US-Aktien nach Chapter-11-Pleiten

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US-Aktien nach Chapter-11-Pleiten Anti Lemming
Anti Lemming:

US-Aktien nach Chapter-11-Pleiten

16
18.01.07 11:00
#1
Immer wieder lese ich in Foren, dass Leute Aktien von US-Firmen kaufen, die unter Chapter 11 stehen - z. B. Delta Airlines, Delphi (US-Autoteilehersteller) und Calpine (US-Kraftwerksbetreiber). Davor möchte ich eindringlich WARNEN, weil Aktien von Firmen, die unter Chapter 11 stehen, fast immer wertlos sind und irgendwann ge-delistet werden.

Chapter 11 - de facto eine "Pleite" - ist der US-Gläubigerschutz, der US-Firmen erlaubt, ihre Geschäfte weiterzuführen, ohne die alten Schulden bedienen zu müssen. Schuldner (z. B. Anleihehalter) müssen für die Zeit unter Chapter 11 auf die Rückzahlung der Schulden verzichten und "stillhalten". Kommt die Firma irgendwann aus Chapter 11 heraus, erhalten die Anleihehalter meist NEUE Aktien - die aber zunächst weniger Wert sind, als es dem ursprünglichen Wert der der Ex-Anleihen entsprach. Diese NEUEN Aktien haben dann aber ein stärkeres Wachstumspotenzial, weil die Fa. ja durch Chapter 11 die Schulden - und zudem die Pensionsverpflichtungen! - losgeworden ist.

ALT-Aktionäre hingegen enthalten fast immer nichts. Ihre Alt-Aktien werden nicht in die NEUEN Aktien umgewandelt. Irreführenderweise haben die NEUEN Aktien oft wieder das "alte" Kürzel - es sind aber ANDERE Aktien.

Was passiert nun während und nach Chapter 11 mit den Altaktien? Sie haben ja scheinbar immer noch Wert, weil sie an Bulletin Boards gehandelt werden und sogar auf positive News hin steigen. Das Ganze ist jedoch pure Illusion. Dass solche Aktien ungeachtet ihrer Wertlosigkeit in luftige Höhen spekuliert werden, darf man zum einen der Unkenntnis der Käufer, zum anderen dem gegenwärtigen "irrationalen Überschwang" an der Börse zurechnen.

Betrachten wir das Beispiel Calpine (siehe mein Thread: http://www.ariva.de/board/218227). Der US-Kraftwerksbetreiber ging im Dezember 2005 unter Chapter 11 (ich empfahl im Thread bereits im Sommer bei Kursen von 3 Dollar den Ausstieg, siehe dort). Calpine war hochverschuldet, weil die Firma auf Kredit expandiert war. Sie hatte Kraftwerke im Wert von 18 Mrd. Dollar, aber Schulden in Höhe von 12. Mrd. Die Anleihen hatten bereits Junk-Status, was die Zinslast enorm steigerte. Da die Kraftwerke fast ausschließlich mit Gas befeuert werden, wurde Calpine, als der Gaspreis explodierte, zahlungsunfähig, zumal gleichzeitig die Strompreise aufgrund einer Gesetzesnovelle in Kalifornien kollabierten.

Vor der Pleite hatten Calpine-Aktien das Kürzel CPN, nach der Pleite haben sie nun das Kürzel CPNLQ und werden an Bulletin Board gehandelt. Gestern stiegen die Altaktien (CPNLQ) überraschend auf eine positive News hin auf 2 Dollar, und im Calpine-Thread gab es Leute, die dies begeistert kommentierten.

Diese Begeisterung ist jedoch "hirnrissig". Denn wenn Calpine aus Chapter 11 rausgeht, steht für CPNLQ (in das die CPN-Aktien nach der Pleite zwangsweise umgewandelt wurden) ein Delisting an. Dann ist dort, wo vorher die Aktie eingebucht war, nur noch ein Leerraum im Depot.

Altaktionäre wollen den Totalverlust nach Chapter 11 oft nicht wahrhaben. So gibt es  oft auch weiterhin einen schwunghaften Handel mit den Pleiteaktien, wobei offenbar die Tatsache, dass sie nicht auf Null stehen, Unbedarften die Illusion gibt, es gäbe einen Restwert. Und dieser Restwert wird an der gegenwärtigen Euphoriebörse auch noch auf positive News hin hochspekuliert - wie jetzt bei Calpine. Das Gleiche sieht man zurzeit bei Delphi und Delta Airlines, die ebenfalls beide unter Chapter 11 stehen. Auch diese Altaktien sind wertlos.

Geht Calpine aus Chapter 11, werden zunächst die Ex-Bondhalter (12 Mrd. Schulden) abgefunden, und zwar voraussichtlich mit NEUEN Aktien, die dann womöglich wieder das alte Kürzel CPN haben. Die Altaktien CPNLQ werden jedoch NICHT in diese neuen Aktien (mit dem alten Kürzel vor der Pleite) umgewandelt, sondern schlicht aus dem Depot ausgebucht.

Von außen gesehen ändert sich scheinbar nichts. Es gab früher eine Aktie mit dem Kürzel CPN, dann kam Chapter 11. Die Firma "erholte" sich, ging aus Chapter 11 raus - und nun gibt es wieder Aktien mit dem Kürzel CPN, die sogar evtl. deutlich steigen. Die CRUX dabei ist, dass es sich nicht um dieselben Aktien handelt, obwohl sie dasselbe Kürzel haben. Genau diese "Feinheit" entgeht offenbar den Kleinanlegern, die das alte, wertlose Zeug (wie CPNLQ) an Bulletin Boards in luftige Höhen spekulieren (siehe Chart unten).



CHART VON CPNLQ. Er "verschweigt", dass die Aktie bis Dezember 2005 das Kürzel CPN hatte - CPN wurde an der NYSE gehandelt. Unter Chapter 11 wurde sie in CPNLQ umgewandelt, die nur noch an Bulletin Boards gehandelt wird. CPNLQ ist wertlos. Wenn Calpine aus Chapter 11 rauskommt, wird CPNLQ aus den Depots einfach ersatzlos ausgebucht. Die NEUEN Aktien, die womöglich wieder das Kürzel CPN haben werden, erhalten nur die Bondhalter, nicht die Altaktionäre.




