Carmelita: #15416 fürs sentiment könnten sie (achtung verschwörung) noch was von Investitionen in den USA anstatt china "faseln" , damit sie da von den Shortlisten kommen
===========================
Das Problem ist nur, daß selbst der schrägste Verschwörungstheoretiker es keine Sekunde glauben würde ;) Denn dafür ist VW viel zu stark von China abhängig und hat zudem ja erst vor kurzem bekräftigt dort weiter kräftig Milliarden zu investieren. VW hat ja auch schon Produktionsstätten in den USA und Mexico. Das kann man doch weiter völlig unabhängig handhaben und für jeden Absatzmarkt angepaßt. Zudem sichert eine Fertigung in China einen Schutz vor möglichen Liefersaktionen gegen China, falls es zum Konflikt mit Taiwan kommt. Ich schätze ein Teil der nun vorgenommenen Prognoseerhöhung von VW hängt auch damit zusammen, daß nach der raschen Corona-Durchseuchung in China nun die Käufer wieder ungehindert in China kaufen können und auch die Produktionsstätten keine Einschränkungen mehr haben. Immerhin werden vier von zehn Wagen aus dem VW Konzern in China verkauft. Entsprechend hoch ist die Abhängigkeit. Mal ein Artikel zu dem Thema:
Wie VW auf "China-Speed" gebracht werden soll 16. Januar 2023, www.sueddeutsche.de/wirtschaft/china-volkswagen-1.5733188 " Ralf Brandstätter führt seit fünf Monaten die Geschicke von Volkswagen in China.Die politische Lage ist heikel, doch Brandstätter sieht zwei Gründe, warum der Autobauer dort bleiben muss...... Wie wichtig China für Volkswagen ist, lässt sich an wenigen Zahlen festmachen: Der Mehrmarken-Konzern setzt vier von zehn verkauften Wagen in diesem Land ab. Die Marke VW war über viele Jahre mit großem Abstand Marktführer.... Brandstätter will den größten europäischen Autobauer etwas chinesischer machen. ....gibt es zwei entscheidende Gründe, warum Volkswagen in China bleiben muss: "Die Größe des Markts und die außergewöhnliche Innovationskraft.".... In Peking will Brandstätter nun eine "zweite Firmenzentrale" einrichten. ... Bei Themen wie künstlicher Intelligenz setzt Volkswagen auf lokale Partner wie Horizon Robotics.... Zwei Milliarden Euro will VW in das Joint Venture stecken. Die Zahl der eigenen Software-Entwickler in China soll auf 1200 verdoppelt werden .... Die Strategie "In China für China" hat nicht nur wirtschaftliche Hintergründe.Volkswagen folgt damit wie viele andere deutsche Konzerne der politischen Linie der chinesischen Regierung, die eine stärkere technologische Autonomie anstrebt. Es ist aber auch eine Absicherung: Sollte sich Machthaber Xi Jinping dazu entschließen, Taiwan anzugreifen, wären die wirtschaftlichen Folgen "schwerwiegend", so formuliert es Brandstätter. Konkret dürften mindestens harte Sanktionen des Westens folgen. Jene Firmenteile, die zu 100 Prozent in China "lokalisiert" sind, könnten dann jedoch vermutlich weiterarbeiten.
