ÜBERBLICK/Analysen von Dienstag, 26. Februar


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ÜBERBLICK/Analysen von Dienstag, 26. Februar

 
27.02.02 07:14
KONJUNKTUR US-Verbrauchervertrauen enttäuschend =

Als enttäuschend, aber durchaus zu erwarten bezeichnet ein Volkswirt der DZ-Bank die Daten zum US-Verbrauchervertrauen. Die Prognosen für Februar seien von vornherein zu optimistisch gewesen. Die Konjunktur befinde sich derzeit in einem "typischen Wendequartal", so dass Schwankungen nicht ungewöhnlich seien. An der Erwartung der DZ-Bank einer konjunkturellen Erholung in den USA im zweiten Halbjahr ändere sich durch die Februar-Daten freilich nichts.

DEUTSCHE POST MS sieht günstig bewertet =

Die Analysten von Morgan Stanley sehen die Aktien der Deutschen Post World Net günstig bewertet. Der Bewertungsabschlag zur Konkurrenz sei übertrieben und das negative Wachstum im Briefgeschäft bereits eingepreist. Daher liege das Kursziel bei 17 EUR. Das Rating lautet weiterhin "Outperformer".

DEUTSCHE TELEKOM ML: Kartellentscheidung verschärft Probleme =

Die Analysten von Merrill Lynch (ML) sehen die negative Entscheidung der Regulierungsbehörde zum Kabelnetzverkauf der Deutschen Telekom an Liberty Media als schlecht für den Schuldenabbauplan des ehemaligen Staatskonzerns an. Das Ziel der Telekom, die Nettoverschuldung bis Ende 2002 um 15 Mrd EUR auf 50 Mrd EUR abzubauen, sei ohne diesen Verkauf schwierig zu erreichen. Auch sei es im gegenwärtigen Marktumfeld nicht leicht, einen neuen Käufer für das Kabelnetz zu finden, sagen die Analysten. Das Rating lautet unverändert "Reduce/Sell". Die Aktie bleibe dennoch ein "Long Term Buy".

SAP Julius Bär nimmt Beobachtung mit "Buy" wieder auf =

Julius Bär nimmt das Coverage von SAP mit "Buy" und einem Kursziel von 182 EUR wieder auf. Die verbesserte Funktionalität der E-Business-Produkte, die starken Gewinne an Marktanteilen und das Verkaufspotenzial von neun Mrd EUR bei der überarbeiteten mySAP-Plattform werden als die drei Pfeiler für langfristiges Wachstum gesehen. Der 13-prozentige Bewertungsaufschlag zu den Wettbewerbern auf Basis des KGV von 2003 sei gerechtfertigt, weil SAP über das bessere Risikoprofil verfüge, heißt es.

SCHERING GS: Weiter "Outperformer" =

Die Analysten von Goldman Sachs bekräftigen für Schering ihre Einschätzung "Outperformer" und belassen das Kursziel bei 75 EUR. Der 18-prozentige Abschlag bei der Bewertung gegenüber den Branchenkonkurrenten sei nicht berechtigt. Dabei werde eine Reihe von Vorzügen des Unternehmens, darunter das beachtliche Potenzial aus der Pille Yasmin, vernachlässigt. Auch die attraktive Forschungs- und Entwicklungs-Pipeline sowie die große strategische Flexibilität sprächen für Schering.

THYSSENKRUPP Ergebnis über den Erwartungen =

Nach Angaben eines Analysten liegt das Ergebnis von ThyssenKrupp über den Erwartungen des Marktes. Rechne man den Krones-Verkauf heraus, liege der Vorsteuergewinn bei rund "Null Euro". Dies sei immer noch deutlich über den Konsenschätzungen, die von einem Verlust von 33 Mio EUR ausgegangen seien, heißt es. Eine solche Abweichung passe allerdings zur aktuell schwierigen Lage von ThyssenKrupp und überrasche daher nicht. Die leicht unter den Schätzungen ausgefallenen Daten zum Auftragseing und Umsatz dürften nicht weiter negativ beeinflussen, so der Analyst weiter.

ABN Amro: Zahlen besser als erwartet =

Die Analysten von ABN Amro bezeichnen die Zahlen von ThyssenKrupp für das erste Quartal des laufenden Geschäftsjahres als überraschend gut. Allerdings ändere dieses Ergebnis wenig an dem nur schwach voranschreitenden Erholungsprozess des Konzerns. Daher würden voraussichtlich keine signifikanten Veränderungen an den Gewinnschätzungen vorgenommen, sagen die Analysten. Das Rating lautet unverändert "Hold".

DEUTSCHE BÖRSE WestLB: Zu hoch bewertet =

Die Analysten von WestLB Panmure bestätigen für die Titel der Deutschen Börse AG das Rating "Underperform". Zwar sei das Unternehmen ein gut diversifizierter Finanzdienstleister, der die Wachstumsziele für 2002 und 2003 betätigt habe. Doch erscheine die Marktbewertung als zu hoch, das gegenwärtige Allzeithoch sei nicht gerechtfertigt. Das hausinterne Bewertungmodell ergebe einen Fair Value von 39,50 EUR.

