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Grenzwerte fragwürdig ermittelt
Die Kritik der Mediziner entzündet sich vor allem daran, dass es rein mathematische Rechenmodelle sind, die den Grenzwerten zugrunde liegen. Tatsächlich ist auf diese Weise ein Limit für Stickoxide in der Außenluft festgelegt worden, das 40 Mikrogramm pro Kubikmeter beträgt. Am Arbeitsplatz hingegen, wo man sich letztlich viele Stunden lang aufhält, sind 950 mg pro Kubikmeter erlaubt - mehr als das 23-fache also. Der Unterschied zwischen beiden Grenzwerten erklärt sich dadurch, dass derjenige für den Straßenverkehr auf den erwähnten statistischen Rechenmodellen basiert, während der andere für den Arbeitsplatz durch Versuche mit Ratten ermittelt worden ist.
Unterstützung findet Lungenarzt Köhler beim Chefarzt der Stuttgarter Lungenklinik im Krankenhaus vom Roten Kreuz, Martin Hetzel. "Den Grenzwerten für Feinstaub und Stickoxid fehlt die wissenschaftliche Begründung", sagte Hetzel der Frankfurter Allgemeinen Zeitung und fügte hinzu: "Wir kennen aus dem Klinikalltag keine Patienten, die allein aufgrund dieser Schadstoffbelastungen schwer erkrankt oder verstorben sind".