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Trading Bougainville Copper (ADRs) 867948

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Passende Knock-Outs auf DAX

Strategie Hebel
Steigender DAX-Kurs 5,00 10,00 15,00
Fallender DAX-Kurs 5,00 9,99 15,00
Den Basisprospekt sowie die Endgültigen Bedingungen finden Sie jeweils hier: DE000VC1UXZ5 , DE000VJ9P871 , DE000VY0R5H5 , DE000VH4AHF1 , DE000VH1HU85 , DE000BD3ZCQ6 .Bitte informieren Sie sich vor Erwerb ausführlich über Funktionsweise und Risiken. Bitte beachten Sie auch die weiteren Hinweise zu dieser Werbung.

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Bougainville Coppe. 0,58 $ +0,00% Perf. seit Threadbeginn:   -1,36%
 
nekro:

Trading Bougainville Copper (ADRs) 867948

54
29.09.07 00:25
Obwohl für mich Bougainville Copper Aktien 852652 (US BOCOF.PK)u. ADRs 867948 (US BOCOY.PK) den gleichen Wert besitzen (beide repräsentieren 1 Bougainville Copper) gibt es bei der Kursstellung in D gravierende Unterschiede.

Schlusskurs heute in Fra

Aktie 852652 0,609 VOL 110 000 St
ADRs  867948 0,50  VOL 376 772 St

Obwohl beide Gattungen auch in USA gehandelt werden,kann man nur die ADRs ohne Lagerstellenwechsel gewinnbringend nach USA crossen.

So wurden heute in USA 353 K ADRs zwischen 0,75 u.0,80 USD oder 0,5395 u.0,5642 € gehandelt,was lockere 10% über D Kurs ist.Ein Grossteil davon dürfte von den ESBC stammen u.so dem hiesigen Markt wieder entzogen sein.

Eine heutige Kauforder in AU von 300K a 0,95 AUD 0,5911 €  wurde nur zu 2/3 bedient.

Jetzt fehlen nur noch die  erwarteten  weiteren positiven Meldungen aus Bougainville u. die Chartausbrüche über 1 AUD,0,80 USD,0,60 € u.0,50€ (ADR).An allen Marken wurde schon erfolgreich gekratzt.Der nächste Schritt sollte eine Stabilisierung darüber sein

Ob jetzt Aktie oder ADR am besten performt bis Jahresende,lassen wir uns überraschen ;-)))))))))
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Carlchen03:

fehlender Bericht

 
21.09.26 09:37

hi

zwei  Fragen,  
-   will  BCL  keinen  Quartalsbericht  mehr liefern   oder  können sie nicht ... warum auch immer?
-   was passiert wann,  wenn sie keinen mehr liefern?
             wird  BCL  evtl dadurch irgendwann mal delistet?

Fasst würde ich sagen,   irgendwie kann man den Vorstand und die obersten Mitarbeiter verstehen.
Erst macht man die ganze  "Drecks"-Arbeit   und dann wird man  "rausgeschmissen".
 
      C

Antworten
p2205:

@Carlchen

 
21.09.26 10:16
Nicht nur das. Der Präsident nimmt einem die Arbeitsgrundlage und sagt, man könne sich ja noch um das Beseitigen der Altlasten kümmen. Aufräumen und abwickeln sozusagen.
Antworten
Babar_Rüssel.:

ASX

 
22.09.26 16:20
Die Aktie soll ohnehin ausgelistet werden. Wahrscheinlich wird Ishamel Toroama bis zum bitteren Ende weiter machen.  
Antworten
dagobertlchen:

Babar Rüsselsheim

 
22.09.26 16:36
Würden mehr als 6000 Aktionäre das so ohne weiteres hinnehmen?
Antworten
Babar_Rüssel.:

Dago

 
23.09.26 00:21
Niemand von denen wird darüber begeistert sein. Wie diese Leute reagieren, kann ich Dir nicht sagen.

