US-News (kompakt)-hier geht es um Aktien


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klecks1:

US-News (kompakt)-hier geht es um Aktien

 
12.04.02 08:07
SG Cowen: Ermutigende Worte für Chip Equipment

SG Cowen hat einige positive Worte zum Chip Equipment Sektor, der nicht im befürchteten Umfang negative Überraschungen für das erste Quartal bereithielt. Cowen sieht darüber hinaus von den meisten Unternehmen ein sequentielles Auftragswachstum zwischen 10 bis 15 Prozent.

"Zu den positive Zeichen gehören die wachsende Kapazitätsauslastung der Fertigungsstätten, während die high-end Kapazität stramm ist. Die Aufträge aus den Endmärkten haben sich seit November signifikant verbessert," so eine Stellungnahme der Investmentbank.

Innerhalb der Unternehmen im Sektor können Teradyne gegen den Trend des Marktes um 2.92 Prozent steigen, Novellus Systems verloren 0.43 Prozent und Axcelis gewinnen um 0.52 Prozent.

Aktienstratege: Jetzt sind die Unternehmen dran

Clark Yingst, leitender Aktienstratege bei Joseph Gunnar, wartet mit einer Warnung auf. Unternehmen müssen zu diesem Zeitpunkt der Wirtschaftserholung zeigen, dass sie an dieser partizipieren können, oder sie werden - wie das Beispiel General Electric heute zeigt - gnadenlos abverkauft.

Der Unterschied zwischen der Wirtschaftserholung und der bisher ausbleibenden Erholung der Unternehmensgewinne sei laut dem Strategen auf die übertriebenen Investitionen im Technologiesektor in den späten 90ern zurückzuführen. Dieser Trend könnte einen größeren Shakeout in der Industrie auslösen, als bisher erwartet würde, auch sei die Länge der Konsolidierung des Sektors nicht klar bestimmbar, hieß es.

Network Associates: souveränes Ergebnis

(©BörseGo - www.boerse-go.de)
Network Associates hat einen Verlust aus dem Vorjahr im abgelaufenen ersten Quartal in einen Gewinn verwandeln können (BoerseGo berichtete), da die Nachfrage der Kunden nach den Netzwerk Sicherheits Produkten des Unternehmens anstiegen.

Die Aktien stiegen auf Schlusskursbasis um 2.3 Prozent auf 22.66 Dollar, nachbörslich fand bisher kein Handel statt.

Die Gewinnbeiträge durch die 75-prozentige Beteiligung an McAfee.com ausgerechnet, lag der Gewinn bei 9 cents je Aktie bei einem Umsatz von 201.9 Millionen Dollar.

Analysten erwarteten im Durchschnitt einen Gewinn je Aktie von 7 cents bei einem Umsatz von 201.1 Millionen Dollar.

Der Nettoumsatz im März-Quartal lag bei 220.7 Millionen Dollar, ein Anstieg um 32 Prozent gegenüber dem Vorjahr.

Im zweiten Quartal erwartete Network Associates einen Gewinn je Aktie ohne McAfee zwischen 11 und 13 cents je Aktie bei einem Umsatz innerhalb der Spanne von 210 und 220 Millionen Dollar.

Das Unternehmen befindet sich zur Zeit in der Übernahme der McAfee Aktien, die sich bisher noch nicht im Besitz des Unternehmens befinden.

Juniper Networks: Quartalsergebnis wie erwartet

Der zweitgrößte Internet Equipment Hersteller Juniper Networks hat im abgelaufenen ersten Quartal einen Verlust ausgewiesen, wo noch im Vorjahr ein Gewinn gemeldet werden konnte. Grund hierfür ist die schwache Nachfrage nach den Telekommunikations Netzwerk Equipment Produkten des Unternehmens.

Der Verlust im März-Quartal lag bei 46 Millionen Dollar oder 14 cents je Aktie nach einem Gewinn von 58.6 Millionen Dollar oder 17 cents je Aktie im Vorjahr.

