Verkaufe, was Du nicht hast

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Arbeiter:

Verkaufe, was Du nicht hast

 
24.07.01 09:32

Verkaufe, was Du nicht hast


Von Manfred Godek

Durch Leerverkäufe lässt sich bei sinkenden Aktienkursen Geld verdienen. In den USA ist diese Methode populär. Hier zu Lande gehen Privatanleger leer aus - das Geschäft machen die Banken.

Selbst konservative deutsche Anleger haben in den letzten zwölf Monaten den Blick auf eine Tabuzone riskiert: auf das aktive Trading. Im Gegensatz zum Langfrist-Depot bedeutet es eine verstärkte Handelsaktivität, um aus den kurzfristigen Auf- und Abwärtsbewegungen von Aktien Rendite zu schöpfen. Vor dem aktuellen Hintergrund besonders reizvoll sind dabei die Möglichkeiten, Kursrückgänge in Gewinne umzumünzen.

Geläufig ist die Methode, Aktien im Kurshoch zu veräußern und zu niedrigeren Stückkosten zurückzukaufen. Dies führt zwar zu einem Zugewinn an Aktien, ist aber im Zeitraum fallender Kurse eine kapitalneutrale Transaktion. Die zweite Möglichkeit, die Verkaufsoption (Put), ist auf Grund ihres hochspekulativen Charakters nicht jedermanns Sache. Verfallstermin und Zeitwertverlust führen hier oft zum Misserfolg bis hin zum Totalverlust.



Ein Spiegelbild


Die dritte, dem breiten deutschen Publikum kaum bekannte Variante, sinkende Aktienkurse in Rendite zu verwandeln, ist der Aktienleerverkauf (Short Sell): Der Handel mit einem Papier, das man selbst gar nicht besitzt, sondern für diesen Zweck geliehen hat. Der Leerverkauf ist ein Spiegelbild des üblichen Aktienkaufs.


Beispiel für den üblichen Aktienkauf (Long Sell): Eine Aktie notiert bei 100 $. Anleger A ist der Meinung, dass sie demnächst bei 120 $ notieren wird und kauft das Papier. Geht seine Kurserwartung auf, so kann er das Papier mit einem Gewinn von 20 Prozent veräußern. Für den umgekehrten Fall hat der Anleger vorsichtshalber eine Stopp-Loss-Marke festgelegt, bei der die Aktie zu verkaufen ist, zum Beispiel bei einem Kurs von 90 $. Sinkt der Kurs, beträgt der Verlust maximal zehn Prozent.


Beispiel für den Aktienleerverkauf (Short Sell): Die Aktie notiert bei 100 $. Anleger B erwartet, dass der Kurs der Aktien demnächst auf 80 $ fallen wird. Er wird nun einen Leerverkauf der Aktie bei 100 $ durchführen, also die Aktie bei 100 $ verkaufen, ohne diese überhaupt zu besitzen. Wenn das Papier auf 80 $ absinkt, kauft der Anleger die zuvor mit 100 $ verkauften Papiere zurück und verbucht einen Differenzgewinn von 20 $ beziehungsweise 20 Prozent. Geht seine Prognose nicht auf und der Wert beginnt zu steigen, so wird er - ähnlich wie Anleger A - seinen Verlust begrenzen und die Aktie mit einem Verlust von zehn Prozent bei 110 $ zurückkaufen.


In den USA ist der Leerverkauf eine publikumsbreite Anlageform. Fast jede größere US-Wertpapierbank leiht ihren Kunden unentgeltlich Aktien aus - in der Regel marktbreite Standardwerte. Das Institut profitiert in Form von Ver- und Rückkaufspesen. Die Papiere müssen besichert sein, das heißt Aktien können maximal im Gegenwert des im Depot befindlichen Kapitals ausgeliehen werden. Der eigentliche Ausleih- beziehungsweise Rückgabevorgang ist nicht mehr als eine elektronische Buchung im betreffenden Kundenkonto.



