Sehe ich allerdings auch eher wie der Verbund und betrachte es wirklich nur als "Schönheitsfehler"....
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Die Wertberichtigung bei Wasserkraftwerken – das Herzstück des Verbund-Portfolios – beliefen sich somit auf 106,1 Millionen €. Grund für die massiven Abschreibungen waren rückläufige Strom-Großhandelspreise, die auf die Rentabilität der Kraftwerke drücken. „Das ist die einzig logische Konsequenz aus dem derzeitigen Marktumfeld“, heißt es in Branchenkreisen. Die Abwertungen seien ein Hinweis darauf, dass die Kraftwerke „geringere Cashflows bringen, als man mit dem Deal erwartet hat“, sagt ein Insider.
Der im Vorjahr vom Verbund abgeschlossene Milliarden-Deal mit der deutschen Eon hat einen Schönheitsfehler: Von den acht Wasserkraftwerken, die der Verbund im April 2013 komplett übernommen hat, mussten fünf Anlagen per Ende Dezember um 86,8 Millionen € abgewertet werden, geht aus der aktuellen Bilanz hervor. Die 2012 und 2013 (gemeinsam mit der Energie Steiermark) für rund 162 Millionen € errichteten Mur-Kraftwerke Gössendorf und Kalsdorf waren mit 19,3 Millionen € betroffen.
Der Verbund stellt das in Abrede: In Summe habe der Anteilstausch „400 Millionen € zusätzlichen Cashflow gebracht sowie die Position des Verbunds als einen der führenden Wasserkrafterzeuger Europas gestärkt“, sagt eine Sprecherin. Verbund-CEO Wolfgang Anzengruber bezeichnete den Deal als „Verdeutlichung“ der Strategie, sich auf „Wasserkraft, Mehrheitsbeteiligungen und die Märkte Österreich und Deutschland zu konzentrieren“.
Zusätzlich zu den Kraftwerksanteilen brachte der Deal mit Eon dem Verbund einen positiven Effekt von rund 1,2 Milliarden €, was die Abwertungen von insgesamt fast 930 Millionen € – ein Großteil davon für nicht rentable Gaskraftwerke – auffing. Das operative Ergebnis ging im Vorjahr aber deutlich zurück (siehe Kasten rechts).
Wie das WirtschaftsBlatt berichtet hat, will der Verbund zwei Gaskraftwerke in Frankreich verkaufen. Im Jahresbericht des Konzerns wird das bestätigt – die Assets sollen innerhalb eines Jahres mit einem Anteilstausch veräußert werden. Zu möglichen Käufern äußerte sich CEO Anzengruber nicht.