Das pro Forma Ergebnis war positiv bei 423,000 Dollar oder Null cents je Aktie. Im Vergleichszeitraum des Vorjahres wurde ein pro forma Gewinn von 85.4 Millionen Dollar oder 25 cents je Aktie erreicht.

Analysten erwarteten im Schnitt dieses pro forma Ergebnis, obwohl die höchsten Schätzungen einen Gewinn von 3 cents je Aktie erwarteten.

Der Umsatz fiel gemäß dem obigen Vergleichszeitraum um 63 Prozent von 332.1 auf 122.2 Millionen Dollar. Analysten erwarteten durchschnittlich einen Umsatz von 123.5 Millionen Dollar.

Die Aktien von Juniper fielen auf Schlusskursbasis um 54 cents auf 10.34 Dollar, nachbörslich notieren die Papiere bei 9.78 Dollar.

Weitere nachbörsliche Ergebnisse

Der Anbieter von analogen Halbleitern, Elantec Semiconductor, hat im abgelaufenen zweiten Quartal einen Nettogewinn von 930,000 Dollar oder 4 cents je Aktie ausgewiesen, nach 4.98 Millionen Dollar oder 20 cents je Aktie Gewinn im Vorjahr. Der Umsatz fiel im Vergleichszeitraum von 30.6 auf 25.4 Millionen Dollar. Außerordentliche Belastungen ausgeklammert lag der Gewinn bei 3 Millionen Dollar oder oder 12 cents je Aktie, verglichen mit dem Vorjahr, wo keine außerordentlichen Belastungen das Ergebnis beeinflussten. Analysten erwarteten einen Gewinn je Aktie von 11 cents. Elantec stimmte im März zu, von Intersil für eine Milliarde in Aktien und Bar übernommen zu werden. Intersil kauft Elantec, um die eigene Marktpräsenz im Segment analoge Chips zu erhöhen. Der Schlusskurs der Elantec-Papiere wurde 60 cents niedriger als zum Vortag bei 43.70 Dollar festgestellt, nachbörslich steigen die Aktien zuletzt auf 44.50 Dollar an.

Der Anbieter von Equipment, dass zum Testen von Softare Applikationen verwendet wird, Mercury Interactive, hat im abgelaufenen ersten Quartal einen Gewinn von 15.2 Millionen Dollar oder 17 cents je Aktie ausgewiesen. Außergewöhnliche Posten ausgeklammert, lag der Gewinn bei 12.1 Millionen Dollar oder 14 cents je Aktie. Analysten gingen von 10 cents je Aktie Gewinn aus. Der Umsatz ging gegenüber dem ersten Quartal 2001 von 90.7 auf 90.5 Millionen Dollar leicht zurück. Analysten erwarteten einen Umsatz von 86.14 Millionen Dollar. Die Aktien schlossen heute 6.24 Prozent im Minus bei 29.44 Dollar, nachbörslich steigen die Papiere auf 31.73 Dollar.

MIPS Technology hat die Konsensschätzungen mit einem Verlust von 1.7 Millionen Dollar oder 4 cents je Aktie verfehlt, Analysten erwarteten einen Verlust je Aktie von 3 cents. Das Unternehmen wies im Vorjahr noch einen Gewinn von 8.5 Millionen Dollar oder 21 cents je Aktie aus. Der Umsatz brach im gleichen Vergleichszeitraum um 55 Prozent auf 12.7 Millionen Dollar ein. Die Lizenzzahlungen von Nintendo gingen im Laufe des Quartals zurück, so die Warnung des Unternehmens. Die Aktien schlossen heute 27 cents niedriger bei 6.73 Dollar, nachbörslich werden die Aktien bei 6.62 Dollar angezeigt.

Doubleclick erreicht Analystenschätzungen

(©BörseGo - www.boerse-go.de)
Nach Börsenschluss präsentierte das Online Advertising, Datenbanken und Technologie Unternehmen DoubleClick einen Verlust von 6 Millionen Dollar oder 4 cents je Aktie, womit die Schätzungen von Thomson Financial/First Call erreicht wurden. Im Vorjahr lag der Verlust bei 8 cents je Aktie.