Bisher hat das IBC eine rechtliche Prüfung angekündigt.

Wenn es nach Ishmael Toroama geht, dann wird er das Problem aussitzen.
Antworten
nekro:

dilema

 
28.09.26 07:18
www.salient.org.nz/post/...-4-the-islands-the-panguna-dillema
Mein  MULTIBAGGER Favorit BOC ;-)))))
Antworten
Traderevil:

was sagt die KI ;-)

 
01.10.26 20:38
Frage:
gibt es ein interesse von amerikanischen investoren an der kupfermine panguna

Antwort:
Ja, es gibt ein deutliches Interesse der USA an der strategisch wichtigen Panguna-Kupfermine auf der Pazifikinsel Bougainville. Dieses Interesse ist allerdings weniger rein privatwirtschaftlich, sondern stark geopolitisch und strategisch getrieben.

The Guardian
+2
Das US-Interesse lässt sich durch folgende Entwicklungen zusammenfassen:
1. Das US-Indien-Abkommen für kritische Mineralien
Im Mai 2026 haben die USA und Indien die Strategic Critical Minerals Cooperation Framework vereinbart. Dieses bilaterale Abkommen soll die Lieferketten für kritische Rohstoffe und seltene Erden abseits von China sichern. Die autonome Regierung von Bougainville (ABG) versucht aktiv, sich über diesen US-indischen Rahmen finanzielle und technologische Unterstützung zu sichern.

Pacific Forum
+1
2. Geopolitischer Wettlauf mit China
Bougainville strebt die vollständige Unabhängigkeit von Papua-Neuguinea an. Da die Region für ihre wirtschaftliche Lebensfähigkeit dringend die Einnahmen aus der Panguna-Mine benötigt, hat die dortige Regierung signalisiert, sich notfalls an China zu wenden, sollten westliche Partner keine Unterstützung bieten. Um einen dominanten Einfluss Chinas in dieser strategisch wichtigen Region des Südpazifiks zu verhindern, beobachten die USA (gemeinsam mit Australien) die Lage genau und prüfen Investitions- sowie Finanzierungskanäle.

The Conversation
+4
Aktuelle Hürden für Investoren

Obwohl die Mine gigantische unerschlossene Vorräte besitzt (geschätzt auf 5,3 Millionen Tonnen Kupfer und erhebliche Goldvorkommen im Gesamtwert von rund 160 Milliarden US-Dollar), ist ein Einstieg für US-Investoren derzeit extrem risikoreich:

Mining Weekly
+1
Sicherheitslage: Erst im September 2026 kam es zu einem schweren bewaffneten Brandanschlag auf dem Minengelände, bei dem Maschinen des indischen Bergbaukonzerns Lloyds Metals & Energy (dem aktuellen Entwicklungspartner der Regierung) zerstört wurden.

RNZ
+1
Lokaler Widerstand: Traditionelle Landbesitzer protestieren weiterhin vehement gegen die Wiederaufnahme des Bergbaus ohne ausreichende Mitsprache und Entschädigung. Sie befürchten eine Wiederholung der massiven Umweltschäden, die 1989 zu einem blutigen Bürgerkrieg führten.

National Indigenous Times
+3
Zusammenfassend: Das offizielle Washington und strategische Investoren haben ein großes Auge auf Panguna geworfen, um Chinas Einfluss zu kontern und Kupferlieferketten zu sichern. Die akute Instabilität und Konflikte vor Ort schrecken rein kommerzielle US-Investoren im Moment jedoch noch ab.

YouTube
·Guardian Australia
+2
Möchtest du mehr darüber erfahren, welche Rolle Australien oder der indische Partner Lloyds Metals aktuell beim geplanten Neustart der Mine spielen?

