@Ellshare, Danke für deinen Kommentar
VARTA Batterie
ich denke nicht, dass etwas pauschal gegen den Einsatz in BEVs spricht, aber Varta scheint sie eben nicht als Ersatz für die Hauptbatterie geplant zu haben. Warum kann ich nur mutmaßen (Kosten?/Temperaturprbleme?/Risikominimierung beim ersten Schritt in den Automotive Bereich?) Vielleicht passt sie ja als effizienter zu ladende Zusatzbatterie für den Stadtverkehr auch in jedes BEV?! Außer dem weiter oben erwähnten Startergenerator fehlt mir da aber was wissen, was da sonst noch (kosten-)technisch umsetzbar wäre (evtl. effizientere Rekuperation möglich?)
Zum Thema BEVs in Norwegen:
1) Der Absatz ist kein Selbstläufer weil jeder Norweger E-Auto so geil findet sondern weil diese MASSIV subventioniert werden:
www.handelsblatt.com/politik/...4340-VcatlQ727L6dGPb0OqwW-ap3
"Experten haben errechnet, dass der Käufer eines Teslas jährlich rund 7000 Euro gegenüber einem konventionellen Wagen durch Steuervergünstigungen und den Wegfall von Benzinkosten einspart."
2) Verkehrsbedingungen/Infrastruktur/Verbraucherverhalten in Norwegen ist nicht mit uns vergleichbar. Ich habe jetzt keine Quellen parat aber versuche es kurz zu beschreiben:
2.1 Genug Platz: Oslo als Hauptstadt ist rund 10% Größer als Stuttgart, Bergen als zweitgrößte Stadt hat die Größe von Augsburg/Mannheim. Ballungsgebiete existieren quasi nicht, es hat eben jeder sein Häußchen (und meist auch noch ein Ferienhaus etwas außerhalb) und auch kein Prob da noch n Ladegerät zu installieren.
2.2 Genug Geld: Norweger haben den weltweit höchsten Lebensstandard. Das BIP/Kopf ist in Norwegen rund 70% höher als in D (auch wenn der BIP vergleich hinkt, gibt er zumindest eine Indikation)
3.3 Weniger Pendelverkehr/ Langstreckenfahrten: Wenn du es dir leisten kannst gemeinsam mit deiner Familie dort zu wohnen wo du arbeitest, muss du nicht nennenswert pendeln.
Im Ergebnis: Die Nachfrage ist also nicht natürlich sondern wird durch starke Subventionen gepusht, ich habe kaufkräftige Einwohner und einen Lebensstandard der höher ist als im Rest der Welt und die Infrastruktur/Pendelbedarf ist mit vielen anderen (industrialisierten) Ländern nicht vergleichbar. Nur weil etwas in Norwegen funktioniert bzw. mittels Subventionen funktionierend gemacht wird ist es Ergebnis m.E. unrealistisch, die dortigen BEV Absatzzahlen deswegen einfach "blind" auf die möglichen Zulassungsquoten anderer Länder zu übertragen.
Andere Länder benötigen andere Mobilitätskonzepte und selbst im fortschrittlichen Norwegen ist mir noch kein einziger BEV-LKW unter die Augen gekommen (=> Stichwort Existenzberechtigung anderer Antriebskonzepte aus dem vorherigen Post zu H2/Ecofuels)
2)