"In diesem Quartal haben wir große Schritte gemacht, um das Unternehmen langfristig erfolgreich und profitabel zu machen," so Kevin Ryan, CEO.

DoubleClick erwartet im zweiten Quartal einen Umsatz zwischen 77 und 82 Millionen Dollar, was leicht unter jenem aus dem ersten Quartal liegt (83 Millionen Dollar).

Die Aktien des Unternehmens fielen zu Börsenschluss um fast 11 Prozent auf 9.98 Dollar, nachbörslich werden die Papiere bei 10.09 Dollar gehandelt.

Spielehersteller erhöht Prognosen, Q-Ergebnis

Acclaim Entertainment hat die bisherigen Planzahlen für das dritte und vierte Quartal bekräftigt und hat im zweiten Quartal die Analystenschätzungen mit einem Gewinn je Aktie von 6 cents erreichen können. Der Umsatz im dritten und vierten Quartal wird bei 65 bzw. 90 Millionen Dollar erwartet, hieß es.

Im gesamten Geschäftsjahr erwartet der Hersteller von Computer- und Videospielen einen Umsatz von 308 Millionen Dollar bei einem Gewinn von 39 cents je Aktie. Analysten erwarteten bisher durchschnittlich einen Umsatz von 297.4 Millionen Dollar bei einem Gewinn von 40 cents je Aktie.

Die Aktien von Acclaim stiegen im Handelsverlauf um 7 cents auf 4.68 Dollar, nachbörslich stehen sie bei 4.50 Dollar.

Internet Security Firma meldet Umsatzeinbruch

RSA Security hat im ersten Quartal einen Verlust und einen Umsatzrückgang vermeldet, da die Nachfrage nach IT-Produkten allgemein zurückging.

Der Verlust auf GAAP-Basis lag bei 13.7 Millionen Dollar oder 24 cents je Aktie nach einem Gewinn von 9.8 Millionen Dollar oder 16 cents je Aktie im Vorjahr. Der Umsatz ging gegenüber dem ersten Quartal des vergangengen Geschäftsjahres von 76.3 auf 55.5 Millionen Dollar zurück.

Die Aktien konnten im Vorfeld der Ankündigung um 7 Prozent auf 7.23 Dollar steigen, nachbörslich brechen die Aktien auf 6.72 Dollar ein.

Juniper Networks - Ausblick leicht negativ

Der CEO von Juniper Networks hat nach der Präsentation eines Quartalsergebnisses, dass innerhalb der Schätzungen der Analysten lag, mit dem Wall Street Journal eine Art Conference Call abgehalten, innerhalb dessen er einen Ausblick auf das zweite Quartal gab.

Der Umsatz im zweiten Quartal wird gegenüber dem ersten Quartal stagnieren und wird bei ungefähr 122 Millionen Dollar liegen, während Analysten 125.6 Millionen Dollar Umsatz erwarteten. Das pro forma Ergebnis wird ebenfalls stagnieren, und bei Null cents je Aktie liegen, wobei Analysten sich einen Gewinn je Aktie von einem cent versprachen.

Die Aktien von Juniper fielen auf Schlusskursbasis um 54 cents auf 10.34 Dollar, nachbörslich notieren die Papiere bei 10.31 Dollar. In der ersten Handelsstunde in der Nachbörse waren die Aktien unter die Marke von 10 Dollar gefallen.
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klecks1:

Futures steigen

 
12.04.02 08:14
Futures steigen/SEC gibt OK für IBM

Die Futures können nachbörslich ansteigen. Nachbörslich wird bekannt, daß die US Börsenaufsicht SEC die Ermittlungen gegen IBM eingestellt habe. Es sei zu keiner Maßnahme gegen IBM gekommen. Die Prüfung sei abgeschlossen.



