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Varta (WKN: A0TGJ5) wieder "geladen"


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Varta AG kein aktueller Kurs verfügbar
 
Highländer49:

Varta

 
19.08.24 10:53
Varta-Sanierungsplan: Aktionäre gehen leer aus - Porsche steigt ein
Der angeschlagene Batteriekonzern Varta hat sich mit Finanzgläubigern und Investoren auf ein Sanierungskonzept geeinigt. Kernaspekte sind unter anderem ein Schuldenschnitt und frisches Geld unter anderem vom Großkunden Porsche AG . Altaktionäre sollen hingegen aus dem Konzern gedrängt werden. All das müsse nun dokumentiert und beim Gericht eingereicht werden, sagte ein Sprecher am Sonntag. Zuvor müssen die Gremien der beteiligten Parteien zustimmen und das Bundeskartellamt grünes Licht geben. Der Prozess könnte sich über Wochen und Monate ziehen, sagte der Sprecher.
An der Börse kam der drohende Totalverlust für die Aktionäre nicht gut an. Die Aktien des Batteriekonzerns brachen am Montag bis auf 0,76 Euro ein. Zuletzt notierten die Papiere mit 1,55 Euro noch rund 60 Prozent im Minus.

Läuft alles wie geplant, soll das Sanierungskonzept den Angaben nach die Finanzierung der Varta AG bis zum Ende des Jahres 2027 sicherstellen. Das Unternehmen aus dem schwäbischen Ellwangen sprach von einem "bedeutenden Meilenstein". Das Konzept werde den Konzern "wesentlich entschulden und mit frischer Liquidität ausstatten".

Vollständige Herabsetzung des Grundkapitals

Zunächst sollen ein Schuldenschnitt und die Verlängerung von Krediten die bisherigen Verbindlichkeiten von fast einer halben Milliarde Euro auf 200 Millionen Euro verringern. Dann soll das Grundkapital der Varta AG auf null Euro herabgesetzt werden. Der Effekt: Die derzeitigen Aktionäre scheiden kompensationslos aus und der Konzern verliert seine Börsennotierung.

Die Angst vor einem Totalausfall hatte den Aktienkurs bereits im Juli abstürzen lassen. Von gut 10 Euro war es binnen weniger Tage auf weniger als 1,50 Euro nach unten gegangen. Eine vage Hoffnung, dass es vielleicht doch nicht so schlimm kommen wird, hatte zuletzt dann für eine kleine Erholung gesorgt. Damit ist es nun aber vorbei.

Varta war 2017 für 17,50 Euro je Aktie an die Börse gebracht worden und war lange Zeit gefragt. Anfang 2021 war der Kurs - auch wegen des boomenden Geschäfts mit kleinen Akkus etwa für kabellose Kopfhörer - bis auf 181,30 Euro gestiegen. Seither geht es abwärts.

Als neue Gesellschafter sollen unmittelbar im Anschluss an den Kapitalschnitt eine vom Varta-Mehrheitseigner Michael Tojner kontrollierte Gesellschaft (MT InvestCo) sowie einer Beteiligungsgesellschaft des Sportwagenherstellers Porsche AG mit jeweils 30 Millionen Euro einsteigen. Ein Teil der Investition Tojners seien Immobilien, die Varta derzeit miete.

Nach Abschluss aller Kapitalmaßnahmen sollen MT InvestCo und Porsche je 32 Prozent von Varta halten, die übrigen Finanzierer zusammen 36 Prozent. Rechtlich würden die Beteiligungen an der Varta AG laut der Mitteilung zunächst von MT InvestCo und Porsche zu je 50 Prozent gehalten, "wobei bei der Ausgestaltung darauf geachtet würde, dass weder MT InvestCo noch Porsche AG noch beide gemeinsam die Kontrolle hätten".

Varta-Batterie im Porsche 911 Carrera

Die Porsche AG teilte zudem mit, Vartas Autobatterie-Tochtergesellschaft V4Drive Battery mehrheitlich übernehmen zu wollen. Porsche zeigte sich zugleich bereit, sich "mit weiteren Partnern" an der finanziellen Neuaufstellung der Varta AG zu beteiligen, wie es hieß. Dabei würde sich Porsches Investition auf 30 Millionen Euro belaufen. In der Firma V4Drive Battery bündelt Varta das Geschäft für großformatige Lithium-Ionen-Rundzellen, die im Hybrid-Antrieb des Porsche 911 Carrera GTS eingesetzt werden.

Pläne vor wenigen Wochen vorgelegt

Die am Samstag präsentierte Einigung konkretisiert, was Varta vor knapp einem Monat angekündigt hatte. Damals teilte der Konzern mit, beim Amtsgericht Stuttgart ein Restrukturierungsvorhaben nach dem Unternehmensstabilisierungs- und -restrukturierungsgesetz (StaRUG) anzuzeigen. Die Alt-Aktionäre sollten rausgedrängt werden, Gläubiger auf einen Großteil ihres Gelds und ihrer Ansprüche verzichten.

