
194.97.1.200/charts/1320000/20060719_1322236_1.gif" style="max-width:560px" align=left border=0>Frankfurt (derivatecheck.de) - Das technische Umfeld hat sich verschlechtert, berichten die Marktexperten der SEB AG.
Die mittelfristigen Trendindikatoren MACD und Momentum dürften nicht nur den vollständigen Abbau der positiven Impulse bescheinigen, sondern hätten die Nullachse bereits nach unten geschnitten. Beide Indikatoren würden unterhalb ihrer Triggerlinie schwächer tendieren, womit sich der Aufbau eines Überhangs an Abwärtspotenzial und - dynamik vollziehe, der jedoch "vom Betrag her" aus Sicht der Strategen noch nicht nennenswert sei. Negative Vorgaben kämen vielmehr von den kürzerfristigen Overbought / Oversold Indikatoren. RSI und Stochastiks würden eine intakte Abwärtsbewegungsdynamik anzeigen. Diese wäre bereits fortgeschritten, nachdem beide Indikatoren bereits in die Überverkauftbereiche eingetaucht seien. Die Volatilität liege bei 287,47 (287,68) Punkten, was einer statistisch maximalen Tages-Range von 1,98 % (1,84) entspreche.
Auf Sicht der kommenden fünf Handelstage würden die Marktprofis in Folge des sich abschwächenden Trendumfeldes sowie der von Seiten der Overbought / Oversold Indikatoren signalisierten Abwärtsbewegung zunächst mit einem anhaltend schwächeren Nikkei Index rechnen. Dabei dürfte sich die Abwärtsbewegung aber verlangsamen, so die Marktbeobachter, nachdem bereits ein Überverkauftszenario angezeigt werde und von dieser Seite der Druck auf den Index sukzessive nachlassen dürfte. Mit Blick auf die statistische Tagesschwankung sei aus ihrer Sicht dennoch ein nochmaliger Test der Jahrestiefs binnen von zwei Handelstagen möglich und durchaus wahrscheinlich. Spätestens dann sollte der Index aber zu einer Erholung ansetzen können, so die Marktkenner. Voraussetzung hierfür sei, dass sich die Overbought/Oversold Indikatoren stabilisieren und schließlich den Dreh nach oben vollziehen könnten. Die Möglichkeit hierfür gäbe es, nachdem die negativen Trendimpulse bislang nicht ausgeprägt vorlägen und "Raum" dafür bestehe, dass die Overbought / Oversold Indikatoren die kurzfristige Tendenz im Nikkei 225 Index dominieren würden.
Das Potenzial einer (Aufwärts-) Korrektur liege nach Meinung der Marktkenner erneut bei 15.131 Zählern, nachdem diese Marke gemäß dem Phänomen der Umkehrung als Widerstand fungiere. Weiterhin, so geben sie an, wäre es aber eher unwahrscheinlich, dass der Nikkei sein gesamtes Erholungspotenzial binnen von fünf Handelstagen ausschöpfen werde, sollte sich nicht eine zügige und dynamische Verbesserung beim Trendumfeld einstellen können. Relativ unwahrscheinlich sei zum gegenwärtigen Zeitpunkt auch, dass die Jahrestiefs während eines Tests nicht gehalten werden können und der Nikkei sich ungebremst weiter abschwäche.