Fehlende Transparenz


Ganz anders in Deutschland. Hier zu Lande treten ausschließlich Banken und andere Institutionelle als Short Seller auf. Die Börsen führen keine Statistik über Leerverkäufe, während zum Beispiel die US-Börsen Nasdaq und Nyse regelmäßig die zu einem bestimmten Stichtag offenen Shortpositionen im Internet veröffentlichen. Die mangelnde Transparenz lässt den Short Sell als Grauzone erscheinen, die er tatsächlich nicht ist. "Es gibt keine gesetzliche Bestimmung im Wertpapierhandelsgesetz, die den Leerverkauf untersagt", so Sabine Reimer, Sprecherin des Bundesaufsichtsamtes für den Wertpapierhandel. "In Deutschland fehlt ein Wertpapierleihesystem, mit dem das Privatkundengeschäft komfortabel und sicher abgewickelt werden kann", begründet Thomas Schlüter, Sprecher des Bundesverbandes Deutscher Banken, die Lücke. Vor allem gebe es keine Nachfrage. Ursache oder Wirkung?



Blockierende Banken


Die Banken blocken die Frage ab - offenbar auch aus Unwissenheit. Ein Wertpapier-Abteilungsleiter erklärt den Leerverkauf für gesetzwidrig, ein anderer lässt sich das Instrument erst einmal erklären. Einig ist man sich darin, dass der Leerverkauf, wie auch immer er im Detail funktionieren mag, in hohem Maße riskant sei.


Mit der Möglichkeit, Stopp-Loss-Marken zu setzen und nur mit Papieren short zu gehen, die zuvor tatsächlich geliehen wurden, wird das Risikoargument weitgehend entkräftet. Der Leerverkauf erscheint gegenüber der Option, die auf Grund ihrer Laufzeit immer ein kleines Aufgeld enthält und dadurch teurer als rechnerisch gerechtfertigt ist, sogar als risikoarm.



Banken unter sich


Vieles spricht dafür, dass es den Banken eher um die eigene Sicherheit geht. Verspekuliert sich ein Anleger, fühlt er sich in der Regel schlecht beraten und fordert Schadensersatz. Um dies zu vermeiden, müsste die Bank den Privatkunden wie beim Terminhandel sozusagen "durch Information in den Status der Geschäftsfähigkeit" versetzen. Der Kunde hätte vor dem einzelnen Auftrag eine schriftliche Erklärung zu unterzeichnen, die ihn auf die Risiken hinweist. Dabei könnte sogar zur Sicherheit ein Stopp-Loss-Mechanismus gleich mit vereinbart werden. Dies alles wäre natürlich ein recht aufwändiges Procedere - solange es keine Standards gibt.


Bei der Frage nach Problemen werden wie immer die Juristen fündig: Kann der Eigentümer einer Aktie, während er diese verliehen, also nicht mehr im Besitz hat, seine Papiere vor Ende der Leihfrist zurückfordern, um seine Aktionärsrechte auszuüben? Ist die Wertpapierentleihe steuerlich womöglich als Verkauf zu werten? Auch die rechtlichen Risiken, so der Abteilungsleiter Wertpapierleihe einer größeren Bank, stehe in keinem Verhältnis zu den Ertragschancen. "Bei der Wertpapierleihe brauchen Sie keinen Kundenberater, sondern einen Rechtsanwalt."


Im Gegensatz zum Kundenbereich weiß man im Eigengeschäft mit Leerverkäufen bestens umzugehen. Banken und große Fonds machen das Geschäft unter sich aus, um, wie es hinter vorgehaltener Hand heißt, die eigenen Risiken im Wertpapiergeschäft strategisch zu minimieren. Dass die Leihgebühren etwa der Telekom-Aktien und der von T-Online in den letzten Monaten deutlich gestiegen sind - ein Indiz für vermehrte Leihnachfrage - spricht für einen regen Leihverkehr unter den Institutionellen. Warum soll der Privatanleger seine Risiken nicht strategisch steuern?


Die Voraussetzungen ließen sich schaffen, wie die Gründung der Deutschen Terminbörse Anfang der 90er Jahre gezeigt hat. Auf Betreiben des Geldgewerbes erhielten Privatkunden per Gesetzesänderung Zugang zu diesem Markt Für Leerverkäufe bedarf es nicht einmal eines neuen Gesetzes, sondern eines einheitlichen Standards - eines Wertpapierleihesystems.