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US-Aktien nach Chapter-11-Pleiten Anti Lemming
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Pflichtlektüre für Chapter-11-Zocker

 
18.01.07 11:12
#2
up
US-Aktien nach Chapter-11-Pleiten Anti Lemming
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Delta Airlines spricht Klartext

 
18.01.07 11:29
#3
Delta Airlines (zurzeit unter Chapter 11) hat folgendes Papier für Altaktionäre veröffentlicht:

www.deltadocket.com/delta_downloads/...%20stock%20worthless%22

Darin steht:

"... Chapter 11 of the U.S. Bankruptcy Code in an effort to secure the company’s future. Regrettably, Delta’s transformation will not be painless for Delta stakeholders, and a loss of equity value is one of the unfortunate, but practically unavoidable, consequences of a bankruptcy filing."

Auf deutsch heißt das: Kapitel 11 des US-Gesetzes zur Regelung von Konkursen dient dazu, die Zukunft einer Firma zu sichern. Bedauererlicherweise ist Deltas Übergang (in Chapter 11) für die Aktionäre kein schmerzloser Vorgang, weil ein Totalverlust der Aktien zu den unglücklichen, aber praktisch unvermeidlichen Konsequenzen eines Konkursantrags gehört.

Mir ist noch kein Fall bekannt, bei dem Altaktionäre heil aus Chapter 11 rausgekommen wären.
US-Aktien nach Chapter-11-Pleiten Wärna
Wärna:

mal ne dumme Frage

 
18.01.07 14:43
#4
warum sind Fonds in großem Stil bei Delphi eingestiegen?
Weil sie so doof sind und das nicht wissen?
Wohl kaum.
US-Aktien nach Chapter-11-Pleiten Anti Lemming
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Wärna

 
18.01.07 19:50
#5
Wer sagt denn, dass die (Hedge)Fonds nicht ANLEIHEN von Delphi gekauft haben (z. B. zu 30 % der Nominale), die später in NEUE Aktien umgewandelt werden?

Ich glaube kaum, dass irgendjemand, der professionell Aktien handelt, die Bankrott-Altaktien kauft.



"The bankruptcy will make Delphi shares practically worthless."

Quelle:

Delphi Files for Bankruptcy
Saturday, October 8, 2005
By MICHAEL ELLIS
FREE PRESS BUSINESS WRITER

Delphi Corp., the nation’s largest automotive parts supplier and employer of 14,700 in Michigan, declared Chapter 11 bankruptcy Saturday after months of negotiations with General Motors Corp. and the UAW failed to produce a deal to stop the financially strapped company from bleeding money.

The bankruptcy, the largest ever in Michigan, will result in the closure, sale or consolidation of a "substantial segment" of Delphi's U.S. plants, threatening the livelihood of thousands of workers, while dealing another blow the to state's economy already struggling with a high unemployment rate.

The giant auto supplier, spun off from General Motors Corp. in 1999, and 38 of its U.S. subsidiaries filed voluntary petitions for reorganization in the Southern District of New York. None of its foreign operations filed.

"There are some substantial plant closings that are probably going to have to take place,“ Delphi Chairman and Chief Executive Robert S. (Steve) Miller told the Free Press in an interview. That and the future size and structure of the company will be decided in bankruptcy court over the next few months, he said.

Delphi will continue to operate in bankruptcy, which will keep its creditors at bay while it reorganizes its business, but its supply of parts to GM and other companies could be disrupted, stopping production of new cars and trucks. The employer of 185,000 worldwide, including 33,000 U.S. union workers, expects to emerge from Chapter 11 in early to mid-2007.

The Troy-based supplier, which lost $4.8 billion in 2004 and $741 million through the first six months this year, had warned for months it could be headed toward bankruptcy unless its unions agreed to substantial concessions and GM gave financial assistance.

In its bankruptcy petition, Delphi lists assets of $17.1 billion and debts of $22.17 billion as of Aug. 31. The company estimates it had total assets of $16.5 billion and debts of $20.9 billion as of Saturday, spokeswoman Claudia Baucus said. Its debts include billions of dollars in pension and health care obligations for its current and retired workers.

Delphi’s bankruptcy is one of the largest U.S. history, in terms of asset size. It surpasses Kmart Corp. which declared bankruptcy in 2002, listing $16.3 billion in assets. Telecom company Worldcom Inc., with assets of $103.9 billion, holds the record for the largest corporate bankruptcy in U.S. history. It declared bankruptcy in 2002.

Delphi could not continue business with the high costs of its labor contracts, which pay out substantially higher wages and benefits than competitors and restrict it from closing plants and laying off workers, Miller said.

On Thursday, several UAW locals issued flyers to members that said Delphi was seeking pay cuts of as much as 63%, plus sharp increases in worker-paid health-care costs, the right to close plants and other major concessions.

Current and retired Delphi workers will have to wait to see what happens to their pension plan, which Delphi could terminate. If that happened, the federal Pension Benefit Guaranty Corp. would take over Delphi's pension obligations, but payments for many would be cut in half.

Miller, a veteran of corporate restructurings who has taken several companies through bankruptcy, has only terminated the pensions once before, at Bethlehem Steel Corp. “That’s one when we were bleeding red ink, and we had only 12,000 active workers trying to create value for 130,000 retirees. We’ve got a much better chance to preserve the pension obligations here.”

Hundreds, if not thousands, of smaller suppliers do business with Delphi’s U.S. plants, and they could see much of their work reduced or eliminated.

GM said in a statement that the bankruptcy could disrupt the supply of auto parts from Delphi, if it rejects or threatens its contracts with the automaker, which could result in the stoppage of vehicle production. However, Delphi has told GM that it expects no interruptions in its supply of parts.

GM estimated that it pays a $2 billion premium to parts from Delphi, and with the bankruptcy, the automaker could cut or eliminate those costs as the parts supplier reorganizes its business.

Delphi’s parts shipments to its former owner GM are critical as the automaker prepares for the launch early next year of its full-size sport-utility vehicles.

Suppliers that have payments due from Delphi could only receive partial payment, but the company has some mechanisms to deal with troubled companies, Miller said.

"We have the capability of dealing with hardship cases. I don’t see any devastating impact on our supply base,” Miller said.

GM could also be liable for up to $10 billion to cover the costs of Delphi retiree pension, health care and benefits if the company went bankrupt, part of the agreement to spin off the parts supplier in 1999. Neither GM or Delphi have given estimates on GM's liability. “Potentially it could be a very large number, that’s why they keep talking to us," Miller said.

