Türkei in der EU: Riesenchance oder Ruin?


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preisfuchs:

Türkei in der EU: Riesenchance oder Ruin?

 
16.12.04 10:37
Erdogan wirbt für Aufnahme von EU-Beitrittsverhandlungen

"Einheit in Vielfalt": Ministerpräsident Erdogan. (Foto: Reuters) Hamburg - Vor der Entscheidung der EU-Staats- und Regierungschefs über die Aufnahme von Beitrittsverhandlungen mit der Türkei hat der türkische Ministerpräsident Recep Tayyip Erdogan für sein Land geworben. In einem offenen Brief an die Deutschen in der "Bild"-Zeitung sprach sich Erdogan für eine positive Entscheidung zugunsten der Türkei aus.

Der 17. Dezember entscheide "auch über europäische Kernwerte und das Schicksal der weiteren Zusammenarbeit unserer Nationen", erklärte Erdogan. Der Ministerpräsident betonte, die Türkei habe "alle Forderungen erfüllt und damit die Grundlage für eine positive Entscheidung geschaffen". Erdogan versichert, dass die Türkei "keine Last für die EU" werde.

In dem Beitrag verweist der Regierungschef darauf, das sich die EU dem Prinzip "Einheit in Vielfalt" verpflichtet habe. Er halte es jedoch für inkonsequent, dieses Prinzip in der EU zu verwirklichen und gleichzeitig die Türkei wegen ihrer unterschiedlichen Kultur und Religion anzuprangern.

"Türkei wird noch fortschrittlicher sein"

Ergodan erklärte, er glaube an das "Veränderungs- und Entwicklungspotential der Türkei und des türkischen Volkes“. Bis zur Mitgliedschaft in der EU werde sich das Land von der heutigen Türkei unterscheiden und noch fortschrittlicher sein.

Die 25 Staats- und Regierungschefs der EU wollen bei ihrem am Donnerstagabend in Brüssel beginnenden Gipfel über die Aufnahme von Beitrittsverhandlungen mit der Türkei abstimmen. Dabei wird morgen mit einem Ja gerechnet. Offen sind aber noch Detail- und Formulierungsfragen. Die EU-Kommission und am Mittwoch auch das EU-Parlament sprachen sich bereits für Verhandlungen aus. (md/dpa/ddp/AFP)


wie mag der offene brief vom inhalt geschrieben sein?

hey kollega schroder

warum andere staaten nix wollen das turkey in eu?
unsere land gut. wir türkisch sind in deutschland mit fast-food kepab spitze. is zwar voll krass das manchmal wichst türkisch mann in weise kebabsose aber is voll cool, oder?.
weist du schroder, wenn turkei in eu dann ist scheiss egal ob mustafa vor wien lange zeit her gefallen, weil josef auf mustafa geschossen. heute wir nix mehr kommen wie fruher mit pferd und kanonen. wir haben turkisch airline und gegeben auch neuen auftrag an airbus.
wenn turkei in Eu dann Eu ist wie neue weltreich weil asien bald auch eu.
und weist schroder mit turkei wir sind ein volk. deutsche volk muss nix mehr kaufen knoblauch wir schenken deutsche volk knoblauch, damit nix unterschied mehr ist.
bohh eh weist kollega schroder stell dir vor, wenn du in turkei machst urlaub das iss wie in mallorca. das ist wie neue insel fur deutsch aussteiger.
also kollega mach nix problem und wenn andere fragen, sag immer ja.

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preisfuchs:

warum ist den das im hot-stock forum? o. T.

 
16.12.04 13:39
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Schwertfeger:

gestern auf videotext gelesen

 
16.12.04 13:48
das laut einer befragung von 7000 türken in der türkei 28% sich auf den weg machen würden und ihr glück in europa probieren würden.

vorhergehenden studien zu folge waren es 7%...


die zahl der "ausflügler" hat sich dieser studie zu folge in einem jahr vervierfacht....

ich denke bis es dann soweit ist packt nicht "nur" jeder 4. sondern jeder 2. seine koffer und hofft auf fliegende gebratene tauben die man einfach nur noch essen muß in deutschland.
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börsenfüxlein:

...