In Deutschland bieten einige wenige private Vermögensverwalter wie die Düsseldorfer HPM Portfolio Management die Chance, je nach Lage am US-Markt durch Leerverkäufe den aktuellen Trend einer Aktie auszunutzen. Für das Gros der Anleger bleibt nur der Blick über den großen Teich.



Financial Times Deutschland

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HAHAHA:

RIESEN"GESCHÄFT", was die Banken abgezogen

 
24.07.01 09:48
haben. "Geschäft" ist ja vornehm ausgdrückt.

Legalisierte, von der dt. Börse und Banken ausgemachte Melkung der Kleinanleger.

Unternehmen(svorstände) verleiehen zudem noch ihre Aktien, um die eigenen Anteilseigner zu schädigen.

haha
 
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1Mio.€:

Bei Consors auch für uns kleine bald möglich! o.T.

 
24.07.01 09:59
Antworten
Dixie:

n-tv am Donnerstag 26.7. -Leerverkäufe-

 
24.07.01 10:06
ntv wird am Donnerstag, 26.07. in der Sendung Börse live unter der Rubrik Neue Märkte ab 15.15 h das Thema Leerverkäufe aufgreifen.

Antworten
boomer:

Hintergrundinfos zum Thema "Shorten"

 
24.07.01 10:08
Wachsende Anziehungskraft von Hedge-Funds

Ständige Beobachtung der Investitionen als Bedingung
Trotz einigen in der Öffentlichkeit viel beachteten Katastrophen waren Hedge-Funds während der neunziger Jahre ein Erfolg. Angesichts der schwierigen Zeiten für Aktien und Renten richten auch institutionelle Investoren ihr Augenmerk vermehrt auf diese Anlagekategorie. Die ständige Beobachtung des Fondsmanagements ist dabei eine wichtige Bedingung für die erfolgreiche Investition in Hedge-Funds.

Von Markus Stadlmann*

Hedge-Funds wenden in der Regel Investment- Strategien mit einem absoluten Ertragsziel oberhalb von Referenzwerten (zum Beispiel 6% oder Libor + 2% pro Jahr) an. Der Begriff «Absolute Return» wird manchmal auch für Vermögensanlagen verwendet, bei denen die Rendite von einer Bank garantiert wird, sowie für Investment-Ansätze, bei denen die Struktur von Portfolios je nach Marktsituation verändert wird (letztere kurz und irreführend: «Portfolioversicherung»). Venture-Capital und Immobilien haben viel mit Aktien gemeinsam. Aus diesem Grund sind sie gewöhnlich nicht gemeint, wenn von Strategien mit absolutem Ertragsziel die Rede ist. Um den Unterschied zwischen traditionellen Investments und Hedge-Funds zu verstehen, ist es wichtig, die wesentlichen Eigenschaften von Absolute-Return- Investments zu betrachten:

Im Gegensatz zu herkömmlichen Investmentfonds werden Hedge-Fonds als private Investment-Gesellschaften gegründet. Hedge-Funds profitieren von der großen Flexibilität ihres Investment-Stils, d. h., sie werden nur durch wenige gesetzliche Bestimmungen eingeschränkt. Die wichtigste Eigenschaft von Hedge-Funds ist die kreditfinanzierte Vervielfachung von Geldanlagen und der daraus entstehenden Erträge («Leverage»). Hedge-Funds tätigen nicht nur Käufe, sondern auch sogenannte Leerverkäufe. Mit diesem Vorgehen wird auf fallende Märkte spekuliert, indem zum Beispiel Aktien verkauft werden, die der Hedge-Funds nicht besitzt. In jüngster Zeit mehren sich die Befürworter einer stärkeren Reglementierung von Hedge-Funds. Ein verbesserter Schutz hätte jedoch den unerwünschten Nebeneffekt, dass diese Anlageform dadurch deutlich an Renditepotenzial verlieren würde.