The bankruptcy will make Delphi shares practically worthless. Delphi shares plunged 49 percent to close at an all-time low of $1.12 on Friday on the New York Stock Exchange.

Miller said the company had been engaged in “constructive discussions” with its major unions, but was unable to modify its collective bargaining agreements without help from GM or court intervention. The complexity of the business and impending changes in bankruptcy laws on Oct. 17 forced the company to file for protection from creditors on Saturday.

“There was just too much on our plate for the time available,” he said. "This is a very complex subject because you’re talking about thousands of lives."

Delphi, which makes hundreds of automotive components from batteries and air bags to XM satellite radio systems, is the state’s fourth-largest publicly traded company, only behind GM, Ford Motor Co. and Dow Chemical Co.

Miller said the company would make proposals to its unions this month to address ways to make labor costs competitive and to address its non-profitable operations.

Delphi’s restrictive union contracts could be forced open for renegotiation by a bankruptcy court judge. A judge could allow Delphi to close underperforming plants, lay off unneeded workers, and restructure its contracts with other companies, dealing a blow to the UAW and the companies that work with Delphi.

The UAW declined to comment on Delphi’s bankruptcy.

Delphi could follow the example of auto parts suppliers Intermet Corp. and Citation Corp., both of which cut their wages and benefits in bankruptcy court.

Delphi pays its U.S. hourly workers wages and benefits that an average of $65 an hour compared with an average of $24 to $25 at its competitors. Under part of the union contract commonly called the jobs bank, Delphi expected to spend $400 million on wages and benefits for 4,000 employees who get paid even when there is no work for them.

Visteon Corp. was in even worse shape than Delphi before it reached a life-saving agreement with its former owner, Ford Motor Co. Visteon transferred 23 plants and nonmanufacturing facilities, including 13 in Michigan, to Ford on Oct. 1. That made the auto-parts supplier more competitive by cutting the average hourly wage at Visteon’s plants and the number of its hourly employees covered by the United Auto Workers from 17,400 to 5,000.

Delphi suffered from many of the same problems as Visteon, and both needed to reorganize their business, said Tom Stallkamp, the former Vice Chairman of DaimlerChrysler AG. “They just had too many legacy plants, too many plants that were captive to just one customer,” he said.

Most at peril are the 11 troubled plants that are grouped together in Delphi’s Automotive Holdings Group, which collectively posted an operating loss of $527 million on sales of $1.7 billion through the first six months of this year.

“They are very much at risk,” Miller said. “That represents where a lot of our cost problems are resided.”

The 11 plants, including one in Michigan, make a wide variety of automotive parts — including batteries, filters, compressors and generators — that are considered low-tech and not difficult to make a profit from.

Most hard hit could be Dayton, Ohio, where four of the plants employing 5,700 workers are located.

Delphi is just the latest auto supplier to file Chapter 11. Collins & Aikman Corp., Tower Automotive, Oxford Automotive Inc., Intermet and Citation are some of the largest suppliers that have taken that path recently.

Six years ago, when GM spun off Delphi, executives were optimistic about the company’s future. Then-Chairman J.T. Battenberg III said when GM’s board of directors agreed to the spin-off in April 1999: “This will give us the opportunity to grow and enter the marketplace on an equal basis with all of our competition as an independent supplier.”

But Delphi has been almost constantly reorganizing since, closing plants, shedding thousands of jobs and losing money in three of the last six years.

Delphi has floundered as GM and Ford have lost U.S. market share and cut production of cars and trucks. Soaring health-care, energy and material costs have also hit Delphi, as well as continual pressure from the automakers to cut costs.

And it has wrestled with accounting problems. Last year, Delphi became the target of an investigation by the U.S. Securities and Exchange Commission into how the company accounted for $90 million in information-technology contracts, mostly via deals with the computer-services firm Electronic Data Systems Corp.

As part of its own investigation into its accounting, which revealed that Delphi overstated its profits and misrepresented how much cash it made from operations, the supplier forced out Chief Financial Officer Alan Dawes in March. Five other financial officers, including treasurer Pam Geller and chief accountant and controller Paul Free, were either forced out or left the company this year as a result of the accounting errors.

Delphi will finance its business while in bankruptcy with $4.5 billion in debt facilities and financing lines, allowing it to pay employee wages, salaries and benefits as well as its operating costs. The company has secured up to $2 billion in senior secured debtor-in-possession financing from a group of lenders led by JPMorgan Chase Bank and Citigroup Global Markets Inc.

Also on Saturday, Delphi named Robert J. Dellinger as executive vice president and chief financial officer, effective immediately. Dellinger, 45, most recently was the executive vice president and chief financial officer for Sprint Corp. He succeeds John D. Sheehan, who will continue as chief accounting officer and controller on an interim basis. Sheehan’s primary focus will be on leading Delphi's restructuring activities.

Delphi current management team will continue to lead the company. On Friday, the company increased the severance package, the amount paid to officials if they are laid off or fired, for 21 of its top executives. Delphi said its current severance package was not competitive, and it needs to encourage management to stick with the company.

On Tuesday, Delphi and its creditors will meet in New York bankruptcy court for the first time, beginning its massive reorganization.
US-Aktien nach Chapter-11-Pleiten Anti Lemming
Anti Lemming:

Delphi: Hedgefonds wollen komplette Übernahme

 
18.01.07 20:05
#6
Bei Delphi geht es um eine komplette Übernahme für 3,4 Mrd. Dollar. Hedgefonds wollen dazu für 1,2 Milliarden Dollar Vorzugsaktien kaufen, die später umwandelbar sind. Das sind nicht die Bankrott-Alt-Aktien.


Delphi erhält bis zu 3,4 Mrd USD Finanzspritze von Investoren
Von Terry Kosdrosky
Dow Jones Newswires

DETROIT (Dow Jones)--Die Delphi Corp, Troy, ist mit ihrer Sanierung nach einen großen Schritt vorangekommen. Mit einer Gruppe von Investoren sei ein Rahmenabkommen unterzeichnet worden, das deren Beteiligung mit bis zu 3,4 Mrd USD an dem Zulieferer für die Automobilindustrie vorsehe, meldete der unter Gläubigerschutz stehende Konzern am Montag. Das Vorhaben müsse noch vom Konkursgericht genehmigt werden.