 
16.12.04 13:53
ja ihr Deutschen werdet ein paar Muslmänner mehr bekommen *LOL*

füx
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preisfuchs:

ein paar?

 
16.12.04 14:15
schön wärs wenn bayern ein eigener staat werden würde.
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Happy End:

Zur Sache:

 
16.12.04 14:27
"Privilegierte Partnerschaft"

Die Türkei ist NATO- Mitglied, sitzt im Europarat und erfreut sich einer Zollunion mit der EU.

Das einzige Privileg, was dieser Partnerschaft noch fehlt, ist die EU- Mitgliedschaft.

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Dr.UdoBroem.:

Och Schwertfeger

 
16.12.04 14:42
Kannst du mal ne Quelle für diese ominöse Umfrage reinstellen?

Ich denke mal, dass es sich auch bis in die letzten Winkel der Türkei herumspricht, dass hier gerade für Menschen mit geringer Qualifizierung nicht mehr viel zu holen ist.
Jeder Türke auf Heimaturlaub berichtet schließlich über seine Erfahrungen hier.

Zum anderen wächst die Wirtschaft in der Türkei auch nicht gerade langsam - bis zu einer eventuellen Arbeitsfreizügigkeit für Türken in der EU können auch vor Ort viele der jetzt Mirgationswilligen eine Beschäftigung gefunden haben - sind ja noch ein paar Jährchen bis dahin...

Türkei in der EU: Riesenchance oder Ruin? 1745670
Truth is stranger than fiction, because fiction has to make sense
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Schwertfeger:

wie och schwertfeger

 
16.12.04 14:54
doc?

stand gestern im ard  videotext seite 121. heute nicht mehr sorry.

ne andere quelle habe ich nicht.

es ist ja nicht so das ich die türken auf dem land nicht verstehe,wäre ich einer würde ich sicher das gleiche machen.

trotzdem  muß ich es aber noch lange nicht gutfinden was uns laut dieser studie  erwarten wird, auch wenn ich in einer ähnlichen situation genauso entscheiden würde.

PS: auch bezieht sich die zahl auf türken die vorhaben nach europa  zu gehen. kommen also nicht alle nach deutschland auch wenn wir sicher den größten teil stemmen müssen.

gruß schwertfeger
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Kicky:

Müntefering führte vollmundig d. wachsenden Import

 
16.12.04 15:44
und die steigende wirtschaftliche Bedeutung an heute morgen  bei n-tv ,aber ist das wirklich so relevant?
"Seien wir mal ehrlich: Aus volkswirtschaftlicher Sicht gibt es kaum Argumente, die Türkei aufzunehmen", erläutert Alan Marin, Dozent an der London School of Economics.

CONTRA: Geteiltes Land

Fast 60 Prozent der Exporte kommen aus dem Großraum Istanbul. Der unterentwickelte Osten des Landes hängt weit zurück. Investitionen sind nicht in Sicht. Von der wirtschaftlichen Leistungsfähigkeit ihrer westlichen Nachbarn sind die Türken noch weit entfernt.

Das Land gehört zu den am höchsten verschuldeten Staaten der Welt. Ohne Hilfe des Internationalen Währungsfonds geht es nicht. Deshalb wurden der Türkei zuletzt Kredite in Milliarden in Aussicht gestellt. Risiken für die wirtschaftliche Stabilität birgt vor allem das Handelsdefizit.

Zwar hat sich die Türkei zur Export-Nation entwickelt - stärker allerdings haben noch die Importe zugelegt. Experten sehen darin schon erste Anzeichen einer neuen Krise.