Der europäische Markt
Hedge-Funds wurden bisher vor allem von vermögenden Privatinvestoren gekauft. Nur etwa ein Viertel des globalen Hedge-Funds-Vermögens kommt aus institutionellen Quellen. Per Dezember 2000 betrugen die alternativen Investments von europäischen Pensionskassen 6 Mrd. Euro. In der Schweiz und in Großbritannien finden sich deutlich mehr Pensionskassen, die in alternative Investments investieren. 5% (2,6%) des Vermögens britischer (schweizerischer) Pensionskassen ist in alternativen Fonds investiert. Abgesehen von diesen zwei Ländern repräsentieren alternative Investments deutlich weniger als 1% der gesamten Pensionskassenmittel aller anderen europäischen Länder. Neuere Untersuchungen lassen jedoch erkennen, dass die europäischen Pensionskassen ihre alternativen Investments bis Ende 2003 mehr als verdreifachen werden.

Von 1990 bis 2000 wiesen Hedge-Funds mit einer Zunahme des verwalteten Vermögens um 650% auf rund 750 Mrd. Euro weltweit ein phänomenales Wachstum auf. In Europa war die Entwicklung sogar noch explosiver, allerdings von einer tieferen Basis. Allein 1999 und 2000 stieg das Gesamtvermögen von europäischen Hedge-Funds von 18,1 Mrd. Euro auf 41,6 Mrd. Euro. Die meisten europäischen Hedge-Funds werden von Teams mit Sitz in England verwaltet. In Hinblick auf den Sitz europäischer Hedge-Funds sind wie bei US- Fonds die Cayman-Inseln am populärsten, dicht gefolgt von den britischen Virgin-Inseln und den Bermudas. In den letzten Jahren gewinnt auch Irland in Bezug auf alternative Investments an Bedeutung.

Genaue Überwachung nötig
Die Erinnerung an das Debakel von Long Term Capital Management, die 1998 mit einem «Dreamteam» von Fondsmanagern einen marktbedrohenden Bankrott landeten, ist noch frisch. Aus der Analyse erfolgreicher Hedge-Funds wurde deutlich, dass sie unmittelbar nach ihrer Gründung am besten laufen, das heisst, wenn das Volumen noch überschaubar ist und 200 Mio. Euro nicht übersteigt. Dies liegt zu einem großen Teil an den von Hedge-Funds angewandten Strategien: Sind die Grenzerträge eines Investments ab einem gewissen Volumen an gebundenem Kapital nach Abzug der Transaktionskosten gleich null oder negativ, können zusätzliche gleichartige Investments eben nur noch Verluste einfahren. Die Ausfallrate von Hedge-Funds lag während der letzten 10 Jahre bei 8,5% pro Jahr. Durch die Analyse von Hedge-Funds-Debakeln konnten diverse akademische Untersuchungen den Hauptgrund für das Scheitern eines Hedge-Funds ausmachen: die Änderung der Anlagepolitik, was im Fachjargon als «Style Drift» bezeichnet wird.

Hier kommt ein für die erfolgreiche Investition in Hedge-Funds wichtige Bedingung zum Vorschein - die ständige Beobachtung des Fondsmanagements. Die gründliche Prüfung (Due Diligence) im Vorfeld des Investments ist zwar wichtig, aber nicht ausreichend für die Sicherstellung treuhänderischer Qualität über Zeit. Der Anleger muss den Fonds im Anschluss an die Vergabe des Mandats genau überwachen. Dies ist keine leichte Aufgabe, weil Hedge-Funds versuchen, Informationen auszunützen, die von anderen Marktteilnehmern nicht oder nur zum Teil genützt werden. Die Erfahrungen der letzten Jahre haben jedoch eine Entwicklung ausgelöst, die institutionelle Investoren in ihrem Informationsbedürfnis nahezu befriedigen sollte. Erstens üben verschiedene Aufsichtsbehörden zunehmenden Druck auf Hedge-Funds aus. Zweitens haben sich die Kooperationen zwischen Pensionsfonds und Prime- Brokern intensiviert, bei denen Letztere Informationen über die Risiken von Hedge-Funds sammeln. Und drittens gibt es mittlerweile eine Reihe von Internetseiten, die sich mit den Aktivitäten von Hedge-Funds befassen und damit die Informationsqualität im Allgemeinen verbessern.

