Wenn URKA die GDRs löschen will, muß es sich an den Vetrag mit Mellon halten.
Das dürfte heißen, die Aktien werden von Mellon umgetauscht und in Moskau verkauft. Die Aktionäre erhalten entsprechend den Erlös.
Beispiel:
www.orlen.pl/EN/InvestorRelations/...nouncement-no-782013.aspx
According to the terms of the Deposit Agreement, the Depositary Bank shall, as soon as possible after the termination of the Deposit Agreement, sell the Company’s shares held by the Depositary Bank and related to outstanding GDRs. The Depositary Bank shall deliver cash from such sale to holders of these GDRs, proportionally to the number of shares represented by GDRs held by them.
In welchen Händen befinden sich die GDRs? Es müßten doch noch immer fast 20% des Aktienkapitals sein? Hinterlegt als bei der VTB Bank als Sicherheit?
Ein Drittel URKAS gehört immerhin dem Staat.
Sollte eine Bank die GDRs einfach entschädigungslos ausbuchen, wäre das für mich Unterschlagung. Selbst wenn die GDRs nicht, wie jetzt, unlimitiert(war zunächst bis März? limitiert) in Originalaktien getauscht werden dürften, bleibt doch Recht auf Barausgleich bei Ende des GDR-Vertrages bestehen. Sollte auch nur ein US-Anleger geprellt werden, gibt es ohnehin einen Prozeß in New York, den URKA garantiert verlieren würde, mit fatalen Folgen für URKAS Kreditwürdigkeit und Rußland. Außerdem wird hier bei Ariva auch eine Anleihe von Uralkal aufgeführt...
Ich werde abwarten. Vielleicht werden die Sanktionen gelockert und der Ölpreis hält sich einigermaßen. Der Agrarbereich hängt leider völlig durch, längerfristig bin ich sehr optimistisch.