Die Vereinbarung vom Montag sieht den Angaben zufolge vor, dass Appaloosa Management LP, Cerberus Capital Management LP, Harbinger Capital Partners Master Fund I Ltd, Merrill Lynch & Co sowie UBS Securities LLC bis zu 3,4 Mrd USD in die reorganisierte Delphi investieren.

Die Investoren würden wandelbare Vorzugsaktien im Volumen von 1,2 Mrd USD sowie Stammaktien für etwa 200 Mio USD erwerben. Zudem würden sie nicht gezeichnete Stammaktien aus einer Bezugsrechtsemission für rund 2 Mrd USD aufnehmen. Die Bezugsrechte sollen den bestehenden Aktionären angeboten werden.

Webseite: www.delphi.com
DJG/DJN/bam/jhe
US-Aktien nach Chapter-11-Pleiten Wärna
Wärna:

ist ja gut und schön

 
18.01.07 20:31
#7
hier wird von Absichtserklärungen in der Zukunft geredet. Es mag sein, dass es dann irgendwann solche neuen Aktien geben mag.
Ich rede von der Gegenwart und jüngsten Vergangenheit. Fonds sind in großem Stil in Delphi-Aktien eingestiegen. Welche Aktien sind das wohl? Dreimal darfst Du raten...
US-Aktien nach Chapter-11-Pleiten Anti Lemming
Anti Lemming:

Wärna

2
18.01.07 20:42
#8
Oben steht doch groß und deutlich: VORZUGSAKTIEN und neu emittierte STAMMAKTIEN. Das sind nicht die alten Bankrott-Aktien.

Dennoch hast Du Recht, es gibt noch Käufer der alten Aktien. So hat, wie Du unten siehst, Merril Lynch 2,6 Millionen alte Aktien gekauft. Der Pferdefuß dabei: Merrill Lynch war vorher SHORT Delphi. Der Kauf diente also nur zum Eindecken der Short-Position. (Siehe dazu auch das nächste Posting).

Quelle: www.delphi.com -> investors -> SEC filings
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US-Aktien nach Chapter-11-Pleiten 77906
US-Aktien nach Chapter-11-Pleiten Anti Lemming
Anti Lemming:

Im Kleingedruckten steht dann allerdings

 
18.01.07 20:46
#9
dass Merrill Lynch diese 490.000 Aktien zum COVERN EINER ALTEN SHORT-POSITION gekauft hat. Dies kann z. B. rechtliche Gründe gehabt haben. Wenn ML vorher mit -490.000 Aktien short Delphi war, beträgt die Position nach Kauf zum Covern aktuell NULL.

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US-Aktien nach Chapter-11-Pleiten 77908
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US-Aktien nach Chapter-11-Pleiten macpower1
macpower1:

calpine

 
18.01.07 20:47
#10
was soll ich nun mit calpine machen - verkaufen ?
Bitte einen rat  danke
US-Aktien nach Chapter-11-Pleiten Anti Lemming
Anti Lemming:

macpower

 
18.01.07 20:50
#11
Ja, unbedingt verkaufen, zumal die gerade oben sind. Da deckt wohl auch nur gerade ein großer Hedgefond seine Shorts ein (siehe # 8 und 9).
US-Aktien nach Chapter-11-Pleiten macpower1
macpower1:

Danke ANTI LEMMING o. T.

 
18.01.07 20:51
#12
US-Aktien nach Chapter-11-Pleiten Anti Lemming
Anti Lemming:

Gern geschehen

 
18.01.07 20:54
#13
Der Thread hier dient ja nicht dazu, mich zu bereichern (ich hab keine Chapter-11-Aktien), sondern Anderen wir Dir Verluste zu ersparen.
US-Aktien nach Chapter-11-Pleiten macpower1
macpower1:

nochmals- many thanks o. T.

 
18.01.07 20:55
#14
US-Aktien nach Chapter-11-Pleiten Anti Lemming
Anti Lemming:

up

 
20.01.07 15:20
#15
weak end reading
US-Aktien nach Chapter-11-Pleiten Dr.Dieter
Dr.Dieter:

up o. T.

2
30.01.07 15:33
#16
US-Aktien nach Chapter-11-Pleiten Anti Lemming
Anti Lemming:

"Offizielle" Bestätigung meines Eingangspostings

 
16.02.07 12:08
#17
liefert der heute erschienen Artikel bei CBS Marketwatch


Bankrupt companies' stock often ends up worthless
Still, trading volumes run high in Delta, Northwest; Betting on a rival plan?
By Laura Mandaro, MarketWatch
Last Update: 5:48 PM ET Feb 15, 2007

SAN FRANCISCO (MarketWatch) -- Like latecomers to a party, shareholders in a bankrupt company's stock get the dregs [Bodensatz], or nothing at all, once the company emerges from Chapter 11. But despite these meager prospects, investors continue to elbow each other for a slice of bankrupt pie.

"It's very unlikely that a company will come out of bankruptcy without canceling its shares, especially if they have filed a reorganization plan saying that's what they intend to do," said John Nestor, director of public affairs at the Securities and Exchange Commission.

Still, this likelihood -- come true for high-profile failures like Enron, WorldCom and Kmart -- hasn't curbed appetite for shares of bankrupt airlines and other companies, attracting a mix of hedge funds, vulture investors and individuals to the sub-$10 stocks.

"We are aware that people continue to invest and people lose money," Nestor said. That's the case even if those companies have been saying they expect their shares to be worthless post-bankruptcy. Take Delta Air Lines' (DALRQ) shares. Since its September 2005 bankruptcy filing, the Atlanta carrier has said that it believes its shares would be cancelled when it exits bankruptcy, according to Delta spokesman Anthony Black. Yet its share price has about doubled from a year-ago, when Delta stock traded at less than 60 cents. It spiked as high as $3.02 on Jan. 29, when it looked like U.S. Airways Group (LCC) might increase its offer to buy the company.

U.S. Airways, meanwhile, never said Delta's existing stockholders would receive a cut of its proposed $8 billion payout to Delta creditors.

Delta shares now trade at about $1.02 a share, down from $1.15 at the start of the month, with up to as many as 14 million shares trading hands on a single day this year. They could amount to nothing if its bankruptcy reorganization plan, filed with the court in mid-December, is approved. Its plan says "current holders of Delta stock will receive no distribution of new Delta stock" and their securities will be canceled when the plan is complete.