Bloomberg.com
+1  www.bloomberg.com/news/articles/...ive-panguna-copper-project
>>>>>>>>>>>>
Antworten
Babar_Rüssel.:

weiteres dazu

 
02.10.26 19:25
Der aktuellste Stand, den ich finden kann:


Das IBC hat seine Empfehlungen vorgelegt

Am 9. September 2026 hat das IBC seine ersten Untersuchungsergebnisse und eine Reihe von Empfehlungen an den Vorstand übergeben. Diese beinhalten strategische Optionen und potenzielle rechtliche Schritte, wie auf den Entzug der Lizenz reagiert werden soll. Das Unternehmen zieht dafür weiterhin externe Rechtsberater hinzu.


Die neue juristische Mauer: "Non-Justiciable" Klausel

Der entscheidende Unterschied zu 2018 ist, dass die Regierung dazugelernt hat. Der im Juni verabschiedete Bougainville Mining (Amendment) Act 2026 enthält eine extrem restriktive Neuerung:

Gerichts-Ausschluss: Das neue Gesetz besagt, dass die Vergabe der neuen 25-jährigen Großbergbaulizenz an die staatliche Bougainville Minerals Limited „nicht justiziabel“ (non-justiciable) ist.

Die Konsequenz: Die Regierung hat versucht, den Gerichten in Papua-Neuguinea per Gesetz die Zuständigkeit zu entziehen, diese Entscheidung überhaupt zu überprüfen. Die Anwälte des Independent Board Committee (IBC) prüfen nun fieberhaft, ob dieser Ausschluss der Justiz verfassungskonform ist und vor dem Obersten Gerichtshof von PNG angefochten werden kann.


Die Haltung der lokalen Landbesitzer (Landowners) zu dem Lizenzwechsel ist tief gespalten und hochkomplex. Die indigene Bevölkerung ist keine homogene Gruppe; während ein Teil den Wechsel feiert, leistet ein anderer Teil erbitterten Widerstand.

Ein Vertrauensbruch nach mühsamer Annäherung: Das hat eine Vorgeschichte. Ende 2024 hatten über 300 Landbesitzer nach jahrzehntelangen Konflikten mühsam ein Abkommen (Land Access and Compensation Agreement) mit Bougainville Copper unterzeichnet. Dass dieses mühsam erarbeitete Vertrauen und die Vereinbarungen durch das neue Gesetz im Juni 2026 quasi über Nacht hinfällig wurden, hat bei Teilen der Bevölkerung zu großem Unmut und Verwirrung geführt.


In dieser Recherche sind die Korruptionsvorwürfe noch nicht mal eingepreist. Ein Gestzesbeschluss so zu formulieren, dass es nicht justiziabel finde sehr seltsam. Da haben einige Parlamentarier auf Bougainville noch keine politische Reife erlangt.
Antworten
macouba:

Erste Einschätzung

3
04.10.26 12:54
I. Die historischen Präzedenzfälle: Wie der Supreme Court reagiert
Der Supreme Court von PNG gilt im Commonwealth-Raum als ausgesprochen unabhängig und hat eine klare Linie: Das Parlament kann den Gerichten ihre verfassungsmäßige Kontrollfunktion nicht entziehen.Zwei historische Fälle sind hierbei wegweisend:
1. Der Fall SCR No 1 of 1984 (Re Intergroup Power etc.) – Das Verbot von Ausschlussklauseln
In diesem Grundsatzurteil stellte der Supreme Court unmissverständlich klar, dass sogenannte „Privative Clauses“ (Klauseln in Gesetzen, die eine gerichtliche Überprüfung verbieten oder einschränken) die Verfassung verletzen.
Das Urteil: Das Gericht entschied, dass Abschnitt 155 der Verfassung den Gerichten die absolute und unumstößliche Pflicht überträgt, die Einhaltung der Gesetze zu prüfen.
Bedeutung für Bougainville: Selbst wenn im Gesetz von 2026 das Wort „nicht justiziabel“ steht, würde der Supreme Court auf Basis dieser Präzedenz argumentieren: Das Gesetz mag für normale Gerichte unanfechtbar sein, aber die verfassungsmäßige Pflicht des Supreme Courts, Grundrechte (wie Eigentum) zu schützen, kann durch kein einfaches Gesetz ausgehebelt werden.
2. Die illegale Verstaatlichung der Ok Tedi-Mine (2013)
Ein extrem ähnlicher Fall ereignete sich 2013 unter der Regierung von Peter O’Neill. Das Parlament von PNG verabschiedete ein Gesetz, um die Anteile des Entwicklungsfonds PNGSDP an der riesigen Ok Tedi-Mineohne Entschädigung zu verstaatlichen, und versuchte gleichzeitig, den Rechtsweg für die Betroffenen massiv zu blockieren.