CONTRA: Ärmer als die ärmsten in der EU

Viele befürchten, Ankara würde einen Großteil der EU-Entwicklungsgelder aufsaugen, die in Ländern wie Portugal und Irland zu einem kräftigen Motor für die Wirtschaftsentwicklung wurden. Und selbst wenn die Türkei erst in 15 Jahren beitreten würde, wären die Belastungen wegen der Osterweiterung im Mai noch immer enorm.

Das türkische Pro-Kopf-Einkommen beträgt nur rund ein Drittel des EU-Durchschnittes vor dem 1. Mai. Selbst die ärmsten neuen EU-Mitglieder - Polen, Lettland und Litauen - brachten es immerhin auf 40 Prozent.

UNENTSCHIEDEN: Wirtschafts-Migration

Die Gegner eines türkischen Beitritts argumentieren ferner, die Aufnahme von über 70 Millionen Türken auf einen Schlag - kaum weniger als in den zehn neuen Staaten vom Mai zusammen - würde die Europäische Union überfordern. Das Schreckensbild der Beitritts-Gegner sind schlecht ausgebildete Hilfsarbeiter, die den gesättigten Arbeitsmarkt Europas überfluten.

Andererseits waren solche Sorgen schon 1986 weitgehend unbegründet, als es um eine EU-Mitgliedschaft von Spanien und Portugal ging. Und für viele Befürworter wären junge türkische Arbeitskräfte genau das, was Europa brauche, um die Rentenkrise der überalterten Gesellschaft mit Steuern und Rentenzahlungen abzufedern.

Diejenigen Türken, die sich auf den Weg nach Europa machten, würden häufig Jobs übernehmen, die die Einheimischen ablehnten, oder die selbst in Zeiten hoher Arbeitslosigkeit gar nicht auf dem Markt angeboten würden, argumentieren viele.

PRO: "Erstaunlicher" Wachstumskurs

Außerdem würde die Aufhebung aller Restriktionen für türkische Gastarbeiter wahrscheinlich sowieso noch zwei Jahrzehnte dauern. Die meisten EU-Staaten haben mit den neuen östlichen Ländern lange Übergangsregelungen ausgehandelt und werden wohl genauso mit Ankara verfahren.

Außerdem befindet sich die türkische Wirtschaft drei Jahre nach der schwersten Krise der Nachkriegszeit wieder auf Wachstumskurs: In den vergangenen zwei Jahren betrug der Zuwachs im Durchschnitt 8,5 Prozent. Selbst die Inflation, die erstmals seit langem unter zwölf Prozent liegt, gibt vielen Grund zur Hoffnung. Der Generalsekretär der OECD, Donald J. Johnston, bezeichnete den wirtschaftlichen Fortschritt in der Türkei jüngst als "erstaunlich".

PRO: Jobverlagerung ins Billiglohnland

Für das Verlagern von Arbeitsplätzen ins Ausland bietet die Türkei schon heute ideale Bedingungen: Niedrige Löhne innerhalb der EU-Grenzen - und somit den garantierten Zugang zum europäischen Markt. Für Vural Öger, den erfolgreichen türkisch-stämmigen Tourismus-Unternehmer und Europaparlamentarier der Sozialdemokraten, haben die reichen Staaten nichts von der Türkei zu befürchten, sie könnten im Gegenteil sogar von ihrem Beitritt profitieren.

Die deutsche Automobilindustrie beispielsweise habe im vergangenen Jahrzehnt durch das Outsourcing mehr Jobs in der Heimat geschaffen als in den zehn Jahren zuvor, erläutert Öger. Der Grund liege in der Effizienzsteigerung, die mit dem Outsourcing nach Osteuropa erzielt wurde: "Es ist besser, Teile in der Türkei als in China zu produzieren. Diese sind innerhalb von 36 Stunden in einer europäischen Fabrik. Von China aus dauert es Wochen."  bei n-tv

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Kicky:

Kompliziertes Verfahren bei Beitrittsgesprächen

 
16.12.04 15:55

Vor einem Beitritt muss jedes Kandidatenland das gesamte gemeinsame Recht der EU übernehmen - vom Kartellrecht für Großkonzerne bis zu Hygienevorschriften für Schlachthöfe. Damit steht der Türkei eine gigantische Neuordnung bevor, ob in der Wirtschaft, der Landwirtschaft oder in der Verwaltung.

