißt, es dauert immer noch fünf Jahre, bis das Medikament auf den Markt kommt. Wenn alles nach Plan läuft, wäre das frühestens 2014.
Sygnis sucht Anschluss
Geld verdienen will das Unternehmen mit seinem Mittel gegen Schlaganfall schon früher. "Unser Ziel ist nicht, AX200 allein auf den Markt zu bringen, sondern mit einem Partner", erklärt Sygnis-Chef Alfred Bach. "Wir hoffen, die Phase II-Studie bis spätestens zur Jahresmitte 2011 abgeschlossen zu haben. Wenn diese Daten überzeugend sind, dann werden wir sicher einen Partner finden." Ein paar Monate braucht man dann noch für die Verhandlungen. Ende 2011 könnte das erste Geld fließen.
Anleger sorgen sich, ob Sygnis bis dahin über die Runden kommt. Die Kapitaldecke ist nicht gerade komfortabel. Alfred Bach beruhigt: "Unsere liquiden Mittel würden Ende 2010 ausgehen, wenn alles bleibt wie bisher", erklärt der Sygnis-Chef. Das wird es aber nicht: "Wir können an mehreren Stellschrauben drehen." Denkbar sind als letztes Mittel Kostensenkungen oder auch eine Kapitalerhöhung. Erst will Bach aber alle Register auf der Einnahmenseite ziehen.
Viele Eisen im Feuer
Da hat der Sygnis-Manager einige Eisen im Feuer: AX200 zur Behandlung von ALS und bei Rückenmarksverletzungen. Hier gibt es erste Gespräche mit potenziellen Partnern. Mehr zu diesen Projekten in unserer Fotoserie: Die Pipeline von Sygnis
Größere Hoffnungen setzt Bach aber auf das Neuronale Stammzell-Programm und das Protein KIBRA, das eine zentrale Rolle bei Lern- und Gedächtnisprozessen spielt. Beide Projekte hat man sich durch den Kauf der US-Tochter Amnestix ins Haus geholt. "Wir gehen davon aus, dass wir aus beiden Projekten Einnahmen generieren können", erklärt der Manager. "Einige Pharmaunternehmen sind interessiert, und wir führen bereits Gespräche. Es ist aber noch zu früh zu sagen, wann daraus Einnahmen generiert werden können."
Analysten sind optimistisch
Bach wirkt zufrieden, und Biotech-Analysten teilen seinen Optimismus. "Es gibt an diesen Studien sehr großes Interesse von Pharmaseite. Hier könnte sich eine längerfristige Finanzierungsperspektive für das Unternehmen ergeben", sagt Hanns Frohnmeyer von der Landesbank Baden-Württemberg (LBBW). "Da würde sich die schwache Finanzierungssituation von Sygnis auflösen."
Ähnlich zuversichtlich klingt Martin Schnee von Fairesearch, der die Aktie für Close Brothers Seydler analysiert. "Es wäre auch eine alternative Finanzierung denkbar, beispielsweise durch eine Stiftungen aus den USA. Zum Beispiel finanziert die Melinda und Bill Gates-Stiftung unterschiedlichste Projekte in der medizinischen Forschung."
Beide Analysten empfehlen, die Sygnis-Aktie zu kaufen – allerdings nicht für Jedermann: "Die Aktie ist sicher nichts für den kleinen Privatanleger, sondern für den risikobewussten Investor", warnt Schnee. "Wir betreiben unser Research für professionelle Anleger." Gleichwohl sieht er große Chancen. Wegen der Zukunftsperspektiven: "Es gibt wenig erfolgreichen Wettbewerb in diesen schwierigen Indikationen. Sygnis war außerdem in seinen Studien mit kleiner Patientenzahl erfolgreich, muss nun aber in einer deutlich größeren klinischen Studie die positiven Ergebnisse bestätigen. Und mit der Übernahme von Amnestix und den damit übernommenen Projekten kann man diese Empfehlung rechtfertigen."
Ohne Partner läuft nichts
Biotech-Unternehmen wären ohne Partnerschaften mit Pharmariesen aufgeschmissen. Umgekehrt brauchen auch die Pharmakonzerne die Schmieden, in denen neue Medikamente entstehen. Sie können damit ihre Pipeline wieder auffüllen, wenn ihre Patente ablaufen und Generikahersteller mit ihren billigen Nachahmer-Medikamenten ihnen das Leben schwer machen.
"Verpartnerungen sind üblich in der Biotech-Branche", erklärt LBBW-Analyst Frohnmeyer. Das Geld kann in die Forschungsunternehmen auf mehreren Wegen geschehen: Als erstes gibt es Vorabzahlungen, als zweites Milestone-Zahlungen, erfolgsabhängige Zahlungen, die an mehrere Entwicklungsschritte gekoppelt sind. Schließlich gibt es Lizenzzahlungen, sobald das Produkt auf dem Markt ist.
"Deren Höhe richtet sich nach dem Umsatz. Das Biotechunternehmen bekommt in der Regel 10 bis 20 Prozent des Umsatzes, teilweise auch bis zu 50 Prozent", so der LBBW-Analyst. Das ist abhängig vom Verhandlungsgeschick der Firma. Es hängt aber auch von dem Medikament selbst ab: Hat das Produkt ein Alleinstellungsmerkmal? Wie riesig ist das Potenzial?
Aktie als Valium ungeeignet
Sollte Sygnis eine solche Partnerschaft abschließen, dürfte an der Börse Ausnahmezustand herrschen. Ebenso, wenn der ein oder andere Studienerfolg errungen wird. So ist das immer bei Biotechs: Anleger verlieren jedes Maß. Zu Neuer-Markt-Zeiten wurden die Aktien in irrationale Höhen getrieben. Bei einem Misserfolg geht es ebenso schnell abwärts – selbst wenn das Unternehmen in seiner Produktpipeline noch andere Hoffnungsträger hat.
Anleger brauchen deshalb starke Nerven. Sie müssen bei aller Hoffnung Rückschläge einkalkulieren – schlimmstenfalls auch den Totalverlust. Daher eignet sich die Aktie nur als Beimischung. Und wenn man sein Geld ganz lange nicht braucht.
Quelle: http://boerse.ard.de/content.jsp?key=dokument_367926
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