Bankruptcy is a nail-biting process for stock holders because of the way a company must divide its assets as it emerges from the court's protection. Under U.S. bankruptcy code, it must first pay its secured creditors such as bank lenders. Then it parses out remaining assets to bondholders, who may get just pennies for every dollar they are owed.

If the company has extra cash, existing shareholders are also compensated. This happened in the bankruptcy of Pacific Gas and Electric parent PG&E Corp. (PCG) , the asbestos-related bankruptcies Owens Corning (OC) and USG Corp. (USG), and the bankruptcy of shoe retailer Footstar (FTAR). In fact, anyone holding PG&E on the day it threw itself into bankruptcy in 2001 saw their shares soar from just over $7 to $48 today.

But usually, a company emerging from bankruptcy starts over, issuing new stock that winds up in the hands of its lenders and bondholders - not its current shareholders.

A 2001 study co-authored by Ben Branch, a professor of finance at the University of Massachusetts, and Philadelphia University's Philip Russel, looked at what happened with common stock in 154 firms that went bankrupt over a 10-year period.
The study found shareholders, on average, lost about 70% of their investment. Investors in 93 of the firms lost everything.


The chances of finding a bankrupt company where the shares will have value "are very rare and the odds are very much against you," said Branch.

If a person discovers they are holding shares in a bankrupt company and sees that it intends to cancel existing shares, he advises selling the stake as soon as possible.
"Such a sale establishes a tax loss while holding may not," he says.

Enter the hedge funds

So what drives investors to pick up shares in bankrupt companies? Buyers may be betting that another company or group of investors will instigate their own reorganization plan, and that this alternate plan will set aside some assets to pay stock holders. "They could be expecting another competing plan that could put them in the money," said Kevin Starke, an analyst who specializes in bankruptcies at Weeden & Co. of Greenwich, Conn.

That possibility has tantalized shareholders in Northwest Airlines Corp. (NWACQ
NWACQ), another airline clawing its way out of a September 2005 bankruptcy.
Before U.S. Airways Group Inc. (LCC) launched its hostile and ultimately unsuccessful bid for Delta Airlines on Nov. 15, Northwest shares had traded under $1. They nearly doubled on Nov. 15 and rose as high as $6.55 in mid-December, spurred by speculation that Northwest could also be the target of a takeover that would provide payback to shareholders. Those hopes fell flat in mid-January, when Northwest filed a bankruptcy exit plan that left no money for shareholders.

"Whether the stock was purchased before entering bankruptcy or after, interests in Northwest's common and preferred stock will be cancelled, and those holders will not receive a distribution," said Northwest spokesman Roman Blahoski earlier this week. Northwest shares have lost about half their value since Jan. 11, the day before that filing.

But the game's not up. Late last month, Owl Creek Asset Management -- a New York hedge fund -- started to push management and the bankruptcy court hearing Northwest's case to set aside some of its assets for shareholders. Owl Creek, which owns 5% of the company's common stock and says it's part of an ad hoc shareholders committee that owns 30%, is arguing that Northwest is making enough money to pay its debts. As it stands now, the current plan gives a lot of potential recovery to creditors, at the expense of shareholders, it says. "The board should take every step reasonably possible to ensure that stockholders receive value from the company's successful reorganization efforts," said Owl Creek management partner Jeffrey Altman in a letter to Northwest. Northwest gave additional details about its restructuring Thursday, forecasting $14 billion in revenue by 2010 and valuing itself at about $7 billion.

Riding the news cycle

Some of the recent activity in bankrupt companies may stem from investors that only plan to hang on for a short time. They may buy when a equity-friendly reorganization looks unlikely and sell when the market's mood swings in the other direction.
"You could buy not expecting a recovery," says Weeden's Starke.

Likewise, he said some stock purchases may stem from investors who have shorted the stock and are looking to cover their positions. And some demand may come from investors simply unclear about how the bankruptcy process works. For those, the SEC has published an advisory about investing in bankrupt companies' shares. See related web site.

Laura Mandaro is a reporter for MarketWatch in San Francisco.
US-Aktien nach Chapter-11-Pleiten Anti Lemming
Anti Lemming:

Das bestätigt auch die SEC

 
16.02.07 12:15
#18
www.sec.gov/investor/pubs/bankrupt.htm

Dort steht u. a.: Investors should be cautious when buying common stock of companies in Chapter 11 bankruptcy. It is extremely risky and is likely to lead to financial loss. Although a company may emerge from bankruptcy as a viable entity, generally, the creditors and the bondholders become the new owners of the shares. In most instances, the company's plan of reorganization will cancel the existing equity shares. This happens in bankruptcy cases because secured and unsecured creditors are paid from the company's assets before common stockholders. And in situations where shareholders do participate in the plan, their shares are usually subject to substantial dilution.



"Cancel the existing equity shares" bedeutet: Die Aktien werden einfach ersatz- und wertlos aus dem Depot ausgebucht. Sie sind so viel Wert wie von ihnen hinterlassene Leerraum im Depotauszug!
US-Aktien nach Chapter-11-Pleiten Anti Lemming
Anti Lemming:

Wie dämlich und spekulativ der US-Aktienmarkt ist

 
19.02.07 11:16
#19
zeigen die Höhenflüge bei den Chapter-11-Aktien aufs Beste.

Da wird buchstäblich wertloser Schrott hochgezockt - von Leuten, die entweder nicht wissen, dass sie wertlose Papiere kaufen, oder anderen, die sich nur für Intraday-Moves interessieren. Die ersten werden, wenn sie halten, ihr Geld komplett verlieren; die zweiten sind Leichenfledderer, die schneller wieder raus sind, als man das Wort "sell" aussprechen kann.
US-Aktien nach Chapter-11-Pleiten sesam78
sesam78:

@anti lemming

 
20.03.07 22:06
#20
schau dir Foamex an wo die waren und wo die jetzt stehen
man soll doch auch nicht rein hauen wie verückt in solche firmen
nur wie ichsage spielgeld das man mit guten werten verdient hat
wenn esdann nicht klappt tut das nicht weh
es gibt viele firmen die den weg geschafft haben und die alt aktien
bestehen blieben beste beispiel von mir
foamex jan 06 und schau sie dir heute an ;-)
mann muss nur glück haben...und damals hatte ich es !
schönen gruss
US-Aktien nach Chapter-11-Pleiten Snookie
Snookie:

