auch weniger Aufmersamkeit bedeuten.
Nichtdestotrotz wäre die UBAG nach einem EXIT der SALT AG
noch unterberteter als sie heute schon erscheint.
(Der Wert von Beteiligungen sind immer schwer zu einzuschätzen)
Bericht v. Reuters:
FOKUS 1 - UBAG stockt Anteil an der SALT AG auf über 50 vH auf
München, 28. Jan (Reuters) - Die Beteiligungsgesellschaft UBAG Unternehmer Beteiligungen AG hat ihren Anteil an der Würzburger SALT AG auf mehr als 50 Prozent aufgestockt und will das Logistik-Softwareunternehmen an die Börse bringen. Die UBAG habe 8,2 Millionen Aktien von den Altaktionären übernommen, sagte UBAG-Vorstand Richard Ramsauer am Montag in München. Diese erhielten dafür neben Bargeld in einem Aktientausch 3,5 Millionen neue UBAG-Aktien und seien damit mit über 25 Prozent an der am Neuen Markt gelisteten Firma beteiligt. Über den Preis sei Stillschweigen vereinbart. Der Gang der Salt AG an den Neuen Markt sei noch in diesem Jahr möglich, aber erst für 2003 geplant, sagte Ramsauer. Die UBAG-Aktie schnellte nach der Mitteilung um 12,5 Prozent auf 1,08 Euro nach oben.
Salt hat sich nach Angaben der UBAG auf die Optimierung von Warenlagern spezialisiert und dieses Geschäftsfeld durch Zukäufe um Telematik- Lösungen für Spediteure erweitert. Im vergangenen Jahr habe Salt mit über 100 Mitarbeitern mehr als zehn Millionen Euro umgesetzt und wolle 2002 die Gewinnschwelle erreichen, sagte Ramsauer. Er rechne mit einer kräftigen Umsatzsteigerung. Über acht Millionen Euro Umsatz seien bereits jetzt sicher. Am Ende des Jahres werde Salt schwarze Zahlen schreiben, äußerte er sich zuversichtlich. Ziel bleibe der Gang an den Neuen Markt. "Wenn Salt nicht dahin passt, wer dann?", sagte er. DIE UBAG SELBST WERDE DAGEGEN NOCH IM ERSTEN QUARTAL ÜBER EINEN WECHSEL IN DAS KLEINWERTESEGMENT SMAX ENTSCHEIDEN.
"Für uns ist das ein Riesenschritt", sagte Ramsauer zu der Anteilsaufstockung weiter. Nach Angaben aus Verhandlungskreisen stellte das Investment über 50 Prozent des gesamten Beteiligungsportfolios der UBAG dar, das das Unternehmen selbst mit 80 Millionen Euro bewertet. Die UBAG war nach Angaben Ramsauers bisher bereits mit drei Prozent an Salt beteiligt. Darüber hinaus halte die Vorgängergesellschaft VTC weitere zehn Prozent über Fonds. Die SAP -Tochter SAP Venture ist mit weniger als zehn Prozent an Salt beteiligt. Abgegeben wurden die Salt-Aktien von den Altaktionären um die beiden Gründer Erwin und Rudi Scheiner. "Mit dem Aktientausch demonstrieren wir, dass wir in einem Boot sitzen", sagte Ramsauer.
Mit weiteren großen Engagements will die UBAG noch warten. "Wir brauchen sicher ein Quartal, um das zu verdauen", sagte Ramsauer. Weitere Projekte könnten vorerst ohnehin nur in bar finanziert werden, da das genehmigte Kapital ausgeschöpft sei.