DEPFA Lehman: Ersteinschätzung "Strong Buy" =

Die Analysten von Lehman Brothers stufen Depfa Bank in einer Ersteinschätzung mit "Strong Buy" ein. Die Aufsplittung der Bank in Depfa Bank und Aareal Bank sei positiv zu werten. Sie ermögliche beiden Teilen eine verbesserte Umsetzung der eigenen Geschäftsmodelle. Auch die Aareal Bank wird von den Analysten in einer Ersteinstufung mit "Strong Buy" eingeschätzt. Das Kursziel für Depfa Bank lautet 86,50 EUR, das für Aareal Bank 32,50 EUR.

PRO7SAT1MEDIA ABN Amro: Ausblick zu optimistisch =

Die Analysten von ABN Amro sehen den Ausblick von ProSiebenSAT1 als zu optimistisch an. Der Konzern habe im Rahmen der Veröffentlichung der Ergebnisse 2001 ein einstelliges Gewinnwachstum im TV-Geschäft und im EBT für 2002 in Aussicht gestellt. Diese Einschätzung werde nicht geteilt, heißt es. Insgesamt werde für 2002 mit einem Vorsteuerverlust gerechnet.

Sal. Oppenheim stuft auf "Outperformer" hoch =

Die Analysten von Sal. Oppenheim stufen ProSiebenSAT1 auf "Outperformer" hoch. Zwei Hauptsorgen seien getilgt, nachdem die Fusion mit KirchMedia verschoben worden sei und ein Tausch von Vorzugs- in Stammaktien stattfinden werde. Die sich abzeichnende Konjunkturerholung dürfte auch den Werbemarkt beleben, so die Analysten. Sie heben den Fair Value auf 9,75 EUR an.

TECIS ComSec stuft auf "Sell" herunter =

Die Analysten der Commerzbank Securities (ComSec) haben tecis auf "Sell" von "Reduce" heruntergestuft. Gleichzeitig werde das Kursziel auf 23,70 EUR von 32,50 EUR reduziert. Auch die Gewinnschätzungen wurden gesenkt. Die Zahlen für 2001 seien enttäuschend gewesen und auch der Ausblick für 2002 sei schwach ausgefallen, heißt es. Zudem habe der Finanzdienstleister einen großen Auftrag verloren. Im Vergleich zu den Konkurrenten AWD und MLP sei tecis nun hoch bewertet. Das Kurs-Gewinn-Verhältnis auf Basis der 2002 zu erwartenden Gewinne betrage 56 gegenüber 22 bei AWD und 44 bei MLP.

BB: Vorläufige Zahlen enttäuschend =

Die Analysten der Berenberg Bank (BB) sehen die vorläufigen Jahreszahlen für 2001 von tecis als enttäuschend an. Besonders im vierten Quartal zeige sich ein deutlicher Rückgang der Geschäftstätigkeit, sagen die Analysten. Der Umsatzausfall beruhe hauptsächlich auf einer verringerten Anlagebereitschaft der tecis-Kunden bei Investmentfonds. Trotzdem erreiche der Finanzdienstleister und speziell dessen Vertriebsgesellschaft aber eine erfreulich hohe Profitabilität, heißt es. Das Rating lautet unverändert "Halten".

Berenberg: Trotz Kursverlust noch überbewertet =

Die Titel des Finanzdienstleisters tecis verlieren am Dienstag nach der Gewinnwarnung. "Die Aktie ist noch immer überbewertet und hat kurzfristig Abwärtspotenzial", sagt ein Analyst der Berenberg Bank, der tecis mit "Hold" und einem fairen Wert von 22 EUR einstuft. Die Margen seien jedoch positiv, sie blieben "sehr stark".

AIR LIQUIDE ABN Amro bekräftigt "Hold" =

Die Analysten von ABN Amro erwarten, dass der Gewinn je Aktie bei Air Liquide im Jahr 2002 um 9,3 Prozent auf 8,57 EUR steigen wird. Die vorgelegten Jahreszahlen seien robust und sprächen für die defensiven Qualitäten der Industriegasbranche in einem schwierigen Wirtschaftsumfeld, heißt es. Die Einschätzung "Hold" mit Kursziel 160 EUR werde beibehalten, da der Unternehmenswert im Verhältnis zum EBITDA 2002 dem Sektordurchschnitt entspreche.

SocGen und KBC sehen Wachstum kritisch =

Zwar bewerten Analysten den Gewinn von Air Liquide 2001 als durchweg solide, doch wird die Wachstumsdynamik des Unternehmens kritisch gesehen. So zeigt sich Societe Generale (SocGen) über das EBIT-Wachstum enttäuscht, und auch die Analysten von KBC äußern sich ob der weiteren Verlangsamung im vierten Quartal besorgt. Air Liquide hatte angekündigt, dass sowohl Umsatz als auch Nettogewinn in den ersten sechs Monaten des laufenden Jahres auf dem Niveau des zweiten Halbjahrs 2001 liegen werden.

