erst einmal etwas zur Dividende: positiv für die Dividendenjäger, da gebe ich dir recht. Auch die 10% sehen erst einmal gut aus.
Dann zur "Schuldentilgung": da sind die 5Mrd. des Spanien-Verkaufs natürlich NICHT includiert, das Geld fließt erst sobald der Deal abgeschlossen ist, bei Voda rechnet man Mitte 24 damit.
Ich wiederhole mich mal vom vorherigen Post: "Manchmal frage ich mich, ob hier einige die Zahlen wirklich lesen und verstehen"
Die Schulden sind um 2,9Mrd. gestiegen, nicht um 20% gefallen (siehe H1/24-Bericht, Seite 2)
"Net debt increased by €2.9 billion to €36.2 billion (€33.4 billion as at 31 March 2023). This was primarily driven by the free cash outflow of €2.0 billion and equity dividends of €1.2 billion."
Der "Rückgang" auf Jahressicht war der Verkauf von Vantage, Ungarn und Ghana. Die -1,2Mrd. für die Dividende sind klar, schwierig wird für mich die Begründung bzw. die Aussage für die weiteren fehlenden 2 Mrd. €:
"Adjusted free cash flow decreased by €1.0 billion to an outflow of €1.5 billion in the period. This reflects a decrease in Adjusted EBITDAaL in the period, together with lower dividends from associates and joint ventures, which outweighed lower taxation, lower interest received and paid, and lower dividends paid to non-controlling shareholders in subsidiaries."
Man hat im letzten Jahr Vantage Towers, Vodafone Hungary und Vodafone Ghana veräußert und bekommt jetzt anscheinend weniger Geld von Ziggo und die restlichen Minderheitsgesellschaften. Nächstes Jahr fällt dann Spanien weg... wo soll bitte das Geld für die Dividende in Zukunft her kommen? In den letzten Jahren war der Schuldenanstieg (trotz fehlender Groß-Investitionen) immer mit dem ARP begründet was ja nun offensichtlich weg fällt. Was passiert, wenn Voda z.B. doch für die Frequenzauktion 2024 in Deutschland tief in die Tasche greifen muss? Kann Vodafone selbst ohne außergewöhnliche Belastungen die 2,4Mrd. Dividende wirklich auf lange Sicht aufbringen?
Mittlerweile glaube ich, dass der 1&1-Deal nicht aus Dummheit sondern aus purer Verzweiflung erfolgt ist da man dringend auf CashFlow angewiesen ist. Leider ist dieser Schritt (in meinen Augen) extrem kurzfristig gesehen und wird Voda noch teuer zu stehen kommen. Aber nur meine Meinung