Mehrheitseigner Tojner erklärte damals: "Wir müssen diesen Schritt setzen, um Varta eine Zukunft zu geben, fast 4.000 Arbeitsplätze zu sichern und das Unternehmen als Wirtschaftsfaktor in der Region und vor allem als Technologieträger für Europa zu erhalten."

Der Sprecher präzisierte auf Nachfrage, es werde voraussichtlich einen moderaten Stellenabbau in der Verwaltung geben. Hingegen würden im gewerblichen Bereich Arbeitskräfte gesucht. Was das am Ende für die Zahl der Mitarbeitenden bedeute, sei noch nicht abzusehen. Schon im Frühjahr 2023 hatte Varta infolge eines Sparprogramms angekündigt, weltweit rund 800 Stellen zu streichen - etwa 390 davon in Deutschland.

Hackerangriff und gekappte Umsatzziele für 2024

Schon länger steckt der Batteriekonzern in der Krise. Beispielsweise schwankt die Nachfrage nach Lithium-Ionen-Knopfzellen etwa für Kopfhörer stark. Zuletzt klagte Varta über Billig-Konkurrenz aus China sowie anhaltende Probleme in den Lieferketten. Zudem attackierten Hacker im Februar Vartas Computersysteme und legten die Produktion wochenlang lahm.

Mitte April hatte Varta eingestehen müssen, dass das eigene Umstrukturierungskonzept nicht mehr ausreicht, um wie geplant bis Ende 2026 auf einen profitablen Wachstumskurs zurückzukehren. Im Juni kappte Varta wegen schwacher Nachfrage das Umsatzziel für 2024. Der Umsatz sollte sich im laufenden Jahr demnach nun bei 820 Millionen bis 870 Millionen Euro einpendeln. Bis dahin hatte der Vorstand mindestens 900 Millionen Euro auf dem Zettel.

In den ersten neun Monaten 2023 hatte Varta rund 554 Millionen Euro Umsatz gemacht. Aktuellere Geschäftszahlen gibt es wegen des Hackerangriffs nicht. Angaben zum ersten Quartal 2024 werden am 30. August erwartet, der Geschäftsbericht 2023 Ende Oktober.

Quelle: dpa-AFX
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Terminator100:

Glückwunsch an Max,

 
19.08.24 10:54
aber ein Gewinn ist es erst wenn die Aktien raus sind und das Geld auf dem Konto ist
* an der Börse ist alles möglich,  auch das unmögliche !
Antworten
Max84:

will die 3€ sehen

 
19.08.24 10:57
Viel Spaß
hier allen Zockern, aber mit seriöser Geldanlage hat das für mich wenig zu tun.
Nath_Blake, 19.08.24 10:43
Antworten
Max84:

die 2€ müssen halten - sonst :(

 
19.08.24 11:20
Antworten
ImmerAufwärt.:

Das hätte man auch anders regeln können,

 
19.08.24 11:20
Porsche hätte die Altaktionäre auch mit neuen Porsche Aktien ablösen können. Porsche kann ja Zahlen vorlegen im Gegensatz zu Varta und somit wäre auch dieser Schritt möglich gewesen, Tojner hätte allerdings danach keine Mehrheit mehr am Unternehmen.
Ich bin zwar raus bis auf 150 Stk. die ich noch für Abstimmungen halte, aber wenn man gewollt hätte, so hätte es auch andere Möglichkeiten gegeben.
Es war einfach nicht nötig darüber nachzudenken, es gibt ja die StaRug Möglichkeit.
Antworten
Grish:

@ImmerAufwärts

 
19.08.24 11:35
Warum hätte man das tun sollen? Aus Nettigkeit, um die armen Turnaround-Zocker und diejenigen, die einen Absturz von 150 Euro auf 10 Euro stumpf ausgesessen haben, zu entschädigen!?
Man kann immer Geld sinnlos verschenken, an der Börse macht das allerdings nur sehr selten jemand.
Antworten
Nath_Blake:

und gebrochen

 
19.08.24 11:38
die 2€ müssen halten - sonst :(
Max84, 19.08.24 11:20
Antworten
Max84:

im Stundenchart noch nicht

 
19.08.24 11:39
Antworten
Kursrutsch:

Was muß in punkto Abgeltungssteuer beachtet werden

 
19.08.24 11:45
damit der Verlust gegengerechnet wird?
Antworten
Max84:

sollten wir gleich um 12:01 die 2€ wieder haben

 
19.08.24 11:45
dann ist der Weg sogar auf bis zu 4,20€ möglich!!
Antworten
Grish:

@ImmerAufwärts

 
19.08.24 11:46
Mich würde auch interessieren, was das soll Aktien für die Abstimmung zu behalten. Was soll das bringen? Das Ding ist durch. Und selbst wenn aus welchen Gründen auch immer dagegen gestimmt wird (was nicht passieren wird), ist das Ding trotzdem durch. Dann meldet Varta Insolvenz an, die Aktionäre verlieren immer noch alles, aber Varta wird dann höchstwahrscheinlich zerlegt, einige Teile werden entsorgt, Porsche kauft den Batteriebereich für echtes Kleingeld und der Großteil der Mitarbeiter kann sich einen neuen Job suchen. Man sollte auch mal erkennen können, wenn ein Unternehmen in der jetzigen Form nicht überleben würde.