Die Reaktion der Justiz: Es folgten jahrelange, erbitterte Rechtsstreitigkeiten. Die Gerichte machten deutlich, dass der verfassungsmäßige Schutz vor Enteignung (Abschnitt 53) nicht durch politische Notwendigkeiten ausgehebelt werden darf. Der Fall endete in internationalen Schiedsverfahren und massiven Imageverlusten für den Staat.
II. Die Reaktion des indischen Investors (Lloyds Metals and Energy)
Für einen ausländischen Investor wie Lloyds Metals and Energy Ltd. ist eine solche „Nicht-Justiziabilitäts-Klausel“ ein zweischneidiges Schwert:
Das politische Versprechen: Die autonome Regierung von Bougainville (ABG) hat Lloyds diese Klausel als „Schutzschild“ verkauft. Die Botschaft war: „Wir haben die Altlasten mit Bougainville Copper Limited (BCL) per Gesetz beendet, und niemand kann euch diesen Deal gerichtlich wieder wegnehmen.“
Die juristische Realität: Große Bergbaukonzerne und deren Rechtsabteilungen wissen sehr wohl, dass solche Klauseln in demokratischen Commonwealth-Staaten rechtlich hochgradig instabil sind. Statt Rechtssicherheit schafft die Klausel ein massives Länderrisiko:
Investitionsbremse: Solange BCL vor dem Supreme Court gegen das Gesetz klagt, läuft Lloyds Gefahr, Millionen in die Exploration zu stecken, nur um am Ende zu erleben, dass das gesamte Gesetz vom Verfassungsgericht kassiert wird.
Finanzierungsprobleme: Internationale Banken und Konsortien verweigern für solche Projekte oft die Kreditvergabe, wenn die zugrundeliegende Lizenz in einen ungelösten Verfassungsstreit verwickelt ist.
Fazit
Die Klausel im Gesetz von 2026 sollte den Weg für Lloyds freimachen, hat aber das genaue Gegenteil bewirkt: Sie hat Panguna in ein juristisches Minenfeld verwandelt. BCL und die unzufriedenen Landbesitzer haben mit den Abschnitten 53 (Eigentum) und 155 (Gerichtliche Kontrolle) der Verfassung die weitaus besseren juristischen Karten, um das Gesetz vor dem Supreme Court zu Fall zu bringen.
Von meinem iPhone gesendet
Antworten
Babar_Rüssel.:

Richtig

 
05.10.26 01:20
Ishmael Toroama ist nicht bei "Wünsch dir was".
Antworten
Charly77:

#26040

 
05.10.26 19:54

In weiten Teilen, @macouba, stimme ich zu.

Ich kann allerdings (noch) nicht erkennen, dass BCL vor dem Supreme Court gegen das Gesetz klagt bzw. aufgrund der Verfassung "die weitaus besseren juristischen Karten hat" / hätte ... vor dem Hintergrund, dass der Urheber dieses Gesetzes, der mögliche Beklagte also, gleichzeitig derjenige ist, der den Takt innerhalb BCLs vorgibt. Ist es also vorstellbar, dass der absolute Mehrheitseigner tatsächlich gegen sich selbst klagt?