Die Verhandlungen mit den zehn jüngsten EU-Staaten umfassten 31 so genannte Kapitel - Einzelposten wie "Freier Kapitalverkehr", "Sozialpolitik", "Statistik", "Unternehmensrecht" und viele mehr. Wird die Übernahme des EU-Rechts in einem der Kapitel als vollendet betrachtet, so wird es "vorläufig" geschlossen. Es ist allerdings möglich, in einigen Bereichen auch nach der Aufnahme noch lange Zeit mit Übergangsregelungen zu arbeiten.

Die EU-Kommission in Brüssel erstattet dem Rat - also den Regierungen - jährlich Bericht über den Stand der Dinge. Am Ende muss sie es beurteilen, ob der Kandidat die Reifeprüfung bestanden hat. Über die Aufnahme entscheiden dann die Regierungschefs und schließlich müssen alle nationalen Parlamente und das Europaparlament zustimmen.  


 
 
    Erdogan hat eine Anerkennung Zyperns vor der Wiedervereinigung der geteilten Insel bislang abgelehnt. In Brüssel gilt es aber als undenkbar, Verhandlungen zu beginnen, wenn die Türkei ein EU-Mitglied nicht anerkennt. Zypern ist seit 1974 geteilt, im Norden sind seitdem 40.000 türkische Soldaten stationiert. Bei einem Referendum im März votierte der griechische Südteil allerdings gegen eine Wiedervereinigung, während der türkische Norden dafür stimmte.    
 
    Verhandlungsbeginn unklar
    Zudem offen blieb, wann die Beitrittsverhandlungen beginnen sollen. Erwartet wurde ein Datum in der zweiten Jahreshälfte 2005, damit die Aufnahme der Gespräche nicht mit der Ratifizierung der EU-Verfassung kollidiert. Besonders der französische Staatspräsident Jacques Chirac befürchtet, dass seine Landsleute das geplante Referendum zur Verfassung dazu nutzen könnten, ihre ablehnende Haltung zu einem EU-Beitritt der Türkei zum Ausdruck zu bringen. Schließlich dringt vor allem Österreich darauf, in der Gipfelerklärung eine Formulierung aufzunehmen, nach der als Ziel der Verhandlungen neben einer Vollmitgliedschaft der Türkei auch ein dritter Weg angesprochen wird.  
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Kicky:

European Human Rights Court verurteilt Türkei

 
03.02.05 23:22
(allerdings ist das Vergehen  wohl 1997 passiert,das Urteil erst jetzt)
The European Human Rights Court has condemned Turkey for subjecting a prisoner to electric shocks and beatings in a remand centre.
The panel on Thursday ruled that Turkey had violated Article 3 of the European Human Rights Convention regarding prohibition of inhuman and degrading treatment.
The prisoner Lazgin Biyan, was stripped and administered electric shocks and also beaten mercilessly while in police custody.
His interrogators were seeking to extract a confession from him about his links with Kurdish separatists.
"The Court found that the prisoner had received his injuries as a result of his treatment in police custody," a press release of the Human Rights Court said.

"Noting that his injuries were consistent with ill-treatment amounting to inhuman and degrading treatment, the Court held unanimously that there had been a violation of Article 3."
Rights violation

The Strasbourg-based tribunal also ruled that Turkey had violated Article 6 regarding the right to a fair trial, because the state security court which had tried and convicted the applicant was not impartial and independent.

The court awarded Biyan $11,650 in damages.

Biyan, 34, was arrested in 1997 on suspicion of membership of a secret committee providing assistance to the Kurdistan Workers' Party (PKK).
He was later sentenced to 12 years' imprisonment for membership of an illegal organisation.

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