Aktienausgabe

2
22.03.07 10:59
#21

Delphi beantragt Aktienausgabe im Wert von 2 Mrd USD

DETROIT (Dow Jones)--Der Automobilzulieferer Delphi wird seinen Aktionären Stammaktien im Wert von fast zwei Mrd USD anbieten. Die 56,7 Mio Titel würden zu je 35 USD angeboten, geht aus einem am Mittwoch bei der US-Börsenaufsicht SEC eingereichten Antrag auf Börsenzulassung hervor. Die Aktienemission der Delphi Corp mit Sitz in Troy erfolgt im Zuge der Sanierung des unter Gläubigerschutz stehenden Unternehmens. In dem SEC-Antrag wurden keine Angaben zum Zeitpunkt des Aktienangebots gemacht.
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Der Vorschlag war bereits im Dezember breit skizziert worden, als Beteiligungsgesellschaften unter der Führung von Cerberus Capital Management und Appaloosa Management beschlossen, bis zu 3,4 Mrd USD zu investieren, um die einstige General-Motors-Tochter vor der Insolvenz zu bewahren.

Delphis Restrukturierungsplan muss noch vom US-Insolvenzgericht in New York genehmigt werden. Der Investment-Vertrag mit Appaloosa und Cerberus ist außerdem abhängig von Delphi, den Gewerkschaften und der General Motors Corp (GM), die sich über arbeitsrechtliche Fragen und Lieferbedingungen einigen müssen. Seit dem Börsengang 2005 hat Delphi angekündigt, 21 seiner 29 Fabriken zu verkaufen oder zu schließen. Das Unternehmen verlangt von den Gewerkschaften, niedrigeren Gehältern und geringeren Leistungen zuzustimmen.

Aber wie passt dann diese Nachricht dazu?
Eine Kapitalerhöhung kann ich mir schlecht vorstellen, da der Ausgabepreis zu weit vom jetztigem kurs liegt. Die Aktie hat auf die Nachricht vom 8.3 gar nicht reagiert.
Irgendwie passt das nicht so zusammen.
Was denkt ihr?  
US-Aktien nach Chapter-11-Pleiten Anti Lemming
Anti Lemming:

Delta verlässt Chapter 11 - Altaktionäre = nichts!

2
30.04.07 13:00
#22

Immer wieder wurde im Delta-Airlines Thread bei Ariva und in anderen Threads von Aktien, die nach Chapter 11 des US-Konkursrechts pleite angemeldet hatten (z. B. Delphi und Calpine), davon geschwärmt, wie toll diese Pleite-Aktien doch gestiegen seien. Die Idee in all diesen Threads war/ist, dass die Altaktionäre dann, wenn die betreffenden Firmen Chapter 11 wieder verlassen, ebenfalls fein raus seien. Das ist jedoch - wie jetzt Delta Airlines exemplarisch zeigt - eine teure Illusion.

Delta Airlines hat heute Chapter 11 ein Jahr früher als erwartet verlassen (unten). Die Altaktien DALQR wurden jedoch wertlos (rot und unterstrichen in der News hervorgehoben) - wie auch der Chart zeigt (ganz unten). Damit erfüllte sich, wovor ich hier schon seit Monaten warne. Dies dürfte auch die anderen Chapter-11-Zocker, die US-Pleite-Aktien wie Delphi und Calpine halten, interessieren. 


 

Delta Air Lines exits Chapter 11 ahead of schedule

Third-ranked U.S. carrier says it's better positioned after turnaround plan  By Aude Lagorce, MarketWatchLast Update: 6:25 AM ET Apr 30, 2007 

 

LONDON (MarketWatch) -- Delta Air Lines, the No. 3 U.S. carrier, on Monday emerged from Chapter 11 bankruptcy protection a year ahead of schedule after a 19-month restructuring.

The airline said it's better positioned now to compete as a result of its turnaround plan.

"Through our restructuring we have successfully repaired our balance sheet (auf Kosten der Alt-Aktionäre - A.L.) improved the customer experience, expanded our international route system and built a platform for future success," Chief Executive Gerald Grinstein said in a statement.Chart of DALRQ

Delta entered Chapter 11 on Sept. 14, 2005, amid high fuel prices and the burdens of high labor and pension expenses. Delta slashed its labor and pension costs while under court protection. It said the restructuring has resulted in annual cost savings of $3 billion.

Delta (DALRQ) is the No. 3 carrier of domestic passengers in the U.S., behind Southwest Airlines Co. (LUV ) and American Airlines (AMR) and is the No. 4 U.S. carrier for international passengers, behind American, United Airlines (UAUA ) and Continental Airlines Inc. (CAL). Delta earlier this year fought off a hostile $9.75 billion bid from U.S. Airways Group (LCC )

As part of Monday's move, existing shares of Delta stock will be cancelled and current Delta shareholders will not receive any compensation for their positions, the airline said. Shares of the new stock will start trading on the New York Stock Exchange Thursday under the DAL symbol and be issued to creditors and some employees. 

[Es läuft auch wieder die alte Masche, dass die "neuen Aktien" - mit denen die Anleihehalter für ihre Verluste entschädigt wurden - das ehemalige Aktien-Kürzel DAL erhalten. Für flüchtige Betrachter ensteht so - offenbar von den Machern so beabsichtigt! - der Eindruck, DAL-Aktien hätten die Chapter-11-Chose heil überstanden - A.L.]

Delta's reorganization plan will give unsecured creditors [Halter nachrangiger Bonds - A.L.] a percentage of the value of their allowed claims as shares of new Delta stock. Delta employees will get a lump-sum cash payment from the airline, based on a percentage of their salary, and will receive an equity stake in the reorganized company.

As part of its exit from Chapter 11, Delta will also close on a $2.5 billion loan that will be used to repay another loan that helped fund the airline's operations while in bankruptcy.

More than 95% of the airline's creditors voted in favor of its restructuring plan. See full story.

In the first quarter, Delta posted operating profit of $155 million. It was the fourth consecutive quarter that the airline posted an operating profit.

Delta forecast a pre-tax income of $816 million in 2007, excluding reorganization items, rising to $1.9 billion by 2010. The airline recorded a pre-tax loss of $452 million in 2006 and $2.1 billion in 2005. End of Story

 

 

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US-Aktien nach Chapter-11-Pleiten 95345
US-Aktien nach Chapter-11-Pleiten Homer Jay
Homer Jay:

@Anti Lemming

 
03.05.07 15:39
#23
Sehr interessanter und fundierter Beitrag, Anti Lemming.