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klecks1:

US-Börsen

 
12.04.02 08:16
US Börsen: Vom Regen in die Traufe

Nachdem die US-Börsen Anfang der Woche durch die heftige Gewinnwarnung von ´Big Blue´ IBM unter Druck kamen, setzte General Electric heute mit dem Conference Call noch eins drauf und schürte die Angst der Marktteilnehmer vor einer länger als erwartet andauernden Gewinnerholung der Unternehmen. Angebliche Ermittlungen gegen IBM frischten die Furcht der Anleger vor falschen Bilanzen auf. Allerdings teilte die US-Börsenaufsichtsbehörde vor wenigen Minuten mit, zwar eine Anfrage an IBM gestartet zu haben, diese sei aber ohne Schritte gegen das Unternehmen wieder fallen gelassen worden, hieß es.

In Folge fiel der Nasdaq 100 auf ein Sechsmonats-Tief bei 1324.65 Punkten, ein Minus von 2.83 Prozent. Der Nasdaq Composite schloss 2.37 Prozent im Minus auf einem Wochentief bei 1725.24 Zählern. Dow Jones verlor massive 205.65 Punkte oder 1.98 Prozent auf 10176.08 Zähler.

Clark Yingst, leitender Aktienstratege bei Joseph Gunnar, wartet mit einer Warnung auf. Unternehmen müssen zu diesem Zeitpunkt der Wirtschaftserholung zeigen, dass sie an dieser partizipieren können, oder sie werden - wie das Beispiel General Electric heute zeigt - gnadenlos abverkauft.

"Wir sehen markantere Schäden im Markt, der durch hartes Gewässer navigiert. Ungewissheit ist immer noch lebendig und ja - die Sorgen um die Bilanzierung sind immer noch nicht verschwunden, wie uns IBM am Donnerstag zeigte," so Peter Cardillo, leitender Investment Stratege bei Global Partners Securities.

"Offensichtlich war niemand begeistert von dem Quartals Conference Call bei General Electric," so Erik Gustafson, Vermögensverwalter bei Stein Roe & Farnham. "Das hat den Ton am heutigen Tag angegeben und der Ton war entschieden negativ." Die Aktien von GE fielen heute um 9.27 Prozent auf 33.75 Dollar, wodurch eine Marktkapitalisierung von über 30 Milliarden Dollar den Fluss "runtergespült" wurde.

"Wir können uns nicht sicher sein, ob dieses anfängliche Momentum auch weiter getragen werden kann. Wir wissen auch nicht, wie stark die Expansion sein oder wie lange sie dauern wird, aber die Zeichen stehen gut und sie sind freilich viel besser als jeder von uns sich vor sechs Monaten oder so hätte erträumen lassen, als die Terroranschläge in Washington und New York waren," so Eddie George, Governor der Bank of England.

Die großvolumigen Verkäufe, die nach Angaben von Händlern besonders durch institutionelle Anleger getätigt wurden, folgen dem gestrigen Handelstag, an dem der Dow Jones die beste Performance seit fünf Wochen zeigte.

Der Rückgang des Dow Jones am Donnerstag war der heftigste seit neun Wochen.

Seit Jahresanfang liegt der Dow nun mit 1.55 Prozent im Plus, Nasdaq ist mit 11.6 Prozent im Minus und auch der S&P 500 verlor seit Ende Dezember 2001 um 3.9 Prozent.

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klecks1:

Acclaim

 
12.04.02 08:25
Acclaim

gibt Ausblick auf kommende Quartale, bestätigt Erwartungen
Nach Börsenschluss in den USA gab der Spielesoftware-Hersteller Acclaim Entertainment bekannt, die Erwartungen im dritten und vierten Fiskalquartal zu erfüllen. Des weiteren meldete das Unternehmen, dass der Gewinn im abgelaufenen zweiten Quartal im Rahmen der Erwartungen von Analysten lag.


Der Gewinn im zweiten Quartal belief sich auf 3,8 Mio. Dollar oder 4 Cents je Aktie. Exklusive Abschreibungen und Sonderaufwendungen lag der Gewinn bei 5 Mio. Dollar oder 6 Cents je Aktie und damit auf dem Niveau der Prognosen von Analysten. Der Umsatz stieg im Vergleich zum entsprechenden Quartal des Vorjahres von 40,4 Mio. Dollar auf 70,7 Mio. Dollar.