ALCATEL UBS Warburg senkt Kursziel auf 13 EUR =

Die Analysten von UBS Warburg haben das Kursziel für die Alcatel-Aktien auf 13 EUR von 17 EUR gesenkt. Das "Hold"-Rating wird beibehalten.

BT Breitband-Preis muss auf 20 GBP fallen =

British Telecom (BT) steigen nach der Senkung der Breitband-Preise knapp ein Prozent. Obwohl der Großhandelspreis nach Ansicht von Nomura bei 14,75 GBP pro Monat liegen wird, werde der Endverbraucherpreis etwa 30 GBP betragen. Nomura meint, das der Preis aber mehr bei 20 GBP pro Monat liegen müsse, um die Nachfrage zu beleben. Sie bestätigen vorbehaltlich der Analystenkonferenz um 11.30 Uhr MEZ die Einstufung "Buy".

ComSec: Ersteinschätzung mit "Buy" =

Die Analysten der Commerzbank Securities (ComSec) haben British Telecom in einer Ersteinschätzung mit "Buy" eingestuft. Trotz einiger Probleme des Konzerns werde das Kerngeschäft in Großbritannien als gesund angesehen. Auf Basis des hauseigenen DCF-Modells wird der Aktie ein fairer Wert von 300 p zugebilligt, was einem Aufwärtspotenzial von 24 Prozent entspricht.

CS GROUP SG stuft auf "Buy" von "Hold" =

Das Investment Research der Societe Generale (SG) hebt das Rating für Credit Suisse Group auf "Buy" von "Hold" an. Das Kusrziel wird auf 64 CHF angehoben.

ENI J.P. Morgan belässt vor Zahlen weiter auf "Buy" =

Die Analysten von J.P. Morgan behalten ihr Anlagevotum "Buy" mit Kursziel 17 EUR für ENI vorerst bei. Der Versorger wird am Mittwoch vorläufige Ergebnisse für das Geschäftsjahr 2001 vorlegen. Der Nettogewinn wird nach Schätzungen der Analysten wie schon im Vorjahr bei 5,67 Mrd EUR liegen. Dies wäre "gut", da die übrige Branche einen Rückgang um durchschnittlich sechs Prozent verzeichnet habe. Die Analysten interessieren sich besonders für Erschließungs- und Entwicklungskosten im Branchenvergleich.

PRUDENTIAL Numis bestätigt "Buy"-Rating =

Numis Securities hat ihr "Buy"-Rating für Prudential bestätigt. Zuvor hatte das Unternehmen für das Jahr 2001 im Rahmen der Erwartungen liegende Zahlen zum operativen Gewinn gemeldet. Die Ergebnisse seien "ziemlich positiv" und enthielten Anzeichen für positive Margentrends. Zwar liege das Plus bei der Dividende leicht unter den Prognosen, insgesamt gebe es jedoch nichts, was die Anleger schockieren könnte, so die Analysten.


ABN Amro: Weiter "Reduce" =

Die Analysten von ABN Amro bestätigen für Prudential ihre Empfehlung "Reduce". Zwar habe die Versicherungsgesellschaft beim Umsatz zugelegt, doch seien in fast allen Regionen die Margen zurückgegangen. Gemessen am Bewertungsmodell der Analysten seien die Titel unter allen britischen Lebensversicherern die teuersten.

RBOS ML Nimmt auf Europe-1-Liste =

Die Analysten von Merrill Lynch (ML) nehmen Royal Bank of Scotland (RBoS) auf ihre Europe-1-Liste mit der Einstufung "Strong Buy". Die fundamentale Bewertung lege einen fairen Wert von 2.100 p nahe. Das 12-Monats-Kursziel belaufe sich auf 2.050 p. Weil die Aktie mit einem Abschlag zu den britischen Wettbewerbern gehandelt werde, glauben die Analysten von Merrill nicht, dass der aktuelle Kurs das relative Wachstumspotenzial von RBoS widerspiegelt.

SWISS RE Sal.Opp.: 02 mit deutlichem Gewinnzuwachs =

Schweizer Rückversicherung (Swiss Re) dürfte im Jahr 2002 einen deutlichen Gewinnzuwachs erzielen, sagt Analyst Horst Wiemer von Sal. Oppenheim. "Swiss Re hat einen Anstieg der Prämien um 15 Prozent ausgehandelt, doch das Umsatzwachstum wird deutlich darüber liegen", fügt er hinzu. Die Schwankungsrückstellungen von einer Mrd CHF für die Terroranschläge auf das WTC seien nicht Besorgnis erregend, da es die Vorsicht des Unternehmens verdeutliche.



vwd/26.2.2002/hab

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