Tiger und Kobalt 31.05.17 09:26
Die angehäuften Schlammreste aus der Kupfergewinnung enthalten bereits Kobaltanteile,
Es gibt im Wesentlichen drei Produktionsverfahren mit jeweils unterschiedlichen Gehalten und Konzentrationen, somit auch unterschiedlich aufwändigen Gestehungskosten.
Geklärt werden müsste, wenn noch nicht geschehen, welches der Verfahren für TGS am ehesten in Frage kommt. Der enorme Preisanstieg der letzten Monate auf aktuell rd. 56 Tsd US$ pro Tonne rückt die Machbarkeit m.M.n. für TGS ins Rampenlicht. Ich habe die Sache mehrfach kommentiert.
Ca. 40.000 Tonnen Kobalt sind in Schlamm, Abraum und in der noch abzubauenden Erde zur Kupferproduktion im Boden.(siehe TGS-Update)
Es geht bei TGS nicht darum,nach Kobalt graben zu müssen, sondern die Restschlämme aus der Kupferproduktion entsprechend zu verwerten.
Allerdings könnte sich der Kobaltkonzentratverkauf (aus dem billigsten Produktionverfahren) durch die Ausfuhrbestimmungen der kongol. Regierung schwieriger gestalten. Hier müsste ein inländischer Kobaltproduzent der das Fertigprodukt aus Verfahren 2 oder 3 herstellen kann das Konzentrat aus der Tigerproduktion übernehmen(kaufen). Dabei kann selbstverständlich nicht von einem solch hohen Preis, wie er z.Zt. in London geboten wird ausgegangen werden.
www.lme.com/metals/minor-metals/cobalt/
Bleibt also für Tiger die Frage: Bauen wir Kobalt mit eigener, noch zu erstellender Anlage aus, können somit Höchstpreise erzielen, oder geben wir uns mit geringeren Preisen und somit geringerem Ertrag zufrieden?
Dazu hat das Management eine Studie in Auftrag gegeben, deren Inhalt aktuell unter Verschluss gehalten zu werden scheint. Möglich, dass, wenn eine zufriedenstellende Gesamtfinanzierung zu überschauen ist, das Thema neu behandelt wird.
Jedenfalls wäre es sinnvoll, damit die Spekulationen (auch meine) um das Thema Kobalt bei Tiger entweder beerdigt oder auf den Sockel gestellt werden kann, der Öffentlichkeit Zugang zur Studie zu verschaffen.
Über Finanzierungsfragen wäre dann zu diskutieren, wenn man die Erkenntnisse aus der Studie kennt.
"Prognosen sind schwierig, besonders wenn sie die Zukunft betreffen."
Greeny