Im dritten Quartal erwartet das Unternehmen einen Umsatz von 65 Mio. Dollar und einen Gewinn von 3 Cents je Aktie. Für das vierte Quartal liegen die Prognosen bei 90 Mio. Dollar und 14 Cents je Aktie.


Die Aktie schloss bei 4,68 Dollar und notierte nachbörslich bei 4,43 Dollar.

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klecks1:

Test/keine Werbung

 
12.04.02 08:36
US-News (kompakt)-hier geht es um Aktien 634147

EMAIL noch nicht erreichbar

us-boersennewsticker
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klecks1:

Merrill Lynch

 
12.04.02 08:42
Merrill Lynch erreicht teilweise Einigung mit Staatsanwalt
 
Washington (vwd) - Die Merrill Lynch & Co Inc, New York, hat mit dem New
Yorker Generalstaatsanwalt vereinbart, dass der gegen die Investmentbank
ergangene Gerichtsbeschlusses aufgehoben werden soll, falls eine Einigung
bei der Empfehlungspraxis ihrer Analysten erreicht wird. Die Aufhebung des
Gerichtsbeschlusses solle gemeinsam mit dem Generalsstaatsanwalt beantragt
werden, wenn alls es mit diesem zu einer Einigung innerhalb der bis zum 19.
April gewährten Frist komme, teilte das Finanzinstitut am Donnerstag mit.

Merrill Lynch strebe in der Einigung an, dass "bestimmte begleitende
Konsequenzen" des Gerichtsbeschlusses gemildert werden, wenn im Austausch
die Veröffentlichung weiterer Angaben bei Aktienempfehlungen zugesichert
wird. Der Generalstaatsanwalt Eliot Spitzer hatte erwirkt, dass die
veröffentlichten Einschätzungen der Analysten unter anderem zugleich Angaben
über frühere, aktuelle und zukünftige Geschäftsbeziehungen im Bereich
Investment-Banking enthalten müssen. Der Gerichtsbeschluss war bis zum 19.
April ausgesetzt worden.
vwd/DJ/12.4.2002/jhe/mim


12.04.2002 - 08:14 Uhr
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klecks1:

zu guter letzt: Motorola o.T.

 
12.04.02 08:55
Antworten
aabb-cisco:

US Manager skeptisch

 
12.04.02 12:03
US-Manager glauben nicht an den Börsenaufschwung

Viele US-Manager verkaufen derzeit die Aktien eigenen Firma. Einige Bankexperten werten dies als Verkaufssignal im Vorfeld der nächsten Quartalssaison, denn niemand kennt die Lage der Firmen besser als die Manager selbst. Öffentlichkeitswirksame Aktienkäufe einiger Konzernchefs bewerten die Experten indes als Werbe-Aktionen.

tmo FRANKFURT/M. Kaufen, Halten oder Verkaufen? Nicht nur Privatanleger stellen sich diese Frage, sondern auch die Manager börsennotierter Unternehmen. Und deren Entscheidungen verraten viel über den künftigen Börsentrend. Derzeit liefert das Insider-Barometer kein positives Börsensignal – da sind sich die Londoner Experten der renommierten Bankhäuser Merrill Lynch und Société Générale einig. „Die jüngsten Zahlen von der New Yorker Börse deuten darauf hin, dass die nahende US-Quartalssaison eher Enttäuschungen als positive Überraschungen bringt“, sagt Anlagestratege Dhaval Joshi. Er beobachtet die Manager für die französische Société Générale (SG).
Mit Skepsis sieht Joshi die öffentlichkeitswirksamen Aktienkäufe einiger Top-Unternehmensführer. „Das sind oft nur Marketing-Aktionen, um die Investoren zu beruhigen“. Stephen Case, Chef des Mediengiganten AOL Time Warner, und Dennis Kozlowski, Chef des angeschlagenen Mischkonzerns Tyco International, investierten jüngst mehrere Millionen Dollar in Aktien der eigenen Unternehmen.
Viele Experten achten auf das Verhalten der Firmeninsider