Was mir allerdings zu denken gibt, sind die Handelsvolumina.
Über 20 Mio/Tag im 10-Tagesschnitt in New York.
Sind das alles Zocker oder Blauäugige, die da ca. 70 Mio $
pro Tag umsetzen?

Müsste die Absicht neue Aktien auszugeben in den SEC Filings
angekündigt werden? Wenn ja wo?

Das Management bei Calpine hält angeblich* 22% der Aktien,
das wäre ja auch ein herber Verlust für die, oder halten
die Vorzugsaktien, bzw. bekommen ihre ersetzt?

Sollte das Gericht dem Erlass von 8,5 Mrd. $** zustimmen, hat
Calpine doch eigentlich wieder einen positiven Buchwert.
Können sie auch dann die alten Aktien verfallen lassen?

*:finance.yahoo.com/q/ks?s=CPNLQ.PK

**: www.reuters.com/article/bondsNews/idUSN1942527020070419
US-Aktien nach Chapter-11-Pleiten Anti Lemming
Anti Lemming:

Homer Jay

 
09.07.07 09:27
#24
Die hohen Volumina gehen vermutlich auf Short-Eindeckungen großer Adressen zurück (siehe auch # 9). Da haben manche Delta bei Kursen über 10 Dollar geshortet und stellen nun bei 0,018 Dollar wieder glatt. Die Cover-Käufe können bilanztechnische Gründe haben. Womöglich wurden die Short-Gewinne erst jetzt realisiert, weil es steuerlich passte: Erst mit dem Verkauf werden die Buchgewinne ja zu steuerrelevanten realen Gewinnen.
US-Aktien nach Chapter-11-Pleiten Anti Lemming
Anti Lemming:

Eure Erfahrungen mit Pleite-Aktien von Delta?

 
09.07.07 09:31
#25
Phönix aus der Asche oder Abzocke bei Altaktionären?


Delta Airlines ist aus Chapter 11 wieder "auferstanden", und die neuen Aktien stehen - unter dem alten Kürzel DAL (!) - bei jetzt über 20 Dollar (siehe Chart unten).

Doch Delta hatte selber davor gewarnt, dass die alten Aktien (gleiches Tickersymbol DAL, später DALRQ nach Pleite) wertlos werden. Ich hatte ebenfalls mehrmals davor gewarnt, diese Pleite-Aktien zu kaufen.

Gibt es jemanden hier, der die Delta-Pleiteaktien, die vor einigen Monaten zwischen 1 und 3 Dollar standen, gekauft und gehalten hat? Sind diese Aktien, wie befürchtet, wertlos aus dem Depot ausgebucht worden?

Das ist für viele Arivaner interessant, die mit US-Pleiteaktien, u. a. Delphi, spekulieren.

Denn wenn man jetzt den DAL-Chart ansieht, scheint es, als wäre "nichts passiert": Die Fa. existiert weiter, das alte Tickersymbol wurde "wiederbelebt", die Fa. ist weitgehend schuldenfrei, die Geschäfte laufend blendend usw.

Scheinbar ein kleines ökonomisches Wunder... (aber auf wessen Kosten?)



Aktie von Delta Airlines (DAL)
Phönix aus der Asche oder Abzocke bei Altaktionären?
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US-Aktien nach Chapter-11-Pleiten 107825
US-Aktien nach Chapter-11-Pleiten Anti Lemming
Anti Lemming:

Aktueller Chart zu CPNLQ aus dem Eingangsposting

 
08.08.08 22:49
#26
der Chart existiert nicht, da CPNLQ ein "Delisting" wiederfuhr. D. h. die Aktien wurden als wertlos aus dem Depot ausgebucht.

Vor der Chapter-11-Pleite waren Calpine-Aktien unter dem Ticker CPN gelistet. Mit der Chapter-11-Pleite wurden die alten Aktien in CPNLQ umbenannt.

Heute notieren Calpine-Aktien wieder unter CPN, doch die Altaktionäre haben diese nicht erhalten, weil CPNLQ wertlos verfiel. Das ganze Gezocke aus dem Chart im Eingangsposting war also "heiße Luft".
(Verkleinert auf 91%) vergrößern
US-Aktien nach Chapter-11-Pleiten 179242
US-Aktien nach Chapter-11-Pleiten Anti Lemming
Anti Lemming:

Calpine - ein Neuanfang ohne Altaktionäre

3
08.08.08 22:58
#27
Im Januar 2008 ist Calpine wieder aus Chapter 11 "auferstanden". Die Aktie wird seitdem wieder unter dem alten Ticker CPN gehandelt (unten). Alt-Aktionäre haben davon aber rein gar nichts. Ihre "alten" CPN-Aktien wurden in CPNLQ "umgetauft" und irgendwann wertlos aus dem Depot ausgebucht (siehe letztes Posting). Die neuen CPN-Aktien haben sie nicht erhalten.

Neue Calpine-Aktien erhielten lediglich die ehemaligen Bond-Halter, deren Ansprüche in Pleiten vorrangig vor denen der Aktionäre sind.

Das Gezocke mit der Pleite-Aktie CPNLQ war daher "ein Spiel mit heißer Luft" - wovor ich ja im Eingangsposting bereits eindringlich gewarnt hatte.

Dass in USA neue Aktien nach Chapter-11-Pleiten fast immer unter dem alten Ticker gelistet werden, ist mMn eine gezielte Anleger-Verar...ung. Genau dies nämlich fördert das Gezocke mit mit den Pleiteaktien - und die Illusion, diese würden später in die neuen Aktien umgetauscht.
(Verkleinert auf 82%) vergrößern
US-Aktien nach Chapter-11-Pleiten 179243
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#28

US-Aktien nach Chapter-11-Pleiten Anti Lemming
Anti Lemming:

Was aus Delphi-Aktien wurde

4
31.01.09 22:56
#29

Als Ergänzung zum Eingangsposting

 

Nach dem kurzen Anstieg Anfang 2007 (lila Kasten im Chart unten - entspricht dem Zeitpunkt, als ich zur Warnung diesen Thread aufgemacht hatte), verlor Delphi immer weiter an Wert und bildete den für Chapter-11-Aktien typischen L-Boden.

Ähnlich werden sich in Zukunft die Charts vieler Finanzaktien entwickeln, insbesondere wenn die Institute unter Staatsschutz gestellt werden.

