Technischer Morgenkommentar vom 03.01.2006
§03.01.2006 07:37:00
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Allgemeine Beurteilung
Das neue Jahr begann auf der Aktien-Seite mit Kursgewinnen, vom Umsatz und Aktivitäten her, dominierte jedoch noch immer Feierlaune. Einige wichtige, tonangebenden Märkte hatten gestern geschlossen, so dass die von hier kommenden Impulse ausblieben. In der Konsequenz veränderte der gestrige Handelstag nichts an den Ausgangslagen der einzelnen Börsenbarometer, es verbesserten sich zum Teil lediglich die Schlusskurse im Vergleich zu Freitag letzter Woche.
Technisch auffallende Kursbewegungen sehen wir aktuell im Bund-Future, der zu Wochenbeginn um 0,25 Prozent abgab und im Tagestief die aktuell gültige untere Trendbegrenzungslinie seines noch gültigen ansteigenden Bewegungsschubes anhandelte – kurzfristig sogar temporär unterschritt - sowie in der Öl-Preisentwicklung. Sweet-Oil kletterte zu Wochenbeginn langsam aber stetig weiter, schloss damit am jüngsten Aufwärtsimpuls an und steht unmittelbar vor dem ersten Kurs-Ziel, dem Bereich um 61.90 USD. Gelänge hier ein Überspringen, wäre die bereits mehrfach angesprochene Umkehrformation im Sinne der Definition vollendet und wir würden mit strategisch weiter ansteigenden Kursen rechnen. Kursanstiege, jedoch weniger stark ausgeprägt, sehen wir auch im Brent-Crude-Oil. Strategisch stehen auch hier die Chancen auf einen mittelfristig weiterführenden Kursanstieg gut.
An der Währungsfront stellt sich weiterhin die strategische Frage, ob wir mittelfristig mit einem schwächeren US-Dollar rechnen müssen oder ob die jüngste Konsolidierung den letzten Schwächeimpuls der amerikanischen Währung wieder umkehrt.
(Bund-Future)
Bereits am letzten Freitag, zwanzig Minuten vor Handelsschluss, trat die Angebotsseite plötzlich eine Druckwelle los, die drei Viertel des Freitagsgewinns dahin schmelzen ließ. Diesem Impuls schloss sich der gestrige Handelsstart übergangslos an. Knapp eineinhalb Stunden nach Handelseröffnung, erreichte der Bund-Future mit 121.37 sein gestriges Tagestief, bevor eine Konsolidierung / Stabilisierung auf niedrigem Tagesniveau einsetzte und erst am späten Nachmittag / frühen Abend zu vorsichtigen Kursanstiegen führte. Am Tagesende setzten erneut Verkäufe ein und drückten den Schlusskurs auf 121.53.
Ordnen wir die gestrige Entwicklung dem Gesamtbild zu, so trübt sich der laufende Aufwärtstrend allmählich weiter ein. Grundsätzlich ist dieser noch immer intakt. Charttechnisch weist uns die Trendlinie ihren unveränderten Bestand aus, auch wenn sie intraday temporär durchhandelt wurde. Markttechnisch liegt uns im Kursverlauf des Bund-Futures auf Tagesbasis noch immer ein long-set-up vor, allerdings nähern sich die signalgebenden Indikatoren wieder deutlich einander an und kann sich der FGBL kurzfristig nicht deutlich erholen, wird es in ein, zwei Tagen zu einem Wechsel hin zu einem neutralen set-up kommen. Aus Sicht der Dow-Theorie ist der Aufwärtstrend noch immer intakt. Das Referenztief ist aktuell das Tagestief vom 22. Dezember bei 120.89.
Für unsere bestehende spekulative Trading-Long-Position passen wir den Stop-Kurs auf Höhe des gestrigen Tagestiefs bei 121.37 an. Im aktiv gemanagten Bund-Future-Zertifikat sind wir unverändert mit sieben von acht Handelssystemen auf der Long-Seite aktiv.
Ein Neuaufbau von Long-Positionen bzw. ein Zukauf ist aktuell nicht vorgesehen.
(US-Dollar)
Sehen wir uns den Kursverlauf des USD gegen den japanischen YEN an. Anfang Dezember endete der über Monate anhaltende Aufwärtstrend. Mit Bruch der unteren Trendbegrenzungslinie am 12. Dezember, setzte zwei Tage später ein kräftiger Abwärtsimpuls ein und drückte den USD im Tief auf 115.53 YEN, nachdem er knapp zwei Wochen davor noch nahe der 122 YEN notierte. Bis zum Jahresende setzte sich im Anschluss an den Absturz eine leichte Konsolidierung / Stabilisierung durch, die bis etwa 118 YEN reichte, aktuell mehren sich jedoch wieder Indizien, welche erneut Kursverluste im USD erwarten lassen.
Legen wir die Korrekturpotentiale an die Wegstrecke des jüngsten Abschwungs an und messen das Ausmaß der Korrektur, so überschritt diese nur knapp das errechnete minimale Korrekturpotential. In der Konsequenz rechnen wir aktuell zumindest mit einer statistisch hohen Wahrscheinlichkeit, dass nach Abschluss der Konsolidierung erneut mit Kursverlusten für den USD gerechnet werden könnte. Als aktuellen Widerstand definieren wir den Bereich um 118.16 YEN. Sollte dieses Niveau überschritten werden, ist unsere aktuell kurzfristig bearish´e Meinung für den USD gegen YEN hinfällig. Als kurzfristiges Kurs-Ziel definieren wir den Bereich um 116.04, darunter dann 115.53 YEN.
Gegenüber dem EURO baut sich aktuell ebenfalls ein gewisses Schwächepotential im USD auf. Wir halten weiterhin den Bereich um 1.1650 / 1.1700 USD und 1.1800 USD für eine nachhaltige Unterstützungsebene mit Potential auf der Oberseite für den EURO. Kursziel hier: 1.2080 USD. Als Stop-Kurs für unsere Markteinschätzung definieren wir hier den Bereich um 1.1750 USD.
Wir wünschen Ihnen einen erfolgreichen Handelstag !!
Uwe Wagner
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Uwe Wagner ist seit 2004 in einer auf Handelssystemen basierten Vermögensverwaltung tätig. Er ist Mitglied im Verband Technischer Analysten Deutschlands, Gründungsmitglied und Vorstand der Deutsche Gesellschaft für Technische Analyse und hält Vorträge über Technische Analyse und Optionspreistheorien.
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-uw-
Gruss Ice
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Börsengewinne sind Schmerzengeld. Erst kommen die Schmerzen, dann das Geld...(A.K.)