Antworten
antares0650:

@charly

 
06.10.26 11:34
BCL und die unzufriedenen Landbesitzer haben mit den Abschnitten 53 (Eigentum) und 155 (Gerichtliche Kontrolle) der Verfassung die weitaus besseren juristischen Karten, um das Gesetz vor dem Supreme Court zu Fall zu bringen.
Antworten
dagobertlchen:

antares0650

 
06.10.26 11:43
Aber ich fürchte, das kann Jahre dauern.
Antworten
kjensw:

.

 
06.10.26 20:14
Auf die paar Jahre...
Antworten
Charly77:

@antares

 
06.10.26 20:22

Damit ist allerdings meine Frage nicht beantwortet: Klagt ein Unternehmen, dessen Mehrheitseigner ein Gesetz beschlossen hat, gegen eben dieses Gesetz? Ist es realistisch, dass dieser Mehrheitseigner eine solche Klage zulässt?


Und noch ein Auszug aus einer gestrigen Nachricht von BCL:

"As advised by the Company Secretary, we expect to finalise the Audit and file this week."



Antworten
antares0650:

@charly

2
13.10.26 17:27
soweit ich mich mit dem Aktienrecht auskenne hat der Mehrheitseigentümer nicht das Recht eine Klage zu verhindern.
Die Aufsichtsratsmitglieder sind meiner Meinung nach verpflichtet die Klage einzureichen:
Vorsitzender: Kearnneth Nanei
Mitglied des Verwaltungsrates: James Rutana
Mitglied des Verwaltungsrates: Sir Melchior Togolo
Mitglied des Verwaltungsrates: Maryanne Hasola

Sir Melchior Togolo ist gleichzeitig CEO seit Mai 2026 dauerhaft bestellt.
ChatGPT sagt folgendes:
Wenn eine Aktiengesellschaft (AG) durch einen Staat rechtlich enteignet wird, hängt es davon ab, wer enteignet, auf welcher gesetzlichen Grundlage das geschieht und welches Recht für die AG gilt.

Entscheidend ist die Unterscheidung zwischen einer Klage im Namen der AG und einer Klage durch einzelne Aktionäre in eigenem Namen.

1. Wer darf für die AG klagen?

Am Beispiel einer österreichischen AG gilt grundsätzlich:

Die zentrale Rechtsgrundlage ist § 71 des österreichischen Aktiengesetzes: Der Vorstand vertritt die AG gerichtlich und außergerichtlich.

2. Was bedeutet das für Bougainville Copper Limited?

Wenn der Staat Vermögen der BCL enteignen würde, kämen grundsätzlich folgende Wege infrage:

Die BCL selbst: Der Vorstand könnte im Namen der Gesellschaft gegen die Enteignung oder wegen unzureichender Entschädigung vorgehen.

Einzelne Aktionäre: Sie könnten ihre eigenen Rechte verfolgen, etwa wenn sie unmittelbar in ihren Aktionärsrechten verletzt werden. Sie können aber nicht automatisch für sämtliche Schäden der Gesellschaft klagen.

Der Aufsichtsrat bzw. einzelne Direktoren: Sie könnten je nach Zuständigkeit und Vertretungsregelung Schritte einleiten oder auf eine Klage der Gesellschaft hinwirken.

Internationale Schiedsverfahren: Diese wären nur möglich, wenn eine passende Rechtsgrundlage besteht, beispielsweise ein anwendbarer Investitionsschutzvertrag oder eine entsprechende Vereinbarung.

Die Verfassung Papua-Neuguineas sieht in Abschnitt 53 grundsätzlich Schutz vor ungerechtfertigter Eigentumsentziehung und eine angemessene Entschädigung vor. Ob und wie das im konkreten Fall durchsetzbar ist, hängt von der Art der Enteignung und den betroffenen Rechten ab.