 

(Verkleinert auf 84%) vergrößern
US-Aktien nach Chapter-11-Pleiten 213768
US-Aktien nach Chapter-11-Pleiten Lady Blue
Lady Blue:

Welche vier Finanzaktien werden das sein?

 
01.02.09 11:21
#30
Guten Morgen Anti Leming,

Welche vier Finanzaktien werden das deiner Meinung sein?
US-Aktien nach Chapter-11-Pleiten Anti Lemming
Anti Lemming:

Lady Blue

 
31.05.09 09:21
#31
Sorry für die späte Antwort. Die vier Finanzaktien sind:

AIG, Fannie Mae, Freddie Mac, Citigroup

Die ersten drei sind "Dauerzombies". Citi dürfte zerschlagen werden, Filetstücke werden verkauft, der Rest kommt in eine Müll-Bank.

Die Charts von AIG, FNM, FRE sehen sich sehr ähnlich. Alle haben "L-Böden". Die Erholungschance ist bei allen nahe Null. Alle drei sind zu groß, um unter Chapter-11 gestellt zu werden. Wenn z. B. die Anleihen von Fannie und Freddie durch Chapter 11 wertlos würden, würden die Chinesen - die 500 Mrd., ein Viertel ihrer Reserven, in FNM- und FRE-Anleihen haben - die Amis steinigen. Das ist auch juristisch schwierig, weil es für die Fannie-/Freddie Bonds schon seit langem Staatsgarantien gibt. USA könnte sich durch eine Pleite der beiden daher nicht aus der Verantwortung stehlen. Wenn mit einer Pleite nichts gewonnen wird, wird sie tunlichst unterlassen, zumal das bei FNM und FRE den schönen Schein wahrt (vielleicht hofft ja jemand, dass die in 10 Jahren wieder hochkommen).

Ist schon seltsam, dass FNM und FRE im Stresstest der US-Banken gar nicht erst mitgetestet wurden. Die haben zusammen 5000 Milliarden an Hypotheken vergeben (das ist die Hälfte des US-BIP) und negatives Eigenkapital. Alle paar Monate muss USA einen zweistelligen Milliardenbetrag nachschießen, weil die steigenden Zwangsversteigerungen zu Unterdeckungen führen. In diesem Zombie-Zustand können FNM und FRE noch jahrelang auf den Taschen der US-Steuerzahler liegen.

AIG hingegen ist eine Art Mülleimer, in dem US-Banken ihre fehlgelaufenen Derivate-Spekulationen versenken - ebenfalls auf Kosten des Steuerzahlers.

Ungeachtet dessen werden auch noch viele andere US-Banken, auch solche, die laut Stress-Test gesund scheinen, über den Jordan gehen bzw. in der Verstaatlchung enden:

http://www.ariva.de/..._Baeren_Thread_t283343?pnr=5909000#jump5909000




AIG-Chart (typischer "L-Boden"):
(Verkleinert auf 82%) vergrößern
US-Aktien nach Chapter-11-Pleiten 235994
US-Aktien nach Chapter-11-Pleiten Partisan
Partisan:

Wer tradet denn ernsthaft noch AIG oder City....?

 
31.05.09 10:50
#32
I can't believe it....
US-Aktien nach Chapter-11-Pleiten Anti Lemming
Anti Lemming:

AIG zehn Jahre später

 
22.07.19 07:13
#33
Die "L-Boden"-Prognose aus 2009 (in Posting # 31) war auf den Punkt:
(Verkleinert auf 96%) vergrößern
US-Aktien nach Chapter-11-Pleiten 1124243
US-Aktien nach Chapter-11-Pleiten Anti Lemming
Anti Lemming:

Fannie Mae zehn Jahre später

 
22.07.19 07:14
#34
(Verkleinert auf 96%) vergrößern
US-Aktien nach Chapter-11-Pleiten 1124244
US-Aktien nach Chapter-11-Pleiten Anti Lemming
Anti Lemming:

Citigroup zehn Jahre später

 
22.07.19 07:16
#35
(Verkleinert auf 96%) vergrößern
US-Aktien nach Chapter-11-Pleiten 1124246
US-Aktien nach Chapter-11-Pleiten Anti Lemming
Anti Lemming:

Freddie Mac zehn Jahre später

 
22.07.19 07:27
#36
Ich sollte noch anmerken, dass die beiden vormals halbstaatlichen US-Hypothekenbanken Fannie Mae und Freddie Mac (denen Trumps Vater übrigens seinen Reichtum verdankte, den er an Sohn Donald vererbte) offiziell nie pleite gegangen sind, sie wurden "nur" unter Staatsschutz gestellt.

Daher greift die Chapter-11-Problematik bei Fannie und Freddie nicht. Das ändert freilich wenig am faktischen Totalverlust für Halter aus 2007.

Ähnlich erging es (reversed split bereinigt) den Aktionären der Deutschen Bank und der Commerzbank. Bei diesen beiden deutschen Banken kommt allerdings hinzu, dass deren Aktien inzwischen weniger wert sind, als die Aktionären in den letzten 10 Jahren in Gestalt von Kapitalerhöhungen (KE) nachgeschossen hatten.

Das bedeutet: Im Gegensatz zu den vier amerikanischen "de-facto-Pleiteaktien" Fannie, Freddie, AIG und Citigroup erlitten die Aktionäre von Deuba und Coba somit MEHR als einen Totalverlust. Denn sie zahlten in Gestalt der KEs sogar noch etwas obendrauf, so dass sich das ursprüngliche "Investment" in einen Negativsaldo umkehrte!
(Verkleinert auf 96%) vergrößern
US-Aktien nach Chapter-11-Pleiten 1124249
US-Aktien nach Chapter-11-Pleiten Anti Lemming
Anti Lemming:

Korrektur

 
22.07.19 07:29
#37
"reverse split" bereingt
US-Aktien nach Chapter-11-Pleiten union

WMI war (ist) in Chapter11

 
#38
Die Aktionäre haben überlebt (Gott sei Dank) und haben zusätzlich Escrows bekommen, die für etwaige Werte im Wasserfall und außerhalb des Wasserfalles da sind.

Die Frage aller Fragen ist: Kommen nach dem Ende des Wasserfalles noch Milliarden zurück... bin gerade auf der Suche nach dem Chapter11-Fall von GM... da soll es so gewesen sein... aber ohne Aktionäre.


LG
union  


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