4 Spiele Sperre für Wichniarek - Berlin aber noch nicht verloren!
Der Erfolg gegen Greuther Fürth hat ein böses Nachspiel. Nur einen Tag konnten sich die Blauen über den glückliche 3:2 Sieg freuen – dann kam das böse Erwachen. Die Szene in der 48. Minute sorgt seit gestern für Gesprächsstoff und hitzige Debatten. Nach einem Zweikampf mit Artur Wichniarek fiel Azzouzi zu Boden, blieb „verletzt“ liegen, ließ sich vom Platz tragen um nach 2 Minuten wieder topfit in das Geschehen eingreifen zu können. „Azzouzi hat mich am Trikot festgehalten und ich habe mich losgerissen“ kommentiert der DSC-Torjäger sauer. Fürths Anwalt wies den DFB auf diesen Vorfall schrifltich hin – der Kontrollausschuss handelte und wertete den Video-Beweis aus. „Der DFB war durch das Schreiben ja praktisch gezwungen, zu handeln. Bei aller sportlicher Rivalität – fair ist das nicht. Sicher hat Artur nach hinten ausgeteilt, wenn es der Schiedsrichter ahndet, okay, nach dem Schlusspfiff ist alles abgehakt. Ich weiß nicht, ob es sein muss, was wir jetzt erleben.“
Nach Stellungnahmen der betroffenen Spieler hat der DFB Wichniarek nun für 4 Spiele gesperrt.
So fehlt der Polenbomber für die Partien gegen Union Berlin, Alemannia Aachen, SpVgg Unterhaching und VfL Bochum. „Ich habe mir in dieser Saison noch keine gelbe- oder rote Karte eingefangen. Andere spucken und verteilen Kopfnüsse und ich werde für so eine Lappalie verknackt“ ist der 25jährige kaum zu beruhigen. Auch Sportdirektor Thomas von Heesen ist empört: „Die sind vielleicht nach ihrer Erfolgsserie so auf den Aufstieg fixiert, dass sie alles versuchen, um sich durchzuboxen.“ Druckfrisch habe die Aussage seitens Azzouzi mit der DFB-Mitteilung vorgelegen: „Er erklärt darin, dass eine schlimme Sache war, die ihm sehr weh getan hat. Mir kann keiner erzählen, dass die Fürther nicht gewusst haben, welche Konsequenz so eine Stellungnahme hat.“
Nach Fatmir Vata und Arne Friedrich fehlt nun schon ein dritter wichtiger Leistungsträger – Fürths Nachschlag kann das Aus für Bielefeld sein. Doch Berlin scheint noch nicht verloren – die Arminen sind stinksauer und sagen sich „jetzt erst recht“: „Mannschaft und Fans werden enger zusammenrücken und eine Trotzreaktion zeigen. Wir werden mit allem was wir haben, für den Aufstieg kämpfen“ verspricht Coach Benno Möhlmann.
Einige Ostwestfalen dürfte auch den Duisburger ein wenig die Daumen drücken – manche Mühlen mahlen langsam...
Ich revidiere meinen Tipp und sage jetzt Union-Arminia 1:2!!!!!!!!!