Eine entscheidende Rückfrage: Meinen Sie eine mögliche Enteignung der Bougainville Copper Limited durch die Regierung Papua-Neuguineas oder durch die Autonome Regierung Bougainvilles? Davon hängt ab, welche konkreten Klagewege und Gerichte infrage kommen.
1. Die konkrete Situation bei Bougainville Copper Limited

Die aktuelle Entwicklung ist wichtig: Es geht nicht nur um eine mögliche Enteignung in der Zukunft.

Am 19. Juni 2026 wurde berichtet, dass die Autonome Regierung Bougainvilles (ABG) der BCL die Grundlage für die Wiedererschließung der Panguna-Mine entzogen hat. Nach einer Gesetzesänderung wurden die Rechte aus der bisherigen Explorationslizenz EL01 zugunsten einer 25-jährigen Bergbaulizenz für die Gesellschaft Bougainville Minerals Limited zurückgestellt. BCL prüfte laut Bericht ihre rechtlichen Möglichkeiten.

Das ist rechtlich von einer vollständigen Enteignung der gesamten Aktiengesellschaft zu unterscheiden: Der Entzug oder die Überlagerung einer Bergbaulizenz bedeutet nicht automatisch, dass sämtliche Vermögenswerte der BCL enteignet wurden. Es kann aber einen erheblichen Eingriff in ihre wirtschaftlichen Rechte darstellen.

2. Wer könnte konkret klagen?

A. Bougainville Copper Limited selbst

Der Vorstand bzw. die vertretungsbefugten Direktoren könnten im Namen der BCL ein Verfahren anstrengen. Infrage kämen insbesondere eine gerichtliche Überprüfung des Gesetzes oder der Behördenentscheidung und gegebenenfalls ein Antrag auf einstweiligen Rechtsschutz. BCL hatte bereits 2018 gegen eine Lizenzentscheidung der ABG ein Verfahren vor dem National Court von Papua-Neuguinea eingeleitet. Dieses Verfahren wurde 2024 nach der Einigung über die Lizenzverlängerung beendet.

B. Aktionäre der BCL

Aktionäre könnten klagen, wenn sie selbst in ihren Rechten verletzt werden oder das jeweilige Gesellschaftsrecht eine Klage im Namen der Gesellschaft zulässt. Ein Aktionär kann aber nicht einfach den gesamten Unternehmensschaden als persönlichen Schaden einklagen.

C. Internationale Verfahren

Ein internationales Schiedsverfahren wäre nur bei einer passenden rechtlichen Grundlage möglich. Allein die Tatsache, dass BCL an der australischen Börse notiert ist, begründet noch keinen internationalen Entschädigungsanspruch.

3. Wer kontrolliert BCL als Aktionär?

Die Regierung Bougainvilles und die Bevölkerung erhielten 2025 zusammen rund 72,9 % der BCL-Aktien. Damit besitzen sie die Mehrheit der Gesellschaft.

Das führt zu einer wichtigen Frage: Wenn die Regierung, die die Lizenzentscheidung getroffen hat, zugleich die Mehrheit der Aktien hält, können sich Interessenkonflikte zwischen staatlichen Interessen und den Interessen der Gesellschaft ergeben. Die Mehrheitsbeteiligung nimmt der BCL aber nicht automatisch das Recht, ihre eigenen Unternehmensinteressen gerichtlich zu verfolgen.

4. Meine entscheidende Einschätzung

Der rechtlich wichtigste Ansatzpunkt wäre zunächst, prüfen zu lassen, ob das neue Bergbaugesetz und die Vergabe der 25-jährigen Lizenz an Bougainville Minerals Limited rechtmäßig sind und ob dadurch bestehende Rechte der BCL verletzt wurden.

Um zu beurteilen, wer eine Klage gegen wen erheben kann, müsste man insbesondere das Bougainville Mining (Amendment) Act 2026, die Lizenzbedingungen und die Gesellschaftsunterlagen der BCL untersuchen.