Neben der Transparenz gibt es noch einen anderen, für institutionelle Investoren kritischen Aspekt: die bei Hedge-Funds gebräuchlichen Gebührenstrukturen und ihre Höhe. Es gibt allerdings gute Gründe für die hohen Gebührensätze. Die erfolgsorientierte Vergütung des Fondsmanagements ist ein wichtiger Anreiz für gute Leistungen und bewirkt eine positive Auslese der besten Fonds. Ein weiteres Argument für leistungsorientierte Vergütung liegt darin, dass sich das Fondsmanagement-Team auf die Performance konzentrieren soll und nicht nur darauf, via Vermehrung des verwalteten Kapitals höhere Gebühreneinnahmen für das Fondsmanagement einzusammeln. Wenn nur Fixgebühren verrechnet würden, wäre dies schließlich die einzige Möglichkeit, die operativen Gewinne der Hedge- Funds-Managementgesellschaft zu steigern. Es sollte ebenfalls noch angemerkt werden, dass die betrieblichen Aufwendungen bei den meisten Hedge-Funds wesentlich höher liegen als bei traditionellen Investmentfonds.

Gute Diversifikation
Die Streuung eines Vermögens auf verschiedene Investmentkategorien wie Aktien, Obligationen, Hedge-Funds oder Immobilien funktioniert besser als die internationale Diversifikation (z. B. amerikanische Aktien für einen europäischen Investor) oder jene nach Branchen. Dies gilt besonders in Perioden extremer Marktbewegungen. Werden Investments mit absolutem Ertragsziel mit einem traditionellen Aktien- oder Obligationenportfolio gemischt, kann die Portfoliorendite pro Risikoeinheit verbessert oder das Investmentrisiko des Gesamtvermögens reduziert werden. Die Begleiterscheinung der vorteilhaften Rendite- und Risikoeigenschaften von Hedge-Funds ist, dass diese Art der Geldanlage eventuell zusätzliche Risiken mit sich bringt, die bei traditionellen Aktien-und Bondinvestments nicht auftreten.

* Markus Stadlmann ist Direktor für Global Asset Allocation bei WestLB Asset Management, London.

24. Juli 2001

www.nzz.ch/2001/07/24/bm/page-article7JC9D.html
 
 
   


     







 

 
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HAHAHA:

Consors: leider "etwas" spät

 
24.07.01 10:13
Nachdem sich der Index von  9000 auf fast 1000 (ob 1150 oder 1000 ist ja fast schon egal) geschrumpft hat - bekommen nun auch bald Kleinanleger das Instrument des SHORTENS.

Danke, Consors !

Damit können ja dann die Kleinanleger den Banken die Möglichkeit geben ihre geshorteten Aktien zu covern, denn bei diesen geringen Umsätzen muss man ja irgendwie die Umsätze erhöhen, um damit die Banken zurückkaufen können.


Die Verarschung setzt sich also fort.


Obwohl nichts dagegenspricht, dass auch die Kleinanleger shorten können (Gegenteil - bin auch dafür)   - aber der Zeitpunkt ist doch HÖCHST verdächtig, findet Ihr nicht ?????????????

haha
 
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cap blaubär:

und wie allen schlicht strukturierten isses bei

 
24.07.01 10:14
denen auch so das Sie wenn sie was"Neues"entdeckt haben das ohne Rücksicht auf Verluste versuchen überall anzuwänden,vergl.Bekannte die ein Rhetorikseminar besucht haben(danach in der Regel nur unter Medikamente zu ertragen,legt sich aber)
Der Arbeitsmarkt hat doch mit sicherheit qualifizierte Fachkräfte auch im WP Bereich warum sind nur die größten Trottel und Abzocker dabei die Börse zu ruinieren,zur Not könnte man doch im Ausland Leute mit Hirn anwerben die zu Protegierenden sind doch auch im Kassenraum oder als Filialleiter unterzubringen,die müssen doch nicht........
blaubärgrüsse

ps: schaut Euch mal MLP an und die "ausländischen" shortseller,man fasst es nicht da sind nur noch blöde unterwegs,Schuppen mit 100erKGV an den DAX bringen+zusammenschießen lassen(Methode-NM)+dabei ABKASSIEREN
Antworten
draki:

ab wann soll das bei Consors möglich sein? o.T.