Und was die Möglichkeit einer Kapitalerhöhung für alle Aktionäre angeht, habe ich gelesen, dass es aufgrund des fehlenden geprüften Jahresabschlusses gar nicht möglich gewesen wäre eine ganz normale Kapitalerhöhung zu machen. Kann ich nicht beurteilen, klingt aber nachvollziehbar.
Antworten
falke65:

Frage an alle

 
19.08.24 11:55
Warum wird hier noch gehandelt..
Bei L
Antworten
Max84:

nicht nur nachvollziehbar sondern auch

 
19.08.24 11:56
verständlich warum überhaupt man den Jahresabschluss ausgesetzt hat: um genau das zu machen was jetzt abgeht! Kriminell alles!  
Antworten
Max84:

@ falke65 weil NICHTS offizielles feststeht!

 
19.08.24 11:57
Und am WE wird nicht offizielles verkündet - alles erst mal nur Annahmen und Wahrscheinlichkeiten.
Antworten
falke65:

Warum wird noch gekauft

 
19.08.24 11:58
Wenn die aktie nichts wert ist..
Antworten
Max84:

weil es noch nicht alles zu 100%

 
19.08.24 12:01
feststeht. Wahrscheinlich zu 98% aber dennoch nicht zu 100%  
Antworten
Max84:

plus, wahrscheinlich brauchen die

 
19.08.24 12:02
Institutionellen die Aktie um unzählige Derivate zu decken / handeln zu können. Meine Vermutung.

Plus die Zocker/Klein"anleger"
Antworten
Max84:

so, im Stundenchart sieht es sehr gut aus!

 
19.08.24 12:03
beide Male über 2€ geschlossen!  
Antworten
Max84:

nun wieder im Aufwärtstrend!

 
19.08.24 12:03
Antworten
Max84:

PS: sollten wir die 3€ heute sehen, dann

 
19.08.24 12:04
wird die Masse auch kaufen!  
Antworten
ImmerAufwärt.:

soso Grish

2
19.08.24 12:06
du musst meine Beiträge genau lesen. Porsche hätte bei sich eine Kapitalerhöhung machen können, denn die können Zahlen vorlegen. Und dann die neuen Porsche Aktien z. Bsp. 1 : 8 gegen Varta Aktien  tauschen .
Wie gesagt, wenn die Möglichkeit der Enteignung nicht bestanden hätte, gäb es auch andere Lösungen.
Im übrigen denke ich, dass eine Insolvenz auch aus einem ganz anderen Grund vermieden werden soll. Die V4drive Batterie wurde extra für Porsche entwickelt, würde Varta in die  Insolvenz gehen, könnte sich auch eine andere Firma diese Entwicklungen günstig kaufen und Porsche würde evtl. in die Röhre schauen.
Antworten
ProfessorAli:

@Max

3
19.08.24 12:18
Max, darf man fragen wie viel Geld du in die Aktien gesteckt hast? Zu welchem Kurs gekauft?


42 Mio. Aktien (bei 17,50 € Aktienemission sind Varta damit über 735 Mio. € zugeflossen) sind im Umlauf. Das nenne ich mal eine Megaenteignung. Dass man als Gesetzgeber sowas nicht beachtet. Typisch deutsch, lieber auf den kleinen Märkten die Waage auf Eichung kontrollieren, damit der Händler ja keine 10 Gramm zuviel berechnet und hyperreich damit wird.

Tojner vermietet ja an Varta Immobilien, wer weiß wie er sonst noch abkassiert. Das Unternehmen ist über 100 Jahre alt und erst seit 2017 an der Börse und schon wieder zumindest an der Börse bald tot. Porsche ist wohl scharf auf die Batterien für die e-Autos. Auch dieser Markt dürfte bald ausgelutscht sein. Der deutsche Staat würde niemals auf die Mrd. Steuereinnahmen durch Treibstoff verzichten, deswegen sehe ich Elektroautos unter anderem sehr kritisch.

Generell schaut der Gesetzgeber nicht scharf genug auf Unternehmen, die pleite gehen. Mit einer GmbH lässt durch Betrügereien viel Geld verdienen, wenn man die Firma dann in die Insolvenz schickt. Schulden zwischen Bürgern interessieren den Staat wenig.  
Antworten
Max84:

hier nur 1000 zu 1,47€

 
19.08.24 12:23
Antworten
Max84:

vielleicht erleben wir hier DEN Buffett Moment:

 
19.08.24 12:26
"sei gierig wenn alle ängstlich sind"

Vielleicht!  
Antworten
delta_lima:

Was soll mann sagen...

 
19.08.24 12:39
Well played, Tojner.

Ich hoffe, die Sache wird nochmal detailliert aufgearbeitet, was hier abgezogen wurde.  
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