Die entscheidende Unterscheidung lautet: Soll die BCL selbst gegen die Regierung Bougainvilles klagen, oder wollen einzelne Minderheitsaktionäre gegen die Regierung bzw. gegen die Verantwortlichen der BCL vorgehen? Für diese beiden Fälle gelten unterschiedliche Voraussetzungen.
Bei der Bougainville Copper Limited (BCL) muss man zwei grundsätzlich unterschiedliche Klagewege unterscheiden: eine Klage der Gesellschaft selbst und eine Klage einzelner Aktionäre. Ein dritter Fall ist die Klage gegen die Direktoren, wenn diese die Interessen der Gesellschaft nicht ausreichend schützen.

1. Die drei Möglichkeiten im Vergleich

2. Klage der BCL gegen die Regierung Bougainvilles

Die BCL müsste im Wesentlichen folgende Voraussetzungen erfüllen:

Eigene Rechtsposition: Sie müsste darlegen, welche Rechte ihr zustanden, beispielsweise aus der Explorationslizenz EL01 oder aus anderen rechtlich geschützten Ansprüchen.

Rechtswidriger Eingriff: Sie müsste begründen, warum die Aussetzung ihrer Lizenzrechte oder deren Unterordnung unter die neue Bergbaulizenz rechtswidrig ist.

Zuständiges Gericht: Es müsste geklärt werden, ob die Klage vor dem zuständigen Gericht Bougainvilles oder vor einem Gericht Papua-Neuguineas erhoben werden muss.

Passender Rechtsbehelf: Je nach Sachlage könnte sie die Aufhebung einer Entscheidung, eine einstweilige Verfügung oder Schadenersatz anstreben.

Die BCL teilte am 1. Juli 2026 mit, dass sie ein unabhängiges Ausschussgremium aus Direktoren einrichten wolle, um die rechtlichen und strategischen Schritte zu prüfen.

3. Klage einzelner Minderheitsaktionäre

Hier ist die Rechtslage besonders interessant. Nach § 143 des Companies Act 1997 von Papua-Neuguinea kann ein Aktionär oder Direktor beim Gericht die Erlaubnis beantragen, ein Verfahren im Namen der Gesellschaft zu führen.

Das Gericht berücksichtigt dabei unter anderem:

ob die Klage Aussicht auf Erfolg hat;

ob die zu erwartenden Kosten im Verhältnis zum möglichen Ergebnis stehen;

ob die Gesellschaft selbst bereits Schritte unternommen hat;

ob die Klage im Interesse der Gesellschaft liegt.

Eine solche Klage kann insbesondere zugelassen werden, wenn die Gesellschaft nicht selbst angemessen vorgeht oder es im Gesellschaftsinteresse nicht sinnvoll wäre, die Entscheidung allein den Direktoren oder der Gesamtheit der Aktionäre zu überlassen.

Das bedeutet: Ein Minderheitsaktionär muss nicht zwingend die Mehrheit der Aktien besitzen, um ein Verfahren im Interesse der BCL anzustoßen. Er muss aber die gesetzlichen Voraussetzungen erfüllen und die gerichtliche Genehmigung erhalten.

4. Können Aktionäre gegen die Direktoren vorgehen?

Ja, unter bestimmten Voraussetzungen. Dafür müsste beispielsweise nachgewiesen werden, dass Direktoren gesetzliche Pflichten verletzt haben, einen Interessenkonflikt nicht ordnungsgemäß behandelt haben oder der Gesellschaft einen zurechenbaren Schaden zugefügt haben.

Dass die Direktoren nicht klagen oder eine bestimmte Strategie wählen, reicht allein noch nicht aus. Sie dürfen grundsätzlich unternehmerische Entscheidungen treffen; entscheidend ist, ob sie dabei ihre gesetzlichen Pflichten einhalten.