 
24.07.01 10:49
Antworten
Physiker:

seltsam ist das

 
24.07.01 11:13
Short-Selling schon:

Banken verleihen Aktien, die sie selbst nicht haben. Wer gibt ihnen das Recht dazu, das Aktienvolumen am Markt aufzublaehen?

Denn physisch besitzen sie die Aktien, die sie verleihen, wohl auch nicht. Falls doch, wuerde die Bank einen Buchverlust einfahren, falls der Anleger erfolgreich war und die Aktien billig zurueckkaufen und an die Bank zurueckgeben kann.

Das Ganze erinntert mich an den Mathematikerwitz, der neulich hier gepostet wurde:

"Es sind 2 Leute in einem Raum. 3 gehen raus. Wenn jetzt wieder einer reingeht, ist keiner mehr drin."

Gruesse vom Physiker
Antworten
Arbeiter:

Ob Long ob Short, das Geld ist fort o.T.

 
24.07.01 11:17
Antworten
klecks1:

....

 
24.07.01 11:26
Erklärung Leerverkäufe und Fazit  
 
Dieser Beitrag wurde 107 mal gelesen. Er ist mit 0 Punkten bewertet.  
 

  Erklärung Leerverkäufe und Fazit  klecks1  08.07.01 18:34    
 
NM-Shorties = Goodies? Geldverdienen mit Aktien?

Von Alexander Mühling
Durch den Kauf von Aktien konnten Anleger in den vergangenen 16 Monaten kaum Geld verdienen. Die meisten Werte kannten nur eine Richtung: Südwärts! Es gab jedoch eine Möglichkeit in diesen Monaten Geld einfach zu verdienen (theoretisch zumindest): Statt in der Hoffnung auf steigende Kurse in Aktien zu investieren auf fallende Aktienkurse zu setzen! Begrüßen wir zu diesem Thema unseren heutigen Gast: Herr Leerverkäufer, in Fachkreisen auch Mister Short-Seller genannt. Herr L. spekuliert beim Eingehen eines Aktiengeschäftes nicht - wie der Großteil der Anleger - auf steigende Kurse, sondern auf fallende. Prinzipiell ähnelt seine Erwartungshaltung der des Käufers eines Put-Optionsscheines. Mit einem kleinen Unterschied: Herr L. ist bei weitem nicht so beliebt wie der Käufer eines Put-Optionsscheines. Warum? Der Erwerb von Puts beeinflußt das Marktgeschehen nicht. Aktien-Leerverkäufe hingegen können sich deutlich auf die Kursbildung auswirken.
Was ist Leerverkaufen genau?

