….. vom Schock habe ich mich gerade wieder erholt. 0:1
@Pilgervater: Danke für das Kompliment
Rohstoffaktien beschäftigen mich schon seit vielen Jahren, daher kenne ich auch
die Tricks der Branche. Wie man den verschiedenen Foren entnehmen kann,
unterschätzen die meisten Anleger das enorme Risiko kleinerer Werte.
Das Größte, was mir jemals passiert ist, war eine Zusammenarbeit zwischen
einem Explorer, einem Investor, einem örtlichen kanadischen Zeitungsverleger
und einem BB-Herausgeber. Da wurde gepusht und gelogen, was das Zeug hielt.
Alle Nachrichten wurden immer von einer der Parteien kommentiert und das machte
die Sache für das Publikum glaubwürdig. Der Wert versechsfachte sich in kurzer Zeit
und die Gier stieg. Nach Aussage des BB's sollte dieser Anstieg aber nur der Anfang
gewesen sein. Es wurde weiter zum Kauf geraten. Alle glaubten die Story.
Verkaufen kam nicht in Frage. Als die Stimmung drehte, war dies ja nur die längst
erwartete vorübergehende Korrektur. Später dachte man nur noch:
Wenigstens den Einstand wieder erreichen.
Heute kann ich mich über so eine Denkweise nur noch wundern.
Verdient haben nur diejenigen, die rechtzeitig ausgestiegen sind sowie die 4 Insider.
Richtig wäre in so einem Fall gewesen: Immer Teilgewinne mitnehmen und eventuell
nur die zum Schluss sich selbst finanzierte Restposition im Depot lassen.
Die meisten Explorer und Minen weisen eine hohe Schwankungsbreite auf, so dass
man einen Wert auch mehrmals im Jahr handeln kann.
VG hat Potential und wird auch irgendwann einmal übernommen. Das steht für mich fest.
Wenn der Substanzwert von VG schneller als die Kursverwässerung steigt, werden auch
die Altaktionäre ihren Schnitt machen.
Wenn sie den eventuellen Aufschwung nicht total verpassen, werden vermutlich
die Trader sehr gut abschneiden. Auch bei VG kann man durch konsequentes
Money Management Verluste begrenzen und Gewinne steigern. Auch wenn ich mich
wiederhole: Die Entscheidungen der Geschäftsleitung werden den Kurs
mehr beeinflussen, als irgendwelche Bohrergebnisse. Dennoch sind gute BE’s
wegen des eigentlichen Geschäftszweckes und als Verhandlungsmasse sehr wichtig.
Beteiligungen, Kapitalerhöhungen oder Verträge sind bei vielen Firmen für
das Wohl und Wehe verantwortlich. Wenn man hier alles richtig macht, kann eigentlich
nicht mehr viel passieren. Sie entscheiden auch, was aus der Kapitalbeteiligung
der Aktionäre wird. VW hat alles richtig gemacht, Daimler hat Milliarden verloren.
Beispiel für einen gepushten Wert (war vor 2-3 Jahren noch der große Highflyer und
in aller Munde):
http://www.ariva.de/chart/?t=3years&secu=884033&boerse_id=1Beispiel für einen Wert mit Potential (hier spielt allerdings die Weltwirtschaft mit),
den man auch mal traden kann:
http://www.ariva.de/thompson_creek_metals-aktie