Bei BCL ist zusätzlich relevant, dass die Autonome Regierung Bougainvilles und die Bevölkerung zusammen rund 72,9 % der Aktien kontrollieren. Die Regierung tritt somit sowohl als Regulierungsbehörde als auch als Mehrheitsaktionär auf. Das ist ein möglicher Interessenkonflikt, aber für sich allein noch kein Beweis für eine Pflichtverletzung.

5. Was wäre in diesem Fall der entscheidende Punkt?

Ein Minderheitsaktionär könnte versuchen, eine Klage im Namen der BCL zu ermöglichen, falls die Gesellschaft ihre Rechte nicht ausreichend verteidigt. Er müsste dafür nicht beweisen, dass die gesamte Enteignung bereits rechtswidrig festgestellt wurde; er müsste aber die gesetzlichen Voraussetzungen für die Zulassung der Klage erfüllen.

Für eine konkrete Beurteilung wären vor allem drei Fragen entscheidend:

Ist die neue Bergbaulizenz rechtmäßig erteilt worden?

Welche Ansprüche hat BCL aus der bisherigen Lizenz und dem neuen Gesetz?

Hat der unabhängige Ausschuss der BCL tatsächlich eine Klage beschlossen oder sich dagegen entschieden?

Die letzte Frage ist derzeit besonders wichtig: Aus der Mitteilung vom 1. Juli 2026 ergibt sich zunächst nur, dass die rechtlichen Möglichkeiten geprüft werden sollten – nicht, dass bereits eine Klage eingebracht wurde.


Die Diskussion der Freunde von Bougainville ist eröffnet !!!!!!!!!!!
Antworten
Babar_Rüssel.:

Einschätzungen

2
14.10.26 11:02
1) Wir sollten es einschätzen. Irgendwann muss das IBC eine Entscheidung treffen. Die Überprüfung solcher möglichen Klagen wird auch etwas dauern, aber sowas sollte keine 6 Monate benötigen.

2) Bei den KI-Recherchen wurde der Bruch über die EL-01 Vereinbarung noch nicht eingepreist. Sowas kann das Bild über das Verhalten des ABG nochmal verändern.

3) Eine weitere Sache, die Taunus Capital Management AG möchte meine Aktien für 2,5 Cent kaufen. Auch 2,5 Cent pro Aktie ist Geld, das keiner verschenkt. Das Angebot hat auch Aussagekraft, irgendwas versprechen die sich dabei.  
Antworten
antares0650:

Angebot

 
14.10.26 17:28
wie seriös kann das sein?
www.taunus-capital.de/kaufangebote
2016????
Antworten
nekro:

ASX News

 
14.10.26 21:14
half yearly eingereicht
Mein  MULTIBAGGER Favorit BOC ;-)))))
Antworten
dagobertlchen:

nekro

 
16.10.26 16:10
Tja, war wohl nichts.
Antworten
logho:

Handel ASX

 
20.10.26 17:35
Ich erwarte in Kürze die Wiederaufnahme des Handels in Sydney...
Antworten
dagobertlchen:

logho

 
20.10.26 18:38
Mit welcher Begründung?
Antworten
wf_nirvana:

Dago

 
21.10.26 07:38
”logho
Mit welcher Begründung?
dagobertlchen, 20.10.26 18:38
Was ist der Hintergrund deiner Frage?  
Antworten
dagobertlchen:

wf Nirwana

 
21.10.26 08:32
Warum sollte demnächst der Handel wieder aufgenommen werden?
Antworten
nekro:

Musingku

 
21.10.26 15:54
fter defrauding victims of tens of millions in a 1990s pyramid scheme, Noah Musingku spent decades ruling an armed, breakaway pseudo-state in Papua New Guinea. He died earlier this month.
Mein  MULTIBAGGER Favorit BOC ;-)))))
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54 26.055 Trading Bougainville Copper (ADRs) 867948 nekro nekro 21.10.26 15:54
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    Trading Bougainville Copper Fuchsbau24   28.01.26 12:12
    Gehts tatsächlich jetzt dann los? Fuchsbau24   28.01.26 11:43

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