Genau genommen ist Leerverkaufen ein zeitlich umgekehrtes Aktiengeschäft. Herr L. verkauft also Aktien, die er gar nicht besitzt. Das geht doch gar nicht, werden Sie jetzt denken. Doch! Denn er leiht sich die Aktien einfach aus, die er verkauft. Herr L. sucht sich also einen Fondsmanager oder Broker und leiht sich aus dessen Kundenbestand Aktien gegen eine Gebühr aus. Nachdem Herr L. also die geliehenen Aktien verkauft hat, versucht er diese zu einem günstigeren Kurs am Markt wieder zurückzukaufen und den Broker zu bedienen. Sein Gewinn ist also der Differenzbetrag zwischen dem Kauf- und Verkaufspreis abzüglich der Transaktionskosten.
NM-Shorties = Goodies? Risiken beim Leerverkaufen Ein Beispiel: Die Aktie X steht Ende Mai bei 50 Euro. Herr L. geht davon aus, dass die Gegenbewegung seit Jahresanfang vom Tief bei 25 Euro vorbei ist. Er enscheidet sich dazu, 1000 X-Aktien zu verkaufen, ohne diese überhaupt zu besitzen respektive in seinem Wertpapierportfolio zu haben, und bekommt dafür 50.000 Euro. Wie Herr L. erwartet hat, sinkt der Kurs. Mitte Juni notiert der Wert bei 40 Euro. Herr L. führt das Gegengeschäft aus und kauft die 1000 Aktien am Markt zurück. Sein Gewinn beträgt 10.000 Euro (abzüglich Leihgebühr).
Das Risiko
Was aber wäre passiert, wenn die Rechnung nicht aufgegangen wäre? Nehmen wir an, die Aktie X hätte die Aufwärtsbewegung fortgeführt und Ende Juni bei 100 Euro notiert. Herr L. müsste 100.000 Euro aufbringen, um die Aktien am Markt zu erwerben. Dabei hätte Herr L. einen satten Verlust von 50.000 Euro zu verbuchen. Das Risiko des Leerverkaufs ist enorm: Während beim Erwerb eines Optionsscheines oder auch einer Aktie der Verlust auf 100 Prozent also auf den Einsatz begrenzt ist, kann er beim "shorten" ins Unendliche steigen.
Eine Sicherheitsleistung beim shorten?
Wegen des hohen Risikos muss eine offene Short-Position durch eine Sicherheitsleistung (Margin) abgedeckt sein. Diese muss gewährleisten, dass der Leerverkäufer jederzeit das Gegengeschäft abschließen könnte. Herr L. muss also jederzeit in der Lage sein, die X-Aktien bezahlen zu können. Wäre die Aktie X beispielsweise auf 160 Euro gestiegen, so hätte eine Margin von 100.000 Euro nicht mehr zur Deckung ausgereicht.
Durch den Leerverkauf hat Herr L. 50.000 Euro eingenommen. Inklusive seiner Margin entspricht dies einem Betrag von 150.000 Euro. Um die 1000 Aktien bei einem Kursanstieg auf 160 Euro zurückkaufen zu können, benötigte Herr L. aber 160.000 Euro. In der Praxis sieht das dann so aus, dass der "Shortie" von seinem Broker durch einen Margin Call dazu aufgefordert wird, weitere Sicherheiten zu hinterlegen. Tut er dies nicht, dann wird der Broker die offene Position eigenständig schließen.
NM-Shorties = Goodies?

Leerverkaufen hierzulande noch in den Kinderschuhen

Deutsche Finanzdienstleister tun sich mit dem Leerverkaufen von Aktien auf Grund des intensiven Beratungs- und Kontrollaufwandes sowie immenser Sicherheitsrisiken noch sehr schwer. Ein durchschnittlicher Privatanleger wird bei einer Großbank auf verschlossene Türen stoßen. Einwände von der juristischen Front wären zwar nicht zu erwarten, die Geschäftsbedingungen der Häuser schließen das Leerverkaufen jedoch aus. Für den Eigenhandel oder auch für große institutionelle Investoren werden Short-Sells jedoch praktiziert und als äußerst interessante Anlagestrategie schmackhaft gemacht.
Und der kleine Privatanleger?
In Deutschland haben seit kurzem interessierte Anleger mit einem kleineren Budget die Möglichkeit bei der Sino AG Leerverkäufe gegen das Einbringen einer Sicherheitsleistung zu tätigen. Des weiteren besteht die Möglichkeit den Umweg über einen amerikanischen Broker zu wählen. Sie eröffnen ein Konto in Übersee und schon können Sie auf steigende oder fallende Kurse spekulieren. Die amerikanische Börsenaufsichtsbehörde SEC versucht jedoch durch diverse Regeln eventuell eintretetenden Kurs-Manipulationen von Shorties entgegenzuwirken. Es soll verhindert werden, dass Aktien ins Bodenlose stürzen.
Leerverkäufer = Spekulanten?
Shorties beeinflußen mit ihren Geschäften das Marktgeschehen in höchtem Maße. Durch das Leerverkaufen geliehener Papiere steigt der Abgabedruck aufgrund des höheren Angebots an Aktien auf das "geshortete" Papier. Der Abwärtstrend wird immens verstärkt. Dieser Trend kann natürlich auch in die andere Richtung stattfinden. Steigt die Aktie plötzlich wieder, obwohl viele das Papier leerverkauften, dann müssen die Shorties sich schnellstmöglich eindecken, um noch eventuell vorhandene Gewinne kurzfristig mitzunehmen, Verluste zu begrenzen oder einen Margin Call zu vermeiden. Und Sie können sich sicherlich sehr leicht vorstellen, dass dieser "Short Squeeze" (Eindecken offener Positionen) rasch zu einer Kettenreaktion nach oben führen kann und den Kurs raketenförmig gen Himmel katapultiert.