Entscheidend sei nicht das Verhalten einzelner, sagt der Experte. Es komme darauf an, wie die Masse der Top-Manager agiere. Und da sieht die Lage nicht rosig aus: Zuletzt kamen auf einen Käufer, der Aktien des eigenen Unternehmens erwarb, fast vier Verkäufer (siehe Grafik). Dieser Wert liegt deutlich über dem langjährigen Schnitt. „In der Regel haben die Manager ein feines Gespür dafür, wie die wahre Lage ihrer Unternehmen im Vergleich zu den Erwartungen der Analysten aussieht“, erklärt Joshi. Da überdurchschnittlich viele Firmeninsider derzeit Aktien abstoßen, seien die Prognosen der Bankexperten womöglich mal wieder zu optimistisch. Der SG-Stratege rät: „Ich würde Aktien neutral oder unterdurchschnittlich im Depot gewichten.“
Allerdings gibt es auch Lichtblicke. So bestätigt Anlagestratege Khuram Chaudhry vom Investmenthaus Merrill Lynch zwar die skeptische Einschätzung zu US-Standardaktien. „Aber in Großbritannien sieht der Insider-Indikator viel besser aus“. Auf der britischen Insel sind die Manager derzeit sehr kauffreudig: Dort standen zuletzt sieben Käufer einem Verkäufer bei Aktien des eigenen Unternehmens gegenüber. Grund für die Differenz zu den USA dürfte sein, dass die Londoner Börse als „defensiver“ gilt. Soll heißen: Britische Schwergewichte wie die Energieriese BP und Shell sowie der Pharmakonzern Glaxo-Smithkline sind weniger abhängig von der wackligen Konjunkturlage als die US-Konkurrenz.
Noch geben die britischen Manager kein klares Kaufsignal. Sollte sich das Verhältnis aber noch ein Stück in Richtung der Käufer bewegen, dann sollten Anleger einsteigen, meint Chaudhry: „Seit 1986 hat der britische Insider-Indikator 26 Kaufsignale gegeben, und in 24 Fällen davon stand der Markt zwölf Monate danach höher“.
Viele Experten achten auf das Verhalten der Firmeninsider. „Die Geschäftsführung kennt die Auftragsbücher so gut wie niemand sonst“, sagt SG-Stratege Joshi. Deshalb liefere der Insider-Indikator wertvolle Informationen. Allerdings gibt es verschiedene Verfahren, die Kaufdaten zu verarbeiten. So erfasst der US-Finanzdienst Washington Service den Gesamtwert aller Aktien, die Manager kaufen und verkaufen. Die Experten von Merrill Lynch und SG messen dagegen einfach, wie viele Manager auf der Käufer- bzw. Verkäuferseite stehen – egal, wie hoch die Aufträge jeweils sind.
Washington Service kam mit seiner Methode zuletzt zu einer positiveren Einschätzung für die USA, wie die Nachrichtenagentur Bloomberg meldet. Doch Joshi warnt: „Wie viele Aktien ein Manager verkauft, hängt von persönlichen Faktoren ab, vor allem vom Einkommen.“ Dadurch würden die Top-Manager mit besonders hohen Bezügen stärker gewichtet. „Die wissen aber nicht unbedingt mehr als Manager aus der zweiten Reihe“. Im Langfristtest habe sich das ungewichtete Verfahren als überlegen erwiesen. Und das zeigt derzeit eher auf „Verkaufen“.
Für Deutschland steht noch kein Insider-Indikator bereit. Anders als in den USA und Großbritannien, wo Manager größere Transaktionen den Aufsichtsbehörden melden müssen, schreibt die Deutsche Börse hier zu Lande solche Mitteilungen nur für Neuer-Markt-Firmen vor. Mit dem für Inkrafttreten des Vierten Finanzmarktförderungsgesetzes – voraussichtlich noch in diesem Jahr – werden die Meldungen aber auch für deutsche Standardwerte obligatorisch. Merrill Lynch arbeitet bereits daran, diese Daten dann für den deutschen Markt auszuwerten.

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Schnorrer:

Senf. US hat fertig.Gürteltiere auf den Speiseplan o.T.

 
12.04.02 12:09
Antworten
Beadeker:

Schrott 3

 
01.09.02 17:58
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