Aufgeheizte Stimmung
„Wir machen uns Sorgen, um unser Grundwasser, um unser Wasser überhaupt. Ist alles nicht geklärt. Ist alles unausgegoren und meinen, geht gar nicht….und warum macht man das nicht in der Lausitz, wo keine Flächen abgeholzt werden müssen… Arbeitslose gibt’s dort jede Menge.
„Man muss Industrie-Strukturen schaffen, klar. Mir geht’s um die Verfahrensweise. Der Öffentlichkeit wird nur häppchenweise erzählt, was passieren soll.“
„Geheim verhandelt – Umwelt verschandelt“ oder „Trinkwasser statt Tesla“ steht auf Protest-Plakaten, die Menschen haben Trillerpfeifen im Mund. Die Stimmung ist aufgeheizt.
Für mächtige Irritationen sorgt der immense Wasserverbrauch, den der US-Autobauer für sein Autowerk in Grünheide angemeldet hat. Es ist die Rede – laut Projektbeschreibung – von einem jährlichen Wasserverbrauch, der am Ende dem Bedarf einer 60.000 Einwohner großen Stadt entspreche. Das passe nicht mit der problematischen Wassersituation vor Ort zusammen, sagen die Anwohner. Zudem sei die Gegend ein Wasserschutzgebiet. Und: Die Region sei massiv von Austrocknung betroffen. Im letzten Jahr wurde man schon – wegen des Wassermangels – zum sparsamen Umgang mit Wasser aufgefordert, erzählt Frank Gersdorf, Vertriebsmitarbeiter und Organisator der Tesla-kritischen und wie er betont – parteiübergreifenden – Proteste in Grünheide.
„Elektroautos kann man produzieren, aber der Standort in einem Wasserschutzgebiet ist der denkbar ungünstigste.“ Daher sei Grünheide im Landkreis Oder-Spree völlig ungeeignet, sagt der 55-Jährige Gersdorf.
„Wir blockieren keine Fortschritte, nur an diesen Ort passt die Autofabrik nicht hin.“
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