NM-Shorties = Goodies? Mehr Transparenz durch Leerverkaufen? Die Kapriolen und Skandale, die Anleger mittlerweile am deutschen Wachstumssegement durchstehen respektive aussitzen mussten, hätten gemildert werden können. Denn Short-Seller verbringen ihre Suche nach lukrativen Anlagemöglichkeiten nicht damit, positive News zu einem Unternehmen zu suchen, nein, sie suchen nach den faulen Eiern, die in einer Firma versteckt sein könnten. Sie verkaufen gerne Aktien, die überbewertet sind, bringen Liquidität in den Markt und vermindern sich selbst aufblasende Spekulationsblasen.
Jüngstes Beispiel: das massive Leerverkaufen eines bekannten amerikanischen Shorties Anfang Dezember vergangenen Jahres - in Aktien eines Unternehmens aus Jena, einer ehemaligen Vorzeigefirma des Neuen Marktes. Sie erinnern sich vielleicht noch daran, welche Richtung der Kurs zum Jahreswechsel schlagartig einschlug.
Fazit:
Das Leerverkaufen von Aktien ist meines Erachtens eine interessante Anlagestrategie. Sie verstärkt zwar Trends, ruft Kursmanipulationen hervor und ist eher als Kurzfrist-Investition zu sehen und somit eigentlich ja auch schlecht für den Ruf der seriösen Aktienkultur. Doch nach alldem, was mancher Investor mittlerweile schon erlebt hat hinsichtlich leerer Versprechungen seitens superinnovativer sowie visionärer Unternehmensführungen oder auch Börsengurus, da hätten Short-Seller positiv gewirkt. Es wäre nur fair gewesen, wenn Herr L. und seine Brüder den Vorständen diverser Klitschen und Marktführern auf Ihrem Gebiet deftig Feuer unterm Stuhl gemacht hätten.



Antworten
Robin:

Short gehen im Nemax

 
24.07.01 11:36
Wenn bald auch für Kleinanleger möglich wird, dann Gute Nacht. Dann haben wir nur noch Pennystocks. Aber egal, der Markt ist eh Scheiße.
Antworten
Physiker:

Danke klecks1

 
24.07.01 11:48
Jetzt ist es mir klar. :-)
Antworten
Arbeiter:

Hier sind noch mehr Berichte über Leerverkäufe

 
24.07.01 12:06
Physiker:

Danke auch an Dich, Arbeiter! o.T.

 
24.07.01 13:02
Antworten
schnee:

und noch

 
24.07.01 18:41
ein weiterer Thread über Leerverkäufe:
http://www.ariva.de/board/thread.m?a=all&nr=69597&167
Antworten
1Mio.€:

He Arbeiter ohne Dich könnte Ariva fast zumachen!

 
24.07.01 18:53
Echt klasse Deine infos mag Dich hier nicht mehr missen.
Du bist unser fleissiges bienchen ;-) und ich bin die fette träge königin!


Gruss Mio.
Antworten
hexe:

Shorten bei Consors

 
25.07.01 15:03
Plattform kostet lt. Auskunft Startraderteam bis zu 1000 EURO im Monat.
Nur intraday. Wohl doch nur für die Großen bei den Preisen!
Antworten
schnee:

stolzer Preis ... o.T.

 
27.07.01 15:38
Antworten
hjw2:

schnee..

 
27.07.01 16:40
ist relativ....
ein Haar auf dem Kopf ist relativ wenig..
ein Haar in der Suppe ist relativ viel...
*g*
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