Touristensteuer auf Mallorca
Trotz Protesten will die Regierung der Balearen ab März eine umstrittene Ökosteuer einheben.
MADRID (apa). Mallorca-Urlauber dürften bereits ab März die Ökosteuer ("Ecotasa") bezahlen müssen. Nachdem das spanische Verfassungsgericht in Madrid die einstweilige Aussetzung des Balearen-Gesetzes aufgehoben hat, darf die sozialistische Insel-Regierung bis zu einer endgültigen Entscheidung die umstrittene Touristen-Steuer einheben. Den Plänen zufolge sollen pro Übernachtung und Gast zwischen 25 Cent (3,4 S) im sogenannten Agrotourismus und zwei Euro (27,52 S) bei Fünf-Sterne-Hotels fällig werden.
Ende Juli 2001 hatte Spaniens Regierungschef José Maria Aznar die Generalstaatsanwaltschaft beauftragt, das Ökosteuer-Gesetz auf Verfassungswidrigkeit zu untersuchen und die für Jänner 2002 geplante Erhebung auszusetzen. Nach dem Urteil des Verfassungsgerichts hängt nun alles vom Willen der Balearen-Regierung ab. Diese will die neue Steuer ab März von den Hoteliers eintreiben lassen. Regierungschef Francesco Antich verspricht sich davon zusätzliche Einnahmen von jährlich 60 Mill. Euro (826 Mill. S).
Mit ihrem Vorhaben stößt die Balearen-Regierung aber weiterhin auf starken Widerstand. Nachdem die gesamte Tourismus-Branche die "Ökosteuer" kritisiert hat, fordert nun auch Spaniens Umweltminister Jaume Matas vom balearischen Regierungschef, sie nicht einzuziehen. "Die Ökosteuer könnte die derzeit stark angeschlagene Wirtschaft auf den Balearen noch mehr belasten", so Matas.
Der Madrider Minister, der gleichzeitig Präsident der konservativen Volkspartei (PP) auf den Balearen ist, verweist unter anderem auf den seiner Ansicht nach entstandenen Imageverlust für die Insel durch Busfahrerstreiks und auf die durch die kürzlichen Unwetter entstandenen Millionenverluste für die balearische Tourismusbranche. Zusammen mit der zweiten Oppositionspartei, der nationalistischen Unio Mallorquina (UM), appellierte er an die balearische Regierung, den Sektor "nicht noch mehr zu schädigen".
Trotz Protesten will die Regierung der Balearen ab März eine umstrittene Ökosteuer einheben.
MADRID (apa). Mallorca-Urlauber dürften bereits ab März die Ökosteuer ("Ecotasa") bezahlen müssen. Nachdem das spanische Verfassungsgericht in Madrid die einstweilige Aussetzung des Balearen-Gesetzes aufgehoben hat, darf die sozialistische Insel-Regierung bis zu einer endgültigen Entscheidung die umstrittene Touristen-Steuer einheben. Den Plänen zufolge sollen pro Übernachtung und Gast zwischen 25 Cent (3,4 S) im sogenannten Agrotourismus und zwei Euro (27,52 S) bei Fünf-Sterne-Hotels fällig werden.
Ende Juli 2001 hatte Spaniens Regierungschef José Maria Aznar die Generalstaatsanwaltschaft beauftragt, das Ökosteuer-Gesetz auf Verfassungswidrigkeit zu untersuchen und die für Jänner 2002 geplante Erhebung auszusetzen. Nach dem Urteil des Verfassungsgerichts hängt nun alles vom Willen der Balearen-Regierung ab. Diese will die neue Steuer ab März von den Hoteliers eintreiben lassen. Regierungschef Francesco Antich verspricht sich davon zusätzliche Einnahmen von jährlich 60 Mill. Euro (826 Mill. S).
Mit ihrem Vorhaben stößt die Balearen-Regierung aber weiterhin auf starken Widerstand. Nachdem die gesamte Tourismus-Branche die "Ökosteuer" kritisiert hat, fordert nun auch Spaniens Umweltminister Jaume Matas vom balearischen Regierungschef, sie nicht einzuziehen. "Die Ökosteuer könnte die derzeit stark angeschlagene Wirtschaft auf den Balearen noch mehr belasten", so Matas.
Der Madrider Minister, der gleichzeitig Präsident der konservativen Volkspartei (PP) auf den Balearen ist, verweist unter anderem auf den seiner Ansicht nach entstandenen Imageverlust für die Insel durch Busfahrerstreiks und auf die durch die kürzlichen Unwetter entstandenen Millionenverluste für die balearische Tourismusbranche. Zusammen mit der zweiten Oppositionspartei, der nationalistischen Unio Mallorquina (UM), appellierte er an die balearische Regierung, den Sektor "nicht noch mehr zu schädigen".